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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : SGU 2x03 Awakenings [SPOILER]



Mr.T
13.10.2010, 10:37
Vorneweg, die Folge hatte anfänglich Spannung, hat sich dann mit Nebensächlichsequenzen eingelassen, nutzte das grosse Potential, welches durchaus drin gewesen wäre - nicht aus.
Inhalt:
Die Destiny steuert geradewegs auf ein Rendevous zu mit einem antiker Schiff.
Das Schiff ist ein Seedship, welches voraus flog und Gates auf wichtigen Planeten verteilt hat.
Kurzerhand wird ein Team zusammengestellt, auf Erforschungstour gesandt und es kommt tatsächlich zu Überraschungen.
Mit der Hilfe des zweiten Schiffs kann die Energie genutzt werden, um die Erde anzuwählen. Beim Versuch es zu tun kommt es zu einem Problem.
Anbord des kleineren Gate-Schiffs wird zudem ein Ausserirdischer gefunden, der nach anfänglicher Furcht als keine Bedrohung angesehen wird. Er ist jedoch nicht alleine.
Eine Truppe von Ihnen ist mit Kapseln an Bord gekommen, wohl um das Schiff zu untersuchen oder what ever.
Während also die Destiny dem Schiff die notwendige Energie entzieht, um das Tor zu gebrauchen, drehen die anderen Aliens den Spiess herum und zapfen der Destiny den Strom ab.
Was ein echtes Problem werden könnte, da Sie dann ohne FTL Antrieb stranden würden.
Ein zunehmend paranoider Dr.Rush schleicht sich in seinen gefundenen Kontrollraum und entkoppelt das Seed Ship, bevor es zuviel Energie entzogen hat.
Ausserdem managt Rush den Sprung in den FTL.
Zurück an Bord des Seed Ships bleibt ein einsamer Col.Telford.
Jedoch nicht lange und er ist umringt von Aliens.
Auf der Destiny lässt sich Young seinen Liter Schnaps geben, um sich weiter in seinem (und dem) Elend (der Serie) zu baden.
Nebenbei wird die Lage mit den verbliebenen Luzianern immer schlechter, da Young kein Einsehen hat und nachdem Telford nunmehr als MIA gilt, kann ihm keiner seine Befehlsmacht nehmen. Kommt sicher...

Erneut viel blaue Aliens im Vorspann zum dritten Mal in Folge, doch von Ihnen keine Spur.
Die neuen Aliens, möglicherweise angepisst, da man Sie stranden lassen wollte, können noch nicht zugeordnet werden.
Erneut als CGI und völlig ungenutztes Potiential daher oder zu faule Grafiker.
Wieso hat man nicht überlegt Telford mittels Gates zu holen, sobald etwas Abstand gibt, ausserhalb des FTLs?
Rush könnte locker mal eben bremsen und es versuchen, doch damit würde er bekannt geben, dass er Sie alle verarscht und dies schon länger.
Ach ja seine Traumfreundin ist immer bei Ihm sobald er in diesem Raum ist. Was soll das?
Überhaupt was soll diese verfahrene Story?
Macht es irgendeinem Spass sich anzusehen, wie gegeneinander konspiriert wird?
Wer würde Rush gerne los werden?
Von mir aus Nächste Epi ein unnötiges Problem und Rush ist Toast.
Dann kann die kleine Luzi übernehmen und vielleicht kommt sowas wie Freude zum Ansehen in die Serie. Selbst wenn Volker übernimmt.
Nur ohne bekannten Schauspieler der Robert C. halt ist, bliebe Nix mehr übrig.

Würde mir wünschen, dass sich MGM ernsthafte Gedanken machen würde, ob es nicht sinnvoller sei, die bereits gedrehten Epis, wenn Sie dem bisherigen gleichen, einfach einstampfen, sich von Fans ein paar interessante Stories geben lassen und erstmal Bessere drehen würden.
Wird Nie passieren, eher wird es am Ende von Staffel2 heißen - to be continued - aber es wird Nix mehr folgen.

Gerade diese Folge hätte soviel besser sein können, als Sie dann war.
Alle Weichen wurden anfangs gestellt, Spannung aufgebaut und dann nicht genutzt. Sag nur Prost Young. Wertung 3.5/10

DerBademeister
14.10.2010, 12:06
Ich glaube wir sind mittlerweile schon soweit, während jeder Folge die negativen Punkte geradezu zu suchen. Mir geht es jedenfalls so - ein Zeichen von latenter Frustration mit einer Serie. Die Schwächen der Drehbuchautoren treten umso deutlicher zu Tage, wenn man vorher eine Episode der in jeder Beziehung weit überlegenen Serie "Rubicon" gesehen hat. Das Team von Stargate ist schlichtweg aufgrund begrenztem Talent nicht in der Lage eine anspruchsvolle Dramaserie zu tragen. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, denn ein Talent dass man schon bisher in 13 Jahren Stargate niemals und nirgendwo gezeigt hat, wird auch nicht plötzlich in der aktuellen Staffel über uns hereinbrechen.

Dabei will ich fair sein - diese Episode war okay. Es passierte zumindest mal wieder irgendwas. Leider fehlte die Konsequenz um sich für eine Geschichte zu entscheiden, so laviert die Folge zwischen verschiedenen Plots umher - der Versuch, mit etwas Alien-Feeling Spannung zu erzeugen schlug dabei fehl, da diese Aliens eher putzig als bedrohlich wirken. Rushs Gespräche mit seiner herbeihalluzinierten Frau wirken - wie viele andere Elemente - als billiger Abklatsch von Battlestar Galactica (Baltar, anyone?).

Stargate Universe täte gut daran, die Handlung mit diesen verschiedenen Alienvölkern endlich einmal voranzutreiben, statt diese immer mal wieder kurz auftreten und dann wieder verschwinden zu lassen. Auch nur einen Grundeindruck darüber worum es bei der Serie eigentlich geht - und was die Mission der "Destiny" ist - haben wir immer noch nicht. Da war selbst die Aufklärungs-Schneckenpost LOST zu Beginn der zweiten Staffel schon weiter.

Alles in Allem war die Folge leidlich unterhaltsam, welches wohl das Maximum dessen ist was man bei SGU erwarten kann. Bei meiner Bewertung habe ich mir die Abwertung für den albernen Popsong am Ende diesmal großzügigerweise geschenkt, auch wenn ich mich frage wie lange es dauert bis die Produzenten kapieren dass aktuelle Popmusik NIEMALS in einer Scifi-Serie funktioniert die am anderen Ende des Universums spielt. Dabei komme ich mir jedes Mal vor, als würde ich eine alberne Schmonz-Serie à la Grey's Anatomy schauen.

6 / 10.

Mr.T
15.10.2010, 14:38
Da könntest du recht haben, vonwegen Fehler suchen.
Nennt sich sich selbst die Freude am Zusehen nehmen.
Aber woher stammt dieses Miesepeter-Zusehen?
Die Schuld mir zu geben, ist mir zu einfach.
Denke dass es immer an den beiden anderen Serien aus SG gemessen wird, wo es durchaus auch miese Folgen gab und wo am Ende der Staffeln auch nicht alle zufrieden gestellt wurden.
Vergleiche mit anderen Sci-Fi Serien darf man für SGU erst garnicht machen, denn dort könnte man sonst auf die Paarungen, SG-1 zu SGU, wie Bab5 zu Crusader gelangen.

Es macht mir durchaus nix aus, die neusten Epis auf Englisch zu schauen und dies beeinflusst meine Wertung nicht.
Im Gegenteil, oft ist es interessanter die Subs in deutsch zum Orginal zu sehen, als die Synchro sich anzutun.

Doch in meiner langen SciFi Zuschauerzeit will mir keine Serie einfallen, bei der es in der zweiten Staffel in Folge drei, noch nicht klar war, wohin die Story gehen soll.
Bei SGA war ich gar bisle verstimmt als bereits in Folge 21 eine Möglichkeit zur Erde zukommen eingeführt wurde.
Wo doch gerade damals dies als erste Grundlage einer Story galt, das Leben in der Ferne.
Bei SGU gab es schon von Anfang kein echtes Feeling für die Fremde, da mittels Steinen jederzeit mit Erde gesprochen werden konnte.
Oder die Tatsache, dass die auf einem fortschrittlichem Antikerschiff sind und dort sicher vieles gefunden werden könnte, was eine Story hergeben könnte, wird kaum genutzt. Seit dem ersten Auftauchen von Antikern in SG, hatten viele Fans Interesse daran, mehr über die zu hören und auch hier ist Nix.

Quo vadis, SGU?

DerBademeister
15.10.2010, 17:16
Doch in meiner langen SciFi Zuschauerzeit will mir keine Serie einfallen, bei der es in der zweiten Staffel in Folge drei, noch nicht klar war, wohin die Story gehen soll.

Bei Deep Space Nine dauerte es bis zu Episode 26 der zweiten Staffel - dann wurde das Dominion eingeführt, die Serie nahm nach zwei Jahren oft eher durchschnittlicher Einzelepisoden erheblich Fahrt auf mit größeren Handlungsbögen.

SGU lässt bisher keinen Handlungsbogen erkennen. Das ist nicht unbedingt schlimm, Serien wie Firefly haben auch wunderbar mit Einzelepisoden funktioniert - diese müssen dann aber zumindest unterhaltsam und spannend sein.

Mit dem Stargate und einem riesigen, uralten Raumschiff dass überall hinfliegen kann und sich am anderen Ende des Universums befindet, hat man im Endeffekt unbegrenzte künstlerische Freiheit um fantastische Geschichten zu erzählen. Selbst die Vorgängerserien haben aus diesen Möglichkeiten mehr gemacht als Stargate Universe.