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bitfrass
07.08.2001, 20:28
Minas

Langsam aber mit festem Schritt ging er durch die karge Felslandschaft. Wie lange war es her das er einem lebenden Wesen begegnet war? Er wusste es nicht mehr. Plötzlich blieb er stehen. War das nicht eben ein Geräusch gewesen? Waren das nicht Schritte gewesen? Nein er hatte sich wohl getäuscht.

Als die Sonne schon den Horizont berührte sah er endlich das kleine Dorf am Rande des Grau-Waldes. Er zog die Kapuze seines langen Mantels über den Kopf und setzte seinen Weg fort.

Die Dorfbewohner wichen vor dem Fremden zurück, als fürchteten sie ihn wie einen Demonen. Es war auch eine seltsame Gestalt die diesen Abend in das Dorf gekommen war. Man konnte sein Gesicht nicht sehen, da es im Schatten der schwarzen Kapuze verborgen war. Auch seine Gestalt war nur wage zu erahnen, da der lange weite Mantel sie fast vollständig verbarg. Nur die grossen mächtigen Hände und muskulösen Unterarme waren zu sehen. Aber am meisten Aufmerksamkeit erregte das riesige Zwei-Hand-Bastard-Schwert, das der Fremde quer über den Rücken trug. Es war reich verziehrt und ähnelte den alten sagenumwobenen Zauberschwertern aus den Zaubererkriegen.

Der Fremde sprach niemanden an, aber er ging zielstrebig mit langsamen Schritten auf das einzige Gasthaus des Dorfes zu.

Die Sonne war hinter dem Grau-Wald verschwunden als er das kleine und schäbige Gasthaus erreicht hatte. Die Dunkelheit, die sich nun über das Land legte war kalt und liess die Leute in ihre Häuser zurückkehren. Man war hier abergläubisch und immer wenn ein fremder Krieger kam fürchtete man sich vor den Folgen. Zu oft hatten die fremder Krieger verderben über den kleinen Ort gebracht.

Der Fremde trat an die Theke heran und hob den Kopf als der Wirt zu ihm kam. Eine kleine untersetzte Gestalt mit spitzbübisch blinkenden Augen.

"Was kann ich für Euch tun Fremder? Wollt ihr ein Zimmer oder nur eine warme Mahlzeit?" fragte der Wirt.

"Gebt mir ein Zimmer für die Nacht und etwas zu essen und zu trinken." sagte der Fremde mit einer dunklen tiefen Stimme, dabei zog er die Kapuze zurück.

Der Wirt musste schwer schlucken und nickte nur eifrig. Man sah ihm seine Angst an. Er hatte das Emblem gesehen, das der Fremde um den Hals trug. Es war das Zeichen der Kämpfer des grössten Zauberers des Landes, der im letzten Krieg der Zauberer besiegt worden war.

Der Fremde drehte sich um und ging zu einem freien Tisch in einer Ecke des kleinen Gastraumes. Dort lies er sich nieder und stellte das mächtige Schwert neben sich an die Wand.

'Noch immer haben die Leute vor uns Angst.' Dachte Darkon in sich hinein.  


clouney

Sie waren in der Nähe ihres Zwischenlandes auf Nahrungssuche, als Arminius, Coulter und Angelika plötzlich eine Macht spürten, die die drei noch nie verspürten. Konnte es sein, dass sie entdeckt waren?  War dies ein Anhänger ihrer Feinde, die die 14jährigen allein aus Geschichten kannten und trotzdem fürchteten? Arminius schickte Coulter und Angelika Gedanken, die ihnen befahlen ihre Kräfte zu bündeln um Hilfe zu rufen und die ankommenden Befehle auszuführen. Aber sie waren zu schwach, mussten sich dem Zwischenland erst nähern um den Plan auszuführen.

Als die Jugendlichen in den Höhlenkomplex traten war dank ihrer Gedankenübertragung schon eine Truppe erfahrener, magiebegabter Erwachsener unterwegs um die fremde Macht zu erkunden. Sie aktivierten einen der versteckten Eingänge und die Drillinge liefen nach Hause. Schon wieder hatten sie die Vorteile von Zwillingen bzw. Drillingen genutzt um ihre Kräfte zu bündeln, was nur dieser Art von Menschen gegeben ist und ihnen den Neid der anderen ihres Alters schon von klein an einbrachte, was ihre Isolation vorrantrieb, deswegen wurden sie zur einer Einheit, die nur in Gefahrensituationen einen Anführer, meistens Arminius, benötigte. Die drei Jugendlichen waren als Einheit schon mächtiger als ihre Mutter Anführerin dieser Kaste, aber hatten noch kaum Erfahrung. Aber was war das ? Weiße Flaggen am Haus des Rates?


Dune

Darkon nahm einen großen Schluck von seinem Met und wartete. Er erkannte, dass ihn die Leute angstvoll musterten, aber er hatte sich daran gewöhnt. Die Geschichten, die um die alten Krieger wie ihn kursierten waren wirklich angsterregend, aber alles nur Märchen.Geschichte wurde von den Siegern geschrieben.Er war einer der wenigen, die der Terrorherrschaft bisher entgangen waren.
Er sah nach draussen.Die Sonne näherte sich schon dem Horizont.Bald würde sie hinter den Wäldern verschwinden.
Hatte er sich im Datum vertan? Nein, das konnte nicht sein.Sie musste bald kommen.Sie hielt ihre Versprechen.Es sei denn...Nein, er weigerte sich zu glauben sie sei tot.Das konnte nicht sein.
"Bei den Drachen, macht sich der starke Kriger etwa Sorgen um mich?"
Unbemerkt hatte eine zierliche, kkleine Gestalt  mit Spitzen Ohren genähert, die ihn jetzt aus waldgrünen Augen ansah. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht.  "Ich wusste, dass meine Schwester Seleen mich nicht im Stich lassen würde...Setz dich, und erzähle mir, was deine Reise erbracht hat."



MinasTirith

Seleen setzte sich ihrem Bruder gegenüber an den Tisch und liess den Blick durch den kleinen Raum streifen. Nur wenige Menschen sassen an den Tischen und die meisten von ihnen sahen ängstlich und erstaunt zu ihnen herüber. Es war schon ein seltsamer Anblick. Dieser mächtige Kerl der einer der alten Zauber-Krieger war und die kleine zierliche Gestalt der Waldelfe mit den lustigen aufmerksam umherschauenden Augen. Der Gegensatz wirkte schon belustigend wenn Darkon nicht so viel Furcht erregen würde.

"Nicht sehr viel, Darkon", fing Seleen an zu berichten.
"Die Leute fürchten sich noch immer vor den alten Zauber-Kriegern. Doch am meisten Angst haben sie vor der neuen Macht, die euch besiegt hat und die nun mit einer mächtigen Hand nach allem greift. Alle Wesen fürchten sich vor dem neuen dunklen Zeitalter."

"Ja, das erfahre ich jeden Tag aufs neue. Auch hier fürchten sich die Leute fast schon mehr vor dem was passieren kann durch meine alleinige Anwesenheit. Doch das war nicht das was ich von dir hören wollte. Was hast du herausgefunden?"

Seleen sah sich vorsichtig um.
"Keiner erzählt etwas, schon gar nicht gegenüber Fremden. Doch man kann die Macht spüren. Aber niemand erzählt etwas und die meisten würden wohl auch eher sterben als etwas erzählen."

"Das bedeutet wir müssen selber auf die Suche gehen und sie finden. Selbst auf die Gefahr hin, das sie uns angreifen." Darkon blickte nachdenklich auf die Tischplatte, als ob dort die Lösung des Problems zu finden sei. Wie konnten sie nur diese Macht finden? Wer war es? War es einer der weissen Zauberer die sich hatten retten können? War es etwas ganz neues?

Er wusste es nicht, er wusste nur er brauche jetzt Ruhe, damit er nicht unvorsichtig wird.

"Seleen, ich werde mich auf mein Zimmer zurückziehen und werde versuchen mich ein wenig zu erholen. Da du ja nur wenig Schlaf brauchst, würde ich es begrüssen, wenn du bleiben könntest. Ich fürchte die Einwohner dieses kleinen Ortes könnten aus purer Furcht eine grosse Dummheit behen."

(Geändert von MinasTirith um 10:30 am am Juni 29, 2001)  

Leeta

"Ich gebe Dir recht." sagte Seleen "Aber ich kann in diesen stickigen, engen Menschnenbehausungen nicht lange aushalten. Hier erdrückt mich alles. Ich brauche die Weite des Himmels und des Waldes. Daher werde ich mich in der Nähe zurückziehen. Ich habe ein kleines Wäldchen hinter dem Dorf entdeckt. Du weisst, wie Du mich rufen kannst."

Sie drückte ihm einen Kuss auf die Stirn und entschwand raschen Schrittes aus dem Gasthaus. Darkon sah ihr nachdenklich und etwas besorgt nach.
Plötzlich verdunkelte sich das Licht vor seinem Tisch. Als er aufsah, stand dort ein großer, verkommen aussehender Mann. Sein Atem roch nach Alkohol und er sah ihn voller Zorn und Hass an....

Estefan
31.08.2001, 16:46
"Wie kommt es, dass du noch lebst, Hexer? Ich habe es geahnt, dass noch einige Schwarzmagier dem Zorn der Kirche Aeryns Der Sonnigen entronnen sind... zum Übel der Menschheit!"
Der Mann stürzte sich auf Darkon, dem es jedoch gelang, die Arme des Mannes zu greifen und sie ihm auf den Rücken zu drehen.
"Wer bist du? Und wovon redest du? Ich habe, bis ich dieses Dorf betrat, seit Jahren keinen Menschen mehr gesehen", sagte Darkon.
"Spottest du mir, Ausgeburt des Bösen? Bis vor drei Jahren war ich, Peelo, geachteter Priester Aeryns, bis... bis Großherzog Crais der Schwarze die Kirchengüter einzog, die Kirchenschätze verkaufte, die Diener Aeryns entliess, verbannte, vertrieb oder hinrichtete... Die Schwarzmagier haben Gift in seine Ohren und sein Herz geträufelt!"
Darkon ließ den schluchzenden Mann los. Der Wirt näherte sich. "Verzeiht bitte die Unannehmlichkeiten, Meister. Teles," er blickte auf den Schankburschen, "bring Peelo in die Scheune." Unterwürfig blickte er Darkon an. "Nach diesem unerquicklichen Vorfall geht Kost und Logis aufs Haus. Falls Ihr sonst noch Wünsche habt..."
"Nein, schon gut. Wer war übrigens der Mann?"
"Das war Peelo," sagte der Wirt. "Er war einst Priester der Kirche Aeryns der Sonnigen. Großherzog Crais führte den neuen Glauben Aeryns der Reinen ein und ließ die alten Kirche ausrotten."
"Aha. Und was ist da der Unterschied?"
"Nun..." Der Wirt schaute leicht abwesend "Der Kult Aeryns der Reinen ist der wahre Glaube. Er besagt, dass man allein durch Glauben ins reine Licht der Göttin gelangen kann..."
Die Wirtin unterbrach ihn: "Das heisst für Crais, seine neue Kirche braucht keine Priester und keine weltlichen Besitztümer. Er muss keine Pfaffen bezahlen, und die ganzen kirchlichen Güter und Gebäude sind in seinen Besitz übergegangen..."
Ein alter Bauer sagte: "Jetzt gehören sie ihm meist nicht nicht mehr. Das Kirchenland in der Gegend ist größtenteils verkauft, und die Bodenpreise sind im Keller. Meine Felder unten am Fluss waren vor 3 Jahren noch 4mal so wertvoll! Das Land, das jetzt noch zum Verkauf steht, kann sich trotzdem keiner mehr leisten, die Steuern rauben uns hier die letzten Münzen und das letzte Korn. Ach übrigens, falls ihr hier günstig ein Haus kaufen wollt, die alte Kirche wär noch zu haben. Fand sich bisher kein Käufer..."
Die Wirtin meinte: "War ja eine Schande, dass sie den ganzen Schmuck, die Statuen und die Bilder aus der Kirche genommen haben. Die ganzen schönen Sachen..."
Der Wirt verschwand in der Küche, und schien seiner Frau ein Zeichen zu machen.
Darkon fragte: "Was ist mit den Sachen passiert?"
Die Wirtin zuckte mit den Achseln. "Weggebracht, was weiss ich."
"Und die Leute des Herzog stören sich nicht am alten Peelo?"
"Welche Leute des Herzogs? Unser hiesiger Vasall, Baron Witt, hat kaum Büttel, die sich um sowas kümmern könnten. Fast jeder, der mit einer Waffe umgehen kann, ist im Krieg im Süden. Im übrigen hat er schätzungsweise schon genug damit zu tun, aus uns normalen Leuten genug Steuern rauszuquetschen, um seine jährliche Abgabenquote beim Herzog vollzumachen." Sie machte eine Pause. "Mögt ihr bitte entschuldigen, ich habe was auf dem Feuer."
Mit seinen magisch verstärkten Sinnen konnte Darkon der Unterhaltung der Wirtsleute in der Küche folgen.
Der Wirt sagte: "Was fällt dir ein, Frau, dich mit ihm wie mit einem Gleichen zu unterhalten? Du kennst doch die Gerüchte darüber, wer wahrhaft hinter Crais stecken soll..."
"Pah, Gerüchte. Ich denke, unser ehrenwerter Großherzog ist ganz alleine verrückt, da brauchts keine geheimnisvollen Hintermänner. Im Übrigen sieht der Fremde gut aus..."
"Wird Zeit, dass wir den Laden dicht machen, es wird spät", sagte der Wirt.

Darkon begab sich zu seinem Zimmer. Dort angekommen, öffnete er das Fenster und stieß den geistigen Ruf aus, der Seleen zu ihm bringen würde.

MinasTirith
03.09.2001, 00:45
Während Darkon auf Seleen wartete dachte nochmals über die Worte des Mannes nach. Er hatte ihn Hexer und Schwarzmagier genannt. Also hatten sie doch verloren und das bedeutete er war in grosser Gefahr.

In diesem Moment erschien Seleen am Fenster.
"Du hast nach mir gerufen? Ich habe deine Furcht in dem Ruf gefühlt, was ist geschehen?" fragte Seleen mit besorgter Miene.
Darkon berichtete ihr von dem Mann der ihn angegriffen hatte und der Geschichte die er erzählt hatte. Als Darkon fertig war sah er Seleen an. Auf ihrer Stirn hatten sich Sorgenfalten gebildet, die ihr edles Gesicht altern liesen - mehr als er je bemerkt hatte.

Endlich regte sich Seleen. "Wir müssen uns sofort auf die Suche machen. Die Zeit drängt mehr wir dachten."
"Ja. Aber ich brauche etwas Ruhe, die Reise war schwer und hat an meinen Kräften gezehrt. Wecke mich bevor der Tag anbricht, dann werden wir unsere Suche fortsetzen. Wir sind nicht weit, aber wir müssen nun noch vorsichtiger sein."
Seleen nickte und verliess den Raum wieder durch das Fenster. Aber dieses mal blieb sie näher an Darkons Zimmer.

Darkon legte sich hin und versuchte zu schlafen. Er musste schlafen, denn morgen würde er seine ganze Kraft brauchen. Seine Vorahnung gab ihm dies deutlich zu spüren.

Die Nacht war ruhig und Darkon fand einige Stunden unruhigen Schlafes. Er hat sich nicht wirklich erholt, aber seine Glieder schmerzten nicht mehr. Seleen hatte ihn wie versprochen kurz vor Tagesanbruch geweckt. Die Sonne war noch nicht aufgegangen aber der neue Tag hatte schon das erste Licht.
Leise packte Darkon seine Sachen zusammen und sprang aus dem Fenster. Es war besser wenn ihn niemand unten sah. Seine Zeche hatte er bezahlt bevor er auf seine Kammer gegangen war.
Seleen hatte sich schon auf den Weg gemacht. Auch Darkon brach nun auf, immer darauf bedacht, das er keine Geräusche machte. Das Schwert hatte er sich wieder auf den Rücken geschnallt. Schnellen Schrittes ging er auf den nahen Waldrand zu. Irgendwo in diesem Wald mussten sie sein. Die letzte Rettung für die Menschen. Er musste sie finden bevor es der Grossherzog Crais tat.