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Thema: Warum so viele verschiedene Systeme?

  1. #1

    Standard Warum so viele verschiedene Systeme?

    Kennt sich hier jemand mit Computer- und Videospielgeschichte aus? Es würde mich nämlich wirklich mal interessieren, wie es kommt, das wir so viele verschiedene, inkompatible Systeme für Video- und Computerspiele haben, während z.B. im Heimvideobereich sich ziemlich schnell *ein* Standard herausgebildet hat, obwohl auch dort ursprünglich mehrere existierten? Wäre es für die Spieleentwickler nicht viel besser und lukrativer, wenn sie auf den *ganzen* Spielermarkt Zugriff hätten statt immer nur auf das Segment, das die 'richtige' Konsole für ihr Spiel hat?

    Oder ist es so, daß der Kernmarkt aus Leuten besteht, die einen ganzen Haufen verschiedene Konsolen kaufen, ohne mit der Wimper zu zucken? Aber auch da frage ich mich: ist es wirklich so, daß das das einzige/beste Publikum für Spiele ist? Oder gibt es nicht vielleicht auch noch haufenweise Leute wie mich, die an manchen Spielen durchaus interessiert wären, aber nicht einsehen, dass sie dafür dann meistens gleich eine neue Konsole kaufen müssten? - Ich finde ca. ein-, zweimal im Jahr ein Spiel, das ich wirklich gerne ausprobieren würde - und natürlich ist nicht jedes Spiel, das mich interessiert, auf der gleichen Plattform zu spielen. So käme ich schnell zu was-weiß-ich-wievielen verschiedenen Konsolen, wenn ich tatsächlich zu jedem Spiel, das mich interessiert, auch noch die passende Konsole kaufen würde. Natürlich mache ich das nicht. Zu teuer, zu platzraubend, zu ressourcenintensiv in jeder Hinsicht... Aber das Herz blutet mir des öfteren, wenn ich sehe, welche Spiele mir so entgehen.

    Also: wie hat sich dieser Irrsinn entwickelt?

  2. #2
    Administrator Avatar von Dr.BrainFister
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    Standard AW: Warum so viele verschiedene Systeme?

    die antwort ist simpel: es gibt viele einzelne firmen, die mit einem ganz bestimmten produkt bzw. mit den lizenzen daran geld verdienen wollen. würde dieses produkt auf einem anderen system laufen, würden ihnen einnahmen entgehen. warum soll sich jemand noch konsole x kaufen, wenn sowieso alles auf konsole y läuft? so sehr sie dir auch an dein herz gewachsen sein mögen - aber spiele sind größtenteils eben "nur" ein kommerzielles produkt und folgen damit genau den regeln, an die auch die meisten anderen produkte gebunden sind.

    aber so schlimm ist das doch gar nicht. stell dir mal vor, man könnte alle spiele spielen, die irgendwie interessant sind, ohne jegliche einschränkungen... extreme hardcore timewasting deluxe, sozusagen.
    Geändert von Dr.BrainFister (10.12.2010 um 16:46 Uhr)
    "Wissen sie woraus der Leberkäs gemacht wird? Aus den Resten der Knackwurst. Und die Knackwurst? Aus den Resten vom Leberkäs. So geht das ewig weiter: Leberkäs, Knackwurst, Leberkäs, Knackwurst..." - Simon Brenner (Josef Hader) in "Silentium"

  3. #3

    Standard AW: Warum so viele verschiedene Systeme?

    Aber wieso ist das bei Videoformaten nicht auch passiert, wenn sich das so "zwangsläufig" ergeben muß? Das verstehe ich irgendwie nicht.

    Nun ja, und ich glaube nicht, dass ich sehr leiden würde, wenn ich die ca. zwei Spiele im Jahr, die ich gerne spielen würde, auch tatsächlich spielen könnte. Und wer sagt, dass Spiele per se "timewasting" sind? Können sie nicht auch ein legitimer Genuss sein?

  4. #4
    Administrator Avatar von Dr.BrainFister
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    Standard AW: Warum so viele verschiedene Systeme?

    Zitat Zitat von Hmpf Beitrag anzeigen
    Aber wieso ist das bei Videoformaten nicht auch passiert, wenn sich das so "zwangsläufig" ergeben muß? Das verstehe ich irgendwie nicht.
    es gibt produktkonzepte, die sich durchsetzen und andere, die sich nicht durchsetzen. grundsätzlich versuchen aber die meisten konzerne zunächst, ein möglichst großes marktsegment für sich zu erobern. das wird meistens über den vertrieb von zusatzprodukten abgesichert, die dann nur mit dem jeweiligen grundprodukt funktionieren. im konsolenbereich scheint das zu funktionieren, weil jeder hersteller für sich bestimmte games anbieten kann, die den kauf seines produkts attraktiv machen. früher war für nintendo "super mario" und "tetris" das alleinstellungsmerkmal. für sega war es "sonic" und "columns". dass diese rechnung nicht immer dauerhaft aufgeht, sieht man ja daran, dass sega irgendwann stark verdrängt wurde und heute mehr eine spielemarke und weniger eine konsolenmarke ist.

    unter´m strich überlebt das konzept, das sich für die konzerne am besten rechnet. auch atari ist mittlerweile nur noch eine marke, die nichts mehr mit ihrem ursprung zu tun hat. hier hat man sich also den marktbedingungen angepasst. statt konsolen gibt es über dieses label nun eben nur noch games.

    Nun ja, und ich glaube nicht, dass ich sehr leiden würde, wenn ich die ca. zwei Spiele im Jahr, die ich gerne spielen würde, auch tatsächlich spielen könnte.
    wer weiß, ob es dann dabei bleibt oder ob du mit der verfügbarkeit des jeweiligen spielesystems dann auch plötzlich auf produkte aufmerksam wirst, die dich vorher nicht interessiert hätten.

    Und wer sagt, dass Spiele per se "timewasting" sind? Können sie nicht auch ein legitimer Genuss sein?
    ich sage das. doch das ist nur meine persönliche meinung und ich verurteile niemanden, nur weil er spaß an diesem hobby hat. es ist auch nicht so, dass mir videospiele keine freude machen. aber wenn ich mir aussuche, womit ich gerade meine zeit verschwenden will, stehen solche spiele auf meiner to-waste-liste ganz unten. natürlich kann das trotzdem ein legitimer genuss sein. möglicherweise ist es für manche menschen auch ein legitimer genuss, 10 liter schokoeis in sich reinzumampfen oder 5kg burger zu verspeisen. jedem tierchen sein pläsierchen. aber ich habe ja schon mal an anderer stelle gesagt, dass sich für meinen geschmack heutzutage zu viele "genüsse" vor irgendeinem monitor abspielen. das nenne ich dann eher monotonie. deshalb bin ich, zumindest was mich betrifft, ganz froh, dass viele games, die mir vielleicht spaß machen würden, nur auf konsolen funktionieren, die ich eh nicht besitze (und die ich mir schon allein aus finanziellen gründen auch nicht anschaffen werde).
    Geändert von Dr.BrainFister (10.12.2010 um 20:52 Uhr)
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  5. #5
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    Standard AW: Warum so viele verschiedene Systeme?

    Hmm ja,darüber hinaus ist es schon ärgerlich,wenn die Hersteller in immer kürzeren Abständen Nachfolgemodelle ihrer konsolen herausbringen und man dann schon nach knapp einem Jahr wieder ein veraltetes Teil zu Hause stehen hat. Es wird einem zwar immer eine Abwärtskompatibilität der Spiele versprochen,aber in der Realität spielen sich neuere Spiele dann wirklich nicht mehr so gut auf den älteren Konsolenmodellen.

    Irgendwie ist es wie bei Kaffeemaschinen. Es gibt zig unterschiedliche Typen von Kaffeemaschinen,für die man dann wieder ganz spezifische Pads oder Kapseln zur Kaffeezubereitung kaufen muss. Jeder Hersteller hat da seine eigene Sorte an Kaffeepads,die er teuer verkauft. Und trotzdem kommt eh immer nur Kaffee raus. Da ich kein Kaffeetrinker bin,kann ich überhaupt nicht nachvollziehen,wer sich sowas kauft. Trotzdem scheinen diese Dinger reissenden Absatz zu finden,obwohl man Kaffee ja auch ganz simpel zubereiten kann.

    Naja,passt jetzt aber irgendwie wohl nicht mehr zum Thema...

  6. #6
    Administrator Avatar von Dr.BrainFister
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    Standard AW: Warum so viele verschiedene Systeme?

    ich hab noch mal über die frage nachgedacht, warum sich im konsolen-/computer-markt so viele unterschiedliche systeme durchgesetzt haben und bei videorekordern z.b. nicht. wahrscheinlich spielt hier die unterschiedliche konfiguration der systeme eine wichtige rolle. auch konsolen sind ja letztlich computer mit speziell konfigurierter hardware. anfang der 90er versuchten systeme wie der sega-megadrive gegenüber nintendo z.b. dadurch zu punkten, dass sie mehr power für moderne render-grafiken geboten haben. deshalb ließ die glatt polierte plastikgrafik von "sonic" die flachen pixelhelden aus "mario brothers" zumindest optisch ziemlich alt aussehen. nintendo versuchte dann technisch aufzuholen und brachte sowas wie "starfox 3D" auf den markt. hier standen - für damalige verhältnisse - eindrucksvolle polygon-grafiken im mittelpunkt. soweit ich mich erinner, brauchte man für dieses spiel aber ein extra modul, über das es ans "super nintendo" angeschlossen wurde (?).

    diese unterschiede gibt es bei videorekordern natürlich nicht in dem ausmaß. ich denke mal, dass es für spielefreaks auch deshalb interessant war, sich mehrere systeme anzuschaffen, denn was die eine konsole nicht so gut konnte, das schaffte dann vielleicht die andere. ein weiteres gutes beispiel dafür ist auch der unterschied zwischen nintendo gameboy und sega gamegear anfang der 1990er: der gameboy kam mit seinem schwarzweiß-display im vergleich zum bunt erstrahlenden gamegear zwar ziemlich altbacken daher - aber letztlich bot nintendos handheld eine größere (und beliebtere) spieleauswahl, auf die man hätte verzichten müssen, wenn man nur einen gamegear besitzt. umgekehrt gab es auf dem gamegear neue grafikzaubereien, die man auf einem handheld so bisher noch nicht gesehen hatte. also kauften sich viele spielefreaks letztlich beide geräte.

    angefangen hat das alles ja mit den spieleautomaten von atari u.a. firmen: unterschiedliche automaten mit unterschiedlichen leistungen von unterschiedlichen herstellern. das hat sich dann später, vor allem im konsolenmarkt, so fortgesetzt.
    "Wissen sie woraus der Leberkäs gemacht wird? Aus den Resten der Knackwurst. Und die Knackwurst? Aus den Resten vom Leberkäs. So geht das ewig weiter: Leberkäs, Knackwurst, Leberkäs, Knackwurst..." - Simon Brenner (Josef Hader) in "Silentium"

  7. #7
    Moderator Avatar von Amujan
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    Standard AW: Warum so viele verschiedene Systeme?

    Zitat Zitat von darya Beitrag anzeigen
    Hmm ja,darüber hinaus ist es schon ärgerlich,wenn die Hersteller in immer kürzeren Abständen Nachfolgemodelle ihrer konsolen herausbringen und man dann schon nach knapp einem Jahr wieder ein veraltetes Teil zu Hause stehen hat. Es wird einem zwar immer eine Abwärtskompatibilität der Spiele versprochen,aber in der Realität spielen sich neuere Spiele dann wirklich nicht mehr so gut auf den älteren Konsolenmodellen.
    Genau diese Aussage wird aber von der akutellen Konsolengeneration ad absurdum geführt. Die XBox 360, PS3 und Wii werden auch in naher Zukunft keine Nachfolger bekommen, sicher das Äussere wurde gändert, etwas mehr Festplattenplatz kam hinzu, aber die Systeme an sich sind die selben, wie zu ihrer Erstveröffentlichung vor fünf (XBox 360), vier (Wii) bzw. drei-dreiviertel (PS3) Jahren. Zu dieser Weinachtssaison gabs nochmal Aufrüstzeug Move und Kinect bzw. 3DS im Frühjahr und die Hersteller selbst geben ihren Systemen noch ne gute Laufzeit in diversen Statements.

  8. #8
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    Standard AW: Warum so viele verschiedene Systeme?

    Die grosse Notwendigkeit eines Standardts fehlt schlicht.
    Das heisst eigentlich will jeder Filme oder Serien sehen, weshalb langfristig ein Standard benoetigt wird mit dem alle bedient werden koennen.

    Dem gegenueber war der Markt fuer Video-/Konsolenspiele nicht derart gross, weshalb unterschiedliche Hersteller den verschiedenen Zielgruppen jeweils ihr geraet anbieten konnten.
    Das heisst zumindest ich kannte in meiner Jugend keinen der einen Gameboy und den Sony Handheld hatte.
    Zudem ist es moeglich trotz der Inkompatibilitaet aehnliche Spielkonzepte anzubieten. Ob man nun mit Super Mario (Gameboy), Sonic (Sony) oder den Giana Sisters (PC) durch die Seitenscrollt ist im Grunde irrelevant.

    Dennoch hat sich mit der Zeit eine Annaehrung durchgesetzt.
    So sind mittlerweile, abgesehen vom Nintendo DS, alle Anbieter von propertitaeren Datentraeger Formaten runter zu der CD als Medium. [Wogegen sich Nintendo bis zum Gamecube hin straeubte]

    Zitat Zitat von Hmpf Beitrag anzeigen
    Wäre es für die Spieleentwickler nicht viel besser und lukrativer, wenn sie auf den *ganzen* Spielermarkt Zugriff hätten statt immer nur auf das Segment, das die 'richtige' Konsole für ihr Spiel hat?
    Die Spieleentwickler bekommen hierbei, positiv betrachtet, die Auswahl verschiedener technischer Systeme die fuer ihre Ideen mehr oder weniger gut geeignet sind geboten.

    Entwicklungstechnisch ist es doch interessanter sich an der Wii, Kintect oder dem Sony Vibrator auszutoben als sich nur auf eins beschraenken zu muessen.

    Zudem wird man gesponsert wenn man mit dem Hersteller "Liebkind" macht.
    Oder ist es so, daß der Kernmarkt aus Leuten besteht, die einen ganzen Haufen verschiedene Konsolen kaufen, ohne mit der Wimper zu zucken?
    Normalerweise kauft man eine und bleibt dabei.

    Oder gibt es nicht vielleicht auch noch haufenweise Leute wie mich, die an manchen Spielen durchaus interessiert wären, aber nicht einsehen, dass sie dafür dann meistens gleich eine neue Konsole kaufen müssten?
    Deswegen werden die Spiele Crossplattform veroeffentlicht.
    Fable wandert auf den PC, die Sims wandern auf die Konsole und Prince of Persia erscheint gleich fuer alle fuenf.

  9. #9
    Administrator Avatar von Dr.BrainFister
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    Standard AW: Warum so viele verschiedene Systeme?

    Zitat Zitat von Teylen Beitrag anzeigen
    ...
    Das heisst zumindest ich kannte in meiner Jugend keinen der einen Gameboy und den Sony Handheld hatte.
    ... Ob man nun mit Super Mario (Gameboy), Sonic (Sony) oder den Giana Sisters (PC) durch die Seitenscrollt ist im Grunde irrelevant.
    ...
    mit "sony" meinst du wahrscheinlich "sega".

    übrigens war es in den 1990ern definitiv nicht irrelevant, ob man mario, sonic o.a. jump'n'runs mochte. einerseits war der stil und das spielgefühl dieser games sehr unterschiedlich. und andererseits gab es (ähnlich wie bei trekkies und starwarslern) zwei fan-gemeinden, für die es wichtig war, sich klar voneinander abzugrenzen. gerade das thema "nintendo vs. sega" war in meiner kinder- und jugendzeit sehr wichtig.

    natürlich gab es viele, die trotzdem beide systeme gekauft hatten, aber das vor ihren freunden verheimlichten, um es sich mit den mario- oder sonic-jüngern jeweils nicht zu verscherzen. ich konnte anfangs mit dem "blauen igel auf speed" übrigens nicht viel anfangen. das war mir irgendwie zu glatt, quietschig und hektisch. aber sega hatte mich dann doch mit einem anderen jump'n'run-helden überzeugt, der schon fast mario-qualitäten hatte: alex kidd! und den gab´s nicht auf nintendo...







    die musik und die soundeffekte versetzen mich gleich ca. 20 jahre zurück. hab mir damals daran die finger wund gespielt...
    Geändert von Dr.BrainFister (13.12.2010 um 19:20 Uhr)
    "Wissen sie woraus der Leberkäs gemacht wird? Aus den Resten der Knackwurst. Und die Knackwurst? Aus den Resten vom Leberkäs. So geht das ewig weiter: Leberkäs, Knackwurst, Leberkäs, Knackwurst..." - Simon Brenner (Josef Hader) in "Silentium"

  10. #10
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    Standard AW: Warum so viele verschiedene Systeme?

    Ja, genau ^^;
    Ich gebe zu ich war frueher eher der Nintendo spieler ^^; (und C64 dann)

  11. #11
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    Standard AW: Warum so viele verschiedene Systeme?

    Zitat Zitat von Amujan Beitrag anzeigen
    Genau diese Aussage wird aber von der akutellen Konsolengeneration ad absurdum geführt. Die XBox 360, PS3 und Wii werden auch in naher Zukunft keine Nachfolger bekommen, sicher das Äussere wurde gändert, etwas mehr Festplattenplatz kam hinzu, aber die Systeme an sich sind die selben, wie zu ihrer Erstveröffentlichung vor fünf (XBox 360), vier (Wii) bzw. drei-dreiviertel (PS3) Jahren. Zu dieser Weinachtssaison gabs nochmal Aufrüstzeug Move und Kinect bzw. 3DS im Frühjahr und die Hersteller selbst geben ihren Systemen noch ne gute Laufzeit in diversen Statements.
    Naja,ok,ich meinte damit auch eher das Nintendo DS. Ist zwar nur nen Handheld und auch billiger,aber da gabs allein in den letzten 2 Jahren schon 2 Nachfolgemodelle. Zuhause haben wir ansonsten auch nur die Wii und da will ich auch hoffen,dass es da so bald keinen Nachfolger gibt. Ist schliesslich erst ein Jahr alt und kaum benutzt.
    PS3 und XBox kenn ich mich nicht mit aus,kann von daher nicht genau sagen,wie gut neue Spiele auf älteren Modellen laufen. Aber auch,wenn man da "nur" aufrüsten muss; wenn das jedes halbe Jahr erforderlich ist,um neuere Spiele zu zocken,ist mir das auch zu teuer.

  12. #12
    Die Super-Checkerin Avatar von Teylen
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    Standard AW: Warum so viele verschiedene Systeme?

    Zitat Zitat von darya Beitrag anzeigen
    PS3 und XBox kenn ich mich nicht mit aus,kann von daher nicht genau sagen,wie gut neue Spiele auf älteren Modellen laufen. Aber auch,wenn man da "nur" aufrüsten muss; wenn das jedes halbe Jahr erforderlich ist,um neuere Spiele zu zocken,ist mir das auch zu teuer.
    Meine XBox360 mußte seit den 3 Jahren wo ich sie habe nicht einmal ausgerüstet werden.
    Und es scheint auch nicht so als müßte die in naher Zeit aufgerüstet werden

  13. #13
    Tastaturquäler Avatar von Crystal
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    Standard AW: Warum so viele verschiedene Systeme?

    Sehe ich genauso. Im Unterschied zu Filmen hat sich jeder Videospielhersteller erstmal spezialisiert. Der potentielle Käufer wählt sich dann die Konsole aus, die am besten zu seinen Bedürfnissen passt. Aktuell ist das neben den angebotenen Spielen auch noch die "Interaktionsmöglichkeit". Der eine kauft sich halt die Wii, weil er da so toll Yoga und kleine Minispielchen machen kann und der andere dann die PS3, weil die (irgendein-tolles-Zukunftsprodukt) rausgebracht haben.

    Nintendo hat sich mittlerweile ja (leider) sehr auf den Casual Markt konzentriert, die Playstation und die XBox ähneln dagegen nicht zuletzt wegen ihrer Grafikleistung eher dem PC-Markt. Sicher geht es einigen mal so, dass sie gerne ein Spiel haben möchte, was nur auf einer anderen Konsole erscheint, kaufen die sich dann aber doch nur in den seltensten Fällen. Im Endergebnis sind die meisten wohl in ihrer Konsolen-Nische ganz zufrieden.

    Man darf auch nicht vergessen, dass Sega nach langer Zeit im Konsolenmarkt untergegangen ist. Das Dreamcast konnte sich nie etablieren, da es, soweit ich mich erinnere, einfach keine überzeugende Spielepalette aufstellen konnte. Wer im technischen und im inhaltlichen Bereich hinterherhinkt, ist also schnell raus aus dem Rennen.

    Das heisst zumindest ich kannte in meiner Jugend keinen der einen Gameboy und den Sony Handheld hatte.
    Hier, hatte mal beide und der Sega GameGear hab ich sogar noch in der Schublade liegen. NES und Master System teilten sich auch noch die Wohnung. Bin also sehr konkurrenzübergreifend aufgewachsen. Vielleicht lag das auch daran, dass es bei Mädchen eh nicht "normal" war, sowas zu spielen und sich da keiner für interessierte, dass man nur eins von beiden haben darf.
    Nichtsdestotrotz hat mir Nintendo immer mehr zugesagt...

  14. #14

    Standard AW: Warum so viele verschiedene Systeme?

    Zitat Zitat von Dr.BrainFister Beitrag anzeigen
    wer weiß, ob es dann dabei bleibt oder ob du mit der verfügbarkeit des jeweiligen spielesystems dann auch plötzlich auf produkte aufmerksam wirst, die dich vorher nicht interessiert hätten.
    Ich glaube, hier besteht ein Missverständnis: Meine Wahrnehmung der Spielewelt ist - und war noch nie - durch irgendein bei mir bereits vorhandenes System eingeschränkt, für das ich dann gezielt nach Spielen suche. Ich besitze nämlich keine einzige Konsole und habe auch noch nie eine besessen. Ich werde aber trotzdem immer wieder - konsolenübergreifend! - auf alle möglichen Spiele aufmerksam, die ich gerne spielen würde; das würde sich wahrscheinlich nicht ändern, wenn ich plötzlich eine Konsole besäße. Das Einzige, was sich ändern würde, wäre die Reduzierung meiner Frustration. Es ist nämlich wirklich sehr frustrierend, immer wieder Sachen zu entdecken, die man liebend gerne ausprobieren würde, nur um dann herauszufinden, dass man, um dies zu tun, nicht nur das Spiel, sondern eben auch erstmal die passende Hardware kaufen müßte. Und beim nächsten Spiel dann wieder andere Hardware...

    In der Praxis sieht es so aus, dass ich schon seit vielen Jahren kein einziges Spiel, das ich gerne spielen wollte, auch spielen konnte. In den letzten zehn Jahren oder so habe ich ca. zwei Spiele gekauft. Alles andere, was mich interessierte, lief nur auf den unterschiedlichen Konsolen - die zu kaufen ich weder finanziell imstande noch prinzipiell bereit bin. (Gut, gelegentlich war auch mal ein PC-Spiel dabei. Das kann ich dann meist nicht spielen, weil mein PC nicht hochgerüstet genug ist.)

    aber wenn ich mir aussuche, womit ich gerade meine zeit verschwenden will, stehen solche spiele auf meiner to-waste-liste ganz unten. natürlich kann das trotzdem ein legitimer genuss sein. möglicherweise ist es für manche menschen auch ein legitimer genuss, 10 liter schokoeis in sich reinzumampfen oder 5kg burger zu verspeisen.
    Na ja, das ist aber schon eine ziemlich krasse Wertung, die du da vornimmst: Spiele = ungesundes Fastfood. Klar, dass man sie dann nur als Zeitverschwendung sehen kann - Unterhaltung, nicht Kultur oder gar Kunst. (Und mit Unterhaltung ist das ja in Deutschland sowieso so eine Sache...)

    Für mich ist es so, dass Spiele genauso Kunst sein können wie Filme, Serien, Bücher, Bilder, was auch immer. Und bestimmte Spiele sind ästhetische (manchmal auch narrative usw.) Erfahrungen, die ungeheuer befriedigend, manchmal auch erhellend (etc.) sein können. Oder zumindest vermute ich das - die meisten davon kann ich mir ja nur als verschwommenes Let's Play-Video auf youtube zu Gemüte führen und bekomme somit nie die *ganze* Erfahrung des Selberspielens mit. Doch selbst bei den kleinen Flashspielchen, die ich hier gelegentlich so poste, sind Sachen dabei, die für mich den gleichen Wert haben wie ein Buch (gut, vielleicht eher eine Kurzgeschichte oder ein Gedicht) oder ein Ölgemälde oder (Kunstform deiner Wahl hier einfügen). (Der Vergleich mit einem Gedicht ist vielleicht am besten: eine kurze, verdichtete ästhetische Erfahrung.)

    Ich habe ein Bedürfnis nach ästhetischen Erfahrungen, das, wie ich vermute, für mich zu den Grundbedürfnissen zählt. Bestimmte Formen solcher Erfahrungen können praktisch nur durch Spiele ausgelöst werden; zu wissen, dass diese mir unzugänglich sind und bleiben werden, ist für mich so frustrierend wie ein Hausverbot im Louvre für einen Kunstliebhaber.
    Geändert von Hmpf (14.12.2010 um 23:34 Uhr) Grund: Grammatik

  15. #15
    Administrator Avatar von Dr.BrainFister
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    Standard AW: Warum so viele verschiedene Systeme?

    @hmpf
    wie schon gesagt, meine ansicht zu spielen ist rein persönlich geprägt und ich wollte dieses hobby damit nicht schlecht reden. wie du an meinen postings zu alten konsolenklassikern siehst, hab ich früher auch viel spaß daran gehabt. und natürlich gibt es viele titel, die künstlerisch oder kulturell wertvoll sind. aber um das alles zu entdecken, müsste ich mich intensiver mit dieser branche beschäftigen. das kostet zeit, die ich bereits in zu viele andere hobbies investiere. ich will meine "onscreen-tätigkeiten" einfach nicht noch weiter ausdehnen als es sowieso schon der fall ist.

    aber zurück zum eigentlichen thema:
    ja, moderne konsolen und die dazugehörigen spiele sind leider relativ teuer. da muss man schon was investieren, um alle systeme abzudecken, die nötig sind, um einen großteil der interessanten titel zu spielen. eine alternative dazu wäre vielleicht, sich mit älteren konsolen zu beschäftigen und die damit verfügbare spielewelt zu erkunden. auf systemen wie dem super nintendo oder dem sega megadrive kamen viele interessante games heraus, die auch heute noch im gebrauchtzustand vielfältig verfügbar sind. ich habe letztens mal bei ebay geschaut und dort bekommt man diese retro-konsolen oft schon für 20-40 euro, inklusive prall gefüllter spielepakete. die games von früher sind oft wesentlich innovativer und intelligenter als man sich das vorstellt. von technischen neuerungen mal abgesehen, hat sich in den letzten 15 jahren im spielesektor nicht viel getan. wenn man also bei grafik und sound ein paar abstriche machen kann, findet man im sortiment der nintendo- und sega-klassiker als games-fan jede menge preisgünstige auswahl.
    "Wissen sie woraus der Leberkäs gemacht wird? Aus den Resten der Knackwurst. Und die Knackwurst? Aus den Resten vom Leberkäs. So geht das ewig weiter: Leberkäs, Knackwurst, Leberkäs, Knackwurst..." - Simon Brenner (Josef Hader) in "Silentium"

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