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Thema: Ruri

  1. #1

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    Hier mal etwas neues woran ich im Moment arbeite, ich hoffe es gefällt euch Lesern. *verneig*

    Wieder einsam:

    Wieder allein, wie schon so oft wurde ich stehen gelassen, meines Glückes beraubt. Verzweifelt stand ich vor dem Grab meiner Freundin Sarah. Ein Jahr wurde unserer Freunschaft gegeben, dann hatte ein Autofahrer sie mir genommen. Ich erinner mich noch daran als wäre es gestern. Wir Beide hatten gleich nach dem Abitur entschlossen Kryptologie zu studieren. Unserer Orientierungsinn war nicht gerade der Beste und auf dem Weg zu einem Vorlesungssaal hatte ich mich auch prombt verlaufen. Als ich mich entschloss jemanden zu fragen, sah ich Sarah und ging auf sie zu. Seltsamerweise hatte sie auch gerade vor mich zu fragen. Dies war der Anfang einer wunderschönen Freundschaft, welche meine Einsamkeit vergessen lies. Wir wohnten zusammen und irgendwann muss ich zurück, zurück in mein altes Leben.

    <<Aber ich will nicht...>> Schrie es in mir auf. <<Ich will nicht mehr die Einsamkeit verspüren, die mich 13 Jahre quälte.>>

    Aber ich muste, es sei denn jemand würde mich zu sich holen. In eine andere Welt. Mein Blick hob sich hinauf inden Himmel und ein weißes Licht erfasste mich plötzlich. Was war denn nun los? Das waren meine letzten Gedanken, bevor alles schwarz wurde.

  2. #2
    Administrator Avatar von Dr.BrainFister
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    es muss doch nicht alles diesem escaflowne-schema folgen, oder?
    ich weiß ja, diese art von geschichten begeistert dich. aber der weltenflucht-gedanke lässt sich doch auch anders umsetzen.
    soll kein motzer sein, nur eine anregung.
    "Wissen sie woraus der Leberkäs gemacht wird? Aus den Resten der Knackwurst. Und die Knackwurst? Aus den Resten vom Leberkäs. So geht das ewig weiter: Leberkäs, Knackwurst, Leberkäs, Knackwurst..." - Simon Brenner (Josef Hader) in "Silentium"

  3. #3

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    Das Weltenfluchtthema hat nicht im primären Sinn mit irgendwelchen Animes zu tuen sondern im MOment mit meinen eigenen Wunsch am liebsten woanders hinzu gehen. Aber es geht ja nicht, also schreib ich es eben auf. Es gibt noch andere die damit nichts zu tuen haben, aber da ist noch nichts konkretes rausgekommen.

  4. #4

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    Grausamkeit:

    "Dies ist also diejenige, welche das heilige Schwert nutzen kann um mich zu vernichten?" Stimmen, ich hörte Stimmen und ich nahm die Worte des Mannes war, der so eben gesprochen hatte und sie taten weh, denn der Ton war so herablassend, als ob ich kaum etwas wert war. Und wo war ich? Dem Klang des Raumes nach musste dies eine große Halle sein, oder ein Saal, aber war ich vor kurzem nicht erst auf dem Friedhof gewesen? Langsam erinnerte ich mich, ein helles Licht traf meinen Kopf, es schien gerade in meinen Gedanken explodiert zu sein. Ja genau das war es , ich hatte einen Gehirnschlag erlitten, lag nun im Krankenhaus, im Koma und träumte dies alles nur.

    "In der Prophezeiung stand nur das es ein Wesen aus einer anderen Welt sein sollte. Majestät, eure Vermutungen, bezüglich eines starken Kriegers, hatten sich wohl nicht als richtig erwiesen. Aber wer weiß vielleicht ist dieses junge Mädchen eine mächtige Magierin." Dies könnte ein Gelehrter sein, dessen Stimme links von mir erklang und war sicher einer der Berater dieser Majestät.

    "Und ihr Samara, welche erst vor kurzem zu uns gekommen seid, was ist eure Meinung? Wird sie mich zerstören können?" Wieder diese gehässige, Stimme in welcher nun auch Unglauben mitschwang.

    "Das Mädchen erscheint mir sehr jung, gerade mal sechzehn. Die wenigsten haben in diesem Aler ein hohes Potential an Magie in sich. Dies kristallisiert sich erst im hohen Alter heraus." Sechzehn&#33;&#33;&#33; Sah ich wirklich so jung aus? Ich war bereits 20 und würde bald 21 sein, ich war schon lange kein Mädchen mehr. Aber diese Stimme gefiel mir, es war die tiefe Stimme einer Frau, die stark war, die aufrecht durch das Leben ging und einen Großteil davon noch vor sich hatte, ich schätzte sie auf gute Mitte dreißig. Ich wollte diese Frau sehen und beschloß mich aufzuheben. Bisher gefiel mir mein Traum und ich wollte noch nicht aufwachen, also beschloß ich mitzuspielen.

    Es ging nicht&#33; Ich konnte mich nicht aufsetzten, geschweige denn aufstehen. Meine Beine rührten sich kein Stück. Nicht das ich gelähmt war, ich fühlte alles noch, keine Taubheit hatte meinen Körper befallen und doch kam ich nicht hoch, als ob etwas schweres auf mir lag und es nicht zu lies.

    <<Was passiert mit mir.>> Wollte ich panisch aufschreien, doch kein Laut drang aus meinen Mund, ich versuchte es noch einmal und noch einmal, doch ich war stumm. Hatte überhaupt keine Stimme mehr. Hoffentlich hatte ich mein Augenlicht auch noch nicht verloren, aber damit war alles in Ordnung. Ich erkannte Stiefel die ich irgendwie millitärisch definierte und Speerspitzen, die auf meinen Körper gerichtet waren. Es half alles nichts, zumindest etwas erheben wollte ich mich, ob meine Arme es schaffen könnten das ich mich aufrichten konnte, um einen besseren Überblick zu erhalten?

    Ja es ging, jubelte es in mir. Es war schwer und ich fühlte mich als ob ich irgendeinen Leistungssport ausüben musste, doch ich war in einer etwas besseren Positionen, konnte den Kopf heben und mich umsehen. Vor mir, hatten die Soldaten Platz gelassen und ich konnte ungehindert auf einen Mann schauen, welcher auf einen Thron saß, der auf einer Art Tribüne stand. Dieser Mann jagte mir Schauer über den Rücken, seine Ausstrahlung war irgendwie grausam, tyrannisch. Ich blickte nach links und wollte meinen Augen nicht glauben. Da stand tatsächlich ein weißbärtiger alter Mann, gekleidet in eine dunkle Magierrobe, in der einen Hand einen Stab in der anderen eine Kristallkugel. Dieser Mann entsprach den allgemeinen Vorstellungen eines gütigen weißen Märchenzauberes, das nur allmählich mein Glauben an seine Existenz sich in mein Gehirn einbrannte. Nun wollte ich auch die Frau sehen und wäre zurückgeprallt, würde dieser Druck nicht auf mir lasten. Ich sah ein altes Müttechen gebeugt und von einem harten Leben gezeichnet, aber ihre Stimme klang so anders.

    "Ah sie ist wach." Rief die Majestät von seinem Thron hinab, er beugte sich vor und machte eine lockende Geste mit seiner rechten Hand. "Steh auf Mädchen und komm näher, ich tue dir nichts." Seine Stimme wollte wohl beruhigend klingen, doch ich wäre mit Sicherheit niemals auf ihn zugegangen. Ich schüttelte den Kopf, ich konnte ja nicht. "Nun mach schon. Du hast schon genug von meiner Zeit in Anspruch genommen." Er wurde schnell ungeduldig und abermals schüttelte ich den Kopf, in der Annahme er würde diese Geste richtig verstehen. Aber nein er verstand nicht, das konnte ich an seinen Augen erkennen, vom Märchenzauberer konnte ich keine Hilfe erwarten, dieser starrte zu seinem König und achtete nicht auf mich. Doch die Frau erkannte mein Problem.

    "Mein König&#33; Es scheint mir sie kann sich kaum bewegen und auch das Sprechen wird ihr nicht möglich sein, sonst hätte sie schon längst etwas gesagt."

    "Wie ist das möglich?" Der Blick des Königs fixierte den Magier.

    "Sie kommt aus einer anderen Welt. Die Lebensbedingungen sind dort wohl anderer Natur. Höhere Schwerkraft, anderer Aufbau der Atmosphäre." Das war seltsam einleuchtend. Ich war mir sicher der alte Mann hatte andere Worte genutzt, als Schwerkraft oder Atmosphäre, doch ich verstand genau diese Worte, anscheinend hat eine höhere Macht dafür gesorgt das ich diese Menschen hier genauso gut verstehe wie sonst auch. Außerdem es war ja noch ein Traum, warum sollte dies also nicht möglich sein.

    "Aber die Prophezeiung, es hieß derjenige der auf die Beschwörung erscheint würde mich mit einem einzigen Schlag des Schwertes besiegen." Sein böser und ungläubiger Blick haftete abermals auf mir.

    "Niemand hat gesagt, das es jetzt sofort sein wird und das genau das kommt was ihr erwartet habt." Ich zuckte zusammen und erwartete jeden Moment, das die Soldaten welche mich immer noch umstellt hatten, Samara töteten, dies traute ich diesem König durchaus zu, wen er nur den Befehl dazu gab. Doch dieser lehnte sich nur zurück und musterte mich von oben bis unten.

    "Du bist sehr schön Mädchen. Wärest du in der Lage zu sprech oder auch nur dich zu bewegen ich hätte dich in meinen Harem genommen, du wärst eine Exotin unter meinen Sklavininen und ich denke ich hätte sehr viel Spaß mit dir gehabt, aber so will ich dich nicht. Sollen sich meine Soldaten an ihr abreagieren wie es ihnen gefällt." Auf einen Wink hin löste sich die Formation um mich herum auf, bis auf einen, welcher mich mit einen dreckigen Grinsen bedachte und auf seine Schultern hob. Ich wollte schreien um mich treten, kratzen, beißen, doch ich tat nichts, ich konnte nicht und konnte nur eines mich in mein Schicksal ergeben. Dieser Traum wurde langsam zu einem Alptraum, bevor er überhaupt richtig begonnen hatte. Doch dann sah ich kurz noch einmal Samara und ich war mir sicher diese Frau würde mir helfen, würde verhindern, das mir etwas derart schlimmes zustoßen würde.

  5. #5

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    Ein Ritter auf einem weißen Pferd

    Mein Augen öffneten sich und ich erkannte den Sonnenstrahl, der hinunter in meine Zelle fiel. Wie lange lag ich nun hier? Vergessen von allen, naja fast allen. Bis vor kurzem hatte Samara mich jeden Tag besucht, doch dann musste sie weg etwas wichtiges erledigen wie sie meinte. Ich hob meine rechte Hand und zälte die blauen Kugelschreiberstriche. Den Stift hatte ich in einer meiner Hosentaschen gefunden. Achtundzwanzig zählte ich, ein ganzer Monat also schon. Der Hunger und der Durst waren bereits zu Anfang meine ständigen Begleitern, wenig später kamen noch Gestank und Schmutz hinzu ich hatte keine Möglichkeit mich zu waschen. Samara kam am Tag nachdem man mich eingesperrt hatte und versuchte mir einige Dinge zu erklären ohne jedoch wirklich viel zu verraten zu wollen. Auch war sie froh das ich mit einigen Behinderungen zu kämpfen hatte, so ließe ich mich wesentlich einfacher beschützten, vor den Zugriffen der Soldaten die sich hier unten an den Mädchen bedienten wie es ihnen gefiel.

    "Du bist sicher es sei ein Traum oder du lägest in einem Krankenhaus im Koma." Fing sie an und da war es wieder. Ich war mir sicher das Samara statt Krankenhaus und Koma andere Wörter verwendet hatte, doch ich nahm aber genau die mir bekannten war, vielleicht lag es daran das ich so es einfacher haben sollte die Bewohner dieser Traumwelt zu verstehen. Ich nickte, natürlich war es nur ein Traum so etwas seltsames konnte doch nie real sein. "Dem ist aber nicht so, du träumst nicht, sondern bist real hier. In deiner Welt bist du nicht mehr." Obwohl ich meinen Kopf ungläubig schütteln wollte, prägten sich ihre Worte in meine Gedanken ein und allmählich wurden sie immer glaubwürdiger, bis ich es glauben wollte und doch noch nicht konnte. "Ich sehe schon es arbeitet heftig in dir, du wirst es bald wahrhaben." lächelte Samara, womit sie wohl recht hatte. Und immer noch passten Stimme und Aussehen nicht.

    "Niemand wird dir etwas tuen, dafür sorge ich. Und ichwerde mich darum kümmern das dich jemand hier herausholt." Das waren ihre Versprechungen und es fiel mir schwer ihnen zu glauben. Mehr erfuhr ich nicht, warum ich hier war, wer Samara wirklich war und und und. Ich hatte soviele Fragen doch keine einzige konnte ich stellen, aufgrund meiner stummheit. Vor wenigen Tagen war Samara das letzte Mal bei mir gewesen. Sie müsse für eine Weile fort, käme aber bald wieder und dann wäre ich frei, zumindest müsste ich nicht mehr hier unter menschenunwürdigen Bedingungen leben. Was meinte sie damit? Egal hauptsache ich käme bald hier raus.

    "Vertraue mir Mädchen, ich lasse dich nicht im Stich." Es viel mir trotzdem sehr schwer und doch wollte ich hier hinter her rufen: <<Mein Name ist Ruri.>> Doch ich konnte nicht.

    Jeden Tag seitdem Samara weg war hatte ich Angst, zitterte ich regelrecht, dachte ich daran, einer der Soldaten könnte sich doch an mich erinnern, an das stumme und gelähmte Mädchen, sich erinnern das ich mich nicht großartig wehren konnte und sie wohl mit mir mehr Spaß hatten. Doch ich hörte nur die Schreie verzweifelter Mädchen welche an mir vorbeigezogen wurden und an das verzweifelte Schluchzen wenn die Männer mit ihnen fertig waren. Ich wünschte mir nichts sehnlicher als aufzuwachen, hoffte jeden Tag es wäre doch nur ein Traum aus dem ich wieder aufwachte. In den Nächten, wo ich schlafen konnte träumte ich von einem Ritter, einem Ritter auf einem weißen Pferd, der kommen würde um mich zu retten. Gekleidet in einer strahlenden Rüstung. Und heute an meinen 21. Geburtstag hoffte ich komischer weise er würde wahrhaftig kommen.

    Die Sonne hatte fast ihren Höhepunkt erreicht als ich Kampflärm zu mir hereindringen hörte. Warum wurde gekämpft??? Und irgendwie wusste ich, es waren Leute die mich hier rausholen konnten. Samara hatte tatsächlich welche gefunden die es wagten gegen diesen Lord anzukämpfen. Kurz darauf hörte ich eilige Schritte die gänge des Verlieses durchlaufen und Rufe durch hallen. Mein Herz klopfte bis zum Hals. War der Kampf vorüber? Kamen die Soldaten des Lords nun hinunter um ihren Sieg zu feiern? Nein dafür waren die Schritte zu eiligen Tons. Und dann trat jemand gegen meine Tür, kräftig. Einmal, zweimal und beim dritten mal zerbarst die Tür. Im ersten MOment erschrack ich furchtbar und wollte mich zusammenrollen, doch meine Beine gehorchten mir nicht. Im Türrahmen stand eine große männliche Gestalt mit einem Schwert in der Hand. Ihm folgte eine Frau, schön und gerade gestellt. Es war Samara. Bewundernd schaute ich kurz zu ihr auf und sie lächelte mich an. Ihr Lächeln sagte mir: <<Ich habe es dir doch versprochen.>> Mein Kopf nickte erleichtert. Im diffusen Licht meiner Zelle konnte ich kaum etwas erkennen, doch er trug eine Rüstung, den der Römer nicht unähnlich und an seinem Schwert klebte bereits getrocknetes Blut.

    "Ist sie das?" Seinen Helm hatte er tief ins Gesicht gezogen, so das ich sein Gesich nicht erkennen konnte, auch wenn es wohl mein retter war so hatte ich Angst vor ihm und kauerte mich so gut wie möglich zusammen.

    "Ja. Beeilt euch mein König, lange kann auch ich nicht den Schutz aufrecht erhalten." Drängte Samara und schaute immer wieder, nervös, wie es schien hinter sich. Er streckte mir seine Hand entgegen, wollte mir beim aufstehen helfen, doch ich tat nichts, gab ihm nicht einmal die Hand. Er machte mir immer noch Angst. Der Mann schüttelte nur den Kopf, ergriff mich mit einer Hand und legte mich auf seine Schultern.

    "Beweg dich nicht, sonst kann ich dich leicht fallen lassen und ich möchte nicht das du verletzt wirst." Warnte er. "Und halt dich fest." Festhalten&#33;&#33;&#33; Wo denn??? Die einzige Möglichkeit war seine Oberkörper, da ich Angst hatte hinunter zu fallen, obwohl seine Hand mich fest auf seine Schulter drückte umschlang ich seinen Oberkörper so fest wie möglich. Das Metall der Rüstung fühlte sich kalt an. So eilten wir zurück durch den Kerker hinaus auf den Hof, wo Soldaten, ähnlich wie er, doch etwas schlichter, gekleidet waren, auf Pferden saßen und zwei an der ZÜgel hielten. Mein Retter setzte sich auf geschickt auf einen braunen Wallach und lies mich vor sich gleiten, in den Sattel, Samara wählte eine weiße Stute.

    "Halt dich weiterhin gut fest." flüsterte er, bevor er sein Pferd mit einem lauten Schnalzen antrieb. Dann ging es los in wilden Gallopp verliesen wir diesen Ort Richtung einer Art Freiheit von der ich nicht wusste was mich erwartete. Ich krallte mcih in den Stoff, der zwischen den beiden Torsoteilen seiner Rüstung hervorquellte. Glücklich, für den Moment, das Samara ihr versprechen gehalten hatte schmiegte ich mich an meinen Ritter auf dem Weißen Pferd. Obwohl er alles andere als eine strahlende Rüstung an hatte und sein Pferd braun war.

  6. #6
    Furie Avatar von Simara
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    Die Geschichte gefällt mir. Schreib weiter.
    Bin neugierig, warum Ruri sich nicht bewegen kann.
    Hat das einen tieferen Sinn, dass die Frau Samara heißt? Ich meine, ich bringe den Namen Samara mit dem Mädchen aus "The Ring" zusammen *schauder*

    Dann noch eine kleine nebensächliche Sache. Zuerst: Dein Schreibstil gefällt mir. Nicht zu verschmückt, aber auch nicht zu journalistisch.
    Aber: Woran kann Ruri das Geschlecht der Pferde erkennen?
    Nicht jeder Hengst lässt sein *Ding* raushängen. Und kann man einen Wallach beim flüchtigen Hinschauen von einer Stute unterscheiden?
    Also wenn ich Pferde auf einer Weide sehe, dann sehe ich einfach Pferde. Ob das jetzt Stuten oder Wallache sind, seh ich (vermutlich) erst, wenn ich genauer hinschaue.
    Ich glaube aber nicht, dass ich - wenn ich aus nem Kerker befreit werden würde - auf das Geschlecht der Pferde achten würde. .... Naja... nur meine Meinung.

    Aber ich will wissen wie&#39;s weitergeht. Wie gesagt, die Geschichte gefällt mir.


    Staffel II (2) dienstags im Nachtprogramm auf Pro7MAXX (Doppelfolgen)

    Staffel XII (12) montags 21:05 Uhr auf Pro7MAXX


    Staffel XIII (13) montags 20:15 Uhr auf Pro7MAXX

    Staffel XV (15) donnerstags auf CW

  7. #7

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    stimmt das mit den pferden, da bin ich wohl zu sehr in den erzählstil aus der passiven perspektive geschlittert, natürlich kann ruri nicht erkennen ob es ein hengst ist oder eine stute danke für den tipp.

    Nein Samara hat nichts mit the ring zu tuen sondern ist eine sozusagen art kreation erst hatte ich einen charater der sama hieß, das gefiel mir aber nicht so daher wurde er zu samara.

  8. #8

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    Auf ein Wiedersehen

    Meine Augen konnten sich kaum noch offen halten. Durst und Hunger waren in den Hintergrund getreten und ich wollte einfach nur noch schlafen. Doch noch immer ritten wir und wenn ich mich nicht irrte so musste es bereits weit nach Mitternacht sein, selbst ein Bad würde mich nicht wach halten, ich war einfach zu müde. Ich hob kurz meinen Kopf um nach vorne zu sehen. Da war doch etwas. Waren es nicht kleine Lagerfeuer? Und da schon wieder, abermals leuchteten kleine Flammen auf. Ob es das Lager meines Retters war, dessen eine Hand mich im Sattel hielt? Ich sollte Recht behalten, Rufe klangen von jener Ansammlung an Zelten her und wurden von unserem Trupp erwidert.

    "Wir haben es geschafft. Dies ist mein Land, hier wird dir nichts passieren. Das habe ich dem Orakel versprechen müssen." Orakel? Er schien Samara gemeint zu haben, aber sie war für mich kein Orakel sondern etwas anderes, genauso wichtiges wie ein Orakel. "Wir werden noch 3-4 Tage weiter reisen müssen bevor wir in die Hauptstadt kommen." Fuhr der König nach einer Pause fort, während wir endlich ins Lager ankamen. Er hielt vor einem etwas besseren Zelt als die anderen, welche ich gesehen habe. Der König, er war wohl wirklich einer, lies sich vom Sattel gleiten und nahm mich gleichzeitig fallen um mich kurz danach aufzufangen.

    "Ich überlasse dir und Samara meinZelt." Während der König sprach, hatte er mich in das Zelt getragen und bettete mich auf weiche Felle und Kissen. Hinter ihm trat Samara ein, blickte kurz lächelnd zu mir und wandte sich dann an den König.

    "Ich danke euch mein König. Ich habe eine Bitte, lasst etwas Wasser kommen, damit Ruri den gröbsten Schmutz von sich waschen kann." Ich sah verlegen zur Seite, als der Mann mich betrachtete, wenn ich doch nur sprechen konnte, dann würde so vieles einfacher sein.

    "Kann sie nicht für sich selbst sprechen?" Fragte er eher verwundert als verächtlich.

    "Ruri kann nicht sprechen." Erinnerte Samara ihn noch einmal, das ich nicht laufen konnte hatte er schon erfahren dürfen. Der König nickte nur, schlug die Zeltplane zuürck und lies uns alleine. Samara kniete sich zu mir und schien regelrecht erleichtert zu sein, das alles so gut geklappt hatte. Sie fing an zu erzählen, davon das Samara nicht lange suchen musste um Leander, so war der Name des Königs, zu finden. Sie hat ihn überreden könnn mich zu holen, unter dem Angebot das sie dafür Sorgen würde, das seinen Soldaten nichts passieren würde. Abermals wurde die Zeltplane zurückgeschlagen und ein Knabe brachte Wasser, weiche Lappen so wie eine ärmellose Tunika. Er erklärte, das ich diese Tunika anziehen solle, da meine Kleidung ebenfalls sehr schmutzig, wie auch etwas zu fremdartig wirkte. Ich gab durch ein Kopfnicken bekann das ich verstanden habe. Der Knabe ging wieder und ich widmete mich dem Wasser, es musste mit duftenden Essenzen versetzte sein, denn es roch so angenehm nach einem Blumengarten. Schweigend half mir Samara, beim waschen und danach beim ankleiden. Dann als ich mich zugedeckt hatte und müde in den Kissen kuschelte, sprach Samara weiter. Morgen würde sie nicht mehr da sein und es lag nun an mir meinen Weg zu finden. Den Weg zu ihr&#33; So erklang es noch ort als ich bereits im Land der Träume war.

  9. #9
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    Man man man da hat echt einer nen Schreibfummel.

    Gefällt mir echt.

    Hab früher auch mal Geschichten geschrieben mal sehen vielleicht fang ich mal wieder an.

  10. #10
    Furie Avatar von Simara
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    *Thread mal aus der Versenkung hol*

    Haaaallo, Sheila&#33;

    War das das Ende der Geschichte oder kommt noch was?

    *neugierig bin*


    Staffel II (2) dienstags im Nachtprogramm auf Pro7MAXX (Doppelfolgen)

    Staffel XII (12) montags 21:05 Uhr auf Pro7MAXX


    Staffel XIII (13) montags 20:15 Uhr auf Pro7MAXX

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  11. #11

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    Nein es kommt noch wesentlich mehr, aber im Moment bin ich mit anderen Projekten beschäftigt so das ich für Ruri kaum Zeit finde. Aber mal schauen vielleicht find ich bald wieder Zeit.

  12. #12

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    Ankunft

    Der Weg zur Haupstadt seines Landes dauerte insgesamt drei Tage, am Abend, als die Sonne sich anschickte unter zu gehen, erblickten wir von einer Anhöhe, diese Stadt mit ihrem mächtigen Palast, der wie es sich für einen Königspalast geziemte, auf deinem Berg stand.
    Ich war beeindruckt, wie majestätisch und beeindruckend das alles war.
    „Dies dort ist meine Hauptstadt und dort in diesem Palast wird es dir an nichts fehlen.“ Sprach der König zu mir uns spornte sein Pferd an. Er und seine Männer waren müde, erschöpft nur um mich zu retten. Warum war ich so wichtig für Leander und das Land?

    Weiter zog der Trupp durch die große Prachtstraße. Überall leuchteten Fackeln und von irgendwoher war fröhliche Musik zu hören und die Menschen begrüßten die Soldaten wie erfolgreiche Krieger, die eine Schlacht gewonnen hatten. Doch langsam wurde ich es müde mir um das wie und das warum zu machen. Nur noch eines war mein Wunsch, mich hinlegen zu können und zu schlafen, selbst ein gründliches Bad, welches ich bitter nötig hatte, verschob ich auf den nächsten Tag.
    „Halte noch ein wenig durch, bald kannst du dich ausruhen, Ruri.“ Leanders Stimme tat mir so gut ich wollte mehr von ihm hören, aber er schwieg lieber und winkte mit der einen Hand seinem Volk zu, während die andere mich und gleichzeitig die Zügel des Pferdes lenkte.

    „Majestät, willkommen zurück.“ Eine helle, fröhliche Mädchenstimme riss mich aus meiner Döserei.
    „Ihr wagt es mit eurem Helm in die Frauengemächer zu kommen.“ Eine zweite Stimme hatte sich dazu gesellt.
    „Oh wen habt ihr denn mitgebracht?“ Diese, eine dritte, Stimme war wesentlich reifer und auf dem besten Weg die einer Frau zu werden.
    „Foun komm her und nimm sie mir ab.“ Das war Leander, erst jetzt hatte ich bemerkt, das ich getragen wurde, ich hatte doch tatsächlich die Ankunft verschlafen. War jetzt auch egal, ich wollte nur noch weiter schlafen.
    „Sie ist hübsch.“ Hübsch dreckig war ich, die vierte Stimme nahm mich auf ihre Arme.
    „Legt sie in die Kissen, damit Ruri schlafen kann, morgen könnt ihr nach Herzenslust um sie kümmern, sagt meiner Mutter Bescheid, wenn sie soweit ist ihre Aufgabe zu übernehmen.“
    Dann ging Leander und ein kleiner Teil von mir bedauerte diesen Aspekt der Tatsache, doch ein Großteil wollte nur noch schlafen.

  13. #13

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    Ich schreibe das erst einmal runter, bitte nicht so sehr auf ausdruck achten, da dies alles noch bearbeitet wir, anders als bei "wenn wünsche manchmal weh tuen" wird der inhalt beibehalten sein.

    Wie eine Prinzessin

    Ich hasste mich dafür, aber verhindern konnte ich die Tränen auch nicht. Am nächsten Tag, die Sonne stand schon hoch, war ich das erste mal seit langem ausgeschlafen und selbst das aufrichten fiel mir nicht mehr so schwer wie sonst. Foun kam, eine starke erwachsene Frau ein wenig älter als ich und trug mich in den Badbereich, dort setzt sie mich sanft für einem flachen Becken mit angenehm warmen wasser ab.
    „Bevor du in das Becken kannst, Herrin, müssen wir dich erst einmal gründlich säubern.“ Die anderen drei stellten sich vor mir, während Foun mir einen Eimer mit Wasser über den Kopf schüttelten. Es war kaltes Wasser und erschrocken prustete ich auf, hätten sie nicht warmes Wasser nehmen können? Zu bemerken das ich vorher natürlich ausgezogen wurde. Und jetzt kämpfte sich die jüngste, Oni, durch meine Haare und immer wieder entschuldigte sie sich, da es so weh tat. Aber meine Haare waren auch total verfitzt, gleichzeitig wurde ich überall am Körper geschrubbt bis die Haut angenehm kribbelte und rot war, dann erst durfte ich in das Becken gleiten und konnte mich entspannen. Was aber war nun meine Aufgabe hier? Leander hatte da etwas verlauten und auch Samara sprach davon, das ich hier sozusagen als Lohn für seine Mühe etwas übernehmen müsse. Aber erst einmal solle ich die Behandlung genießen und als meine Haare keinen Fitz mehr aufwiesen fielen sie getrocknet an meinem Körper herunter und ich konnte die Begeisterung der Vier nicht verstehen.
    „Schau dich im Spiegel an.“ Twe hatte einen mannhohen Spiegel aufgestellt in dem ich mich betrachten konnte und was ich sah lies mir den Atem stocken. Um meinen Kopf war ein gespinst aus silbernen Fäden gewoben und mein Körper steckte in einem figurbetonten Kleid, aber was mich am meisten erschrak war das ich in der Zeit im Kerker heftig abgenommen habe. War ich zuvor immer ein wenig mollig so war ich jetzt schlank und besaß eine Spitzenfigur. Meine Augen dunkel umrandet, den Mund mit einem wunderschönen lila geschminkt, fühlte ich mich wie eine Prinzessin.
    „Herrin, Sama verlangt nach euch.“ Foun hatte sich zu mir gebeugt um mich wieder zurück in die Frauengemächer zu tragen, wo auf einigen Kissen, eine ältere ehrwürdige Frau thronte. Ich wurde vor ihr auf die Knie abgesetzt.
    „Du bist also diejenige für die mein Sohn so viel riskiert hat.“ In ihrer Stimme klang Missbilligung, was ich durchaus verstehen konnte, aber ich habe niemanden darum gebeten mich zu retten. „Und ich weiß nicht was mein Sohn an einem Stummen und gelähmten Mädchen findet.“ Hätte ich meine Stimme, ich hätte dieser Frau schon gesagt was ich von ihrem Benehmen halte, aber so blieb mir nur ein wegschauen übrig. „Wie ich sehe bist du nicht taub. Nun höre Mädchen. Mein Sohn, Leander, hat dich zu seiner Geliebten gemacht.“ Und wieder bereute ich ohne Stimme zu sein. Das war es also ich musste mit ihm schlafen, verdammt wie kann ich mich dagegen wehren, gar nicht, erklang eine Stimme in meinem Kopf und weiterhin meinte sie doch das es mir sicher gefallen könnte. Schnellstens verdrängte ich die Stimme.
    „Er ist fantastisch, Herrin. Mach dir keine Sorgen er wird sehr sanft sein.“ Mischte sich Threo ein. Mir war es egal ob er sanft ist oder nicht, wollte ich schreien, ich wollte nur nicht mehr in dieser verzwickten Situation sein. Außerdem warum nannte man mich immer Mädchen? Ich bin 21 Jahre alt und gelte selbst in meiner Welt nicht mehr als ein solches.
    „König Leander wird dich nach dem Abendessen abholen, solange werden wir dich einweisen.“ Versprach Twe. Ich brauchte keine Einweisung, theoretisch war mir bekannt wie sich Mann und Frau vereinigten, auch habe ich oft genug von meinem ersten mal geträumt, aber das es so sein würde nein daran hätte ich nie im Leben gedacht. Und dennoch hörte ich den vieren zu und ein Gefühl machte sich in mir breit. Ein Gefühl gut bei ihnen aufgehoben zu sein. Und mir kam in den Sinn, das es doch die dienstbaren Geister waren die Samara erwähnt hatten. Geister die mir die Angst vor meinen Schicksal nehmen sollten.

  14. #14
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    Dumme Zwischenfrage (ich habe die Texte nur überflogen):

    Ruri kann also weder laufen noch sprechen, aber ihre sonstige Beweglichkeit ist uneingeschränkt, d.h. sie kann Arme und Hände bewegen, richtig? Sie versteht die Leute, auch wenn diese nicht die selbe Sprache wie sie sprechen?
    Kann sie dann nicht versuchen, sich schriftlich mitzuteilen? Der Erfolg ist fraglich, auch bräuchte sie die nötigen Hilfsmittel, aber dies wäre zumindest das, was ich versuchen würde, wenn ich in ihrer Lage wäre ...

  15. #15

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    *smile*

    eine gute frage die bereits beachtung findet und demnächst auch in angriff genommen wird.

  16. #16

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    die nacht

    Ich hörte ein leises rascheln, wie das gehen nackter Füße auf einem Teppich. Dann kam meine Erinnerung hoch, bevor ich eingenickt war. Foun hatte mich bereits einige Zeit vor Sonnenuntergang in die Gemächer Leanders gebracht und mir noch einmal eindringlich gesagt, was meine Aufgabe war und was ich genau zu tun hatte. Nichts in dieser Richtung hatte ich vor. Aber jetzt war er da und die Angst saß mir in den Knochen. Ich konnte seine Konturen durch den feinen Vorhang, der sich von der Decke, sanft fallend, um das runde Bette schmiegte, erahnen und musste feststellen, das er sehr gut gebaut war, in meiner Welt hätte man von einem Modeltyp geredet. Er machte sich noch an irgend etwas zu schaffen und hantierte immer wieder vor dem Vorhang rum. Wusste er das ich bereits im Bett lag? Doch langsam reichte es mir, ich wollte endlich sehen, mit wem ich nun das Bette teilen musste. Ich sammelte meine Kräfte und bewegte mich langsam zum Vorhang hin, dort wo wer sich befand und zog ihn dann weg. Leander war nackt, fast nackt, er hatte noch ein Tuch um die Lenden gewickelt. Dann sah ich seinen muskulösen Rücken und halblange blonde Haare, die locker zu einem Pferdeschwanz gebunden worden waren. Als ob er meine leisen Bewegungen gehört hatte, dreht er sich um und blickte mich direkt an. Zwei wunderschöne blaue Augen blickten direkt in meine und mir blieb nichts anderes übrig als beinahe in diese Augen zu versingen, so unglaublich waren sie.

    „Ich dachte mir schon das Foun dich vor mich in die Gemächer gebracht hat.“ Egal ob diese Worte ruhig und gar nicht bedrohlich klangen, ich zog es vor eilig nach hinten zu kriechen. Leider konnte ich nicht verhindern das mein Atem schneller wurde und meine Brust heben und senken lies, die auf eine Art und Weise sehr erotisch wirken konnte, was nicht zu letzt auch an der Art wie mein Nachtgewand gewickelt war lag. „Keine Angst ich werde dir nichts tun. Bin heute viel zu müde dafür.“ Irgendwie wollte ich mich dennoch nicht so beruhigen. Aber der König schien wirklich sehr müde zu sein und ein kleines Stimmchen in mir wollte wissen warum das so war und wollte ihm anbieten die Probleme gemeinsam zu wenden. Doch die Stimme war so klein, das sie es nicht einmal den Wert hatte als solche genannten zu werden, so fiel es mir auch einfach diese zu ignorieren und Leander einfach weiterhin anzustarren. Dieser seufzte einfach und legte sich zu mir. Wenigstens dachte er nicht daran sich ganz auszuziehen. Gib es doch zu, sagte schon wieder dieses minderwertige Stimmchen, du würdest ihn gerne vollkommen nackt betrachten. Auch dieses mal fiel es leicht die Stimme zu ignorieren.

    „Du bist wunderschön, weißt du das?“ Ich blickte weg, sollte er doch reden was er wollte, antworten könnte ich ihm nicht. „Hat es dich sehr überrascht, was ich mit dir vor hatte?“ Ein Nicken war ich ihm schuldig. „Es blieb mir nichts anderes übrig nur so kann ich dich vor Seba schützten.“ Seba, ja so hieß dieser Typ der mich ins Verlies geworfen hatte. Ein Hand griff um meine Taille und zog mich sanft an den warmen Körper, der so verführerisch herb männlich roch. Und tatsächlich gelang mir es gerade durch diesen Geruch mich zu beruhigen und letzten Endes in einen traumlosen Schlaf zu fallen.

  17. #17

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    Der nächste Tag

    Die Sonne stand schon hoch am Himmel, als Leander die Gemächer der Frauen betrat. Festen Schrittes fand er den Weg dorthin wo ich saß und nach draußen schaut, während Foun, Oni, Twe und Threo ich zu unterhalten versuchten, doch sie schafften es nicht mich aus meiner Lethargie zu bringen. Meine Gedanken gingen immer wieder in meine Welt. Würde man mich vermissen? Was würde aus meiner Wohnung passieren, wenn die Miete so lange ausblieb? Innerlich seufzte ich auf, ich musste hier so schnell wie möglich meine Aufgabe vollbringen um zurück kehren zu können. In der Hoffnung mich von meinen trüben Gedanken abzulenken folgte mein Blick Leanders Bewegungen, welcher schwer beladen uns näher kam. Ein warmes Gefühl stieg in mir auf, ein Gefühl von dem ich dachte ich hätte es längst verloren.
    „Hier.“ Er legte umsichtig eine Schiefertafel, weiße Kreide und einige Schriftrollen vor mich. Was sollte das? „Du wirst unsere Schrift lernen. Es mag etwas umständlich sein, aber so können wir uns wenigstens verständigen ohne rätseln zu müssen.“ Kein Wunder, das ich mich beim Anblick der Schiefertafel an die Schule erinnert fühlte.
    „Was für eine wundervolle Idee Majestät.“ Rief Oni begeistert aus, während Twe die Tafel samt Kreide begutachtete und Threo die Schriftrollen auf denen wohl das Alphabet und Regeln zur Grammatik standen.
    „Ich werde dich unterweisen Herrin. Ich habe meinen kleineren Geschwistern auch das Lesen und Schreiben beigebracht.“ Ich nickte erleichtert endlich etwas was mich von meinen Gedanken ablenken konnte, denn ich liebte neue Schriftbilder zu lernen und diese anzuwenden, nicht umsonst habe ich angefangen Kryptographie zu studieren. Doch etwas machte mich stutzig, Leander blieb genau eine Sekunde zu lang da, als das ich es noch als normal abgelten konnte. Er schien auf etwas gewartet zu haben, doch es kam nicht und daher ging er wieder. Enttäuscht wie es schien. Kurz darauf ging es daran mir die Schrift dieser Welt bei zu bringen. Mit viel Lachen und Anekdoten aus ihrer Kindheit der vier dienstbaren Geister verflog der Tag in Windeseile. Was mich nun am meisten erstaunte war, das ich die komplette Schrift gelernt hatte. Sie war so einfach gewesen. Ich brauchte sie nur aus einem mir bereits bekannten Bild abzuwandeln. Hier einen Strich weg, dort einen hinzu und insgeheim dankte ich meinen Dozenten dafür das er uns so mit diesem einem bestimmten Alphabet regelrecht gequält hat. Und ehe ich es bemerken konnte wurde ich hoch gehoben, von zwei starken Männerarmen.
    „Es ist soweit Ruri, die Nacht bricht an.“ Verdammt warum machte mein Herz jedes mal diesen kleinen freudigen Hüpfer, wenn ich auch nur an ihn denken musste.
    „Majestät, unsere Herrin ist in den Schriften sehr begabt.“ Bemerkte Threo
    „Vielleicht könnte sie bei den Übersetzungen helfen, wo die Gelehrten nicht weiter kommen.“ Schlug Twe vor. Übersetzungen? Was für Übersetzungen und woher wussten die vier das? An Leanders Augen konnte ich genau erkennen, das dies eigentlich gar nicht nach außen dringen sollten.
    „Ihr seid sehr neugierig.“ Brummte er gutmütig und irgendwie kam mir der Vergleich mit einem Bären in den Sinn und ich musste lächeln.

    Leander hatte sich zu mir auf das Bett gesetzt und blickte mich an, träumend und irgendwie glücklich. Dann hob er langsam eine Hand um mich zärtlich an der Wange zu berühren. Ich zuckte zurück, solche Zärtlichkeiten waren fremd, ungewohnt und riefen unangenehme Erinnerungen in mir wach.
    „Ich tue dir nichts.“ Flüsterte er und kam mir näher, für meinen Geschmack ein wenig zu nah. Und die Stimme, welche sich gestern gemeldet hatte, nun ein wenig stärker, drang auf mich ein und meinte ich solle doch ein wenig diesem Mann entgegen kommen. Nein, diese Stimme war unverschämt. Außerdem war ich müde und wollte schlafen, ach wenn es neben diesem Mann war, der jeder Zeit meinen Körper an sich nehmen könnte, wenn er nur wollte. „Legen wir uns hin.“ Flüsterte er und zog mich an sich.

  18. #18

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    ein Stück Vergangenheit

    Die Tage begannen dahin zu plätschern und bestanden hauptsächlich aus den Mahlzeiten, dem Schlafen und den herum chillen. Mir wurde es schnell langweilig, selbst als mich meine vier Geister mit Lesestoff versorgten und immer wieder bemüht waren mich zu unterhalten. Aber es half nichts. Und ich wurde es langsam leid immer getragen zu werden, auch wenn die Schwerkraft hier mörderisch war so wollte ich wenigstens versuchen mich auf die Beine zu stellen, mit einem Halt ging das sicherlich. So bat ich am nächsten Tag neben einem Baum gesetzt zu werden und erwartet mit Ungeduld wo wir unsere eigentliche Mittagsruhe hatten. Während Oni, Twe, Threo und Foun sich hinlegten und kurz darauf eingeschlafen waren, versuchte ich es. Mit beiden Händen fest an der Rinde haltend, versuchte ich mich aufzurichten. Es war so schwer und kurz darauf fingen an meine Arme zu zittern, aber ich wollte durchhalten und mich um Zentimeter für Zentimeter hoch zu ziehen. Dann stand ich. Erschöpft aber glücklich das es ging. Mein Kopf hob sich, ich hatte das Gefühl jemand währe da würde mich beobachten. Dem war auch so Leander war gerade in den Garten hinausgetreten. Sein Anblick genügte, das meine Knie zittern und meine Arme endgültig keine Kraft mehr aufwiesen und ich erschöpft zurücksank. In wenigen Schritten war der König bei mir um mich aufzufangen doch er war zu weit weg.
    „Ich wusste gar nicht wie groß du eigentlich bist.“ Meinte er mit einem Schmunzeln und setzt sich zu mir auf die Decke. Verdammt ich konnte ihm nicht jetzt in seine Augen sehen. Es brach plötzlich so über mich herein. Ich war gewohnt viel zu laufen, und auch zu reden. Nichts dergleichen konnte ich hier, ich konnte nicht einmal ohne Hilfe stehen. Und ich wollte nicht das er meine Tränen sah, Tränen von mir sollte kein Mensch sehen, es hatte mir nichts eingebracht vor anderen zu weinen. „Eigentlich hatte ich dich schlafend erwartet.“ Sinnierte Leander weiter. Erst wurde mir kalt und dann siedend heiß, er musste jeden Tag um diese Zeit hier vorbei gekommen sein und uns beobachtet. Eilig meine Tränen trocknend schaute ich ihn entgeistert an. Warum tat er dies? Es waren doch nur Frauen die einen schönen Tag genossen. „Ich beobachte dich gerne wenn du schläfst und frage mich wer du bist, was du erlebt hast. Und ich überlege mir das deine Erfahrungen mit anderen Menschen nicht unbedingt positiv waren.“ Du kennst ihn nicht einmal, rief eine andere Stimme tief in mir, die andere stärker gewordene Stimme, das ist doch egal, dazu bleibt später noch Zeit. Seine Hand legte sich auf meine und lies durch diese meinen ganzen Körper mit Stromstößen durchfluten. Irgendwie war dies intensiver als die Nächte die ich bei ihm in seinem Bett verbrachte. Mein Herz klopfte bis zum Anschlag, als er näher kam und sich unsere Lippen trafen. Eine Stimme seufzte glücklich auf und gab mir ihre Gefühle wieder, die ich wie ein trockner Schwamm in mir aufsog. Dann kamen Bilder in mir hoch und irgendwie war ich sicher das er sie sah. Warum das so war konnte ich nicht sagen. Bilder von meinem ersten Schultag, dort wo ich noch glücklich war, kurz darauf weinend vor dem Grab meiner Eltern, wenig später zwischen zwei Menschen, die meine Pflegeeltern waren und die mich Weihnachten wieder abgaben, da sie Nachwuchs erhielten und sich ein Pflegekind nicht leisten konnten. Dann gab es noch das Pflegeelternpaar das in die Staaten ging und mich ablieferten. Danach nahm mich niemand mehr, ich war zu alt. Klar sagte man das einem nicht, aber es war so offensichtlich. Ich schrak zurück und blickte Leander direkt in die Augen. Ich erkannte das er genau das selbe gesehen hatte wie ich und auch die Gefühle empfand und in diesem Moment mich mehr verstand, als je ein anderer es tun hätte können. Doch anstatt meine Ablehnung zu akzeptieren umarmte er mich. Zum ersten mal in meinen Leben schämte ich meiner Tränen mir nicht und lies sie laufen.

  19. #19
    Treuer SpacePub-Besucher
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    Hallo Sheila,
    das Erzählen von Geschichten ist eine Kunst, die nur wenige wirklich beherrschen. Als Hobby-Autor kann man nur versuchen, das bestmögliche Resultat zu erzielen, sprich: Den Leser zu unterhalten. Ich bin davon überzeugt, dass dir das Schreiben dieser Texte Spaß bereitet hat und du schlichtweg Freude daran hast, deiner Phantasie Ausdruck zu verleihen. Die Gefahr dabei ist, dass man den Leser vergisst. Was für den Autor sonnenklar ist, kann dem Leser ein großes Comic-Fragezeichen über sein Haupt zaubern.
    Verzeih mir meine Offenheit, aber deine Geschichte hebt sich für meinen Geschmack vom Gros anderer Hobby-Autoren nicht im Geringsten ab. Da setzt sich jemand hin und reiht Buchstabe an Buchstabe im Vertrauen darauf, dass sich die Geschichte selbst, die Handlung, der rote Faden, von selber ergibt und Kleinigkeiten wie Spannungsaufbau oder Charakterisierung eher nebensächlich sind.
    Falls du ernsthaftere Ambitionen hegst, stehen noch gewaltige Hürden vor dir auf dem Weg, halbwegs akzeptable Geschichten zu schreiben.

    Ich muss leider gestehen, dass ich nur wenige Absätze gelesen habe. Vielleicht birgt die Geschichte am Schluss eine unglaublich raffinierte Pointe. So weit werde ich aber nicht kommen, denn von Anfang an hinterlässt der Text bei mir nur grenzenlose Langeweile, obwohl du versuchst, einen dramatischen Beginn zu wählen.
    Du liest bestimmt viel. Nimm mal deine Lieblingsbücher zur Hand und studiere die ersten Sätze. Du wirst feststellen, dass sie spannend genug sind, um zum Weiterlesen zu animieren. Den gewöhnlichen Leser interessiert nicht, ob es auf Seite 44 zum ersten Mal spannend wird oder bereits auf Seite 10. Er will von Anfang an unterhalten werden.

    Wirklich schauderhaft sind die vielen, vielen Rechtschreibfehler in deinem Text. Ich bin ja selber keine Koryphäe auf dem Gebiet. Aber wenn ich mir nicht sicher bin wie man ein Wort schreibt, dann schlage ich im Duden nach. Fehler wie "prombt" lassen mich zusammenzucken, weil sie leicht vermeidbar wären.
    Auch bei der Zeichensetzung ließe sich noch einiges verbessern&#33; Grundsätzlich: Wenn eine direkte Rede unterbrochen wird (etwa: "sagte sie"), folgt nach dem Anführungszeichen ein Beistrich und der eingeschobene Satz wird klein geschrieben. zB: "Ich bin hier&#33;", tief sie mir zu.

    Teilweise sind deine Satzkonstruktionen arg verworren:

    Wir wohnten zusammen und irgendwann muss ich zurück, zurück in mein altes Leben.
    Mir erschließt sich der Zusammenhang nicht: Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

    Aber ich muste, es sei denn jemand würde mich zu sich holen
    Hier das selbe: Ich kann dem Autoren nicht folgen, was er damit ausdrücken möchte. Wenn ich Sätze wieder und wieder lesen muss und dennoch nicht verstehe, was damit gemeint ist, gebe ich auf. Und mal ehrlich: Das wird dir doch auch nicht anders gehen, oder?

    Mein Blick hob sich hinauf inden Himmel und ein weißes Licht erfasste mich plötzlich. Was war denn nun los? Das waren meine letzten Gedanken, bevor alles schwarz wurde.
    Du handelst ein gewiss nicht unspektakuläres Ereignis in drei (schlecht formulierten) Sätzen ab.
    Kurzum: Dem Text mangelt es an allem, was gutes, flüssiges Erzählen ausmacht. Weder interessiert mich die Handlung, noch das Schicksal des Erzählers.

    Ich rate dir deshalb folgendes:
    1.) Lies (gute) Geschichten und analysiere, weshalb sie dich fesseln und dazu bringen, sie immer wieder zu lesen&#33; Das mag simpel klingen, ist es aber nicht. Versuche hinter die Zeilen zu blicken und du wirst erkennen, wie raffiniert dieser oder jener Autor es schafft, Spannung zu erzeugen, ohne Blut- und Gewalt-Orgien.

    2.) Lass dir mehr Zeit beim Schreiben&#33; Es mag sein, dass du ungeduldig bist, eine Geschichte zu Papier zu bringen. Aber genau das merkt man dann auch. Ein Stephen King oder ein Umberto Eco können sich hinsetzen, eine Geschichte runterklopfen und an den Verlag zum Druck schicken (ist natürlich etwas übertrieben). Du nicht.
    Entwirf eine Grobstruktur und überlege, was genau du beschreiben möchtest. Einen lose Abfolge "cooler" Szenen genügt nicht. Schreibe ganz BEWUSST und sorgfältig&#33; Das dauert natürlich länger, als sich hinzusetzen und einen solch banalen Text zu verfassen. Aber du wirst merken, dass das Resultat gleich verblüffend besser wirkt&#33;
    Wenn du den Text geschrieben hast, lies ihn noch einmal durch. Du wirst draufkommen, dass viele Worte unsinnig sind, Sätze falsch konstruiert oder Handlungen unlogisch.
    Wenn du den Text als fertig betrachtest, gib ihn einem kompetenten Menschen zum Korrektur lesen.

    3.) Setz dir Ziele. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und Stephen King hat auch viele Jahre ins Leere hinein geschrieben. Zunächst versuche, halbwegs lesbare Texte zu verfassen. Sei geduldig und arbeite an dir. Du wirst sehen, dass du irgendwann merken wirst, wie sich dein Stil, dein Erzähltalent auf magische Weise verbessert... Wie gesagt, WENN du am Ball bleibst und Fleiß entwickelst. Von Heute auf Morgen funktioniert das natürlich nicht und du wirst dich daran gewöhnen müssen, neben dem obligaten "Voll super&#33;" von deinen Freunden harsche Kritik von Leuten einstecken zu müssen, die Texte nüchterner betrachten als andere Hobby-Autoren, die sich gegenseitig mehr oder weniger "Mut" zustecken möchten oder aus Sympathie jeden Müll des Gegenübers toll finden.

    4.) Orientiere dich qualitativ am Zenit, nicht am Bodensatz&#33; Begnüge dich nicht damit, dass andere noch schlimmere Buchstabenansammlungen fabrizieren, sondern blicke nach oben und beiß die Zähne zusammen. Die meisten jener Hobby-Autoren, die überraschend gut schreiben, kochen auch nur mit Wasser. Und mit viel Fleiß und Selbstkritik kannst du auch dort hin (etwas Talent vorausgesetzt).

    So, das wär´s von meiner Seite. Du kannst dir nun denken "Was für ein Arschloch&#33;" (daran bin ich übrigens gewöhnt, weshalb ich kaum noch Texte kritisiere) und die Kritik verdrängen.
    Oder du kannst darüber nachdenken, ob nicht ein bisserl Wahrheit drinnen steckt. Es ist deine Entscheidung: Schreib weiter solchen belangslosen Trivial-Müll oder entwickle Ehrgeiz.
    &quot;Dumm geboren und nix dazu gelernt&quot;

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