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Thema: Equilibrium - Killer of Emotions

  1. #1
    Wiederholungstäter
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    Equilibrium - Killer of Emotions
    In einer Zukunft in der die Freiheit gegen das Gesetz verstösst, werden die Gesetzlosen zu Helden.



    Matrix war gestern, die Zukunft heißt: Equilibrium

    Worum geht's denn?
    Gefühle werden in Libria, einem düsteren Ort in der Zukunft, mit aller Härte bestraft. Jegliches Vergnügen ist den Menschen verboten. Das Volk wird zum Konsum der Droge Librium gezwungen, damit es kontrollierbar und manipulierbar bleibt. Jeder, der sich dieser Anordnung widersetzt, wird sofort ausgelöscht. Librias Volk vegetiert im permanenten Dämmerzustand, und Elite-Offizier John Preston (Christian Bale) überwacht den verordneten Volksrausch. Bis er eines Tages seine eigene Dosis Librium absetzt. Als einstiger Verfolger sämtlicher librischer Gesetze wird er nun auf einmal selbst zum Verfolgten. Doch mit nun neuen menschlichen Regungen könnte Preston der einzige sein, der das totalitäre System zu Fall bringen kann. Wären da nicht seine Gegner, die sich bereits auf seine Fährte gesetzt haben...

    Darsteller:
    Dominic Purcell .... Seamus
    Christian Bale .... John Preston
    Sean Bean .... Partridge
    Christian Kahrmann .... Officer in Charge
    John Keogh (I) .... Chemist
    Sean Pertwee .... Father
    William Fichtner .... Jurgen
    Angus MacFadyen .... Dupont
    David Barrash .... Evidentiary Storage Officer
    Dirk Martens (I) .... Gate Guard
    Taye Diggs .... Brandt
    Matthew Harbour .... Robbie Preston
    Maria Pia Calzone .... Preston's Wife
    Emily Siewert .... Lisa Preston
    Emily Watson .... Mary O'Brien

    Trailer

    Equilibrium - Nur ein weiterer Matrixklon?

    Ein Film voll mit poetischen Bildern, spektakulären Kampfeinlagen (bei denen die Matrixmacher vielleicht mal schauen sollten, wie so etwas richtig cool wirkt) einer interessanten Story und einem Score, der einfach grandios ist!

    Der Protagonist John Preston , dargestellt von dem grandiosen Christian Bale, ist kein Typ wie Neo, ohne Fehler, der Berufene, nein das ist er nicht! Aber genau wie Neo, wird auch Bale zu dem Einen "The One", der die Welt verändert! Aber bevor er dieses vollbringt, muss er sich selbst ändern! Denn wie alle nimmt er die Droge Librium, um die Emotionen zu unterdrücken. Er geht seiner Anstellung als Kleriker nach, das bedeutet, er sucht Menschen, die es wagen ihre Emotionen auszuleben, Menschen die Bücher lesen, Musik hören, oder sonstiges das irgendwie mit Emotionen zu tun hat! Und tötet diese Menschen, ohne jegliche Emotionen. Bis er eines Tages die Dosis absetzt und damit verändert sich sein Leben, denn nun sieht er die Unterdrückung! Er entdeckt die Menschlichkeit!
    Christian Bale bringt es fertig diesen emotionslosen Charakter, der alle Menschlichkeit verloren hat, aber diese wiederfindet, einfach grandios zu verkörpern! Man nimmt es ihm ab, das sich sein Charakter dieser Wandlung unterzieht!

    Die Kampfszenen in diesem Film sind wohl das mit Abstand atemberaubendste, was es so jemals zu sehen gab! Eigens für den Film wurde ja sogar eine neue Kampfsportart kreiert. Dagegen wirken die Kampfeffekte bei Matrix nur noch langweilig.

    Dann, die äußerst interessante Frage, die dieser Film aufwirft:
    Eine Welt ohne Emotionen, ist das wirklich erstrebenswert? Nun ja, ohne Emotionen gibt es kein Leid, kein Hass, kein Neid und auch kein Krieg!
    Aber es gibt auch kein Verlangen, keine Freude, ja auch keine Liebe!
    Equilibrium stellt uns dieses Bild dar, wie es aussehen könnte, ohne unsere Emotionen, wenn wir sie unterdrücken. Und in diesem Film endet dieses Experiment in einem totalitären Staat, der alles und jeden kontrolliert und keinen freien Gedanken zu lässt! Der Film regt einem zum Nachdenken an!

    Nun, aber mal zur Frage: Equilibrium - Nur ein Matrixklon?
    Nein, das ist dieser Film bei weiten nicht, auch wenn er in vielen Dingen der Vorlage Matrix ähnelt. Man denke nur an die Kleidung oder auch die Kämpfe und die Unterdrückung der Menschheit und eben der Eine "The One", der dieses System umkrempelt.
    Aber wie ich finde, ist die Story intelligenter, realistischer. Die Kampfeffekte deutlich besser als die bei Matrix. Der Hauptdarsteller Christian Bale einfach schauspielerisch überzeugender und auch der Film ist sehr viel dunkler und härter als Matrix! Und nicht zu vergessen der tolle Score, der übrigens von einem Schüler von Hans Zimmer gemacht wurde.

    Also, Matrix und Equilibrium sollte man beide als eigenständige Filme sehen, beide sind sehenswert, aber emotionaler hat mich Equilibrium schon mehr berührt.

    Also Leute, wenn ihr mal die Zeit findet, schaut euch den Film an! Ihr werdet auch von der Story gefesselt sein, da sieht man gerne von ein paar Oberflächlichkeiten des Films ab, aber welcher Film ist schon perfekt!

    Wie ist denn eure Meinung? Oder habt ihr auch noch nie was von dem Film gehört?

    Quelle: new-video.de, amazon.de

    MfG

    K.K.
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  2. #2
    Forumon
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    Erstmal danke dass du einen Thread dazu aufgemacht hast. Wenn ich nicht so schreibfaul wär...

    Zum Film: Ich würde ihn gar nicht mal direkt mit Matrix vergleichen. Klar, er hat einen ebenso stilistischen Kampfstil, aber ansonsten geht der Film storymäßig in eine andre Richtung. Die Story stellt einen Mix Bradburys Fahrenheit und Orwells 1984 dar. Der Film hätte eigentlich eine Kinoveröffentlichung verdient, stellt er doch viele der Megablockbuster in den Schatten. In den USA lief er in einigen wenigen Kinos, aber versteckte Systemkritik hat eine größere Veröffentlichung verhindert. Trotz des vergleihsweise geringen Budgets und seiner Direct-to-DVD Veröffentlichung hierzulande, ist er dennoch audiovisuell gelungen. Er ist spannend und hat mit Christian Bale einen fähigen Hauptdarsteller. Insgesamt ein sehr guter Film, dem ich locker eine 2+, bzw ***** bzw 8/10 gebe.

    Die DVD hatte ich erstmal ausgeliehen. Diese beeindruckt durch einen scharfen Bildtransfer und dynamischen Soundtrack, in dem der Score gut zur Geltung kommt. Auf der Kauf DVD sind noch ein paar Audiokommentare und eine kleine Featurette - aber das ist auf der RC1 nicht anders. Wenn der Preis fällt, werd ich sie mir gewiss kaufen.

  3. #3
    Warmgepostet
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    Kaffs Kommentar ist eigentlich nichts hinzuzufügen, außer vielleicht, daß der Film noch ein paar weitere Zitate auf SF-Klassiker enthält, so beispielsweise Langs "Metropolis" (Stadtkulisse) und Huxleys "Schöne neue Welt" (unerfüllte Absicht hinter der absoluten Gesellschaft).

    Ach ja, und wenn man schon bei Fritz Lang anfängt, ist zumindest beim Blick auf die öffentlichen Indoktrinisations-Apelle ein filmisches Weiterdenken zur Bildästhetik Leni Riefenstahls nicht unangebracht, auch wenn das nichts mit SF zu tun hat.

    Allerdings fällt es in sofern auf, wie der Film vollkommen überzogen ist ... Allerdings mit Absicht, was auch funktioniert und deshalb ebenso wenig stört wie der Umstand, daß man dem Streifen stellenweise ansieht, daß das Budget nicht allzu groß gewesen sein kann. Aber die Inszenierung ist schnittig und der Score gehört zu den besten, die ich in letzter Zeit gehört habe.

    Ich ziehe den Film zumindest "Matrix Reloaded" jederzeit vor, und werde mir sicher auch die (zur Zeit tatsächlich noch etwas sehr teure) DVD zulegen.
    <span style='font-family:Arial'><span style='font-size:8pt;line-height:100%'>Though my soul may set in darkness, it will rise in perfect light;
    I have loved the stars too fondly to be fearful of the night.
    (Sarah Williams: The Old Astronomer To His Pupil)</span></span>

  4. #4
    Wühlmaus Avatar von Nager
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    Ich war von dem film sehr positiv überrascht. Er wurde mir von einer bekannten als "neuer SF-B-Movie, eine mischung aus Matrix, Fahrenheit und 1984" präsentiert, was schonmal sehr interessant klang.

    Ich möchte nicht nocheinmal das schon gesagte wiederkäuen (eine gute ausrede für die eigene schreibfaulheit), nur noch eines hinzufügen: Ich war vom ende des films ziemlich enttäuscht.
    <font class='spoiler'>Nachdem der held zum schluss hin entdeckt, dass er nur benutzt wurde und fast schon gebrochen ist, hatte ich ein finsteres pessimistisches ende erwartet, das sich in die tradition von 1984 einreiht. Alles, nur nicht dieses platte happy end, was uns hier serviert wird, mit einem helden, der schon am boden liegend sich aufrafft und das ganze system im alleingang niederringt. Das hat der bis dahin ziemlich beklemmenden authentizität des zukunftsbildes in meinen augen alles genommen. Schade drum, sonst ein erstklassiger film, bei dem man über gelegentliche oberflächlichkeiten hinwegsehen kann.</font>

    Im nachhinein muss ich sagen, dass ich den film nicht der Matrix vorziehe, obwohl er mir beim anschauen ursprünglich besser gefallen hat. Matrix wurde nur durch meine viel zu hohe erwartungshaltung verdorben. Wenn ich mich zwingen könnte, bei jedem film überhaupt nichts zu erwarten, würde ich sicher öfters positiv überrascht nach hause gehen.

  5. #5
    DerBademeister
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    Ich fand es extrem irritierend, das der Gegenspieler von Bale (der Kerl rechts auf dem Poster) mehrmals im Film Gefühle wie (Schaden)Freude, Wut und Frustration zeigte.
    Das passte irgendwie nicht so recht in das Bild der ansonsten recht stimmig erzählten Mär vom gefühllosen Menschen.

    Davon abgesehen erwartet uns ein starker Film mit einem garantiert besseren Hauptdarsteller als Keanu Reeves (wenn man schon mit Matrix vergleicht, was von der Story nicht angebracht ist, allenfalls vom Stil - z.b. die aus Matrix abgekupferte Lobbyszene), und einigen wirklich bewegenden Szenen (als die Frau in dem Ofen verbrannt wird und Bale zu spät kommt, er danach vor dem Gebäude zusammenbricht etc.).

    Filme, die Fragen aufwerfen, sind zurecht etwas besonderes (DESHALB war der erste Matrix auch gut, und nicht wegen der durchgestylten Technik), und heutzutage leider rar geworden.

    Wie beantwortet Ihr die Frage: Wäre es technisch möglich die Emotionen z.B. mit einer Droge zu unterdrücken, wäre das eine erstrebenswerte Welt, wenn diese dafür frei von Krieg, Leid und Gewalt wäre?

  6. #6
    Wiederholungstäter
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    Originally posted by DerBademeister@09.10.2003, 01:31
    Wie beantwortet Ihr die Frage: Wäre es technisch möglich die Emotionen z.B. mit einer Droge zu unterdrücken, wäre das eine erstrebenswerte Welt, wenn diese dafür frei von Krieg, Leid und Gewalt wäre?
    Eine äußerst interessante Frage, eine Welt ohne Emotionen, ist das wirklich erstrebenswert?
    Nun ja, ohne Emotionen gibt es kein Leid, kein Hass, kein Neid und auch kein Krieg&#33; Aber es gibt auch kein Verlangen, keine Freude, ja auch keine Liebe&#33;
    Eine unterdrückte Gesellschaft ist nie erstrebenswert&#33; Aber man kann die Gedanken aus dem Film nachvollziehen, denn nach dem 3. Weltkrieg will man einfach nicht mehr dieses Leid empfinden müssen, also entschließt man sich auf die drastischste aller Arten, der Unterdrückung der Emotionen.
    Aber das Ergebnis ist doch noch schlimmer als Krieg...


    MfG

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  7. #7
    Tastaturquäler Avatar von Octantis
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    *push*

    ach deshalb habe nicht etwas von dem Film erfahren bis jetzt, den gabs nur als DVD...
    nachdem ich ihn jetzt gesehen habe, frage ich mich aber auch warum der nie in die Kinos kam,
    er hat 1) eine ziemlich gute Story
    2) gute Schauspieler
    3) mehr Martial Arts Krach Bumm Action als Teil 3 von Matrix

    wenn schon nicht wegen den Ersten 2 Punkten so sollte eigentlich der letzte Punkt alleine genug gewesen sein um für Erfolg im Kino zu sorgen
    manchmal kann ich die Filmemacher wirklich nicht verstehen

  8. #8
    Flinker Finger
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    Standard AW: Equilibrium - Killer of Emotions

    Wow, ihr seid ja wahrlich enthusiastisch was Equilibrium angeht. Dabei ist es doch lediglich ein B-Movie, der gut zitiert, einen guten Star hat, aber bei der Story versagt.
    Wo wird zitiert? Im wesentlichen ist das von euch schon beantwortet: Fahrhenheit 451, vielleicht wegen der Funktion von Bale als Kleriker. 1984 wegen der Grundstimmung. Wir als Ursprung des Genres ist mir allerdings präsentierter gewesen. Matrix im visuellen, besonders im Kampf, sowie Metropolis im Design der Welt.
    Aber wo ist der eigene Impuls? Equilibrium zeichnet eine Welt, die von der ersten Sekunde an verhasst ist, aber versucht z.B. in den Gammatron Kleriker-Kämpfen etwas Positives zu zeichnen. Der Hintergrund der Kampftechnik bleibt allerdings schwammig und mir war es schleierhaft wie Christian Bale den Tag rettet.
    Vielleicht hätte etwas mehr Hintergrund allgemein gut getan. Und den Hintergrund nicht nur im Vorspann zu enthüllen. Und die Story nicht am Ende ohne Erklärung andauernd zu drehen (Die Kinder haben mich z.B. nicht überzeugt). Und nicht einfach nur den Emotions-Raum des Obermackers zu zeigen, sondern auch jemanden dazu etwas anmerken zu lassen.
    Überhaupt, die Tatsache das der Ratstyp mit den Vollmachten des Vaters, sowie sein Kleriker-Helfer permanent Gefühle gezeigt haben, degradiert die Welt irgendwie. Denn so wird sie von einem Versuch einer emotionslosen Welt zu einer Diktatur, deren oberste Ebene die Bevölkerung mit einer Droge unterdrückt, die sie selbst nicht anwendet. Das ist ungefähr so konsequent, wie in einem Diskurs über eine emotionslose Welt Sex auszuklammern.
    Inkonsequenz ist dann auch das, was mich an Equilibrium erinnern wird. Ein ordentlicher B-Movie mit nem überzeugenden Hauptdarsteller, der aber lieber klug klaut, als selber Tiefe zu entwickeln (also der Film jetzt; Bale habe ich nichts vorzuwerfen, er macht seinen Job).

    Anmerkung: Ist der Name des Klerikers, der Yeats lesend stirbt wirklich Palmer Eldritch? Findet Preston den Weg zum Widerstand wirklich durch ein Zimmer was im Titel eine 42 hat?
    I mean, after all; you have to consider we're only made out of dust. That's admittedly not much to go on and we shouldn't forget that. But even considering, I mean it's a sort of bad beginning, we're not doing too bad. So I personally have faith that even in this lousy situation we're faced with we can make it. You get me?

  9. #9
    Frischling Avatar von the Corinthian
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    Standard AW: Equilibrium - Killer of Emotions

    Zitat Zitat von Sepia
    Wow, ihr seid ja wahrlich enthusiastisch was Equilibrium angeht.
    mein orgasmus wäre nicht so umfassend wie der meiner vorgänger, aber für mich hat der film durchaus kultpotential. gute SF-action-filme mit ansprechender visueller umsetzung und einem guten hauptdarsteller - auch wenn der film natürlich seine schwächen hat - gibt es nicht soooo häufig. schon gar nicht im B-Movie-bereich.

    Überhaupt, die Tatsache das der Ratstyp mit den Vollmachten des Vaters, sowie sein Kleriker-Helfer permanent Gefühle gezeigt haben, degradiert die Welt irgendwie. Denn so wird sie von einem Versuch einer emotionslosen Welt zu einer Diktatur, deren oberste Ebene die Bevölkerung mit einer Droge unterdrückt, die sie selbst nicht anwendet.
    hm. für mich kein widerspruch, da es doch häufig genau so geschieht: diktatoren erlegen dem volk einschränkungen und verbote auf, die sie selbst nicht erdulden müssen oder wollen. sei es nun, daß staatsoberhäupter in saus und braus leben während die breite masse hungern muß, oder halt das volk zu arbeitsdrohnen manipuliert und unterdrückt wird, während "Father" sich das natürlich nicht antun muß, weil er ja - im wahrsten sinne des wortes - "drüber steht".

    -[C.]-

  10. #10
    Forenjunkie
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    Standard AW: Equilibrium - Killer of Emotions

    Hab mir den Film vor ein paar Monaten als Blindkauf zugelegt, da man im Netzt so viel gutes über den film gehört hat. Diesem regelrechten Hype im Netz wird der Film in meinen Augen aber dann nicht gerecht. Er hat mir zwar schon ganz gut gefallen, aber nach den vielen positiven Berichten in Foren usw., hatte ich schon etwas mehr erwartet. An Matrix, mit dem der Film ja gerne verglichen wird, kommt er in meinen Augen nicht heran.

    CU Falcon

    P.S.: Der Film kommt demnächst auch im TV.
    Sa, 09.07. | 22:25 - 00:25 | Pro7

  11. #11
    Frischling Avatar von the Corinthian
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    Standard AW: Equilibrium - Killer of Emotions

    Zitat Zitat von Falcon
    Hab mir den Film vor ein paar Monaten als Blindkauf zugelegt, da man im Netzt so viel gutes über den film gehört hat. Diesem regelrechten Hype im Netz wird der Film in meinen Augen aber dann nicht gerecht. Er hat mir zwar schon ganz gut gefallen, aber nach den vielen positiven Berichten in Foren usw., hatte ich schon etwas mehr erwartet.
    tja, das ist so eine sache mit den berichten und reviews... ich hatte das glück, den film bei einem kumpel zu sehen und von daher genau zu wissen was mich erwartet, und eine weile später hieß es dann für mich: bei 9,99 Euro sofort zugreifen.
    ich kann einerseits verstehen, daß kritiker den film evtl. ein wenig zu enthusiastisch loben, da man im SF-bereich einfach sehr viel müll präsentiert bekommt und filme, die da etwas hervorstechen, womöglich überbewertet.
    andererseits ist klar, daß filmbewertungen eine subjektive sache bleiben. ich kann rezensionen nie hundertprozentig vertrauen und der einzige blindkauf, den ich je gemacht habe, war Donnie Darko (netterweise eine entscheidung, die ich nie bereut habe - es hätte aber auch anders kommen können...).
    schade, daß es für dich weniger gut gelaufen ist.

    An Matrix, mit dem der Film ja gerne verglichen wird, kommt er in meinen Augen nicht heran.
    da muß ich mal sagen, daß ich diesen vergleich einfach nicht nachvollziehen kann und im grunde sogar für irreführend halte. der film baut auf einer völlig anderen welt mit ganz anderen (existenz)philosophischen hintergründen auf. es gibt nur zwei parallelen die ich mir vorstellen könnte: die bewußt eingegrenzte farbgebung (in Matrix gab es viele dunkle und grünstichige töne, in Equilibrium war die welt bewußt grau und trostlos gehalten) - dann jedoch müßte man auch zu jedem anderen film parallelen ziehen, selbst zu The Ring, der ähnlich manipulativ mit farben gearbeitet hat. aber Equilibrium ist ja ein SF-film, also denken die leute vorschnell an Matrix.
    die andere möglichkeit wären die kampfszenen. da kann ich das argument noch ansatzweise nachvollziehen. allerdings ist mit dem Gun-Kata ein eigener kampfstil kreiert worden, der mit dem hauptsächlich in Matrix angewandten asiatischen gemisch nicht viel zu tun hat. das mit der schießerei in der lobby mag einen ähnlichen aufbau besitzen, allerdings würde das bedeuten, daß jeder film mit schießereien in lobbies oder engen gängen, konfrontationen in u-bahn-schächten (Daredevil anyone? ) etc. "von der Matrix-Trilogie beeinflußt" oder ihr "vergleichbar" sei.
    auf dauer finde ich das dann doch arg überzogen bzw. von den kritikern nicht ausgewogen dargestellt. (vielleicht handeln aber auch viele nachd em standpunkt, daß die leute Matrix zur genüge kennen und daher die kritik sofort "einsortiert" werden kann wenn sie diesen vergleich benutzen?)

    den verweisen auf die literarischen vorbilder jedoch (1984, Schöne neue Welt, Fahrenheit 451) würde ich uneingeschränkt zustimmen.

    -[C.]-

  12. #12
    Forumon
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    Standard AW: Equilibrium - Killer of Emotions

    Zitat Zitat von Sepia
    Dabei ist es doch lediglich ein B-Movie...
    Zitat Zitat von the Corinthian
    schon gar nicht im B-Movie-bereich.
    Von "Equilibrium" als B-Movie zu sprechen, ist etwas unpassend. Klar, der Film hat ein verhältnismässiges geringes Budget. Dennoch ist es eine realative Independent-Produktion am "Rande Hollywoods", die einfach nicht gross vermarktet wurde. Und daher auch in Deutschland gleich auf DVD veröffentlicht wurde.

    Ein B-Movies ist was anderes (Ich empfehle zum Verständnis ein paar Filme von Ed Wood, Albert Pyun oder Roger Corman).

    Zitat Zitat von the Corinthian
    den verweisen auf die literarischen vorbilder jedoch (1984, Schöne neue Welt, Fahrenheit 451) würde ich uneingeschränkt zustimmen.
    Kurt Wimmer gibt ja seine Faszination an diesem Genre auch gerne zu. Und streitet in keinster Weise ab, dass er sich ausgiebig bedient hat, weil er schon immer mal so einen Film amchen wollte. Am besten dazu den Audokommentar anhöhren, den er alleine gemacht hat. (der andere geht mehr auf produktionsbedingte Geschichten ein) Hab ihn zwar noch nicht komplett gehört, aber er ist ganz interessant.

  13. #13
    Dauerschreiber
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    Standard AW: Equilibrium - Killer of Emotions

    Wieder einer dieser Filme, für die ich wohl zu blöd bin ...

    Ich habe mich beim Zuschauen einfach nur schrecklich gelangweilt. Christian Bales Zeigen von Emotionen erstreckt sich auf das Berühren von Wänden und dem Ausdrücken einiger Tränchen (Welpenstreicheln nicht vergessen), ansonsten marschiert er relativ beherrscht durch die Fiimlandschaft. Die Kampfszenen sind z.T. recht eindrucksvoll (am besten fand ich den Kampf Vater/Preston), aber doch in meinen Augen bei weitem nicht so spektakulär wie das oft erwähnte Matrix.
    Die Geschichte ist relativ gradlinig, ohne große Überraschungen, bis auf die zwei kleinen Überraschungen am Schluß (Prestons Kinder, die heimlich ihre Dosis schon längst abgesetzt hatten, sowie das Wiederauftauchen von Prestons neuem Partner), und bietet einige Ideen-Zitate aus anderen SF-Stories auf. Aber dennoch nichts, was mich berührt, bewegt oder gar vor den Fernseher gebannt hat. Die Verfilmung von z.B. Fahrenheit 451 fand ich wesentlich interessanter, obwohl der nicht mit großen Spezialeffekten o.ä. aufwarten kann.

    Vielleicht stoße ich mich an der Idee, daß in jener Welt Gefühle bzw. deren extreme Ausprägungen einfach so unterdrückt werden sollen oder können. Ich kann mir eine solche Welt nicht vorstellen, und die Welt, die Equilibrium zeigt, scheint auch nicht frei davon, selbst in den niederen Kasten. Vielleicht habe ich auch nur irgendetwas übersehen, was diesen Umstand plausibler macht.

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