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Thema: Die vergessene Herkunft

  1. #1

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    Die vergessene Herkunft

    Prolog:

    Die Sonne brannte heiß auf die tote Erde hinunter, die das schwarze Schloß umgab. Alles sah so trostlos und krank aus. Wohin man blickte, nur vertrocknete Erde und tote Pflanzen. Nirgendwo einen Fleck grün oder gar blau. Alle Quellen waren versiegt und auf dem abgestorbenen Boden konnte nichts mehr wachsen. Es hatte schon seit einem Jahr nicht mehr geregnet.
    Einst war das Land blühend und grün gewesen, doch schreckliche Kriege hatten es fast vollständig zerstört. Der Himmel war monatelang von schwarzen Wolken verdunkelt gewesen. Grausame Waffen hatten fast alles Leben ausgerottet.
    Aber obwohl der sogenannte Dunkle Krieg vorbei war und der böse Herrscher tot war, lies der wahre Friede immer noch auf sich warten. Eine kleine Gruppe, die von der alten Armee übrig geblieben war, stiftete in der Nähe, der Stadt Doria, in der das Schloss der jungen Königin lag, immer noch Unfrieden. Angeführt wurde die Gruppe von Catharin, die halb Mensch halb Katze war und von einem Planeten stammte, der zerstört worden war.
    Doch die Königin hatte sich geschworen, ihre ganze Kraft daür zu geben, dass die Menschen endlich wieder in Frieden leben können würden.

    Mary und Jeff liefen durch die öde Landschaft und kamen immer näher zum schwarzen Schloß. Der Boden unter ihren Füßen war sandig und heiß. Es wimmelte hier nur so von Catharins Wächtern. Vom blauen Himmel schien erbarmungslos die Sonne und man konnte nur davon träumen, daß es regnen würde. Es war sehr riskant, das Schloß aufzusuchen, denn die abgestorbenen Bäume und Hecken boten keinen Schutz. Die Königin und ihr Begleiter hatten schon zwei Wächter überwältigt und getötet, doch je näher sie kamen, desto mehr wurden es.
    „Komm hier lang.“ Sie zog Jeff mit sich. Hinter einer verdorrten Dornenhecke suchten sie Schutz.
    „Wenn du uns hier heil raus bringst, darfst du mich zur Belohnung küssen“, meinte Jeff, der in jeder Situation einen Witz auf den Lippen hatte.
    „Wir kommen hier schon heil raus. Aber auf den Kuß verzichte ich dann. Doch...“
    Abrupt unterbrach sie sich selber und drückte Jeff zu Boden. Er landete mit dem Gesicht im Sand und hustete. Mary hielt ihm die Hand vor den Mund und legte sich so flach wie möglich auf den Bauch.
    Vor der Dornenhecke stand einer der Wächter. Seine großen behaarten Pranken hielten ein gezacktes Schwert. Er trug eine Rüstung, die silbern im hellen Sonnenlicht glitzerte. Suchend schaute er sich um, denn er hatte von den beiden Eindringlingen erfahren, und schaute direkt in Marys Richtung. Sie wußte, daß Catharins Wächter nicht besonders gut sehen konnten. Sie nahmen nur Bewegungen wahr. Aber sie konnten dafür besser als jedes andere Tier hören. Sie nahmen sogar das Atmen eines Menschen wahr. Mary versuchte deshalb so selten, wie möglich zu atmen. Wenn der Wächter sie finden würde, wäre alles umsonst gewesen. Den Plan, die Gefangenen zu befreien, konnten sie dann vergessen.
    Mary versuchte in Jeffs Gedanken einzudringen.
    „ Jeff. Versuche nicht zu atmen. Er wird dich hören.“
    Jeff zuckte zusammen und verzog von dem plötzlichen Schmerz seine Lippen. Aber er nickte, denn er hatte verstanden.
    Der Wächter stand immer noch regungslos an der gleichen Stelle und hob seine spitze Schnauze, die der eines Hundes ähnelte, in den Himmel.
    Mary konnte nicht mehr länger die Luft anhalten. Die Hitze drückte auf ihre Lungen und sie schwitzte. Wenn er noch länger blieb wären sie verloren.
    Da durchbrach plötzlich ein Rufen die Stille: „Gorg. Komm hier her!“
    Der Wächter drehte sich um und lief auf einen anderen Wächter zu. Mary wartete noch bis sie hinter einer Mauer des Schlosses verschwunden waren, dann atmete sie aus. Jeff tat es ihr nach. Er stand auf und klopfte den Staub aus seinen Sachen.
    „ Was jetzt?“ fragte er, aber anstatt einer Antwort zog Mary ihn mit sich. Geduckt rannten sie hinter der Hecke auf die Burg zu.
    Sie waren noch nicht weit gekommen, da schrie Jeff plötzlich laut auf und sank mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden. Ein von den kleinen Spürhunden, die das Gelände um das Schloss herum bewachten, hatte sich mit seinen scharfen Zähnen in sein Bein verbissen und lies nun nicht mehr los. Blut sickerte aus der Wunde und färbte den Sand rot.
    „Mach es ab!“ schrie Jeff unter Schmerzen.
    Mary versuchte den Hund von Jeffs Bein los zu reißen, aber es war ohnehin schon zu spät. Der Kleine hatte die Wächter auf sich aufmerksam gemacht und sie kamen von allen Seiten mit erhobenen Schwertern auf sie zugerannt.
    Die junge Königin zog ihr Schwert und schaffte es gerade noch einige Wächter zur Strecke zu bringen, bevor sie endgültig gefasst wurde. Ihr Schwert wurde ihr aus der Hand geschlagen und fiel zu Boden.
    Immer wenn Mary versuchte sich zu befreien, kam ein neuer Wächter hinzu und bald konnte sie sich kaum noch rühren.
    „ Da sieh doch mal an, wen wir dort haben“, sagte plötzlich eine Stimme, die jenseits der Wächter kam.
    Die großen Kreaturen machten eine Lücke und ließen eine Person hindurch. Es war eine Frau, wenn man sie so nennen konnte. Sie hatte glattes schwarzes schulterlanges Haar. Außerdem besaß sie die spitzen Ohren einer Katze, und ihre grünen Augen blickten triumphierend, als sie die Gefangenen sah. Sie besaß sogar die Nase und die Barthaare einer Katze, jedoch das Katzenfell fehlte ihr. Dafür trug sie einen hautengen Anzug in schwarz, der anscheinend das Fell ersetzen sollte. In einer ihrer Hände, die wie eine Katzenpfote geformt war, hielt sie ein Messer, das in allen Farben glitzerte, die es nur gab.
    „Catharin“, sagte die Königin verächtlich.
    „Ja. In voller Lebensgröße. Königin dieses Landes“, sagte sie in einem ebenso verächtlichem Ton.
    Dann zu ihren Wächtern: „Fasst ihr Schwert bloss nicht an. Es würde euch wahrscheinlich auf der Stelle töten!“
    Mary wollte sich befreien und wand sich in den Klauen der Wächter. Sie stieß wüste Beschimpfungen aus.
    „Aber, aber“, meinte Catharin. „So eine Sprache gehört sich aber nicht für die Königin des Planeten Sevonia. Oder sollte ich doch besser sagen, ehemalige Königin? Ich habe nämlich endlich einen Weg gefunden, dich zu beseitigen. Endlich nach Jahren, der vergeblichen Suche, habe ich das hier gefunden!“
    Die Katzenfrau zog etwas glänzendes hervor, das in allen nur erdenklichen Farben leuchtete. Es war ein Dolch, in dessen Inneren etwas zu pulsieren schien. Fast als würde er lebendig sein...
    „Weißt du was das ist?“ fragte sie die Königin.
    „Lass mich sofort frei, oder es wird dir leid tun“, erwiderte diese darauf nur.
    „Mit so einer kindischen Antwort habe ich gerechnet. Das hier ist einer der legendären Dimensionsdolche.“
    Sie hielt das pulsierende Messer hoch und schnitt damit senkrecht in die Luft. Es hinterließ einen Spalt aus dem goldenes Licht strömte, der immer größer wurde, bis er ganz oval war.
    Die Königin erkannte plötzlich, dass es ein Tor war. Man konnte durch diese Portake große Strecken zurücklegen oder in andere Zeiten reisen. Die früheren Bewohner dieses Planeten hatten diese Tore oft und gezielt eingesetzt. Doch aus dieser Ära war nur wenig erhalten. Das meiste davon war im Krieg verloren gegangen, als die meisten Ureinwohner des Planeten durch die ausserirdische Dunkle Armee getötet worden waren.
    „ Du wirst jetzt gleich ein schönes Geschenk erhalten“, fuhr Catharin fort. „ Ich weiß nicht, wohin dieses Tor führt und das ist gut, denn niemand wird je herausfinden, wo du bist.“
    Catharin lachte und gab den Wächtern ein Zeichen, worauf sie Mary nah an das Tor heran zerrten.
    „ Damit wirst du nicht durchkommen“, sagte Mary und versuchte wieder sich vergebens los zu reißen.
    „Mary!“ schrie Jeff, der am Boden lag und von den Wächtern umringt wurde. “Nein!“
    „ Oh doch. Schade, dass du das nicht mehr miterleben kannst. Du wirst dich nämlich bald an nichts mehr erinnern können“, sagte Catharin und warf das Messer freudig in die Luft, um es gleich wieder aufzufangen. „ Schafft sie endlich aus meinen Augen.“
    Mary wurde durch das Tor gestoßen und fiel. Sie spürte wie sie durch Raum und Zeit wirbelte. Ihr wurde schwindelig. Milliarden von Farben und Lichtern strömten auf sie ein. Es war mehr als ihr Geist erfassen konnte und so wurde ihr schwarz vor Augen. Nebel umhüllte ihre Erinnerungen und ließ sie nicht mehr frei. Das Schwert, das auf der toten Erde gelegen hatte, löste sich langsam auf, ohne dass es jemand bemerkte.





    1.Kapitel

    „Computer Logbuch der Enterprise. Captain Picard:
    Wir sind gerade in den Orbit von Tepus IV einem Planeten der Klasse M eingeflogen. Vor ungefähr einer Stunde erreichte uns ein Notruf von diesem Planeten, den wir und noch zwei andere Föderationsraumschiffe empfingen. Der ganze Planet wird von tektonischen Beben und Vulkanausbrüchen erschüttert. Die Erdteile verschieben sich, so dass ganze Kontinente versinken von heißer Lava verschlungen werden. Leider können wir den Vorgang nicht mehr stoppen und sind gezwungen die Bevölkerung zu evakuieren. Auf Tepus IV befindet sich eine Kolonie der Andorianer und es ist der einzige bewohnbare Planet in diesem Sonnensystem.“

    „Picard an Doktor Crusher“, sagte der Captain der Enterprise durch sein Intercom.
    „Crusher hier“, meldete sich eine weibliche Stimme.
    „Bereiten sie alles darauf vor, etwa ein Dutzend verletzte Andorianer aufzunehmen“, teilte Picard in seinem typischen autoritären Tonfall mit.
    „Verstanden.“
    Picard nahm auf seinem Sessel platz von dem man die Brücke gut überblicken konnte. Neben ihm stand sein erster Offizier Commander Riker, der nachdenklich auf den großen Bildschirm schaute. Darauf waren Tepus IV und die zwei anderen Raumschiffe zu sehen.
    „Mr Data. Wie viele Andorianer befinden sich noch auf dem Planeten?“ fragte der Commander.
    Der Android, der an dem Steuerpult vor dem Bildschirm saß drehte sich zu ihm um. Seine blasse Haut leuchtete unmenschlich und seine goldenen Augen schauten Riker an.
    „Es befinden sich noch 24 Lebensformen auf dem Planeten“, berichtete Data. „Die Hälfte davon wird gerade von der USS Adventure erfaßt.“
    Der Lieutenant Commander wandte sich wieder dem Pult zu. Riker betätigte sein Intercom.
    „Riker an O´Brien.“
    „Aye, Sir.“
    „Sind sie bereit, die übrigen zwölf Personen direkt in die Krankenstation zu beamen?“
    „Ja, Commander.“
    „Fangen sie damit an.“
    „Aye, Sir.“

    Der Transporterchief O´Brien befand sich in Transporterraum vier und hatte bis jetzt auf den Befehl zum Beamen gewartet. Er hielt eine Gruppe Andorianer erfaßt und wollte sie gerade hochbeamen, da zeigten die Sensoren an, daß sich noch eine Person auf dem Planeten befand.
    „O´Brien an Brücke“
    „Gibt es irgendwelche Schwierigkeiten, Chief?“ hörte er die Stimme des Captains fragen.
    „Es befindet sich noch eine weitere humanoide Lebensform in Reichweite, ungefähr 100 Meter von der Gruppe entfernt.“

    Auf der Brücke war Picard von seinem Sessel aufgesprungen und blickte den Androiden an.
    „Können sie das bestätigen, Mr Data?“ fragte er.
    „Ja, Sir. Aber vor einer Minute haben unsere Sensoren nur zwölf Lebensformen erfassen können.“
    Picard machte sich darüber nicht weiter Gedanken, denn er nahm an, daß die Sensoren durch die tektonischen Aktivitäten beeinflußt worden waren.
    „Beamen sie die Person zusammen mit den anderen hoch“, befahl er.
    „Verstanden.“

    Doktor Crusher hatte nun auf der Krankenstation alle Hände voll zu tun, denn keiner von den Geretteten war unverletzt. Sie stürmte von Verletztem zu Verletztem und sorgte dafür, daß sie alle behandelt wurden. Die meisten hatten Verbrennungen oder Knochenbrüche. Die Krankenstation war erfüllt von vor Schmerzen ächzenden blauhäutigen Andorianern, deren Antennen wild von ihren Köpfen abstanden. Beverly Crusher behandelte gerade einen Andorianer mit relativ leichten Verletzungen, als eine der Schwestern sie ansprach.
    „Sie sollten sich etwas ansehen.“
    Mit einer gestreßten Miene gab sie die Behandlung an einen anderen Sanitäter weiter und folgte der Schwester. Sie blieb vor einem Biobett stehen, auf dem eine Frau lag. Ihr langes blondes Haar breitete sich glänzend auf dem Kissen aus. Das zerfetzte rote Kleid, das sie trug klebte verschmutzt an ihrem schlanken Körper. Ihre Augen waren geschlossen. Beverly ging näher an das Bett heran und schaute auf die Person hinunter. Diese Frau, die dort lag, war wirklich atemberaubend schön, aber sie war eindeutig keine Andorianerin.
    „Diese Person wurde mit den anderen Verletzten hochgebeamt. Ihre Werte sind irgendwie ungewöhnlich. Sie liegt allem Anschein nach im Koma“, berichtete die Schwester. „Sonst ist sie aber relativ unverletzt, bis auf einige kleinere unbedeutende Schnittwunden.“
    „Ich werde mich später darum kümmern“, beschloß die Doktorin. „Versorgen sie bitte die schwerer Verletzten.“
    Die Schwester nickte und entfernte sich. Auch Beverly wandte sich wieder den Andorianern zu. Ab und zu blickte sie zu der blonden Frau hinüber, doch diese rührte sich nicht.

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    Schreibt mal, wie euch die Geschichte bis jetzt gefallen hat.
    Für Kritiken aller Art wäre ich sehr dankbar.
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    durchbreche den Verstand, dann findest Du zu Dir. </span>
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  2. #2

    Standard

    Ich bin gespannt wie es weiter geht. Es ist sehr gut geschrieben. Mach weiter so.

  3. #3

    Standard

    Danke. Da weiß ich wenigstens, dass sich einer meine Geschichte durchliest. Ok dann mach ich mal weiter. Und wenn euch irgendetwas negatives auffallen sollte, das man besser machen könnte, sagt es mir bitte.
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    Die Enterprise nahm Kurs auf die Heimatwelt der Andorianer, Andoria. Es würde 48 Stunden dauern, bis sie dort ankamen.
    Picard befand sich in seinem Bereitschaftsraum. Auf dem Stuhl sitzend studierte er etwas auf seinem Computer. Hinter ihm rauschten am Fenster unzählige Sterne vorbei. Er war froh, dass alle Andorianer gerettet wordem waren und widmete sich nun der Studie einiger archäologischer Objekte. Eine Stimme aus dem Intercom ließ ihn von seinem Computerbildschirm aufblicken.
    „Doktor Crusher an Captain Picard. Ich habe hier etwas, das sie sich unbedingt ansehen sollten.“
    „Ich mache mich auf den Weg, Doktor.“
    Picard schaltete seufzend den Monitor ab und verließ seinen Bereitschaftsraum. Er ging über die Brücke zum Turbolift und warf seinem ersten Offizier Commander Riker, der im Moment das Kommando hatte und vor dem Bildschirm stand, einen kurzen Blick zu.
    „Ich bin auf der Krankenstation. Sie haben weiterhin das Kommando, Nummer Eins.“
    Der Captain betrat den Turbolift. Nachdem er dem Computer seinen Zielort mitgeteilt hatte, setzte sich der Lift in Bewegung.
    Als er die Krankenstation betrat, kam Doktor Crusher sofort auf ihn zugelaufen. Ihr Haar leuchtete wie Kupfer, aber ihre sonst so lebendigen blauen Augen blickten ein wenig erschöpft.
    „Was gibt es, Doktor?“ fragte er und lächelte.
    „Sehen sie sich das an.“
    Picard folgte Crusher zu einem Biobett und blieb verblüfft stehen. Er sah eine wunderschöne Frau auf dem Bett liegen, deren Körper mit einer Decke verhüllt war, so dass man nur ihr Gesicht sehen konnte. Aber das allein reichte, um Picard erstarren zu lassen. Etwas an dieser Frau war... ungewöhnlich. Er konnte nicht einmal mit seinen Gedanken den Begriff erfassen, der diese korrekt Frau beschrieb.
    Doktor Crusher lenkte die Aufmerksamkeit des Captains auf ein diagnostisches Display an der Wand neben dem Biobett, aber es gelang ihm nur schwer, seinen Blick von der blonden Frau abzuwenden. Das Display zeigte die Werte der Patientin und einige Untersuchungsergebnisse an. Picard verstand davon nicht sehr viel und ließ sich deshalb von Doktor Crusher erklären, was an dieser Patientin so wichtig sein sollte.
    „Ich habe diese Frau mehrmals untersucht und bin immer zu dem gleichen Ergebnis gekommen.“
    „Ist das der Mensch, der mit den Andorianern hochgebeamt wurde?“
    „Ja. Der einzige Mensch. Sie sollte sich eigentlich gar nicht dort befunden haben. Ich habe sämtliche Andorianer befragt, aber keiner konnte mir sagen, wer sie ist. Keiner von ihnen hat sie jemals zuvor gesehen. Einer behauptete, sie wäre vor ihm aus dem Nichts aufgetaucht.“
    „Was haben sie noch herausgefunden, Doktor?“
    „Dass diese Frau im Koma liegt. Aber das Eigenartige ist, dass es überhaupt keinen Grund dafür gibt. Sie hatte ein paar kleinere Schrammen und Schnittwunden am ganzen Körper, aber sonst scheint sie vollkommen gesund zu sein“, berichtete Doktor Crusher. „Aber es wird noch ungewöhnlicher. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob sie überhaupt ein Mensch ist.“
    „Was läßt sie zu diesem Schluß kommen?“ fragte Picard verwundert.
    Doktor Crusher tippte auf das Display und schon zeigte es ein anderes Bild.
    „Das ist ein Bild des Gehirns der Patientin. Das rechts daneben ist das einer normalen menschlichen Frau. Sehen sie sich diese Stellen an.“
    Beverly zeigte auf ein paar Stellen auf den beiden Abbildungen. Die beiden Gehirne unterschieden sich ein wenig voneinander, aber der Captain konnte nicht sagen, was das zu bedeuten haben sollte.
    Zum Glück erklärte Doktor Crusher es ihm.
    „Dieser eine Teil ist bei der Patientin extrem stark ausgebildet, bei dem anderen Gehirn jedoch nicht. Deshalb verglich ich das Gehirn der Patientin, mit einem betazoiden Gehirn.“
    Das Display zeigte jetzt neben dem Gehirn der Patientin das eines Betazoiden.
    „Hier gibt es mehr Ähnlichkeiten, aber dennoch große Unterschiede“, erklärte Doktor Crusher weiter. „Also ist sie keine Betazoidin, wie ich auf den zweiten Blick vermutet habe. Es gibt bei ihr einige synaptische Verbindungen, die nicht da sein dürften und die ich nicht begreife.“
    „Was könnten diese Verbindungen für eine Aufgabe haben?“
    „Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, daß diese Frau womöglich telepathische Fähigkeiten hat und vielleicht sogar telekinetische. So etwas kommt bei keinem Betazoiden vor. Ich habe die Gehirne aller uns bekannten Spezies mit diesem verglichen, aber es gab keine Übereinstimmung. Ich weiß nicht, wer oder was diese Frau ist und woher sie kommt.“
    Die Doktorin tippte auf das Display und nun zeigte es wieder die Werte der Patientin.
    „Ich habe noch mehr gefunden“, sagte sie und trat ans untere Ende des Biobettes. Sie hob die Decke ein wenig an und bat den Captain sich etwas anzusehen. Über dem rechten Fußknöchel befand sich eine kleine Tätowierung. Es war ein schwarzer Halbmond mit einem Stern darin, der acht Spitzen besaß. Doktor Crusher ging zum oberen Ende des Bettes und schob die Decke bis unter die nackte Brust der Frau hinunter. Auf ihrer linken Brust befand sich ebenfalls eine kleine Tätowierung, die den Kopf eines schwarzen heulenden Wolfes zeigte.
    „Ein Wolf?“ fragte der Captain und wandte seinen Blick schnell, von der Blöße der Frau peinlich berührt, wieder ab.
    „Ja. Eindeutig.“ Beverly legte die Decke zurück.
    „Glauben sie, dieses Zeichen an ihrem Fuß hat irgendeine Bedeutung?“
    „Das könnte möglich sein. Ich habe übrigens auch die Kleidung der Patientin untersuchen lassen und ihren Schmuck. An ihrer Kleidung befanden sich Partikel von Sand. Diese Partikel können nicht von Tepus IV stammen. Ich habe Proben von dem Staub auf der Kleidung der Andorianer genommen und diese stimmen nicht mit den Sandpartikeln überein.“
    „Soll das heißen, daß diese Frau ganz woanders gewesen ist, bevor wir sie hochbeamten?“
    „Ich könnte es mir nicht anders erklären.“
    „Aber wie ist das möglich?“
    „Ich weiß es nicht. Wir werden erst Antworten bekommen, wenn diese Frau das Bewußtsein wiedererlangt.“
    „Gut, Doktor. Ich wünsche, daß sie mir sofort Bescheid geben, wenn diese Frau aufwacht.“
    „Ja. Darauf können sie sich verlassen.“

    Doktor Crusher ließ diese fremde Frau keine Ruhe mehr. Sie wollte unbedingt herausfinden, wer sie war. Die einzigen Anhaltspunkte, die sie hatte waren die Tätowierung, und ein merkwürdiger Anhänger in Herzform, den die Frau getragen hatte. Beverly saß in Zehn-Vorne, die Bar der Enterprise, die zur Entspannung für die Crewmitglieder diente. Aber Beverly konnte sich im Moment nicht entspannen und auch nicht die atemberaubende Aussicht auf den Weltraum genießen, den die großen Fenster boten. Vor ihr auf dem Tisch stand, neben der kaum berührten Mousse au Chocolate, ein Computer an dem die Ärztin ununterbrochen arbeitete. Er zeigte zum einen das Symbol, das auf den rechten Fuß der Frau tätowiert worden war, und zum anderen weitere Symbole. Aber Beverly fand keine Übereinstimmung. Sie war alle bekannten Zeichen durchgegangen, aber es hatte zu nichts geführt.
    Man läßt sich doch nicht ein Symbol auf den Körper tätowieren, das nichts bedeutet, dachte die Ärztin.
    Seufzend lehnte sie sich zurück und rieb ihre schmerzenden Augen. In ihrer Hand hielt sie immer noch die Kette mit dem farblosen Anhänger.
    „Sie sehen überarbeitet aus“, riß sie eine Stimme aus ihren Gedanken.
    Crusher blickte auf und sah in das Gesicht der dunkelhäutigen Barkeeperin.
    „Ach, Guinan. Sie wissen gar nicht wie verzweifelt ich bin.“
    „Darf ich mich eine Weile zu ihnen setzen?“
    „Natürlich.“
    Guinan nahm platz und Beverly griff nach ihrer Mousse. Sie stocherte nachdenklich darin herum.
    „Was ist los?“ wollte die Barkeeperin wissen.
    Beverly ließ die Kette auf den glatten Tisch fallen.
    „Das hier ist mein Problem.“ Sie deutete auf die Kette. „Das und noch einiges andere.“
    Guinan betrachtete den Anhänger und in ihre geheimnisvollen dunklen Augen trat ein besorgter Ausdruck.
    „Wo haben sie das her?“ fragte die Barkeeperin.
    Obwohl Beverly nicht wußte, was sie damit erreichen konnte, erzählte sie Guinan von der geheimnisvollen Frau. Sie ließ nichts aus und gelangte bald zum Ende. Die Barkeeperin hörte ruhig und aufmerksam zu.
    „Dürfte ich mir die Frau ansehen?“
    Beverly schaute Guinan fragend an. Wie konnte sie ihr denn helfen, indem sie sich die fremde Frau einfach nur ansah? Außerdem hatte die Barkeeperin noch nie um so etwas gebeten. Beverly sagte trotz ihrer Zweifel zu, denn es war öfter vorgekommen, daß Guinan mehr wußte als andere.
    Als die Barkeeperin dann vor der regungslosen Frau stand legte sich ihre Stirn in Falten. Die Falten wurden tiefer, nachdem sie sich das seltsame Symbol angeschaut hatte.
    „Das kann nicht sein“, flüsterte sie vor sich hin. „Ich habe nicht erwartet das jemals mit eigenen Augen zu sehen.“
    „Sie erkennen das Symbol?“ fragte die Ärztin überrascht.
    „Ja. Es ist besser, wenn ich mit dem Captain darüber spreche“, meinte sie.

    Der Captain war überrascht Guinan in seinem Bereitschaftsraum zu sehen. Sie meldete sich nur bei ihm, wenn etwas äußerst Wichtiges los war.
    „Ich weiß, wer die Frau ist, die auf der Krankenstation bewußtlos liegt.“
    „Was?“ fragte Picard verblüfft. „Wer ist sie und woher wissen sie das.“
    „Ich habe das Zeichen auf ihrem Fuß erkannt. Aber ich kann ihnen nicht viel darüber sagen. Nur eines. Es wäre besser gewesen, wenn sie niemals hier aufgetaucht wäre, denn sie ist ein Wesen von sehr großer Macht.“
    „Heißt das, daß sie gefährlich ist?“
    „Ja. Sehr. Aber es muß nicht unbedingt heißen, daß sie für die Menschen auf diesem Schiff gefährlich ist.“
    „Ich verstehe nicht ganz. Was wollen sie mir damit sagen.“
    „Daß sie gut auf sie aufpassen müssen. Weiter nichts. Im Moment besteht keine Gefahr. Mehr weiß ich darüber nicht.“
    Der Captain wußte, daß Guinan etwas geheim hielt, aber es würde ihm nie gelingen, ihr das Geheimnis zu entlocken, wenn sie es nicht aus eigenem Antrieb preisgeben wollte. Er konnte jetzt nur eines tun. Abwarten und beobachten.
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  4. #4

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    2. Kapitel

    Eine Woche lang änderte sich an dem Zustand der Frau nichts. Die Andorianer waren auf ihren Heimatplaneten zurückgekehrt und die Krankenstation war leer geworden. Jeder, der an dem Bett mit der Fremden vorbeikam, blieb eine Weile bewundernd davor stehen. Und bald war überall auf dem Schiff bekannt, daß auf der Krankenstation ein wunderschönes Dornröschen lag. Aber sie sollte nicht 100 Jahre schlafen, sondern wachte an diesem Tag auf.

    Als Mary die Augen aufschlug, blickte sie in das Gesicht einer hübschen jungen Frau mit rötlichen Haaren. Die Frau trug eine seltsame blaue Uniform und einen seltsamen blauen Kittel. Mary sah Besorgnis in den Augen der Frau.
    „Wie geht es ihnen?“ fragte die rothaarige Frau.
    „Ich weiß nicht. Irgendwie fühle ich mich vollkommen fertig.“
    Die Frau tippte auf ein goldenes Ding auf der linken Seite ihrer Uniform und fing an zu sprechen. Mary konnte den Sinn der Worte nicht ganz verstehen.
    „Doktor Crusher an Captain Picard. Sie sollten lieber sofort auf die Krankenstation kommen. Unser Gast hat soeben das Bewußtsein wiedererlangt.“
    „Ich komme sofort“, kam eine männliche Stimme aus dem Nichts.
    „Sind sie Ärztin?“ wollte Mary wissen.
    „Ja.“
    Mary versuchte sich aufzurichten und bemerkte, daß sie unter einer eigenartigen Decke lag und völlig nackt war.
    „Was ist mit meinen Sachen passiert? Ich war doch bekleidet, oder nicht? Wo bin ich hier überhaupt?“ brachte sie völlig verwirrt hervor.
    „Sie befinden sich auf der Krankenstation.“
    Marys Aufmerksamkeit wurde auf eine Tür gelenkt, die sich soeben geöffnet hatte. Ein Mann trat an ihr Bett und schaute sie lange schweigend an. Er hatte grüne Augen, trug eine rote Uniform und besaß so gut wie keine Haare auf dem Kopf. Aber dennoch strahlte er Kraft und Autorität aus.
    „Ich bin Captain Jean-Luc Picard. Sie befinden sich auf dem Föderationsraumschiff Enterprise.“
    „Mein Name ist Mary May“, stellte sie sich vor.
    „Wir sind froh, daß sie endlich wieder zu Bewußtsein gekommen sind. Es ist nämlich wichtig, daß sie uns einige Fragen beantworten.“
    „Was ist denn überhaupt mit mir passiert?“ fragte sie und richtete sich auf, wobei sie die Decke dicht an ihren Körper gepreßt hielt. „Wie bin ich hierher gekommen?“
    „Das wollten wir eigentlich von ihnen wissen.“
    „Aber ich kann mich nicht daran erinnern. Ich weiß ja noch nicht einmal, was das hier für ein komisches Schiff ist. Ich kann keinen klaren Gedanken fassen.“
    „Sie erinnern sich nicht an Tepus IV?“
    „Nein. Was zur Hölle ist das? Eine Stadt. Ein Land. Davon habe ich noch nie etwas gehört“, sagte sie. In ihrer Stimme lag ein wenig Ungeduld. Sie fügte mit einem gezwungenen Lachen hinzu: „Liegt wohl nicht in der Nähe von Kansas, was?“
    Der Mann und die Ärztin schauten sich überrascht an. Dann erwiderte die Frau: „Nein. Ganz und gar nicht. Sie befinden sich Tausende von Lichtjahren von der Erde entfernt.“
    Mary blickte die Doktorin zuerst verblüfft an, dann fing sie an lauthals zu lachen.
    „Das ist der beste Witz, den ich seit langer Zeit gehört habe. Beinahe hätten sie mir einen Schrecken eingejagt. Wirklich gut, Schätzchen.“
    Mary lachte, schaute aber dann in die ernsten und besorgten Gesichter der beiden Menschen und plötzlich begriff sie. Das alles war kein Witz, es war bitterer Ernst.
    Zuerst verspürte sie das Bedürfnis zu schreien, und den beiden Leuten zu befehlen, diesen Raum sofort zu verlassen. Aber hatte sie das Recht dazu? Sie war hier nicht zu Hause. Auch wenn sie im Moment nicht wußte, wo genau ihr zu Hause war, nahm sie an, daß es nicht auf diesem Schiff lag. Was hatte die Ärztin gesagt? Tausende von Lichtjahren von der Erde entfernt? Das erschien ihr unvorstellbar. Wie sollten Menschen in der Lage sein, die Erde zu verlassen? Wo war sie nur hinein geraten und vor allen Dingen, wie war sie hier her gekommen und wo war sie überhaupt vorher gewesen?
    Mary faßte sich an die Stirn und schlug plötzlich mit der Faust auf das Bett. Ein Wutschrei entwich ihrer Kehle.
    Die beiden fremden Menschen sahen sie erschrocken an.
    „Ist alles in Ordnung?“ fragte Doktor Crusher.
    „Nein&#33;“ schrie Mary aufgebracht. „Nichts ist in Ordnung&#33; Gar nichts&#33;“
    Wieder faßte sie sich an den Kopf. In ihr war ein Gefühl, das sie dazu drängte, nicht hier sitzen zu bleiben. Irgend etwas hatte sie vor gehabt. Etwas dringendes, das keinen Aufschub erlaubte. Aber was?
    „Verdammt. Ich kann mich nicht erinnern. Mein Kopf ist leer.“
    Sie ließ ihre Hand sinken und über ihre Wangen rannen Tränen.
    „Was ist nur mit mir geschehen?“ schluchzte sie. „Ich will nicht hier sein. Laßt mich doch in Ruhe.“
    Doktor Crusher berührte Mary tröstend an der Schulter und deutete dem Captain an, zu gehen. Er verließ mit einem Kopfnicken den Raum.
    Beverly versuchte die verzweifelte Frau zu beruhigen. Das sollte also die gefährliche Person sein, von der Guinan gesprochen hatte. So etwas konnte sie nicht glauben. In ihren Augen war sie nur eine junge verwirrte Frau.

    Es verging einige Zeit, bis die Frau zu schluchzen aufhörte und Doktor Crusher ganz sanft zu ihr sagte: „Mein Name ist Beverly Crusher.“
    „Ich heiße Mary. Mary May, glaube ich.“
    Beverly nickte und stand auf, um ihr ein Glas Wasser zu holen. Sicher war diese Frau durstig. Sie reichte ihr das klare Getränk. Mary nahm es und trank mit gierigen Schlucken.
    „Sie waren lange Zeit bewußtlos“, erklärte Doktor Crusher. „Wir fanden sie auf Tepus IV. Das ist eine Kolonie der Andorianer gewesen, aber wir mußten den Planeten evakuieren.“
    Die Frau schaute sie nur verständnislos mit ihren blauen Augen an. Beverly wurde schwindelig, als sie in dieses Blau schaute. Diese Augen waren so tief, wie das Meer an seiner tiefsten Stelle. Noch nie hatte die Doktorin solche Augen gesehen.
    Mary fuhr mit ihrer Hand zu ihrem Hals und stockte.
    „Wo ist meine Kette?“ fragte sie. „Ich hatte doch eine, oder?“
    „Ja. Sie liegt in meinem Büro. Wenn sie wollen, hole ich sie.“
    Beverly stand auf und war froh, eine Weile diesem durchdringendem Blick zu entkommen. Als sie aus ihrem Büro zurückkam, stand die Frau an ihrem Bett und hielt sich mit einer Hand fest. Sie schwankte und drohte umzufallen. Doch mit ihrer anderen Hand griff sie ans Bett und fing den Sturz rechtzeitig ab.
    Wie anmutig sie sich bewegt, dachte die Doktorin.
    Die Decke rutschte auf den Boden und entblößte ihren schlanken Körper und ihre makellose Haut. Mary kniete sich hin und hob die Decke auf. Darin hüllte sie sich ein und nahm auf dem Bettrand platz.
    Beverly ging auf sie zu und legte ihr vorsichtig die Kette mit dem durchsichtigen, herzförmigen Kristall um. Mary nahm das Herz in ihre Hand und ließ die Kette durch ihre Finger gleiten.
    „Ich weiß nicht, wer ich bin“, sagte sie mit leerem Blick. „Ich erinnere mich an nichts weiter als an meinen Namen.“
    Beverly legte ihr abermals tröstend die Hand auf ihre Schulter. Und flüsterte, daß schon alles gut werden würde.
    „Was werden sie jetzt mit mir machen?“ fragte Mary, aber darauf konnte Doktor Crusher ihr vorerst keine Antwort geben.

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    Jetzt mit dem Erwachen der Hauptperson, fängt die ganze Geschichte an, lebendiger zu werden, finde ich. Und ich warte immer noch auf Kritiken.
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  5. #5

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    Liest das hier eigentlich noch einer? Ich wollte nämlich bald mal weiter schreiben...
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  6. #6
    KasiHasi (+TubeMaster) Avatar von Kasi
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    Hey, Du bist richtig gut&#33; Und dann auch noch &#39;ne TNG-Geschichte&#33;
    Und bis jetzt kam meine Lieblingsärztin schön oft vor. Das Guinan mit eingebunden ist, find ich klasse. Dein Hintergrundwissen ist auch gut eingesetzt (Guinan meldet sich nur bei wirklich wichtigen Sachen), und es macht die ganze Sache interessant, daß Guinan wieder mal mehr über die Sache weiss. Aber die legen doch bestimmt nicht ihre Patienten nackig aufs Bio-Bett, vorallem bei dem ständigen Verkehr in der Krankenstation. Kann es sein, daß noch eine Handlung auf verschiedenen Zeitebenen kommt?
    Bin mal jespannt, Bitte schreib weiter&#33;



    Last edited by FWK at 28.10.2002, 00:25

  7. #7

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    Hier liest ja doch jemand was Danke

    Ich werd mich mal dran machen, da weiter zu schreiben.
    Eine Handlung auf verschiedenen Zeitebenen? Hatte ich eigentlich nicht geplant. Welche Zeitebenen meintest du denn?
    Hm ich hab keine Ahnung wie die ihre Patienten auf die Biobetten legen... Aber ist doch nicht schlimm, die sind doch zugedeckt.
    Ne aber würde mich mal interessieren, wie die auf den Biobetten liegen... Wäre das zu Offtopic, wenn ich das mal fragen würde? Och ich mach&#39;s einfach mal...



    Last edited by Game Queen MaidMary at 28.10.2002, 00:30
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  8. #8
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    Wegen dem Dimensionsdolch, mit dem man große Strecken zurücklegen oder durch die Zeit reisen kann. Und da sie es offenbar nicht glauben kann, daß sie so weit von der Erde weg ist könnte es ja sein, daß sie von der Erde kommt (Vergangenheit?, Zukunft?) und durch die Zeit geschleudert wurde, oder aus &#39;ner anderen Dimension der Erde, oder, oder, oder...

    Die Patienten müssten auf jeden Fall was anhaben, in der Krankenstation, is ja schließlich Förderation.



    Last edited by FWK at 28.10.2002, 01:25

  9. #9

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    Dokor Crusher lag diese Nacht noch lange wach und dachte über die geheimnisvolle fremde Frau nach.Was sollte mit ihr geschehen? Sie schien fast gar nichts zu wissen. Ihr war das alles hier fremd und es machte ihr Angst. So eine Art von Gedächtnisverlust hatte Beverly noch nie erlebt. Wie sollte diese Frau jemals wieder ein normales Leben führen können?
    Aber immerhin konnte sie sich noch an ihren Namen erinnern. Und sie kannte Kansas, was heißen konnte, dass sie von der Erde stammte.
    Doch da waren immer noch Massen an Fragen, die geklärt werden mussten. Wie war sie nach Tepus IV gelangt. War sie überhaupt ein Mensch? Warum wies ihr Gehirn diese Anomalien auf? Was hatte Guinan mit der ganzen Sache zu tun?
    Fragen über Fragen schwirrten ihr durch den Kopf. Und immer wieder kehrten sie zu dem Satz, „Liegt wahrscheinlich nicht in der Nähe von Kansas, was?“, zurück.
    Sie hatte so etwas ähnliches doch schon einmal gehört. In einem alten Märchen... Wie hieß es doch gleich nochmal?
    „Es ist nirgend&#39;s besser als zu Haus&#39; “, flüsterte Beverly und sank in einen unruhigen Schlaf.



    3.Kapitel

    Einen Tag später verließ Mary die Krankenstation in Begleitung der Ärztin. Man hatte ihr ein kleines Quartier auf Deck 9 zugewiesen.
    Es hatte darüber Diskussionen mit den Führungsoffizieren gegeben, ob das wirklich eine gute Idee wäre. Man wusste ja immer noch nicht, wie Guinans Aussage zu bewerten war, dass diese Frau gefährlich sein sollte. Doktor Crusher glaubte keine Sekunde daran.
    Lieutenant Worf hatte sogar vorgeschlagen, dass man die Unbekannte in eine Arrestzelle stecken sollte. Counselor Troi und Beverly hatten das aber vehement abgewehrt.
    Die junge Frau war verwirrt und ängstlich, manchmal sogar hysterisch, aber nicht gefährlich. Da würde eine Arrestzelle auch nicht zu ihrem Wohlbefinden beitragen.
    Deanna Troi hatte vorgeschlagen, tägliche Sitzungen mit Miss May, falls sie wirklich so hieß, abzu halten. Doktor Crusher würde das körperliche Wohlbefinden der Frau genau überwachen und weitere Nachforschungen über diese seltsame Gehirnanomalie anstellen.
    Bis sie in einem Monat die nächste Sternenbasis erreichen würde, denn dann sollte Mary einem Ärzteteam der Föderation übergeben werden, die umfassende Untersuchungen einleiten würden. Die junge Frau wusste jedoch davon erstmal noch nichts.
    „Das ist ihr Quatier“, sagte Doktor Crusher und blieb vor einer der vielen Türen stehen.
    Sie zeigte Mary wie man sie öffnete und die beiden Frauen betraten das Quartier.
    Es war spärlich eingerichtet, strahlte aber dennoch eine gewisse Gemütlichkeit aus. Direkt wenn man reinkam, schaute man auf einen runden Tisch mit vier Stühlen. Rechts war eine Tür, die ins Bad führte und daneben ein Replikator. Links befand sich eine gemütliche Sitzgruppe mit zwei Sesseln und einem Sofa unter einem Fenster. Hier hatte man einen herrlichen Blick auf die Sterne, wenn man auf dem Sofa saß.
    Mary blieb vor dem Fenster stehen und schaute mit einem verträumten Blick hinaus.
    „Die Aussicht ist schön“, meinte Beverly mit einem Lächeln.
    „Ja“, sagte Mary nur seufzend. Aber es war kein glücklicher Seufzer, weil sie die Sterne betrachten durfte, sondern ein unendlich trauriger Seufzer.
    Beverly ging an der Sitzgruppe vorbei und öffnete links daneben die Tür zum Schlafzimmer. Unter einem Fenster, das den gleichen atemberaubenden Ausblick bot, stand ein schmales Bett und daneben ein Nachttisch aus Glas.
    „Ich hoffe, ihr Quartier gefällt ihnen“, sagte Doktor Crusher.
    Mary nickte nur schwach ohne den Blick von den Sternen zu nehmen.
    „Ihr Kleid, das sie bei ihrer Ankunft trugen, ist hier in dem Schrank.“ Die Ärztin deutete auf einen Wandschrank, der sich ebenfalls im Schlafzimmer befand. „Da sind noch andere Kleidungsstücke drin: Müssten in ihrer Größe sein. Ich werde sie jetzt alleine lassen, dann können sie sich mit ihrem Quartier vertraut machen. In zwei Stunden wird Counselor Troi sie besuchen. Sie sollten bis dahin hier bleiben. Nicht, dass sie sich auf diesem grossen Schiff verlaufen.“
    Doktor Crusher wandte sich zur Tür um.
    „Ach ja. Wie sie den Replikator bedienen wissen sie noch, oder?“ fiel ihr noch ein.
    Mary nickte wieder nur. Man hatte es ihr erklärt.
    „Sie werden schon zurecht kommen. Wir sehen uns morgen.“
    Mit diesen Worten und einem letzten Blick verließ die Ärztin das Quartier.

    Mary stand noch lange Zeit vor dem großen Fenster und betrachtete die vorbei gleitenden Sterne. Ein Meer aus Sternen und Licht, das sich in der Unendlichkeit verlor.
    Wo war sie hier? Wo kam sie her? Wo ging sie hin?
    Ihr Kopf war leer, aber dennoch erfüllt von wirren Fragen, auf die sie keine Antwort fand und die sie Tag und Nacht quälten. Und dann war da noch dieses Gefühl, dass sie ganz dringend etwas hatte erledigen müssen. Eine tiefe Ungeduld, die sie zwar äußerlich ruhig erscheinen ließ, innerlich jedoch aufwühlte.
    Selbst eine Heimat hatte sie jetzt nicht mehr. Keinen Platz an dem sie sich sicher fühlen würde, denn sie konnte sich an ihre nicht mehr erinnern. Sie hatte Angst. Große Ansgt...
    Nach einer Weile bekam sie Durst und ihr erster Impuls war, ins Bad zu gehen. Aber was wollte sie da? Aus dem Klo trinken wie Hunde das manchmal taten?
    Verwirrt schüttelte sie den Kopf und wandte sich dem Replikator zu. Ein merkwürdiges Ding, das aus dem Nichts Nahrung schaffen konnte.
    „Ein Glas Wasser“, sagte Mary leise und unsicher. „Bitte“, fügte sie noch hinzu.
    Sofort materialisierte sich ein Glas mit einer durchsichtigen Flüssigkeit darin. Als Mary davon trank, stellte sie fest, dass es wirklich Wasser war.
    Was hatte sie denn auch erwartet? Der Replikator hatte auch Wasser hergestellt, als Doktor Crusher ihr gezeigt hatte, wie es funktionierte.
    Warum sollte er jetzt auch etwas anderes tun?
    Man hatte ihr nämlich auch erkärt, dass es ein Computer war, eine Maschine, die keine eigenen Willen besaß, sondern nur das ausführte, was man ihr sagte. Da war nichts Unheimliches oder Magisches dabei. Dennoch kam es Mary ein wenig so vor.
    Aber sie wollte noch mehr darüber wissen. Mehr darüber wie alles auf diesem Schiff funktionierte. Etwas über das Universum herausfinden, um vielleicht zu erfahren, woher sie kam und wer sie war.
    Sie klammerte sich an diesen Gedanken fest. Wenn sie so viel Wissen sammelte wie nur möglich war, dann bekam sie vielleicht ihre Erinnerungen zurück. Damit beruhigte sich ihre Unruhe ein wenig, denn sie hatte ein klar erkennbares Ziel vor Augen, das ihre gleichzeitig ihre einzige Hoffnung schien.
    Aber wo sollte sie mit dem Erwerb von Wissen anfangen?
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  10. #10
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    Bis jetz sehr schön geschrieben.
    Mal &#39;ne Frage. Hast du die Geschichte schon fertig oder bist du noch dabei?
    Würde gerne mehr lesen.

  11. #11

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    Ich bin noch dabei sie zu schreiben. Ich habe schon vor Jahren damit angefangen, bin aber nie richtig fertig geworden. Immer habe ich Sachen verworfen und nochmal neu geschrieben. Es existieren in meinem Zimmer in irgendwelchen Heften auf irgendwelchen Zetteln zig Varianten der Geschichte. Dies ist aber die erste Variante in der Guinan vorkommt, die auch etwas über die Fremde zu wissen scheint, oder besser gesagt, über die Tätowierung. Ich fand, das gibt der Geschichte noch eine gewisse Spannnung.
    Ich werd heute daran weiter schreiben.
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