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Thema: Die Fantastischen Vier

  1. #1
    Moderator Avatar von Amujan
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    Die Fantastischen Vier
    (The Fantastic Four)



    Eine Woche später - am 07.07.2005 - ist der Kinostart dieser nächsten Marvel-Verfilmung bei uns geplant. (Änderungen vorbehalten, da auf der off. Seite noch gar kein Datum feststeht)

    Jetzt gibt es hier den ersten Vorgeschmack auf den Film.

    The Human Torch (Johnny Storm) - gespielt von Chris Evans (Nicht noch ein Teenie-Film!, Final Call)
    Mr. Fantastic (Reed Richards) - gespielt von Ioan Gruffudd (Black Hawk Down, The Gathering, King Arthur)
    The Invisible Woman (Sue Storm) - gespielt von Jessica Alba (Dark Angel, Honey)
    The Thing (Ben Grimm) - gespielt von Michael Chiklis (The Shield)
    Dr. Doom (Victor Von Doom) - gespielt von Julian McMahon (Profiler, Charmed, Nip/Tuck)

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    Amu

  2. #2
    Administrator Avatar von Dr.BrainFister
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    hab hier noch ein altes "fantastic 4"-comic rumliegen und bei näherer betrachtung hätt ich mir unter den figuren in sachen besetzung doch was anderes vorgestellt.

    z.b. finde ich den darsteller von "der fackel" ziemlich blass, austauschbar, ein typisches us-serien-gesicht. in einem film dieser größenordnung in der rige von superhelden nicht die beste wahl.
    naja, und jessica alba ist und bleibt, was sie für mich schon immer war. ne hohle nuss mit dicker schnute, die ihr talent besser in porno-filmen verwenden sollte.

    der rest ist ok. besonders "das ding" ist mit micheal chiklis bestens besetzt. ob ich mich mit julian mcmahon als "dr. doom" anfreunden kann, weiß ich noch nicht. er ist wirklich kein schlechter schauspieler und gerade für zwielichtige gestalten gut geeignet. aber einen niederträchtiger bösewicht wie herr doom? da wäre mir ein etwas älterer, zerfurchter charakterkopf lieber gewesen.
    "Wissen sie woraus der Leberkäs gemacht wird? Aus den Resten der Knackwurst. Und die Knackwurst? Aus den Resten vom Leberkäs. So geht das ewig weiter: Leberkäs, Knackwurst, Leberkäs, Knackwurst..." - Simon Brenner (Josef Hader) in "Silentium"

  3. #3
    Super-Moderator Avatar von cornholio1980
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    Ich bin diesem Projekt gegenüber recht skeptisch eingestellt. Das begann schon mit den ersten Kommentaren von Avi Arad zum Film, FF würde ein lockerer und humorvollerer Streifen werden als die bisherigen Marvel-Verfilmungen: Also mehr Komik und mehr belanglose Action, weniger Drama und ANspruch. Und das gerade beim Aushängeschild von Marvel, deren Charaktere nun wirklich genug SToff für daramatische Szenen liefern. Auch der Trailer sieht meines Erachtens nur furchtbar aus (fast so schlimm wie jener von Catwoman, udn wir wissen ja, was DARAUS geworden ist ). Na ja, Anfang Juli wissen wir mehr...
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    "I believe that when we leave a place, part of it goes with us, and part of us remains. Go anywhere in this station, when it is quiet, and just listen. After a while you will hear the echos of all our conversations, every thought and word we've exchanged. Long after we're gone, our voices will linger in these walls."
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  4. #4
    Furie Avatar von Simara
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    Standard AW: Die Fantastischen Vier

    Ich kenne die Comics nicht, aber ich kann mich erinnern, dass ich mal was gesehen habe. Hat mich aber nicht sooo fasziniert.

    Gestern habe ich jetzt den Trailer gesehen.... und ich schätze den Film muss ich sehen
    Der Trailer macht jedenfalls Lust auf mehr.
    Außerdem freu ich mich auf Julian McMahon. *lecker*

    Allerdings stört es mich etwas, dass in der neuen Verfilmung die Fantastischen Vier alle gleich jung sind. Ich weiß nicht, wie es im Comic war, aber ich meine, bei dem was ich früher mal gesehen habe, war zumindest der Doktor ein älteres Semester.
    Hat hier der Jugendwahn Hollywoods zugeschlagen?

    Meine zwei Vorposter sind ja ziemlich skeptisch. Bin ich die einzige, die dem Film freudig entgegensieht?


    Staffel II (2) dienstags im Nachtprogramm auf Pro7MAXX (Doppelfolgen)

    Staffel XII (12) montags 21:05 Uhr auf Pro7MAXX


    Staffel XIII (13) montags 20:15 Uhr auf Pro7MAXX

    Staffel XV (15) donnerstags auf CW

  5. #5
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    Standard AW: Die Fantastischen Vier

    Als ich vor einigen Wochen (Monaten?) einen Trailer zu dem Film im Kino gesehen habe, ging mir nur eins durch den Kopf: "Das ist der schlechteste Trailer den ich seit langem gesehen habe."
    Ich kenne die Comics nicht, aber dieses "Apettithäppchen" war einfach verdammt schlecht gemacht und erreichte bei mir genau das Gegenteil von dem, was es eigentlich bezwecken sollte.

    CU Falcon

  6. #6
    Moderator Avatar von Amujan
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    Standard AW: Die Fantastischen Vier

    Fantastic Four



    Zitat Zitat von kino.de
    Vier Astronauten werden im Weltraum kosmischer Strahlung ausgesetzt, was ihnen Superkräfte verleiht: Der Millionär und Anführer der Truppe - fortan Mr. Fantastic (Ioan Gruffudd) - kann sich mit einem Mal in hundert Meter Länge strecken; Susan (Jessica Alba) alias Invisible Girl wird auf Wunsch unsichtbar; ihr jüngerer Bruder Johnny (Chris Evans) wird zu Human Torch und kann als menschliche Fackel Feuer kontrollieren; und Ben (Michael Chiklis) kann sich als The Thing in einen gigantischen Muskelprotz verwandeln. Gemeinsam setzen sie ihre Kräfte gegen einen größenwahnsinnigen Superschurken (Julian McMahon) ein.
    So schön diese Beschreibung auch ist, sie enthält viele Detailfehler, die in dieser kurzweiligen Superheldennummer untergehen können aber trotzdem einem Rezensenten nicht passieren dürfen. Denn wer bei so wenig Story schon die paar grundlegenden Dinge nicht mitbekommen (will) geht völlig falsch an die Sache ran.

    Zunächsteinmal sind die Vier nicht von Hause aus Astronauten, zumal auch der fünfte (Victor van Doom) auf seiner eigenen Raumstation dabei ist. Welcher natürlich der Millionär ist und nicht Reed Richards der durch die Ereignisse an Bord der Raumstation zu Mr. Fantastic und dem Anführer der Fantsatic Four wird.

    Dabei sind die Hintergrundstories der einzelnen Charaktäre schnell erklärt und das reicht auch für einen Popcornfilm wie diesen. Der Film besteht im Großen und Ganzen aus den Szenen die im Trailer zu sehen sind. Jedenfalls kann sich jeder der den Trailer sieht die Story zusammenreimen.

    Die vier sind teilweise untereinander verstritten und Richards sucht verzweifelt nach einem Weg ihre Fähigkeiten und Veränderungen rückgängig zu machen, ist diese gefunden greift Doom ein und will sich der vier entledigen die zum Bankrott seiner Firma beigesteuert haben. Es gibt viel Gekämpfe und Krachbumm und mehr habe ich auch nicht erwartet. Nette - aber keine überwältigenden - Special Effects, nen geiler Chris Evans *sabber* und leider eine völlig falsche Synchronstimme für McMahon (nich die aus dem TV bekannte) runden das Bild ab.

    Man hat den Film über den Eindruck ne Sitcom-Familie mit Superkräften zu beobachten die ihre innerfamilliären Streitigkeiten wie kleine Kinder austragen und dabei einen Häuserblock in Schutt und Asche legen. Doom is eher ein böser Onkel als der Überbösewicht, Susan und Reed sind Mami und Papi und die beiden Kinderchen Ben und Johnny balgen und verarschen sich ständig gegenseitig. Nach dem Erfolg in den USA und dem natürlich offenen Ende (Dr. Doom stirbt ja auch in den Comics zum tausendsten Male nich...) is ein 2. Teil mehr als wahrscheinlich. Gags und Optik waren schon ok, aber es fehlt das gewisse Etwas in meinen Augen. Hirn abschalten und geniessen ;o)

    Kein Film für den man dringend Geld ausgeben muss, schaut euch lieber Crustacés et coquillages (Meeresfrüchte) oder Mr. & Mrs. Smith an. Wenns dann doch was mit Superhelden sein soll, den Batman der immer noch durch die Kinos flattert, weil der war mal richtig supergenialoberklassenspitze in dem Genre

    Daten:

    - Science Fiction/Action - USA 2005
    - FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
    - Länge: 108 Min.
    - Verleih: Constantin, Marvel, 20th Century Fox
    - seit 14.07.2005 im Kino
    - offizielle Kinoseite: http://www.fantastic4.film.de/

  7. #7
    Super-Moderator Avatar von cornholio1980
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    Standard AW: Die Fantastischen Vier

    Hier mal meine Meinung (noch kein fertiges, vollwertiges Review, aber vom Inhalt her steht eigentlich alles drin, was es zum Film zu sagen gibt):

    Nach den durchaus gemischten Kritiken fragen sich FF- als auch normale Kino-Fans: Sind die Fantastic Four nun phantastisch, oder eine filmische Katastrophe?

    Nun, für all jene, die sich diese Frage immer noch stellen habe ich nun endlich eine eindeutige Antwort:

    Weder noch...

    Im Vergleich zu den großen Comicverfilmungen der letzten Jahre wie Spiderman, Hulk und/oder Batman Begins, die sehr viel wert auf eine anspruchsvollere Darstellung gelegt haben, zieht FF klar den kürzeren, und wirkt gar wie ein relikt aus der Comicverfilmungs-Steinzeit, als die entsprechenden Filme noch so flach waren wie das Papier, auf dem die bebilderte Vorlage gedruckt wurde. Doch ein anspruchsloser Film, ja selbst einer bei der sowohl der Film- als auch der FF-Kenner viel verschwendetes/ungenutztes Potential erkennt, muss noch nicht schlecht sein, und eben ads trifft auf FF vor: Er macht Spaß, ist unterhaltsam - zumindest die meiste Zeit. Nach ca. einer Stunde gibts dann mal einen Durchhänger, nämlich wenn die Macher versuchen, etwas ernstere Töne anzuschlagen (und damit auf gar FANTASTISCHE Art und Weise scheitern), doch davon abgesehen ist diese FF-Verfilmung eigentlich recht nett anzusehen.

    Natürlich gibt es selbst wenn man diesen Film als das nimmt was es ist, nämlich reine Popcorn-Unterhaltung, noch einige Dinge zu kritisieren. Der eben angesprochene Durchhänger z.B. hat zumindest mir doch für eine bei einem Blockbuster-Film deutlich zu ausgeprägte Dosis Langeweile gesorgt... 15 Minuten weniger hätten dem Film also alles in allem gut getan. Jessica Alba - was immer man von ihr als optischer AUfputz denken mag, oder von der Tatsache, dass Sue Storm im Comic immer die Mutter der Truppe war, und hier zur heißen Biene degradiert wird - sticht im Ensemble als zu unrealistisch jung hervor. Zu keinem Zeitpunkt nimmt man ihr ab, sie hätte das Studium zur gleichen Zeit wie Reed absolviert, und wäre nun die Chefin der Gentechnik-Abteilung. Victor von Doom wirkt, so wie er hier präsentiert wird, wie ein Abklatsch von Norman Osborn (Reicher, erfolgsverwöhnter Geschäftsmann wird von seinen Kollegen ausgebootet, und rächt sich mithilfe seiner neu gewonnenen Kräfte - und dass er am Ende wie der grüne Kobold eine maske trägt, hilft nicht gerade dabei die Ähnlichkeiten zu verdrängen). Während der Großteil der Effekte gut gelungen ist, wirken Reed's "Dehnübungen" dermassen unrealistisch und stechen als wirklich schlechte Effektarbeit derart hervor, dass es teilweise richtiggehend peinlich ist. Die Romanze zwischen Reed und Sue wirkt stellenweise unheimlich verkrampft. Tim Story's Inszenierung hat leider nicht das Geringste zu bieten, um den Film aufzuwerten. Keine tollen Bilder, interessante Einstellungen - gar nichts. Cinematographisch wirken die FF unheimlich billig - generell fehlt es den Bildern (wie auch dem Film) an Tiefe, es sieht so aus, als hätte man für jede Szene wirklich nur das absolut nötigste gebaut und gezeigt (im gegensatz zu HDR, wo die ganzen sorgfältig produzierten Requisiten im Hintergrund, auch wenn sie nur Sekunden zu sehen waren, dem Film bzw. den Bildern ein "reicheres" Aussehen beschert haben). Einige Dialoge sind wirklich der allerletzte Mist und sollten sogar locker alles an miesen Dialogen schlagen, die einige Kinogeher so vehement bei den neuen Teilen der SW-Trilogie kritisiert hatten *g*. Vor allem diese ständigen Anspielungen auf den späteren "Zustand" der FF vor/während der Mission fand ich mega-peinlich (so fühlt sich Ben Grimm z.B. solide, Sue Storm fühlt sich unbeachtet, Johnny Storm ist ein Hitzkopf etc.). Auch was das "pacing" betrifft, offenbart die Leinwand-Version der 4 Comichelden so ihre Probleme. So fehlt es dem Film vor allem an einem: An Energie. Die Handlung trottet eher langsam von sich hin, man springt von Szene zu Szene, ohne richtigen Plan, wohin sich die Handlung eigentlich entwickelt, ohne Spannungsmoment, ohne richtig INVOLVIERT zu sein und mitzufiebern. Es fehlt einfach das Vorwärtsmomentum. Und last but not least - einige Szenen wirkten geklaut, oder zumidnest SEHR STARK inspiriert, von anderen Film(klassikern), wie z.b. Titanic (wenn's nicht schon Nacht gewesen wär, hätts mich bei der Szene am Ende echt nicht gewundert, wenn da plötzlich im Hintergrund ein Sonnenuntergang gewesen wäre) und insbesondere "Jäger des verlorenen Schatzes".

    Einige Befürchtungen bezüglich der Verfilmung haben sich indes als unbegründet herausgestellt. Zwar bin ich an und für sich kein CGI-Fan, doch als ich gehört habe, man wolle das "Ding" mittels einem Ganzkörper-Anzug verwirklichen, war ich wirklich besorgt und äußerst skeptisch. Tatsächlich ist das "Ding" jedoch einer der größten Pluspunkt des Films, und das liegt nicht nur an Chicklis toller Performance (und seiner guten Chemie mit Chris Evans), sondern auch am Anzug. Es wirkt einfach realistischer, echter... und wurde demnach insgesamt wirklich sehr gut gelöst. Julian McMahon's Performance fand ich an und für sich auch recht gelungen (auch wenn er mit diesem Film bewiesen hat dass er im Prinzip nur für eine bestimmte Rolle taugt - zu ählich sind sich einfach Mimik und Performance generell, wenn man mal Cole, Christian und Dr. Doom miteinander vergleicht) - nur dass man nicht seine Standard-Synchronstimme verpflichtet hat, hat mich unheimlich irritiert. Wann werden's die Firmen endlich lernen? Bei Chiklis konnte ich's ja verstehen - Harry Kim mag man, sofern man beide Augen (oder wohl eher Ohren) zudrückt, noch als Vic Mackey akzeptieren können, doch als Ben Grimm und in weiterer Folge "The Thing" - keine Chance. Aber Julian McMahon hat seine Stimme nun schon jahrelang in seinen diversen TV-Sendungen, man ist die Stimme so gewöhnt, dass es einfach stört - und alles in allem denke ich, Torsten Michaelis (den ich generell als Sprecher sehr schätze) hätte eine deutlich bessere Leistung abgeliefert und den Film somit nochmal ordentlich aufwerten können.

    Das Hauptproblem des Films ist allerdings das bereits angesprochene ungenutzte Potential. Irgendwo ganz tief drinnen steckt in diesem Material ein großartiger Film. "Fantastic Four" hätten meines Erachtens wirklich mit Spiderman, X-Men und Co. gleichziehen können - wenn man doch den allzu leicht-lockeren Ton etwas heruntergeschraubt und sich darauf konzentriert hätte, die dramatisch-tragischeren Elemente auch tatsächlich dramatisch-tragisch darzustellen, einen Gegenpol zum ganzen "Spaß" zu finden. Leider ist dies jedoch nicht geschehen. Es gibt zwar ein paar ernstere Szenen (alle betreffen "The Thing"), doch diese wirken fast wie Störfaktoren und vor allen Dingen, sie kommen gegen die luftig-lockeren Elemente nicht an. Selbst in angedacht ernsteren Szenen fehlt oftmals der nötige Ernst, fehlt es an der richtigen Inszenierung, der Darstellung der Figuren. Es ist ungefähr so, als würde man 60 Minuten einem witzigen Clown zusehen, ständig lachen, und dann wenn der Clown traurig ist soll man auf einmal heulen - es klappt einfach nicht, der Kontrast ist einerseits zu stark und andererseits, so seltsam das auch klingen mag, zu schwach... da es selbst in diesen Szenen an der nötigen Ernsthaftigkeit fehlt. An dieser gewissen "Tiefgründigkeit", welche Spiderman, Hulk, Batman Begins, ja teilweise sogar X-Men, ausgezeichnet hat. Die Macher bemühen sich redlich, etwas ähnliches einzufügen und die Thing-Storyline möglichst zu würdigen, doch es gelingt nicht. Zu keiner Zeit habe ich mit dem Ding wirklich mitgefühlt - und das, obwohl seine Geschichte in diesem Film durchaus Anlass dazu gegeben hätte. Demnach ist dies meines Erachtens dem Regisseur zuzuschreiben, dem es einfach nicht gelungen ist, die ernsteren Elemente würdig und gelungen umzusetzen. Exemplarisch hierfür sei die Szene genannt, in der das Ding auf einer Brücke hockt. Es hätte eine emotional wirklich berühende Szene sein sollen, doch anstatt sich auf einen ernsteren Ansatz einzulassen, ließen die Macher lieber Ben Grimm von einer Taube vollscheißen, und auch die Szene danach mit dem potentiellen Selbstmörder, die sehr dramatisch hätte wirken können, wirkt durch die Inszenierung und die Musik mehr amüsant-fröhlich als sonst was.

    Und genau so ist es eigentlich den ganzen Film über: Wie gesagt, irgendwo in diesem Script (dass ja offenbar mehrmals umgeschrieben wurde - ich vermute mal, die kleinen Fünkchen Tiefgang sind die letzten Überbleibsel dieser Drehbuchfassung) bzw. in diesem Film steckt eine großartige, anspruchsvolle Comicverfilmung, die wirklich phantastisch ist und es mit den Genregrößen aufnehmen könnte. Leider jedoch wurde diese, analog des alten Sprichworts "zu viele Köche (in diesem Fall: Drehbuchautoren) verderben den Brei" derart verwässert, bis sie kaum mehr auffallen, und nur mehr mit gutem Willen zu erkennen sind. Regisseur Tim Story wiederum versagt bei der Aufgabe, zumindest durch seine Inszenierung dem Film etwas fantastisches zu verleihen, und liefert von der ersten bis zur letzten Minute ein Standardprodukt ab, ohne beeindruckende Bilder, tolle Kameraeinstellungen oder sonstige Ideen, die aus dem üblichen Einheitsbrei hervorstechen würden. Und so wirkt die Inszenierung, wie auch der ganze Film, uninspiriert, wie ein Schatten der Fantastischen Vier, die hätten sein können. Dass er trotz alledem noch unterhaltsam ist, verdankt er insbesondere der Leistung von Michael Chicklis, der netten Beziehung zwischen dem Ding und der Fackel, und den immer wieder (wenn auch nur leicht und selten) durchblitzenden Fünkchen an verbliebener Originalität, Ernsthaftigkeit und gelungener Ideen. Und so ist "Fantastic Four" zwar die meiste Zeit recht kurzweilig, aber eben leider auch alles andere als fantastisch...

    Vorläufige Wertung: 5/10
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  8. #8
    Plaudertasche
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    Standard AW: Die Fantastischen Vier

    Die Comics habe ich nie gelesen, aber die Zeichentrickserie habe ich damals gesehen und seit dem mag ich "Die Fantastischen Vier". Doch als ich nur negatives über "Die Fantastischen Vier" gehört habe, hab ich schon das schlimmste befürchtet. Doch als ich "Die Fantastischen Vier" dann im Kino gesehen habe fand ich den Film gut, vielleicht weil die Kritik überzogen war. Die Schauspieler mochte ich, auch die Effekte gefiehlen mir (bis auf der, wo Reed seine Hand unter der Tür durchschob) und das Kostüm von "das Ding" gefiehl mir auch, denn irgendwo hab ich gelesen, dass man "Das Ding" besser mit dem Computer hätte machen sollen. Die Story, auch wenn sie gegenüber den Comics verändert wurde, gefiehl mir ganz gut, aber dennoch störten mich dort einige Punkte:

    - "Die Fantastischen Vier" konnten ihre Kräfte sofort nachdem sie sich aktiviert hatten beherschen, da hätte ich erwartrt, das sie damit ersteinmal Probleme gehabt hätten.

    - Reed hatte nachdem er seine Kräfte rückgängigmachen wollte kurz Probleme die Form zu halten, aber einige Stunden später, ohne das er irgendetwas machen musste, war alles wieder in Ordnung.

    - Man hat sich zu lange daran aufgehalten, die neuen Fähigkeiten rückgängig zumachen und in der zwischenzeit passierte zu wenig.

    - Die Liebesgeschichte zwischen Reed und Sue wirkte auch nicht so toll

    - "Das Ding" hat als erstes zu schnell seine Frau aufgegeben und sich auf eine neue Liebe eingelassen. Und dafür, dass er am Anfang unbedingt wieder normal werden wollte, hat er sich am Ende einfach entschieden, "Das Ding" zu bleiben, obwohl man die mutation hätte rückgängig machen können.

    Aber dennoch gefiehlen mir "Die Fantastischen Vier" sehr gut und ich freue mich auf einen zweiten Teil.
    Du .....Ja genau DU ! Schluß jetzt mit anonym Thread lesen..........Anmelden & Mitreden !!!



    P.S. Rechtschreibfehler sind gewollt und gehören zu meiner persönlichen Rechtschreibreform.

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