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Thema: Wenn Träume fliegen lernen

  1. #1
    Moderator Avatar von Amujan
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    Wenn Träume fliegen lernen
    (Finding Neverland)



    Originally posted by kino.de
    Im London des Jahres 1903 kommt dem in einer kreativen Krise befindlichen Bühnenautor James Matthew Barrie (Johnny Depp) die bald recht enge Freundschaft zu der schönen Witwe Sylvia Llewelyn Davies (Kate Winslet) und ihren vier Söhnen gerade recht, bringen ihn die aufgeweckten Kinder mit ihrer blühenden Phantasie doch auf die Idee zu "Peter Pan". Misstrauisch beäugt wird diese Entwicklung indes von Barries Auftraggeber Frohman (Dustin Hoffman), der mit dem scheinbaren Kinderstoff einen Flop fürchtet, Sylvias strenger Schwiegermama (Julie Christie) und auch Barries Ehefrau (Radha Mitchell).
    Meinung:

    So begab es sich, dass ich heute morgen um halb 7 im Frühstückskino, dass ich eben jenen wunderbaren Film über die Welt der Phantasie und Kinder die nicht erwachsen werden wollen bzw. es durch das Leben viel zu schnell werden.

    Johnny Depp als anfänglich erfolgloser Bühnenautor Jim Barrie gibt wiedereinmal eine Glanzleistung ab, so sind auch leise ruhige Filme und Charaktere sein Metier. Das Verbinden der Wirklichkeit mit Barrie's Phantasie die eine Erweiterung dessen ist, was er sieht, ist wirklich super umgesetzt.

    Ich hab mal wieder Rotz und Wasser geheult bei mehr als einer Gelegenheit. Dustin Hoffman als Barrie's Produzent sorgt für den comic relief den der Film manchmal durch fast erdrückende Traurigkeit bzw. Schönheit nötig hat. Die Hingabe mit der der im Herzen jung gebliebene Barrie den Davies' Kindern besonders dem kleinen Peter ihre Phantasie zurückgibt und dabei den ein oder anderen Erwachsenen mitreissen kann, ist beinahe schon selbst phantastisch und dass über die Nasenrümpfer der feinen Londoner Gesellschaft hinweg.

    So bleibt nur noch ein zu sagen: Peter Pan ist auch in Dir.

    von fünf von mir.

    Daten:

    Drama - USA/Großbritannien 2004
    FSK: Ohne Altersbeschränkung
    Länge: 101 Min.
    Buena Vista / Miramax
    dt. Filmseite
    seit (heute) 10.02.2005 im Kino


    Amu

  2. #2
    Super-Moderator Avatar von cornholio1980
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    Standard

    Hier mal mein Kurzreview:

    Das letzte Theaterstück, das James Barrie (Johnny Depp) verfasst hat, erhält vernichtende Kritiken und wird bereits nach der Premierenvorstellung eingestampft. Theaterproduzent Charles Frohman (Dustin Hoffman) ist darüber alles andere als glücklich und erwartet sich von Barrie beim nächsten Stück einen Hit. Wie üblich setzt sich Barrie zum Verfassen seines neuen Werkes auf eine Bank im nagegelegenen Park, und trifft dabei auf die Witwe Sylvia (Kate Winslet) und ihre vier Söhne. Vor allem der introvertierte Peter fasziniert Barrie, und die gemeinsame Erfahrung mit der Familie bietet ihm just jene Inspiration, die er so dringend benötigt. Doch Sylvia’s Mutter Emma du Maurier (Julie Christie). ist über die Einmischung von Barrie alles andere als erfreut, und auch seine Frau Mary (Radha Mitchell) zeigt sich sobald eifersüchtig und droht ihn zu verlassen, wenn er sich auch weiterhin mit der Familie trifft. Doch als immer deutlicher wird, dass die Familie rund um Sylvia kurz vor einem neuerlichen schweren Schicksalsschlag steht, wird Barrie klar, dass er ihnen nicht einfach den Rücken kehren kann. Einige Wochen später ist es dann soweit, und Barrie's Werk feiert endlich Premiere. Der Titel: Peter Pan...

    Was bei „Finding Neverland“ besticht, ist (ähnlich wie bereits bei „Big Fish“) die gelungene Verschmelzung von „Realität“ und Fiktion, die immer wieder in wunderschönen Bildern zelebriert wird. Eine der beeindruckendsten Einstellungen ist dabei jene auf dem Piratenschiff, dass nicht von echtem Wasser umgeben ist, sondern wie eine Theaterkulisse wirkt. Doch auch von dieser Szene abgesehen werden immer wieder einige "phantastische" Bilder präsentiert, und bei der privaten Vorstellung am Ende läuft man dann noch einmal zur Höchstform auf.

    Neben der Inszenierung wissen auch die schauspielerischen Leistungen zu gefallen. Jonny Depp liefert dabei eine gewohnt gute Performance ab, ohne sonderlich zu glänzen. Deutlich beeindruckender fand ich da schon die Leistung von Kate Winslet als Witwe, die verzweifelt versucht, ihren Kindern ihre Krankheit zu verheimlichen, <font class='spoiler'> und die dank Barrie’s Peter Pan einen letzten Augenblick des Glücks erleben darf </font>. Ebenfalls erwähnt werden müssen natürlich die Leistungen der Kinderdarsteller – insbesondere Freddie Highmore als Peter, dessen gelungene Performance die Geschichte erst glaubhaft und berührend macht.

    Apropos Geschichte... diese ist neben der Inszenierung wohl die größte Stärke des Films. Die Story ist sehr interessant und wird auf mitfühlende Art und Weise erzählt, ohne dabei all zu oft in übertrieben kitschige Gefilde abzugleiten. Und das Ende ist wirklich perfekt und dank der gelungenen Inszenierung auch sehr berührend.

    Fazit: „Finding Neverland“ ist ein faszinierender Film, in dem Realität und Fiktion miteinander verschmelzen. Als solcher muss er sich jedoch mit „Big Fish“ messen, und zieht dabei meiner Meinung nach (wenn auch knapp) den kürzeren. Nichtsdestotrotz sei dieser berührende Film über die Entstehung von „Peter Pan“ jedem etwas anspruchsvolleren Liebhaber des Mediums Film wärmstens empfohlen.
    Wertung: 8/10
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    Andreas Katsulas as G'Kar - Objects in Motion / The Lost Tales-Intro


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