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Thema: Star Trek - The Lost Era

  1. #1
    Dauerschreiber Avatar von Whyme
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    Standard Star Trek - The Lost Era

    So... jetzt will ich hier auch mal meinen Beitrag leisten.

    Vor kurzem bin ich beim Stöbern auf amazon.de auf die Buchreihe "Star Trek - The Lost Era" gestoßen. Dabei handelt es sich um 6 Romane, die die Lücke zwischen TOS und TNG füllen sollen. Dabei wird auf bekannte Haupt- und Nebencharaktere sowie auf bekannte Ereignisse zurückgegriffen. Einen roten Faden, der die Bücher verbindet, gibt es nicht.

    Ich werde hier die Bücher kurz vorstellen. Die Zusammenfassungen stammen z.T: von Amazon.

    Michael A. Martin - The Sundered (2298)
    Captain Hiraku Sulu of the USS Excelsior leads a dangerous mission into uncharted political waters. Unprecedented peace talks with the violently xenophobic Tholian Assembly trigger a deadly confrontation aboard the Excelsior.
    Quelle: amazon.de

    - Bekannte Charaktere: Sulu, Chekov, Chapel, Rand, Tuvok

    David R. George - Serpents among the Ruins (2311)
    Nach dem mißglückten Test eines neuen Antriebssystems steht die Föderation am Rande eines Krieges mit den Romulanern und den Klingonen. John Harriman, Captain der Enterprise B, entwickelt einen riskanten Plan um den Krieg zu verhindern.
    - Bekannte Charaktere: Harriman, Demora Sulu

    Keith R. A. DeCandido - The Art of the Impossible
    To the Cardassians, it is a point of pride. To the Klingons, a matter of honour. But the eighteen-year cold war between these two empires -- euphemistically remembered in later years as the Bretaka Nebula Incident -- creates a vortex of politics, diplomacy and counterintelligence that will define an age, and shape the future. What begins as a discovery that would enable the Klingon Empire to reclaim a lost piece of its past becomes a prolonged struggle with the rapidly expanding Cardassian Union, which has claimed dominion over a region of space that the Klingons hold sacred.
    Quelle: amazon.de

    - Curzon Dax, Colonel Worf (laut Titelbild), weitere möglich.

    Ilsa J. Bick - Well of Souls (2336)
    For twelve years she captained the flagship of the Federation. But while her exploits are legend, little has been revealed about Rachel Garrett, her vessel, or the unusual men and women of her crew. Until now. When the archeological find of the decade hints at an earlier Cardassian civilization, it attracts not merely academics and knowledge-seekers but also those with far less noble interests.
    Quelle: amazon.de

    - Bekannte Charaktere: Rachel Garrett, Richart Castillo

    Jeff Mariotte - Deny thy Father (2355 - 2357)
    In the wake of the Tholian attack that nearly cost him his life, civilian strategic consultant Kyle Riker becomes the target of an apparent conspiracy within Starfleet Command, forcing him off Earth and even beyond Federation territory to evade attempts on his life. But danger is never far off, even on a backwater world where Kyle's very name brings the promise of death. Meanwhile Kyle's estranged son Will is forging a career in Starfleet. And even as Kyle searches for the truth behind the events that have made him a fugitive, Will is running from his own demons
    Quelle: amazon.de


    Margaret Wander Bonnano - Catalyst of Sorrows (2360)
    A lethal Romulan-trained agent turns against her paymasters in order to prevent them from unleashing a terrifying biological holocaust. Admiral Uhura of Starfleet Intelligence sends the young Romulan to investigate with a team of special operatives: Dr Beverley Crusher, a young Lieutenant Benjamin Sisko and the Vulcan Lieutenant Tuvok.
    Quelle: amazon.de

    - Bekannte Charkatere: Uhura, Dr. Crusher, Benjamin Sisko, Tuvok, Dr. McCoy, Dr. Selar.

    Ich habe nicht alle Bücher gelesen. The Art of the Impossible und Deny thy Father haben mich einfach nicht interessiert, zu The Sundered und Well of Souls bin ich noch nicht gekommen. Daher kann ich nur meine persönliche Meinung zu Serpents among the Ruins und Catalyst of Sorrows abgeben.

    Serpents among the Ruins
    Achtung Spoiler!


    Catalyst of Sorrows
    Achtung Spoiler!


    Meine Rezensionen zu Well of Souls (lese ich gerade) und The Sundered werde ich nachliefern.

    Whyme
    I used to think it was awfull that life was so unfair. Then I thought wouldn't it be much worse if life were fair and all the terrible things that happen to us came because we deserve them? So now I take great comfort in the general hostility and unfairness of the universe.

  2. #2
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    Standard AW: Star Trek - The Lost Era

    So... Well of Souls ist beendet und hier nun meine Rezension:

    Well of Souls
    Achtung Spoiler!


    Whyme
    I used to think it was awfull that life was so unfair. Then I thought wouldn't it be much worse if life were fair and all the terrible things that happen to us came because we deserve them? So now I take great comfort in the general hostility and unfairness of the universe.

  3. #3
    Super-Moderator Avatar von cornholio1980
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    Standard AW: Star Trek - The Lost Era

    Ich hätte schwören können, ich hätt' meine Reviews zur Lost Era auch schon gepostet - na egal.

    Ich möcht nicht den ganzen Text einfärben, da es dadurch doch sehr unleserlich wird, daher hier mal eine grundsätzlich Spoiler-Warnung für die Handlung der Romane. Von den Serien wird indes wenig bis gar nichts vorweggenommen...

    The Lost Era - 2298: The Sundered

    Veröffentlichung: 2003, 384 Seiten
    Autoren: Michael A. Martin & Andy Mangels
    Verlag: Pocket Books



    Viele Jahre hatten sich die Tholianer eher verdeckt gehalten, nun scheinen sie plötzlich an einer Aufnahme in die Föderation interessiert zu sein. Die Excelsior, unter dem Kommando von Hikaru Sulu, soll die Botschafterin der Föderation zum Treffen begleiten. Zugleich erhält Sulu jedoch noch geheime Befehle: Der Geheimdienst der Sternenflotte vermutet, dass die Tholianer mit einem fremden Gegner Krieg führen (und dies auch der Hauptgrund für ihr Interesse ist, der Föderation beizutreten). Sulu soll mehr über diesen Konflikt in Erfahrung bringen – jedoch ohne dass die Tholianer davon erfahren. Doch die Botschafterin bekommt davon Wind und sieht es als ihre Verpflichtung an, die Tholianer darüber zu informieren, um die Verhandlungen nicht zu gefährden. Daraufhin werden die Verhandlungen vertagt, und Sulu empfiehlt, der Sache aus erster Hand auf dem Grund zu gehen und entlang der tholianischen Grenze zu patrouillieren, um möglichst viel über die Kämpfe und den unbekannten Angreifer herauszufinden. Als man entdeckt, dass eine Kolonie der Tholianer soeben angegriffen wird, entscheidet sich Sulu, einzugreifen und sich den unbekannten Feinden in den Weg zu stellen. Nach einem schweren Kampf wird schließlich eine der im All schwebenden Leichen der Angreifer an Bord geholt, um mehr über sie zu erfahren. Dabei macht Bordärztin Christine Chapel eine unglaubliche Entdeckung...

    Von der Zeit zwischen Kirk und Picard ist erstaunlich wenig bekannt. In TNG (und den weiteren Serien) wurden zwar hier und da ein paar Informationen geliefert, doch im Großen und Ganzen weiß man kaum etwas von diesen knapp 100 Jahren. Einige Star Trek-Autoren haben sich nun zusammengeschlossen, um diese Lücke zu füllen. Das Ergebnis sind 6 Romane, die sich mit wichtigen Ereignissen der ST-Geschichte innerhalb dieser verlorenen Ära befassen und auch die weitere Zukunft oder Vergangenheit einiger aus ST-bekannter Charaktere näher beleuchtet. In „The Sundered“ machen wir einen weiteren Besuch auf der Excelsior, wo wir nicht nur ein Wiedersehen mit Captain Sulu erleben, sondern mit einigen weiteren aus den Serien bekannten Figuren, wie Pavel Chekov (als 1. Offizier), Janice Rand, Christine Chapel und natürlich Tuvok (siehe VOY-Folge „Flashback“). Die Handlung ist dabei durchaus spannend und interessant, und kann mit einigen überraschenden Wendungen und interessanten Offenbarungen aufwarten. Sehr gelungen sind auch die Sprünge in die Vergangenheit, welche die Hintergründe des aktuellen Konflikts näher beleuchten und einige interessante Informationen liefern. Doch nicht nur die Idee hinter der Geschichte und ihre Erzählung, sondern auch die Charakterisierung weiß zu gefallen. So begehen die beiden Autoren nicht den Fehler, sich rein auf die Zugkraft ihrer Handlung zu verlassen, sondern würzen den Roman auch immer wieder mit einer Portion Charaktertiefe, insbesondere was Hikaru Sulu, Botschafterin Burgess und den problemgebeutelten Lojur betrifft. Insgesamt also ein durchaus empfehlenswerter Roman, der mich aber seltsamerweise trotz allem nicht ganz so begeistern konnte, wie es anderen ST-Romanen schon gelungen ist - weshalb ich ihm auch trotz des Fehlens nennenswerter Schwächen eine höhere Wertung vorenthalten muss.

    Fazit: Endlich macht man sich daran, die große Lücke zwischen Kirk und Picard zu füllen. "The Sundered" ist ein gelungener Einstieg in die "Lost Era"-Reihe, der mit guter Charakterisierung und einer interessanten Handlung besticht. Für eine bessere Bewertung fehlt aber irgendwie der letzte Kick...
    Wertung: 7/10



    The Lost Era - 2311: Serpents Among The Ruins

    Veröffentlichung: 2003, 366 Seiten
    Autor: David R. George III
    Verlag: Pocket Books



    Schon seit Monaten versuchen Botschafter der Föderation, des klingonischen Imperiums und dem romulanischen Reich, einen Friedensvertrag zwischen den drei Völkern zu vereinbaren – doch es scheitert immer wieder an Details. Der weitere Verlauf der Verhandlungen wird unter anderem dadurch erschwert, dass die Romulaner einen misslungenen Hyperwarp-Test der Föderation als Test für eine Massenvernichtungswaffe missinterpretieren. John Harriman, Captain der USS Enterprise und gemeinsam mit seinem Vater Urheber des Projektes, reist nach Algeron, um sowohl den Romulanern als auch den Klingonen alle Spezifikationen des Hyperwarp-Triebwerks offen zu legen und die beiden Parteien so von der Wahrheit rund um den Test zu überzeugen. Was jedoch sowohl die Klingonen, die Romulaner als auch die anderen Besatzungsmitglieder der Enterprise nicht wissen: All das ist ein ausgeklügelter Plan, um den lang ersehnten Frieden zwischen den 3 großen Mächten endlich Wirklichkeit werden zu lassen...

    Über den Vertrag von Algeron war bisher wenig bekannt – man wusste nur, dass Friedensvertrag zwischen Klingonen, Romulanern und der Föderation geschlossen wurde, und sich letztere dazu verpflichteten, keine Tarntechnologie herzustellen bzw. zu verwenden. Im 2. Roman der verlorenen Ära wird nun genauer geschildert, wie es zu diesem Vertrag kam – und angesichts der Tatsache, dass die verschiedenen Inkarnationen der Enterprise in der Geschichte von Star Trek fast immer eine entscheidende Rolle inne hatten, ist es nicht weiter verwunderlich, dass just John Harriman, Captain der Enterprise B, eine tragende Rolle in diesem Prozess zukommt. Die Schilderung eben jener Ereignisse erfolgt auf überwiegend interessante und spannende Art und Weise. Insbesondere die zahlreichen Rückblenden (wie die erste Begegnung zwischen Harriman und seinem Erzfeind Vokar) haben mir sehr gut gefallen, und sind insbesondere deshalb wichtig, da man von John Harriman, Demora Sulu und den anderen doch noch nicht so viel weiß und bei diesen Rückblenden mehr über sie erfährt – was wichtig ist, um so richtig mitfiebern zu können. Auch die Schilderung des Friedensprozesses an sich vermag durchaus zu gefallen, und auch wenn das "Komplott" rund um die Universe bzw. den Friedensvertrag an sich etwas vorhersehbar ist, bleibt es dennoch recht komplex und gelungen. Doch es gibt auch Schwächen: So war mir persönlich die letzte Mission auf dem romulanischen Flagschiff zu ausgedehnt und damit nicht spannend und packend genug. Hier hätte der Autor meines Erachtens doch ein wenig kürzen sollen, um sich etwas schneller durch die Handlung zu bewegen und mit dem Tempo auch die Spannung zu erhöhen. Der 2. größere Kritikpunkt bezieht sich auf die Entwicklung innerhalb des klingonischen Reichs. Kanzlerin Azetbur wird sowohl im 6. Star Trek-Film als auch in diesem Roman grundsätzlich als durchaus kluge und clevere Person dargestellt - die Intrige rund um das Attentat auf sie war aber derart klischeehaft und vor allem vorhersehbar, dass es dem Ansehen der Figur schon ein wenig schadet, dass sie das Komplott nicht früher durchschaut hat. Mich konnte der Autor damit jedenfalls überhaupt nicht überraschen...

    Fazit: Wer schon immer wissen wollte, wie es zum Vertrag von Algeron kam bzw. mehr von John Harriman und den Abenteuern der Enterprise B erfahren wollte, kommt an diesem trotz einiger Schwächen noch unterhaltsamen Roman nicht vorbei...
    Wertung: 6/10



    The Lost Era - 2328-2346: The Art of the Impossible

    Veröffentlichung: 2003, 350 Seiten
    Autor: Keith R.A. DeCandido
    Verlag: Pocket Books



    Die Cardassianer sind gerade in einer recht aggressiven Expansionsphase, und entdecken dabei den Planeten Raknal V. Auf seiner Oberfläche finden sie ein altes klingonisches Raumschiff – die Ch'gran. Die Klingonen, welche den Cardassianern nachspioniert haben, erfahren davon, und greifen die Cardassianer sofort an – ist dieses Raumschiff doch eine ihrer größten Legenden und somit heilig. Nach einem harten Kampf, bei dem viele Schiffe zerstört werden, schreitet die Föderation ein und hofft, eine friedliche Lösung im Streit um die Rechte für den Planeten zu finden. Der Botschafter Curzon Dax hat schließlich die Idee einer Art Wettbewerb: Sowohl Klingonen als auch Cardassianer sollen auf Raknal V eine Kolonie gründen – wer auch immer sich dabei besser schlägt, soll dann schließlich den gesamten Planeten erhalten. Diese Entscheidung löst einen Konflikt aus, der mehr als 15 Jahre andauert und weitreichende Auswirkungen auf beide Völker hat, und so wichtige Ereignisse wie das Kithomer-Massaker und dem Angriff der Romulaner auf Khitomer, dem die Enterprise C zum Opfer fällt, mitverursacht...

    Nach einem spannenden und gelungenen Einstieg wird dieser Roman leider etwas zäh. Der Teil auf der Enterprise (C) vermag leider nicht gerade zu begeistern, was wohl auch daran liegen dürfte, dass Troi's Vater und Curzon Dax nicht unbedingt zu den interessantesten Charakteren von Star Trek gehören. Leider versteht es auch der Autor nicht, uns diese Figuren wirklich näher zu bringen und sympathisch zu machen. Die von Curzon Dax gewählte "Lösung" für das Problem erscheint zudem ziemlich problematisch und unlogisch. Ich meine, warum spricht man den Klingonen nicht einfach die Rechte am Schiffswrack zu, und überlässt den Cardassianern den Planeten? Bei diesem Wettbewerb um den Planeten war doch nun wirklch schon von vornherein klar, dass das nicht gut gehen kann. Daher kann leider auch der Teil auf Raknal V nicht überzeugen - was sich leider im Großen und Ganzen durch den Rest des Romans zieht. Es gibt zwar immer wieder gute Momente (z.B.
    Achtung Spoiler!
    oder die Schilderung des Angriffs auf Kithomer), aber die meiste Zeit über gelingt es dem Roman nicht wirklich, zu packen und zu faszinieren, und so schleicht sich teilweise doch der eine oder andere Anflug von Langeweile ein. Und da das nicht mein erstes Buch von DeCandido ist und mich seine Romane bisher leider in den seltensten Fällen überzeugen konnte, wage ich mal die kühne (und vielleicht auch etwas unfair wirkende) Behauptung, dass ein anderer Autor aus dieser Idee einen besseren Roman hätte zaubern können...

    Fazit: Keith R.A. DeCandido gelingt es leider nicht, die an und für sich vielversprechende Handlung auch wirklich spannend und interessant zu verpacken. Zwar wird "The Art of the Impossible" nur relativ selten richtiggehend langweilig, dennoch gelingt es ihm nur in sehr wenigen Momenten, so richtig zu begeistern. Nichtsdestotrotz können Star Trek-Fans, die an der "verlorenen Ära" zwischen TOS und TNG interessiert sind, ruhig zugreifen, denn informativ ist dieser Roman allemal.
    Wertung: 4/10



    The Lost Era - 2336: Well of Souls

    Veröffentlichung: 2003, 465 Seiten
    Autorin: Ilsa J. Bick
    Verlag: Pocket Books



    Commander Halak, 1. Offizier an Bord der U.S.S. Enterprise NCC-1701-C, ist wenig erfreut, als ihn seine Freundin Batra während seines Landurlaubs auf Farius Prime überrascht - ist der Planet doch ein sehr gefährlicher Ort. Außerdem besucht er den Planeten, um einer alten Freundin zu helfen - eine Freundin aus jener Vergangenheit, die er gerne vergessen und hinter sich lassen würde. Seine Befürchtungen stellen sich schließlich als berechtigt heraus, als Batra bei einem Angriff ums Leben kommt. Nun muss sich Captain Garret mit einer Untersuchung der Vorfälle vom Geheimdienst von Starfleet auseinandersetzen - doch das ist längst nicht ihr einziges Problem. Das kühl-angespannte Verhältnis zu ihrem Ex-Mann und ihrem gemeinsamen Sohn macht ihr sehr zu schaffen. Diese befinden sich momentan auf dem Weg zu einen Planeten, auf dem sich alte cardassianische Ruinen befinden sollen. Man munkelt von einem geheimen Portal zwischen den Welten, dass den sofortigen Transfer von Personen über unvorstellbare Entfernungen ermöglichen soll. Doch als die beiden auf dem Planeten ankommen, müssen sie erkennen, dass weitaus hinterlistiges dahintersteckt - handelt es sich doch bei dem Portal um die einzige Möglichkeit für eine mächtige und feindliche Rasse, wieder in ein normales Leben zurückzukehren - wofür sie jedoch Wirte brauchen...

    „Well of Souls“ war wohl eindeutig eine meiner seltsamsten Leseerfahrungen in meinen noch jungen (Wer lacht da?!?!?!) Leben. Es gibt ja immer wieder mal Bücher, die sind so schlecht, dass man sich richtiggehend durchquälen muss ("Palpatines Auge" kommt mir da in den Sinn) - das ist weder etwas neues noch etwas besonderes. Was "Well of Souls" aber für mich nun so einzigartig macht, sind 2 Dinge. 1.: Das Buch war nicht gleich von Anfang an schlecht, ganz im Gegenteil. Die ersten 100 - 150 Seiten habe ich richtiggehend verschlungen. Doch aus irgend einem Grund ging's danach rasant bergab - womit wir schon bei Punkt 2 wären: Ich kann eigentlich nicht mal richtig begründen, woran es lag. Praktisch von einer Seite auf die nächste habe ich einfach das Interesse am Roman verloren und demnach eigentlich auch wenig Lust, noch weiterzulesen. Vielleicht lag es daran, dass ich ab einem gewissen Punkt schon relativ genau vorhersagen konnte, wohin sich die Story entwickeln wird, und diese wenig gelungen und realistisch fand. Auch wurde mir der etwas ausschweifende Stil was die Gedanken der handelnden Figuren betrifft, der mir zu Beginn noch durchaus gefallen konnte, einfach mit der Zeit zu viel und ich wurde dessen überdrüssig. Generell kann man festhalten, dass sich die ersten 150 Seiten recht schnell entwickeln, aber danach schläft die Handlung einfach etwas ein, es dauert einfach viel zu lang, bis endlich wieder etwas passiert. Eben das drückt auf die Spannung und so natürlich auch auf das Lesevergnügen. Auch fühlte ich mich bei der Grundidee rund um die "Götter" und deren Übernahme von anderen Wesen sehr an die Konzeption der Goa'Uld aus "Stargate" erinnert. Die sehr vorhersehbare Entwicklung sowie ein paar wirklich saudämliche Aktionen der Charaktere (beide Kritikpunkt beziehen sich insbesondere auf das Ende im Grabmal) geben dem Roman dann schließlich den Rest.

    Fazit: Eine so extreme Wandlung eines Romans von einem faszinierenden und interessanten Lesevergnügen zu einem teilweise richtiggehend nervenden Langweiler habe ich noch nie erlebt. Aufgrund des starken ersten Drittels kann ich jedoch trotz der danach folgenden Frustration eine schlechtere Wertung als 3/10 nicht verantworten...
    Wertung: 3/10



    The Lost Era - 2355-2357: Deny Thy Father

    Veröffentlichung: 2003, 351 Seiten
    Autorin: Jeff Mariotte
    Verlag: Pocket Books



    Auf Kyle Riker wird ein Mordanschlag verübt, es gelingt ihm jedoch, den Attentäter zu überwältigen. Am nächsten Tag sieht er sich einem weiteren Problem gegenüber: Er wird verdächtigt, für das Massaker auf der Starbase 311 verantwortlich zu sein, bei der eine Vielzahl Zivilisten und Starfleet-Typen durch einen Angriff der Tholianer ihr Leben verloren haben und das Riker als einziger überlebt hat. Nach einem weiteren Anschlag beschließt er schließlich unterzutauchen, und setzt sich auf den Planeten Hazimot ab. Dort lernt er Michelle kennen, in die er sich verliebt - nicht wissend, dass sie eine Widerstandsbewegung gegen die korrupte Regierung anführt. Als sie ihn schließlich einweiht, willigt er ein, sein taktisches und strategisches Geschick in die Gruppe einzubringen. Doch die erste richtige Aktion der Bewegung löst eine weitaus größere und schrecklichere Reaktion aus, als man das vermutet hätte, und die gesamte Gruppe, einschließlich Michelle, wird kaltblütig ermordet. Kyle Riker beschließt daraufhin, wieder zur Erde zurückzukehren, um dem Komplott endlich auf die Spur zu kommen und die Verantwortlichen zu stellen. Währenddessen verfolgen wir den Werdegang seines Sohnes Will an der Akademie, von der ersten großen Testmission in San Francisco (bei der nicht alles so läuft wie geplant) über seine erste Liebe bin hin zu seinem ersten Einsatz auf der U.S.S. Pegasus.

    Auch wenn ich mich bei meiner Inhaltsangabe sehr auf die Handlung rund um Kyle Riker konzentriert habe, sind beide Handlungsstränge vom Umfang her eigentlich recht ähnlich verteilt. Qualitativ gibt's aber für mich deutliche Unterschiede, denn während mir Will's Handlung durchaus gefallen hat, konnte mich die Story rund um Kyle weniger überzeugen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, der einzige Sinn seines Ausflugs nach Hazimot wäre es, seinen Handlungsstrang auf mehrere Jahre auszudehnen, um ihn ohne Probleme mit Will's Jahren auf der Akademie parallel verlaufen lassen zu können. Allerdings erscheint es daher für mich sehr konstruiert und daher wenig überzeugend. Generell war die Handlung rund um Kyle wenig interessant oder gar mitreißend. Schon deutlich besser konnte mir da Will's Story an der Akademie gefallen - vor allem zu Beginn. Danach verfällt der Autor leider zunehmend in typische Klischees und einige unnachvollziehbare Entwicklungen. So konnte ich Will's Entscheidung bezüglich seines Freundes an der Akademie absolut nachvollziehen und war voll und ganz auf seiner Seite - weshalb ich auch überhaupt nicht verstehen konnte, warum seine Freundin gar so abweisend reagiert hat. Als er dann kurz darauf auch SIE abserviert hat, war ich jedoch ganz schön perplex, da ich wiederum diesen Schritt NICHT nachvollziehen konnte - und so habe ich mich dabei ertappt, mich mit beiden Seiten irgendwie nicht so recht anfreunden zu können. Der Teil danach mit Will's erster Mission auf der Pegasus war dafür aber wieder sehr gelungen.

    Fazit: Alles in allem ein etwas durchwachsenes Lesevergnügen, dass ich als "Nett, aber nicht überragend" einstufen würde, und bei dem sich die positiven und die negativen Aspekte ziemlich die Waage halten...
    Wertung: 5/10



    The Lost Era - 2360: Catalyst of Sorrows

    Veröffentlichung: 2004, 334 Seiten
    Autorin: Margaret Wander Bonanno
    Verlag: Pocket Books



    An der Grenze zwischen der Föderation und dem romulanischen Raum grassiert eine neue Krankheit, die zu 100% tödlich ist, und bereits tausende von Lebewesen dahingerafft hat. Von einer alten Freundin auf der anderen Seite der romulanischen Grenze erhält die Chefin des Geheimdienstes der Föderation, Uhura, über geheime Kanäle Hinweise darauf, dass die Krankheit kein natürliches Phänomen, sondern künstlich erzeugt sein könnte. Sie beauftragt daraufhin die führenden Experten der Medizin, Dr. Crusher, Dr. Selar sowie ihren alten Freund Dr. McCoy, um das Virus zu erforschen und nach einem Heilmittel zu suchen. Doch schon bald wird klar, dass sie jemanden auf eine geheime Mission schicken muss, um die Krankheit vor Ort zu erforschen. Ihr alter Freund Curzon Dax weist sie auf einen jungen Offizier hin, der seines Erachtens ideal für diesen Auftrag wäre: Benjamin Sisko. Gemeinsam mit Tuvok, Dr. Selar und der Romulanerin Zetha bricht er schließlich auf, um die Hintergründe hinter dem Virus aufzudecken und ein Heilmittel zu finden, ehe sich die Krankheit noch weiter ausbreitet und auch die Kernwelten der Föderation bzw. der Romulaner bedroht...

    Viel gibt es über diesen Roman nicht gerade zu sagen. Trotz der Idee rund um einen tödlichen Virus, der durchaus Potential für berührende Momente, Spannung und etwas Tiefgang bieten würde, bleibt „Catalyst of Sorrows“ doch recht oberflächlich und belanglos. Die Handlung plätschert eher gemächlich und auch nicht allzu packend vor sich hin, nur von gelegentlichen wirklich gelungenen Momenten unterbrochen. Zwischen diesen kurzen Momenten herrscht aber leider nur eher durchschnittliches Lesevergnügen vor, welches teilweise sogar in richtige Langeweile ausartet. Woran das nun genau lag kann ich leider selbst nicht sagen - Fakt ist einfach, dass mich dieser Roman zu keinem Zeitpunkt wirklich packen konnte, dass mich die Handlung nie wirklich interessiert hat. Zumindest jedoch hat mich der 6. Teil der Reihe, im Gegensatz zu "Well of Souls" auch nie richtiggehend genervt - ist ja auch etwas. Jedenfalls kann ich "Catalyst of Sorrows" nicht wirklich empfehlen - auch wenn eindeutig festgestellt werden muss, dass es noch deutlich schlechtere (Star Trek-)Romane gibt...

    Fazit: Als nettes, lockeres Lesevergnügen zwischendurch für Star Trek-Fans zwar durchaus geeignet, versäumt man jedoch selbst als Trekkie nichts, wenn man diesen Roman nicht gelesen hat.
    Wertung: 4/10
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    "I believe that when we leave a place, part of it goes with us, and part of us remains. Go anywhere in this station, when it is quiet, and just listen. After a while you will hear the echos of all our conversations, every thought and word we've exchanged. Long after we're gone, our voices will linger in these walls."
    Andreas Katsulas as G'Kar - Objects in Motion / The Lost Tales-Intro


  4. #4
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    Standard AW: Star Trek - The Lost Era

    Inzwischen ist ja mit The Buried Age ein weiterer Roman aus der Lost Era erschienen. Diesmal geht es um Jean Luc Picard und die Zeit zwischen dem Verlust der Stargazer und dem Start von TNG.

    Das Buch fängt spannend an. Man wird Zeuge, die die Stargazer von den Ferengi angegriffen wird und Picard gezwungen ist, das Schiff aufzugeben. Sein Plan zur Vernichtung des Schiffes schlägt jedoch vor, was der Grund für das darauf folgende Kriegsgerichtsverfahren ist. Auch dieses ist spannend in Szene gesetzt.

    Danach beginnt die eigentliche Handlung des Buches. Picard hat eine Auszeit von der Sternenflotte genommen und unterrichtet an der Universität von Alpha Centauri Archäologie, wo er zeitgleich auch an seiner Doktorarbeit schreibt. Von Guinan erhält er einen Tipp und kommt so auf die Spur einer alten Hochzivilisation die plötzlich spurlos verschwunden ist.

    Dieses Forschungsprojekt begleitet uns weiter durch das ganze Buch. Anders als in den anderen Lost Era Büchern steht hier jedoch kein fester Personenkreis im Mittelpunkt sondern lediglich Picard, der in den verschiedenen Abschnitten des Buches (und damit auch seines Forschungsprojektes) mit verschiedenen Leuten zusammenarbeitet, von denen man einige halt kennt. So wird er im Kriegsgerichtsprozess von Commander T'Lara vertreten, die in der 4. Staffel von DS9 als Admiral in einem Prozess gegen Worf den Vorsitzt hat. Die Anklage wird von Commander Philippa Louvois vertreten, die in der zweiten Staffel von TNG als Captain darüber entscheiden durfte von Data nun Eigentum der Sternenflotte sei oder nicht. Im Verlauf des Buches erlebt man noch Lt. Kathryn Janeway und Lt. Data und, soweit ich das mitbekommen habe, noch Deanna Troi. letzteres kann ich nicht mit Sicherheit sagen, da ich den Roman nicht zuende gelesen habe.

    Daran kann man schon ablesen, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Das lag vor allem am Handlungsaufbau. Was hier als ein Buch verkauft wurde, war eigentlich eine Sammlung von Kurzgeschichten. Jeder Teil des Buches hat seine eigene Spannungskurve und könnte auch für sich alleine bestehen. Es fehlt zwar nicht wirklich der Rote Faden aber die Situation in dem Roman ändert sich alle Nase lang sodass man sich ständig umstellen muss. Das lenkt von der Handlung ab.

    MfG
    Whyme
    I used to think it was awfull that life was so unfair. Then I thought wouldn't it be much worse if life were fair and all the terrible things that happen to us came because we deserve them? So now I take great comfort in the general hostility and unfairness of the universe.

  5. #5
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    Standard AW: Star Trek - The Lost Era

    Ich lese ihn gerade, insofern habe ich gleich mal zum lesen aufgehört, um mir nichts zu spoilern .

    Im übrigen werde ich in den nächsten Wochen jweils montags zuerst reviews zur Stargazer-Reihe (inkl. "The Valiant") und danach zur Lost Era (die oben geposteten & "The Buried Age") auf fictionbox.de veröffentlichen. Für alle Interessierten
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    "I believe that when we leave a place, part of it goes with us, and part of us remains. Go anywhere in this station, when it is quiet, and just listen. After a while you will hear the echos of all our conversations, every thought and word we've exchanged. Long after we're gone, our voices will linger in these walls."
    Andreas Katsulas as G'Kar - Objects in Motion / The Lost Tales-Intro


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