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Thema: Scullbreaker

  1. #1
    Warmgepostet Avatar von cronos
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    eine kleine story, die an das X-Universum angelehnt ist. hoffe sie gefällt euch und geizt nicht mit Kritik

    mittlerweile hab ich die dinger online gestellt: http://www.members.aon.at/mad-one/stories/...ullbreakers.htm

    Prolog


    Pavel Yerenski, Verwalter von Argon Prime, saß in einem luxuriös gepolsterten Drehstuhl hinter seinem Schreibtisch. In Gedanken versunken betrachtete er das Glas Bier in seiner Hand. Die Sonnenstrahlen durchdrangen das Glas und den Inhalt und zeichneten farbige Muster auf die Tischplatte aus massiven Mahoa Holz. Ihm gegenüber saß eine schlanke, brünette Frau, die darauf wartete, dass er das Gespräch eröffnet. Sally Kilgore, seine Wahlkampf-Managerin sollte ihn Vorschläge unterbreiten, wie man neue Stimmen gewinnen könne. Seit zwei Jahren hatte er das Amt inne und hatte sich nur durchschnittlich geschlagen.
    „Also Sally, was haben Sie für mich?“, eröffnete er das Gespräch und blickte sie direkt an.
    Sie drückte ein paar Tasten auf ihrem Minicomputer und holte tief Luft. „Ich habe mir ein paar Möglichkeiten ausgedacht. Erstens: Yori, eine Kleinstadt mit circa drei Millionen Einwohner auf der südlichen Halbkugel von Argon Prime hat noch keine Gen-Klinik. Wenn wir ihnen eine hinstellen, werden wir wahrscheinlich eineinhalb Millionen Stimmen bekommen. Der Nachteil, uns kostet es Unsummen, die Klinik aufzustellen, die Unterhaltung könnte zu dreiundachtzig Prozent Yori übernehmen, der Rest würde uns anfallen.“
    Pavel machte ein nachdenkliches Gesicht. Gen Kliniken wurden in allen größeren Städten gebaut, die sie sich leisten konnten. Sie dienen dazu, Gendefekte bei Argonen zu erkennen und auszurotten, sowie sie an die herrschenden Umweltbedingungen anzupassen. Dabei wird aber genau Kontrolliert, ob nicht ein größenwahnsinniger Gentechniker Superargonen züchtet. Finanziert wurden sie von der Steuer. Ein Teil der Gesundheitssteuer wurde zurückgelegt, solange, bis man genügend Geld hatte, um die Klinik zu bauen. Danach wurde der Prozentsatz wieder angepasst und daraus die Klinik unterhalten. Normalerweise werden die nicht in Kleinstädten gebaut, da sie einfach zu teuer sind, aber Yori ist eine sehr produktive Stadt, und in ein paar Jahren könnte sie die Kosten selbst übernehmen. In circa zehn Jahren hätten sie sogar ihre Eigene gebaut.
    „Und die Zweite?“ Fragte der Verwalter.
    „Die Zweite Möglichkeit besteht darin, für ein bisschen Ruhe im System zu sorgen. Seitdem letzten Xenon Angriff vor eineinhalb Jahren ist die Aktivität der Piraten enorm angestiegen. Ist ja auch kein Wunder, wenn die Navy sie nicht jagen darf. Und wir haben einfach viel zu wenige Polizeischiffe um jeden verfluchten Frachter zu eskortieren. Es leben knapp ein Drittel der Bevölkerung von Argon Prime im All, arbeiten in Fabriken, fliegen Transporter und sie fürchten sich alle vor den Piraten. Wenn Sie ein paar öffentlich vor Gericht stellen und für immer aus der Welt schaffen...“, sie ließ ihre Stimme vielsagend verebben.
    Pavel hob interessiert die Augenbrauen. „Klingt nicht schlecht, haben Sie da schon was konkretes im Auge?“
    „Es gibt verschiedene Gruppen von Piraten, die regelmäßig Transporter im System ausrauben. Wenn wir einen Köder auslegen, wird eine davon anbeißen.“
    „Das klingt gut. Das ist die Arbeit für eine Spezialeinheit, die Fehlschläge vertuschen kann, sollten sie Erfolg haben, wird das einem Polizeigeschwader mit einer Tasche Geld in die Schuhe geschoben.“ Er drückte ein paar Knöpfe an seinem Terminal, dessen Display sich sogleich erhellte. „Bestellen Sie die Task Force Ikarus morgen um Zehn Uhr in mein Büro.“ Nach dem die Frau auf dem Bildschirm genickt hatte, beendete er die Verbindung.



    Last edited by cronos at 12.11.2002, 19:01
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  2. #2
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    und hier das 1. Kapitel


    Kapitel 1: Die Falle

    „Scann abgeschlossen.“ Meldete der Bordcomputer John „Raider“ Archer, dem Piloten der Argon Discoverer, auf der ein gespaltener Totenkopf prangte. Raider sah sich die Auflistung an:

    Typ: Argon Lifter
    Pilot: Roul Silvestri
    Kennung: ATS-ADTt-0354
    Standort: Argon Prime
    Heimat: Argon Ausrüstungsdock Wolkenbasis Süd-Ost
    Ziel: Argon Ausrüstungsdock Wolkenbasis Süd-Ost
    Schilde: 50.000.000 W
    Ladung: 2x 25 Schilde, 2 installiert
    70 Alpha Impuls-Strahlen Emitter

    „Mann, siebzig Alpha ISE’s. Das bringt Kohle.“ Dachte sich Raider, während er einen Kanal zu den anderen vier Discoverer öffnete. „O.K. Jungs, Ziel ist der Lifter ATS-ADTt-0354. Hat siebzig Alpha ISE geladen. Wir machen es wie immer.“
    Die Formation, bestehend aus fünf Argon Discoverer, nahm Kurs auf ihr Opfer und näherte sich ihm mit mittlerer Beschleunigung. Als der Abstand des Geschwaders zum Ziel nur noch fünf Kilometer betrug, öffnete Raider den Comm-Kanal.
    „Wirf schön brav deine Fracht ab und wir lassen dich am Leben&#33;“
    „Ihr verdammten Hobby-Piraten. Geht und übt zuerst an einem Asteroiden&#33; Meine Fracht bekommt ihr nie&#33;“ War die Antwort von von dem Piloten. Damit hatte Raider gerechnet.
    Als die Staffel in Feuerreichweite war, eröffneten alle gleichzeitig das Feuer. Impulsstrahlen, nur Bruchteile von Sekunden als helle Lichterscheinungen zu erkennen, ließen die starken Schilde des Transporters milchig glühen. Die Ziel-Anzeigen der Schildenergie, welche sich Raider in seinem Cockpit ansah, sanken. Kaum waren sie auf 25 Prozent gefallen, wurde das Feuer eingestellt. Raider wollte gerade den Frachter wieder anfunken, als er durch die Lautsprecher Fred „Eagle“ Mansar’s Stimme hörte: „Scheiße&#33; Mich hat eine Rakete erwischt. Ich steig aus&#33;“ Er prüfte sein Gravidar und erkannte sechs Discos, die aber keine Polizeikennung hatten.
    „Achtung, Rakete im Anflug&#33;“ Ertönte die Stimme des Bordcomputers. Raider benutzte die lateralen Triebwerke um den Transporter auszuweichen, warf ein paar Täuschkörper ab und ließ die Triebwerke unter Volllast aufheulen, während er noch die Boost-Düsen zuschaltete. Seine Disco machte einen Satz wie ein wildgewordenes Raubtier nach vorne, die Rakete ließ sich von einem der Düppel ablenken. „Das sind Bullen&#33; Angreifen&#33;“ Brüllte er in das Mikro. Sein Blick wanderte auf das Gravidar, bemerkte eine feindliche Disco hinter ihm und stellte schockiert fest, dass Anno „Magic“ Landrett ebenfalls ausgestiegen ist. Raider wendete seine Disco um 180 Grad und schoss ein paar Salven auf den Feind, gefolgt von einer Libelle. Der Pilot des Polizeischiffes war zu beschäftigt, um den Impulsstrahlen auszuweichen und bemerkte nicht auf ihn zukommende Libelle und verging in einem gleißenden Feuerball.
    Raider stieß einen fürchterlichen Fluch aus, als er die Stimme von Craig „Hicks“ Stimson hörte, die berichtete dass er ebenfalls in seiner Rettungskapsel das Schiff verließ.
    „Stotty, geh in Formation, wir hauen über das Südtor ab&#33;“ Brüllte er in das Mikro.
    „Und was ist mit den Anderen? Wir sollten sie da rausholen.“ Meinte Stott „Stotty“ Webster.
    „Wenn wir die auflesen haben die uns auch am Arsch&#33; Kurs auf das Südtor nehmen und mit mir in Formation gehen&#33;“ Wiederholte Raider.
    Das Südtor war noch gute 100.000 Kilometer entfernt, die Flugzeit würde circa fünfundvierzig Minuten betragen.
    Raiders Disco nahm Kurs mit 70 Prozent Schub auf das Südtor. Als Stottys Disco sieben Minuten später aufgeschlossen hatte, auf der auch ein gespaltener Totenkopf prangte, heulten die Maschinen unter Volllast auf.
    „Zwei Bullen verfolgen uns&#33;“ Berichtete Stotty gehetzt.
    „Verdammt, die werden uns in circa neun Minuten eingeholt haben, selbst wenn wir unsere Triebwerke kurzfristig auf einhundertzwanzig Prozent arbeiten lassen, und sie uns nicht durchbrennen, können wir sie nicht abhängen. Warte mal...“ er prüfte ein paar Anzeigen, „diese Idioten sind in Formation, halten genau unsere Kiellinie. Mach die Squash Minen scharf, Annäherungssensoren abschalten&#33;“
    „Was hast du vor?“
    „Abwerfen auf mein Kommando, die werden sich noch wundern&#33;“ Raider hatte ein höllisches Grinsen aufgesetzt.
    Die Geschwindigkeit würde 22 Kilometer pro Sekunde betragen, wenn die Feinde in Feuerreichweite waren, würden sie in die Minen rasen, ohne Zeit zu haben um zu reagieren.
    Die Discos waren nun auf fünf Kilometer herangekommen, Geschwindigkeit betrug 19,785 km/s und stieg stetig. „Jetzt&#33;“ Brüllte Raider, und drückte den Knopf, um die Mine abzuwerfen. Millisekunden später verwandelten sich die Polizeischiffe in Feuerbälle, zuerst das Rechte, dann das Linke.
    „Mann, du hast dir aber Zeit gelassen.“ Meckerte Raider.
    „Hab ihn immerhin noch erwischt. Verdammt noch mal, die haben uns in die Falle gelockt?“ Stellte Stotty gereizt fest.
    „Jetzt wo du es sagst, siebzig Alpha Impulsstrahlen Emitter, und ohne Eskorte. Da kann man einfach nicht nein sagen.“
    „Jepp, die Regierung hat auf uns eine schöne Summe Kopfgeld ausgesetzt. Eine viertel Million lebend, die hälfte tot. Nachdem wir drei Bullen gegrillt haben kommt sicher noch etwas dazu. Was machen wir jetzt?“
    „Wir fliegen zur Piratenbasis im Erzgürtel, dann sehen wir weiter.“
    „Was glaubst du passiert mit Eagle, Magic und Hicks?“
    „Die werden sie erst mal vors Föderations- Gericht auf Argon Prime stellen. Höchstwahrscheinlich Todesstrafe.“
    „Scheiße&#33; Hey, warte mal, glaubst du ein Anwalt könnte für sie lebenslänglich rausboxen?“
    „Der müsste verdammt gut sein, und verdammt korrupt.“
    „Du wirst es nicht glauben, aber so einer schuldet mir noch einen Gefallen.“
    „Wie hast du denn das angestellt? Du meidest diese Blutsauger wie die Pest und ich musste dich schon einmal zurückhalten, als du einen mal abknallen wolltest?“
    „Der Typ sah nicht aus wie ein Anwalt, und er hatte eine Schlägerei in einer Kneipe mit den Dario Brüdern.“ Die Dario Brüder mischten sich einmal in die Geschäfte des Scullbreaker-Squads ein und standen seitdem auf deren Abschussliste. Vor einem halben Jahr gab es einen Kampf gegen die Brüder, keiner von ihnen hatte überlebt.
    „Das erklärt alles. O.K., wenn in der Piratenbasis gelandet sind, sehen wir weiter. Sprung nach Heimat des Lichts in fünf Minuten. Nach dem Sprung sofort Ersatz ID aktivieren. Ich zeichne noch die Daten der Bullen auf, das bringt uns noch ein schönes Sümmchen bei der Pirates Galactic News Network ein.“
    Das Sprungtor kam immer näher, und das künstliche Wurmloch verschluckte den Rest des Scullbreaker-Squads.
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  3. #3
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    nach langer Zeit das 2. Kapitel, wo ich die bösewichter vorstelle.

    viel spass



    Kapitel 2 – Task Force Ikarus


    Andrew Blanding ging schnellen Schrittes den Gang entlang. Er hatte heute noch eine Besprechung mit Task Force Ikarus, seiner Task Force, die gestern drei gute Polizisten verloren hatte. Er hatte in dieser Nacht schlecht geschlafen, und war nun hundemüde. Immer wieder hatte er von dem Kampf mit den Piraten geträumt, wie Calvin Granstons Discoverer von einer Rakete getroffen wurde und in einen Feuerball verging. Seine Leiche trieb nun in Fetzen gerissen und tiefgefroren durch die unendlichen kalten Einöden des Alls. Der Tod von Mak Paulk und Allen Shemais belastete ihn nicht so sehr. Diese Idioten waren selbst Schuld, wenn sie Schiffe direkt in der Kiellinie verfolgen. Man braucht dann nur noch etwas abzuwerfen, etwa eine Mine.
    „Mr. Blanding, kann ich Sie einen Augenblick unter vier Augen sprechen?“ fragte eine Stimme, die Andrew aus seinen Gedanken holte. Er stand nun vor dem Besprechungsraum und blickte Mr. Donovan, dem Oberkommandierenden der Task Forces in Argon Prime, in das Gesicht. „Natürlich, Sir“, antwortete er. „Wie geht es Ihnen? Sie sehen aus als hätten Sie die ganze Nacht nicht geschlafen.“ Donovan musterte ihn mit mitfühlenden Augen „Nicht mal lange genug, um meinen Rausch auszuschlafen. Und dieses Ausnüchterungszeug ist einfach schrecklich.“ Donovan grinste. Er war auch einmal Kommandant einer Task Force gewesen, und hatte ebenfalls unter dem Verlust von Partnern gelitten. Mit manchen war er sogar befreundet gewesen.
    „Kommen wir gleich zur Sache: Sie wissen, dass diese Operation höchste Priorität hat, und dass ich alles daran setzen werde, damit sie erfolgreich abgeschlossen wird. Ich weiß, das Calvin Ihr Freund war, und dass Sie nun alles daran setzten werden, um Ihn zu rächen. Aber wir brauchen die Mistkerle lebendig, damit wir ihnen den Prozess vor laufenden Holokameras den machen können. Der Verwalter braucht die Stimmen für die Neuwahlen. Sie müssen mir versprechen, dass Sie sie nicht töten. Ich kann veranlassen, dass Sie den Hebel umlegen.“, sagte Mr. Donovan mit ruhiger Stimme.
    „Solange eine Todesstrafe unausweichlich für die Mistkerle ist, werd ich sie verschonen. Aber ich habe drei Leute verloren. Mit halber Stärke kann ich Ikarus einfach nicht effizient einsetzen.“
    „Ich habe bereits zwei Ersatzleute zugeteilt. Allerdings habe ich niemanden mit genug Kompetenz gefunden um Ellen Shemais zu ersetzen. Aber lassen wir nun die Anderen nicht länger warten und beginnen endlich mit der Konferenz.“ Donovan öffnete die Tür zum Konferenzraum und schritt hindurch.

    „Meine Herren, ich muss Ihnen hoffentlich nicht noch mal sagen, wie wichtig diese Operation ist. Um Ihre Verluste auszugleichen habe ich George Fremont und Raul Brigham der Task Force Ikarus zugeteilt. Mr. Fremont ist Experte im Aufspüren von Leuten, während Mr. Brigham bei der Mordkommission einen Sechsten Sinn entwickelt hat, um Hinweise zu finden. Beide erfüllen die Grundvorraussetzungen, um in einer Task Force zu arbeiten. Des weiteren habe ich veranlasst, dass Sie überall im argonischen Territorium Zugang zu der besten Ausrüstung haben. Polizeistationen sind verpflichtet, Ihnen alles zu geben, was Sie brauchen. Bei der Flotte können Sie ebenfalls um Hilfe bitten, allerdings hat die Sicherheit vor Xenonangriffen Vorrang. Die Kommandeure müssen Ihnen das Equipment nicht aushändigen. Gibt es noch Fragen?“ Mr. Donovan schaute in die Runde. Alle schüttelten den Kopf oder gaben ein murmelndes „Nein“ von sich. „Gut. Ich erwart noch einen Bericht über diese Konferenz und ihre zukünftige Vorgehensweise. Auf Wiedersehen.“ Mit diesen Worten verließ er den Raum.
    Andrew blickte in die Runde. Dass nur Männer im Team waren, konnte er nur gut heißen. Früher sind ab und zu ein paar Kommentare gefallen, welche die Frauen nicht gerade gut hießen. Und dadurch litt die Zusammenarbeit. Aber nun hatte er einen Weg zu finden, wie man zwei vogelfreie Piraten auffinden kann, die genau wissen, dass sie gesucht werden. Aber sie wissen nicht, wer hinter ihnen her ist, dachte er und setzte ein höllisches Grinsen auf. „Also gut. Bevor wir anfangen, sollten wir uns noch vorstellen.“, er nickte den Neuen zu. „Ich bin Andrew Blanding, der Kommandant von Ikarus und mein Spezialgebiet ist der Raumkampf. Zu meiner Rechten sitzt Hiro Yamata, er ist unser Spezialist in Sachen Elektronik und Computer. Zu meiner Linken sitzt Paul Warner, er war früher bei den Marines und ist jetzt unser Mann für den Bodenkampf.“ Er verstummte und sah Fremont auffordernd an.
    „Im Grunde hat Mr. Donovan bereits alles wichtige über uns gesagt. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass wir die einzigen Überlebenden von Agamennon sind.“ Task Force Agamennon war unter den besten Zehn.
    „Fangen wir nun an. Wenn wir den Angriff analysieren,“ er schaltete den Holoprojektor in der Mitte des Tisches ein, der das Gefecht darstellte, „dann werden wir erkennen, das wir es nicht mit Hobbypiraten zu tun haben. Der Angriff auf unseren Köder könnte fast von einer Gruppe Navy-Piloten stammen. Der kurze Schusswechsel zwischen Bogey Eins und Calvin Granstons Disco deutet darauf hin, das wenigstens er eine gute Ausbildung genossen hat. Der Rückzug deutet darauf hin, dass sie die Situation einschätzen und auch gewisse Maßnahmen ergreifen können. Wenn wir sie erwischen wollen, müssen wir verdammt vorsichtig sein.“ Blanding überdachte noch mal seine Worte und nickte schließlich, um den anderen das Wort zu erteilen. „Sir,“, meldete sich Raul Brigham, „Ich habe die Aufzeichnungen mit denen in der Datenbank verglichen, und habe siebzehn Berichte von Frachtschiffen gefunden, in denen die gleiche Taktik angewnd wurde. Die Frachter wurden bis aufs letzte ausgeraubt, aber den Besatzungen geschah nichts.“
    „Wenigstens sind sie keine Vergewaltiger und Mörder.“, meinte Paul.
    „Sie vergewaltigen zwar niemand, aber knallen Frachter ab, die nichts rausrücken wollen. Der Skipper unseres Köders erhielt vor dem Angriff die Aufforderung, seine Fracht abzuwerfen. Sehen sie hier:“, er deutete auf das Hologramm in der Mitte des Tisches, wo ein schwarzer, gespaltener Totenkopf auf rotem Hintergrund zu sehen war. Aus den Lautsprechern ertönte: „Wirf schön brav deine Fracht ab und wir lassen euch am Leben&#33;“ „Vor einigen Monaten sorgte dieses Video für Aufregung unter den Frachtskippern. Es wurde einem Reporter der Argon Prime News per Nachrichtendrohne übermittelt.“ Raul drückte auf einem Knopf und es erschien ein Holovideo. Es zeigte einen Angriff auf einen Argon Lifter, der später von dem gleichen Totenkopf verdeckt wurde. Eine Stimme sagte: “Wirf besser deine Fracht ab, sonst...“ das Symbol verschwand und man konnte beobachten, wie der Frachter in Stücke geschossen wurde und schließlich in einen Sonnenhellen Feuerball verging. „Ich war vorher zwanzig Jahre mit Mordfällen beschäftigt, dort habe ich gelernt, mir ein Bild von den Leuten zu machen. Und aufgrund der mir vorliegenden Daten kann ich sagen, dass...“
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  4. #4
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    und hier das 3. Kapitel

    http://www.members.aon.at/mad-one/stories/...s.htm#chapter03


    Kapitel 3: Der Flug zur Piratenbasis „Illegal Profit“


    „Erreiche System: Erzgürtel.“, meldete Raiders Bordcomputer. „Ziel ist Illegal Profit. Autopilot auf Anflug&#33;“, befahl er und prüfte, ob Stotty noch in Formation flog.
    „Zeit, sich ein bisschen zu entspannen.“ Raider ließ den Pilotensitz in eine bequeme Position fahren und befahl dem Computer klassische Musik zu spielen. In einem Fach fand er noch eine Flasche Raumsprit und eine teladianische Taurus-Zigarre. Das illegale, alkoholische Getränk brannte sich den Weg zum Magen regelrecht frei und die wohl teuerste, teladianische Zigarre schmeckte traumhaft.
    Das Sonnensystem Erzgürtel wird von dem G2 Stern Capricorn beleuchtet, den elf Planeten umkreisen. Von diesen elf Planeten ist nur Capricorn V, Charon, bewohnbar. Er ist nur dünn besiedelt und dient als Agrarwelt des Systems, denn der größte teil der Bevölkerung lebt und arbeitet im Weltall. Seinen Reichtum erlangte das System durch den riesigen Asteroidengürtel zwischen dem neunten und zehnten Planeten. Der hohe Anteil von rohstoffreichen Felsbrocken zog Arbeiter, Firmenbosse und Glücksritter, die nach Profiteroiden suchten, in den Gürtel. Unzählige Transporter schifften die abgebauten Rohstoffe zu den Raffinerien auf Nephilem, dem einzigen Mond von Charon. Dieses rege Schiffsaufkommen zog die Piraten trotz dem geringen Wert der Fracht an. Im Asteroidengürtel war die Sensorreichweite arg beschränkt, und so benutzten die Piraten gerne diese Region, um ein paar Tage unterzutauchen.
    Apoquos Ehywoseos Lussuddroos II war ein Teladi, der den großen Profit im Handel mit illegalen Waren sah. Die Profitgilde verbannte ihn aus dem Teladi Territorium und nahm ihm noch dazu sein komplettes Vermögen ab. Doch er hatte von jedem Geschäft ein paar Prozent des Gewinnes versteckt. Mit diesem Geld kaufte er ein paar alte Schiffsrümpfe und ließ sie von einem befreundeten Ingenieur zu einer Station zusammensetzten. Dieser Schrotthaufen, den er Illegal Profit taufte, wurde mit übergroßen Triebwerken versehen und in Erzgürtel zwischen den Asteroiden versteckt, wo er einen Unterschlupf und einen Umschlagplatz für illegale Waren aufbaute. Um die Basis geheim zu halten, wurde sie in regelmäßigen Abständen verlegt. Damit die Kundschaft sie wieder fand, strahlte Pirates Galactic News Network die neuen Koordinaten in ein Rätsel verpackt aus, das nur erfahrene Piraten lösen konnten. Die Basis wurde mit der Zeit zur größten Piratenhafen im argonischem Territorium, und heute bietet sie die besten Unterhaltungsmöglichkeiten, eine Werkstatt, in der man seine Schiffe für wenig Geld reparieren und aufrüsten konnte und vieles mehr.
    „ETA: zwanzig Minuten.“, berichtete der Bordcomputer und holte Raider aus seinen Gedanken. Er fühlte sich vom Raumsprit benommen und die Luft war voller Zigarrenrauch. Töne archaischer Instrumente drangen auf ihn ein, während er die Asteroiden betrachtete, an denen er mit geringer Geschwindigkeit vorbeiflog. Alle zeigten nackten Fels und waren mit Kratern übersät. Schroffe Kanten, die nie eine Atmosphäre abgeschliffen hatte, warfen scharf gezogene Schatten. In einem konnte Raider eine Höhle ausmachen, die von Raumfliegen geschaffen wurde. Raumfliegen sind seltsame Lebewesen, die irgendwie im All überleben können. Die Split brauchen sie, um ihre Antriebe herzustellen und verwendeten die Flügel als Luxusgut. Da die Anzahl der Fliegen immer weiter zurückgeht, wurden sie außer im Split-Territorium unter Naturschutz gestellt und der Handel wurde illegal.
    „Ankunft in einer Minute und siebenundzwanzig Sekunden.“, meldete der Bordcomputer und Raider warf einen Blick aus dem Cockpit. Ein großer Felsbrocken füllte fast gänzlich sein Blickfeld aus. „Hier müsste eindeutig mehr los sein“, ging es ihm nach einem blick auf das Gravidar durch den Kopf. „Verdammt, ich sollte mir echt abgewöhnen, im Cockpit zu saufen.“ Er begann nach Ausnüchterungstabletten zu suchen. Der Asteroid gab allmählich das Blickfeld frei, Raider konnte aber statt einer Raumstation nur ein Trümmerfeld erkennen.
    „Verflucht, wo ist sie hin?“, meldete sich auch schon Stotty über das Com. Er blickte besorgt in die Kamera. „Hast du genug Tabletten da?“
    „Ja, ich muss sie nur noch finden.“ Endlich fand er sie und schluckte zwei davon. Die Ausnüchterungstabletten wirkten sofort und er konnte wieder klar denken. Für ein paar Stunden zumindest. „Was zum Teufel ist denn hier passiert? Wurde die Basis angegriffen?“, fragte er.
    „Ich scanne gerade die Trümmer. Möglich ist es durchaus. Hier sind Wrackteile von argonischen Polizeischiffen, verschiedenen Völkerschiffen und Piratenschiffen. Aber keine von Illegal Profit. Sieht so aus, als hätte sie sich noch mal aus dem Staub machen können.“
    „Und wie zum Teufel sollen wir sie aufstöbern? Die wird ihren neuen Standpunkt so schnell nicht verraten.“
    „Keine Ahnung. He, warte mal&#33; Ich hab hier ein M4 Schiff auf dem Gravidar.“ Stotty richtete seinen Lidar auf das Objekt aus. „ Ist ein Paranid Poseidon, hat nur einen Fünf-Megawatt Schild und zwei Alpha Partikelbeschleuniger Kanonen.“, berichtete er.
    „Kann der von der Polizei sein?“, frage Raider. Er hatte keine Lust, zweimal am Tag in eine Falle zu tappen.
    „Ich glaube nicht, Paraniden dürfen im argonischen Territorium keine Polizeieinheiten stationiert haben. Wenn er Undercover operieren würde, hätten die ihm sicher einen voll ausgerüsteten Prommi gegeben. Anscheinend ist er blind, er hat uns noch nicht bemerkt. Sollen wir ihn ansprechen?“
    „Gute Idee.“, antwortete Raider und öffnete einen zweiten Com-Kanal zu dem Poseidon. Im Notfall konnte er auch allein mit ihm fertig werden.
    „Ich bin Raider vom Scullbreakersquad. Wer bist du, und was hast du hier draußen zu suchen?“, fragte er etwas scharf.
    „Scullbreakers? Es tut gut, jemanden mit gleichen Zielen zu sehen. Ich bin Slackelsmanslat. Mein Freund, Manckittat, ist ausgestiegen und ich suche ihn jetzt. Leider habe ich einen Sensordefekt.“, sagte der Paranide, eine große, knochige und dreiäugige Gestalt.
    „Dieser Schrotthaufen wurde angegriffen? Von wem, und du bist der einzige Überlebende?“
    „Ja. Die Station wurde angegriffen. Es tauchte wie aus dem Nichts ein kleiner Kampfverband von unheiligen Polizeischiffen auf. Discoverers, Busters, ein paar Elite, ja sogar zwei Korvetten. Sie kämpften noch gegen die Geschütztürme, als die ersten Schiffe aus der Basis starteten. Es war ein harter Kampf, in dem sich Illegal Profit aus dem Staub machen konnte. Ich hatte mein Schiff zu dem Zeitpunkt noch in der Werkstatt um meine Sensoren zu überholen. Man machte es so schnell wie möglich flugtüchtig. Als ich mit meinem halb blindem Schiff startete, war alles schon vorbei.“
    „Hast du die neuen Koordinaten der Basis?“
    „Ja. Helft mir, Manckittat zu finden und bergen, und ich verrate euch unheiligen Wesen den neuen Standort.“
    „Das scheint ein fairer Deal zu sein. Gib uns die Daten, und wir suchen nach ihm.“
    „Er war mit einer Pegasus unterwegs. Einzelheiten kommen gleich.“
    Raider fütterte den Bordcomputer mit den Daten und ließ die Trümmer mit dem Lidar scannen. Als er nach einigen Minuten ein Teil fand, welches zu der Pegasus gehören musste, fand er eine Spur von Verbrennungsrückständen. Er folgte ihr und sie endete in einem Asteroiden, der eine Höhle aufwies.
    „Sieht so aus, als hätte dein Freund sich in einem Asteroiden verkrochen. Daten kommen nun.“, berichtete Raider.
    Der Poseidon kam knapp vor dem Asteroiden zum Stillstand und kurz darauf verließ ein paranidischer Raumanzug und verschwand in der Höhle. Zwei kamen nach ein paar Minuten wieder raus.
    „Bei Xaar&#33; Lasst mich euch dafür zur Basis führen. Allerdings müsst ihr unheiligen Wesen die Führung übernehmen, da mein Schiff nur noch ein Auge hat.“, hörte Raider, als der Paranide wieder in seinem Schiff war.
    Drei Schiffe in Dreiecksformation verließen das Trümmerfeld und hielten auf den neuen Standort von Illegal Profit zu.


    hoffe es hat euch gefallen

    mfg
    cronos
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  5. #5
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    Ich muß sagen, daß ich Fan Fiction prinzipiell skeptisch gegenüber stehe: Entweder ist sie einfach nur schlecht, oder aber die Autoren sind recht geschickt, und ich frage mich dann, warum sie ihr Potential nicht darin investieren, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Du gehörst zur zweiten Kategorie, Cronos.

    Es ist zwar nicht so, daß ich mich mit dem X-Universe übermäßig auskennen würde, aber das, was ich aus deiner Story entnehme, reizt mich ganz einfach nicht. Es liest sich zu sehr nach einer 08/15-Space-Opera, deren Elemente man schon zig Mal woanders gesehen hat. Da hilft es aus meiner Warte leider nicht viel, daß du die Story handwerklich solide aufgezogen hast. Für eine inhaltliche Auseinandersetzung fehlt mir einfach der Anreiz.

    Was mir an technischen Fehlern aufgrund der Häufigkeit auffiel ist, daß es zusammengesetzte Substantive wie "Mahoa Holz" oder "Gen Kliniken" in der deutschen Sprache nicht gibt. Entweder zieht man sie zusammen (Genkliniken), oder man verbindet sie mittels eines Bindestrichs (Gen-Kliniken). Generell könnte der Text eine gründliche RS/Gra-Überprüfung vertragen, auch in punkto Groß- und Kleinschreibung.

    Ich hoffe, du nimmst mir meine unverblümte Kritik nicht übel, aber ich habe es mir abgewöhnt, Autoren zu verhätscheln. Mit mir hat schließlich auch keiner Mitleid.
    <span style='font-family:Arial'><span style='font-size:8pt;line-height:100%'>Though my soul may set in darkness, it will rise in perfect light;
    I have loved the stars too fondly to be fearful of the night.
    (Sarah Williams: The Old Astronomer To His Pupil)</span></span>

  6. #6
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    es geht weiter.

    online lesen:
    http://www.members.aon.at/mad-one/stories/...s.htm#chapter04
    pdf zum ausdrucken
    http://mitglied.lycos.de/cronosthemad/sculls04.zip

    Kapitel 4: Illegal Profit

    „Hier spricht die Piratenbasis Illegal Profit. Was wollen Sie, Argone?“ fragte der boronische Kommunikationsposten.
    „Landeerlaubnis für zwei Discoverer.“ Antwortet Raider, der sich im Anflug befand.
    „Landeerlaubnis erteilt. In der Bucht M5, Landeplätze 75 und 76 wurden für Sie reserviert. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in Illegal Profit.“
    „Vielen Dank.“ Erwiderte Raider, beendete die Verbindung und ging in den finalen Anflugsvektor.
    Die gewaltigen Schleusentore der Station öffneten sich, während der Bordcomputer das Schiff behutsam entlang des Leitstrahls manövrierte. Raider passierte die Schleuse und flog durch eine kleinere Öffnung, die zur Landebucht M5 führte. Er sah Schiffe aller Völker und Spezialanfertigungen, die in ihren Landeplätzen mit zwei großen Halteklammern angelegt hatten. Alle basierten auf dem Rumpftyp M5. Der Bordcomputer hatte schließlich sein Schiff in den Landeplatz manövriert, welches wenige Augenblicke später von den Halteklammern erfasst und fixiert wurde. Versorgungsschläuche kamen zum Vorschein und dockten an die Öffnungen an. Ein durchsichtiger Schlauch mit einem Durchmesser von zwei Metern stülpte sich über das Cockpit.
    Raider wartete auf das grüne Licht, das den Druckausgleich bestätigte und öffnete dann das Cockpit. Er machte seinen ersten Schritt und landete auf seinem Rücken, da anscheinend der Gravitationsgenerator ausgefallen war und sein rechter Fuß plötzlich in einer Null G Umbebung befand. Er stand stöhnend auf und betrat den Schlauch, diesmal ohne zu stürzen. Er stieß sich an Haltestangen ab und schwebte den Schlauch entlang, bis zum Ende, wo er diesmal auf dem Bauch landete, als die Stationsschwerkraft plötzlich wieder einsetzte. Fluchend verließ er den Schlauch und sah sich um, um zu sehen, ob ihn jemand beobachtet hatte. Er stand nun in der Hangargalerie und ließ den seinen Blick auf nächsten Landeplatz schweifen. Durch die Kunststoffverglasung konnte er erkennen, wie Stotty gerade den Schlauch betrat. Insgeheim hoffte er, dass Stotty auch Probleme hat. die Strecke zu überbrücken. Doch er bemerkte die Null Ge Zone rechtzeitig, durchquerte sie und landete elegant auf seinen Beinen, als die Gravitation wieder einsetzte. Jahrelanges Training bei den Marines hatten dazu beigetragen.

    Raider öffnete eine Tür auf der gegenüberliegenden Seite und trat ein. Stotty folgte ihm, und die Tür glitt hinter ihnen zu. In der Kabine war nur ein Terminal mit Fingerabdruckscanner zu finden, ein Sessel und ein fest verankerter Aschenbecher. Auf dem Terminal Stand: „Bitte Einloggen. Sollten sie noch keinen Account für das Handelssystem von Illegal Profit haben, melden sie sich im Accountamt an.“ Raider drückte seinen Daumen auf den Fingerabdruckscanner und erschien das Hauptmenü.
    „Na dann wollen wir mal sehen, was wir mit unseren Schiffen machen können.“ Sagte Raider und navigierte in das Wartungsmenü, wählte Betankung aus und ging in das Menü der Zusatzgeräte. Er überflog die Liste. Das Angebot war fast so gut wie von Reperaturdocks von Schiffswerften, nur wurde hier alles schwarz gemacht. Sein Blick blieb bei einem Eintrag hängen: Heck-Moskitowerfer. Er ließ sich die Details anzeigen und las laut vor: „Seit der frühen Ära der Raumkämpfe zwischen Großkampfschiffen wurden Raketen als Langstrecken-Schiffskiller eingesetzt. Um deren gewaltiges Schadenpotential abzuschwächen, gibt es neben Panzerung und Schild verschiedene Raketenabwehrvorrichtungen. Davon bilden Antiraketen die erste Barriere, die feindlichen Raketen überwinden müssen. Da in Großkampfschiffen genug Platz vorhanden ist, wurden diesen „Schiffskiller“ verdammt große Antriebe und Gefechtsköpfe spendiert. Deshalb brauchten die Antiraketen auch leistungsstarke Antriebe und Sprengköpfe, und waren unmöglich für Jäger zu benutzen. Vor zwei Jahren wurden erstmals kleinere Antiraketen entwickelt, bekannt als Moskitos, speziell für den Einsatz gegen Jägerraketen abgestimmt. Mit ihrem Leistungsstarken Materie / Antimaterie Antrieb erzielen sie um eine circa vier mal höhere Beschleunigung als die Wespe. Die Moskito ist mit einem Elektronischem Gefechtskopf ausgerüstet, dessen Aufgabe es ist, die feindliche Rakete aufzuspüren, den Angriffsvektor zu extrapolieren und sich selber auf Abfangkurs zu bringen. Desweiteren enthält der Gefechtskopf noch zusätzliche Funktionen, die die Elektronik ihrer Ziele durcheinanderbringen. Sobald die Antirakete ihr Ziel erreicht hat, wird die Energiezufuhr für das M / AM Eindämmungsfeld abgestellt, worauf es zu einem Auslöschblitz kommt, der die feindliche Rakete wenigstens beschädigt, dass sie sich selbst zerstört. Die Energieversorgung des Eindämmungsfeldes ist auf einhundert Sekunden beschränkt, was ihre Reichweite stark begrenzt. Doch einen Haken gab es bei der Sache. Man konnte nur in M3 Schiffsrümpfen einen internen Heck-Moskitowerfer einbauen, und natürlich war das nicht billig. Jetzt ist es teladianischen Ingenieuren gelungen, einen Externen Heck-Moskitowerfer mit verschiedenen Magazingrößen zu entwickeln, den man auch in Schiffe der M4 und M5 Klasse einbauen kann. Und wir bauen Ihnen diese Errungenschaft direkt ein, für nur 19.999 Credits.“
    „Das klingt gut, und der Preis ist auch akzeptabel. Hoffentlich gehen die Dinger nicht im Werfer los.“ Meinte Stotty.
    „Hmm, die Einbauzeit beträgt drei Stunden. Wir haben sowieso vor hier zu übernachten. Ich gebe dein Schiff gleich mit an. Mal sehn wo wir übernachten können.“
    „Wir könnten auch wieder neue Ersatz ID’s brauchen. Die letzten haben wir für die Bullen gebraucht.“
    „Stimmt, ich ordere zwei. Hmm, das klingt gut: Zum Fliegenden Pirat. Doppelzimmer mit Schlafplatten, Holoprojektor, Terminal mit Zugang zum GNET und Nasszelle. Schon reserviert. Ach ja, wir müssen Pirates Galactic News Service einen Besuch abstatten. Brauchst du noch was vom Handelsterminal?“
    „Schau mal in das Jobboard. Vielleicht können wir auf unserer Rückreise nach Argon Prime gleich was erledigen.“ antwortete Stotty gedehnt, müde vom langen Flug. „Lass mich mal hinsetzen“
    Stotty überflog schnell die Aufträge, hauptsächlich Eskorten, Transportflüge von Illegalen Waren, speziellen Containern, deren Inhalt geheim war. Doch ein Eintrag stach Stotty ins Auge. Als er die Details aufrief, las er den Text durch, lehnte sich zurück und legte die Stirn in Falten. Dann sagte er zu Raider: „Sieh dir das mal an. Was sagst du dazu?“ Raider beugte sich über den Terminal und murmelte vor sich hin: „ Duellant gesucht; gute Bezahlung; Austragungsort: Argon Prime, in drei Tagen.“ Er drehte sich zu Stotty „Du hast schon ein paar Duelle überlebt, zeitlich ist das auf jedenfalls drinnen.“ Stotty streckte sich, während er sprach. „Dann suchen wir ihn mal auf. Hoffe nur, er hat genug Kohle.“
    Die Zwei verließen die Kabine und stiegen in eine Transportkapsel, welches sie zu ihrem Zimmer bringen sollte.

    Das Zimmer war standartmäßig ausgestattet. Ein kleiner Tisch, zwei gepolsterte Metallsessel, ein Terminal und zwei Schlafplätze füllten den Raum beinahe komplett aus. Die Schlafplätze konnte man als altmodisches Bett oder als Schlafplatten nutzen, welche ein Null Ge Feld erzeugen, das eine exzellente Entspannungsmöglichkeit darstellt, zum Schlafen aber eher ungeeignet ist. Ein kleiner Schrank, groß genug um ein paar Kleidungsstücke abzulegen, eine Nasszelle mit Toilette und Dusche waren auch vorhanden.
    „Oh Mann&#33; Zwölf Stunden im Cockpit und ich spür meinen Arsch nicht mehr&#33;“, meinte Raider, aktivierte die Schlafplatten und sprang in das Null Ge Feld.
    „Mann, sag mal warst du schon so ein Weichei bevor du in die Navy gekommen bist, oder haben die dich zu einem gemacht? Du kannst von Glück reden, dass so ein lahmarschiger Admiral zu faul war, dich wegen unehrenhaften Verhaltens rauszuschmeißen&#33;“, antwortete Stotty gekünstelt.
    „Trichtert man euch Holzköpfen bei der Grundausbildung etwa ein, dass ihr die Besten seid? Ohne der Navy wärt ihr Marines nutzlos, denn wir bringen euch zu eurem Einsatzort, und ihr seid an Bord unserer Schiffe, damit nicht ein teuer ausgebildeter Techniker oder Offizier seinen Kopf hinhalten muss, sollte es einem einfallen, unser Schiff zu entern.“, entgegnete Raider bissig. Dieses harmlose kleine Geplänkel hatte ihm früher genug Kneipenschlägerein eingebracht.
    „Scheiße Mann, lassen wir das, sonst fliegt einer von uns noch bei der nächsten Luftschleuse raus. Außerdem muss ich noch eine Nachrichtendrohne an Manning schicken. Was glaubst du wollen die Paras von uns?“
    „Na immerhin hat der eine uns sein Leben zu verdanken.“
    „Dafür haben sie schon mit den Koordinaten bezahlt.“
    „Dann lassen wir uns überraschen. Was anderes bleibt uns eh nicht übrig.“
    „OK. Die Drohne ist weg, hoffentlich schaut der heute noch seine Post an. Gehen wir.“

    Die Pirates Galactic News Service, kurz PGNS, ist eine Firma von teladianischer Piraten, die mit Informationen handelt. Sie kauft Informationen von Piraten, und verkauft die Selben an Tausende. Jeder Kunde muss sich zuerst bei einer Sendestelle, die in allen Piratenbasen der bevölkerten Systeme vertreten sind, anmelden. Danach bekommt er die Zugangsdaten, und kann sich systemspezifische Informationen anschauen, wie Berichte über Polizeieinheiten, Kopfgeldjäger und so weiter, gegen eine geringe Gebühr versteht sich.
    Raider und Stotty gingen nun durch eine Tür mit der Aufschrift ‚PGNS – Pirates Galactic News Service. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen profitable Geschäfte zu machen.’, und standen nun im Empfangsraum, wo ein teladianischer Sekretär saß. „Guten Abend. Was ist Ihr Anliegen?“ Zischelte er. „Wir wollen Informationen verkaufen.“ erwiderte Raider. Der Teladi drückte einen Knopf, zischelte etwas in seiner Muttersprache und sah dann wieder zu Raider und Stotty auf. „Kollege Sisimalos Yalimares Wanodasos VII ist bereit, Sie zu empfangen. Bitte folgen sie der Drohne.“ Eine faustgroße Drohne kam aus einer Öffnung in der Wand und schwebte davon. Raider und Stotty folgten ihr. Sie gingen einen Gang entlang und blieben vor einer Tür stehen, die sich nach einem Augenblick öffnete. Sie traten ein. Das Büro von Sisimalos Yalimares Wanodasos VII war schlicht eingerichtet. Ein niederer Schreibtisch, dahinter eine Sitzbank, vor dem Schreibtisch waren Sitzmöglichkeiten für alle Rassen. Der Teladi stand nicht auf als er anfing zischelnd zu sprechen. „Ich bin Sisimalos Yalimares Wanodasos VII. Nehmen Sie bitte Platz.“ Zwei Sessel, für argonische Besucher schwebten vor den Schreibtisch und wurden dort abgestellt. Wanodasos wies mit der Klaue auf die Sessel. Raider und Stotty setzten sich, und der Teladi fragte: „Sie wollen der PGNS Informationen verkaufen? Was haben Sie für mich?“
    „Informationen über ein argonisches Undercover Polizeigeschwader. Ausführlich bis ins letzte Detail und Informationen über ihre Kampfkraft.“ Sagte Raider, er versuchte das Interesse des Teladis zu wecken. Verdammt, wäre jetzt nur Eagle hier. Er ist Experte in Verhandlungssachen, dachte er sich.
    „Wie alt?“
    „Circa zehn Stunden.“ Antwortete Raider nach kurzem überlegen.
    „Tsssshhhh, warum haben Sie mir keine Nachrichtendrohne geschickt? Wie stark ist dieses Polizeigeschwader?“
    „Die haben drei meiner Leute aus ihren Kisten geschossen, und uns dann noch verfolgt. Eine Nachrichtendrohne hätte uns verraten&#33;“
    „Also schön, ich gebe Ihnen 3000 Credits dafür.“
    „Für 7000 gebe ich sie her. Wissen Sie, wie scharf die Leute darauf sind, einer Undercover Einheit den Arsch aufzureißen, oder wie gerne sie solchen Typen in die Arme fallen? Außerdem habe ich auch einen Bericht über ihre verwendete Taktik verfasst, und Mitschnitte meiner Außenkameras und meines Gravidars. Wenn sie dieses Zeug mal ins Netz gestellt haben, wird in Argon Prime der Navsat durchbrennen.“
    „Tssshhh, 4000.“
    „6000. Es ist es wert&#33;“
    „5000. Mein letztes Angebot&#33;“
    „OK.“ Raider griff in seine Hosentasche und zog seinen Minicomputer hervor. Er legte ihn auf den Tisch, schaltete ihn ein und legte eine HDCD, ein kleiner runder Datenträger, ein und ließ dem Teladi einen Blick darauf werfen. Wanodasos gab ein paar Daten in seinen Terminal ein, drehte dann den Bildschirm zu Raider und wies auf den Fingerabdruckscanner. „Bitte unterschreiben Sie.“ sagte der er. Raider überflog den Vertrag und unterschrieb mit seinem Fingerabdruck.
    „Vielen Dank. Bar oder auf Ihr Konto?“ wollte Wanodasos wissen.
    „Bar.“ Entgegnete Raider und holte die HDCD aus dem Laufwerk. „In Hunderter bitte.“ fügte er hinzu. Wanodasos legte das Geld neben den Datenträger. Schon während Raider es ergriff und die Hälfte Stotty gab, begann er mit der Verabschiedung. „Es war mir ein Vergnügen mit Ihnen Geschäfte zu machen. Ich wünsche ihnen noch eine Profitable Nacht.“ Die Tür öffnete sich, und die Zwei traten aus dem Büro.
    „Nicht schlecht verhandelt. Hast du gesehen wie wütend er war?“ sagte Stotty.
    „Eagle hätte sicher ein bisschen mehr rausholen können. Jetzt müssen wir noch den Paraniden treffen. Ich könnte einen Drink gebrauchen.“

    Das Lokal „Zum Abgefüllten Boronen“, war eines der Bekanntesten in Illegal Profit. Hier trafen sich Privateers, Schmuggler und Piraten aller Rassen, um ihre neue Kontakte zu knüpfen und Bekanntschaften zu pflegen. Dank der verrauchten Luft und der düsteren Beleuchtung konnte man nicht einmal von einem Ende zum Anderen blicken. Argonen, Split, Paraniden, Teladi und Boronen saßen an Tischen oder standen an der Bar und ließen sich von boronischen Kellnern bewirten. Auf einer kleinen Bühne spielten fünf Split harten Splitrock.
    Stotty stand an der Bar und leerte gerade sein zweites Glas Raumsprit, zog kräftig an seinem Joint und betrachtete gedankenverloren den schweren Rauch. Eine, dreifingrige, kräftige Hand landete auf seiner Schulter und riss ihn aus seinen Gedanken. Blitzschnell sprang er auf und ließ seine rechte Hand hinter seinen Rücken schnellen, wo er seine Pulesepistole im Gürtel stecken hatte. Er sah den knochigen, knapp zwei Meter großen Paraniden mit einen wartenden Gesichtsausdruck an, obwohl er glaubte, dass Aliens argonische Mimik nicht deuten konnten. „Bist du vom Scullbreakersquad?,“ fragte er mit tiefer, grölender Stimme. „Ja.“, antwortete Stotty kurz, in der Hand noch immer den Griff seiner Pistole umklammert. „Ich bin Manckittat, der Freund von Slackelsmanslat. Wir hatten uns hier verabredet. Wo ist dein Freund?“, stellte er sich vor. Stotty entspannte sich und nahm die hand vom Pistolengriff. Er wies auf Raider, der neben ihm saß und den Vorfall beobachte. „Das ist Raider und ich bin Stotty.“ Er wies auf einen auf seiner rechten Seite, und Manckittat ließ sich darauf nieder. „Bei Xaar&#33; Dein Glas ist leer.“, brüllte er und gab dem boronischen Barkeeper mit Handzeichen zu verstehen, er solle es wieder auffüllen. Etwas leiser fuhr er fort: „Ich habe ein Angebot für euch. Es ist besser wir suchen einen etwas abgelegeneren Tisch auf, damit nicht alle unheiligen Kreaturen in dieser Kneipe es hören.“
    „Ich bin Partner eines Waffenhändlers, der sein Geschäft auf Elara in Herrons Nebel hat. Wir brauchen immer zuverlässige Leute, die auch etwas gefährlichere Jobs annehmen. Wir bezahlen gut.“, begann Manckittat, als sie sich an einen Tisch gesetzt hatten, wo der aggressive Splitrock etwas erträglicher war.
    „Wir haben keine Zeit für ein paar Jobs, wir müssen morgen nach Argon Prime.“, entgegnete Raider. „Was für Waffen verkauft ihr da?“
    „Hauptsächlich für Argonen. Von Handfeuerwaffen bis hin zu Infanteriepanzerung. Fahrzeuge noch keine. Wir verkaufen auch ein paar Waffen für Split und Paraniden, aber für die unheiligen Teladi und Boronen zahlt es sich nicht aus. Wenn ihr interessiert seid, kann ich euch ein paar Prozente geben.“
    „Eine neue Knarre wäre nicht schlecht, meine rostet mir bald unterm Arsch weg.“, meinte Stotty, der einerseits ein Waffennarr war und andererseits würden sie ein paar Waffen bald brauchen. „Liefert ihr auch?“ fragte er.
    „Nur an Großkunden. Aber bei euch ließe sich das einrichten. Hier ist meine Comm-Nummer und meine Adresse für Nachrichtendrohnen. Ich muss jetzt noch was erledigen.“ Er Tippte noch etwas in den Terminal am Tisch und verließ dann die Kneipe. Nach einer weile kam ein Kellner und brachte noch zwei Gläser Raumsprit.
    „Was meinst du? Warum hat der uns überhaupt aufgesucht? Ein paar Privateers für Kurierjobs sind nicht schwer zu finden.“ ,fragte Raider.
    „Stimmt. Aber zuverlässige sind schon etwas schwerer zu finden. Außerdem wette ich, das alle Angestellten dort Prozente auf die waren bekommen. Er ist einfach dankbar, dass wir ihn gefunden haben. Mit der Aktion hat er neue Kunden Bekommen, auch wenn wir keine Jobs für ihn erledigen.“, meinte Stotty und leerte sein Glas. „Lass uns abhauen, ich bin müde.“
    „Soso, ein Holzkopf wird auch mal müde. He, der Para hat schon für uns gezahlt. Hauen wir ab, ich krieg noch von dem Splitgebrüll Kopfschmerzen.“

    John Yu saß auf seiner Couch und starrte gedankenverloren auf einen imaginären Punkt. In seiner Rechten hielt er ein Glas mit Raumsprit, in dem Eiswürfel schwammen und allmählich das edle Getränk verdünnten.
    Ich stecke voll in der Scheiße. Hätte ich nur etwas mehr Selbstbeherrschung gezeigt, hätte er keinen Grund gehabt, mich zu fordern. Aber nein, ich musste ihm halb tot schlagen... Das habe ich nun davon. Ein Duell. Das Arschloch war zehn Jahre bei den Marines gewesen... Meine Frau, diese verfluchte Schlampe musste etwas mitbekommen haben, dass sie in meinem Testament steht, SIE hat sich mit ihm eingelassen und dann ihn irgendwie dazu gebracht, dass er ein Duell mit mir austragen muss. Er schleuderte das Glas gegen die Wand. Sofort kamen ein paar Putzroboter hervor und räumten die Scherben auf. Ich bin Zivilist, habe nicht einmal eine Grundausbildung genossen. Aber die Forderung ablehnen konnte ich auch nicht, ich hätte mein komplettes Ansehen verloren, würde von allen als Feigling bezeichnet werden. Ich hätte einfach so tun sollen, als ob ich die Frau auf dem Video nicht kennen würde, und nachher ein paar Killer auf die Beiden ansetzen. Oder ihn entführen und bei meiner nächsten Geschäftsreise durch die Luftschleuse entsorgen. Und meine Frau...
    Die Türglocke unterbrach seine Gedanken. „Kamera, Tür&#33;“ befahl er, und augenblicklich erschien auf dem Hauptschirm des Zimmers, der die Asteroiden vor Illegal Profit zeigten, zwei Männer.
    „Ja?“
    „Mr. Yu, wir kommen wegen des Jobs.“ antworteten sie und die Tür ging geräuschlos auf.
    „Setzt euch, wollt ihr einen Raumsprit?“ Yu wies auf zwei gepolsterte Sessel, leerte sein Glas und pfiff den Serviceroboter her.
    „Bitte. Ich hoffe, wir kommen nicht zu spät.“ antwortete Raider.
    Yu verzog sein Gesicht zu einem erheiterten Grinsen, während er dem Serviceroboter die Bestellung gab.
    „Um ehrlich zu sein, haben drei Leute schon den Schwanz eingezogen, als sie hörten, gegen wen sie antreten sollen. Aber wo bleiben meine Manieren, wir haben uns noch gar nicht vorgestellt. Ich bin John Yu.“ Er hielt Raider die Hand hin. „Ich bin Raider, und das ist Stotty. Er interessiert sich für den Auftrag.“
    „Habt ihr auch normale Namen?“
    „Die interessieren Sie nicht. Wenn Sie uns finden müssen, fragen sie einfach nach Raider und Stotty von den Scullbreakers.“
    „Können wir nun endlich zur Sache kommen oder wollen wir noch länger um den heißen Brei reden?“ warf Stotty ungeduldig ein.
    Yu grinste. „Genau so, wie ich es mag. Das Duell findet übermorgen in Argonia City statt, es gilt das Gunne Protokoll. Sie bekommen eine Viertel Million, wenn sie diesen Mistkerl von MacKenzie umbringen. Fünfzig Riesen extra, wenn es schmerzhaft wird.“ Yu reichte Stotty eine HDCD. „Das hab ich über ihn herausgefunden.“
    Stotty legte sie in seinen Minicomputer und überflog die wichtigsten Daten. Fünf Duelle, einmal gewonnen durch Tod, dreimal gewonnen durch Verletzung, einmal verloren durch Verletzung. Zehn Jahre bei den Marines, diverse alte Auszeichnungen. Unehrenhaft entlassen wegen Missachtung von Befehlen.
    „Ich werde mir das Zeug noch genauer anschauen, bevor ich mich entscheide. Angenommen, ich nehme an, wie zum Teufel soll ich so aussehen wie Sie?“
    Yu hatte plötzlich einen Aktenkoffer im Schoß und in seinen Augen funkelte Vorfreude, als er ihn öffnete. „Das meine Herren,“ er hielt eine verdrahtete Haube hoch, „ist der Personal Holoprojektor Prototyp. Sie setzen einfach die Haube auf und die Miniaturkameras werden ein Hologramm um den Körper legen. Mit dem dazugehörigen Minicomputer können sie die Outfits einstellen und anpassen. Falls Sie neue Outfits brauchen, hat der Minicomp einen eingebauten Scanner, mit dem man einfach neue einlesen kann.“ Er legte eine CD auf den Tisch „Das ist die Dokumentation über den Personal Holoprojector, wenn Sie den größten Teil weglassen, kann man es als Handbuch ansehen. Um mit dem Problem der Stimme fertig zu werden, verwenden Sie einfach einen Stimmmodulator.“
    Yu zog sich die Haube über den Kopf und tippte auf dem Minicomp herum. Plötzlich stand da eine Blondine, die von zwei verblüfften Männern angestarrt wurde. „Sieht doch realistisch aus?“ fragte sie mit einer Männerstimme. „Allerdings.“ Brachte Stotty hervor. Yu schaltete den Projektor wieder ab. „Zwei dieser Dinger gibt es noch dazu, sollten Sie annehmen. Geben Sie mir bitte bis heute Abend bescheid.“

    „Meine Damen und Herren, wir transitieren in fünf Minuten in den Hyperraum. Der Flug nach Argon Prime wird drei Stunden und siebzehn Minuten dauern. Wir wünschen einen angenehmen Flug.“, klang es durch die Lautsprecher der Kantine an Bord des Argon Mammuts ‚Fabriksschleuder’. Raider und Stotty hatten ihre Discos im Hangar geparkt und flogen für eine kleine Gebühr als Passagiere mit. So wurden ihnen dreizehn Stunden im Cockpit erspart.
    „Und was meinst du, wie sollen wir uns in Argon Prime vor der Polizei verstecken? Die suchen nach uns.“, fragte Stotty.
    „Werden sie nach Gonern suchen?“ antwortete Raider und stellte ein triumphierendes Lächeln zur Schau.
    Der Mammut wurde plötzlich von blau-weißen Kreisen umhüllt und verschwand aus dem System Erzgürtel.




    hoffe es hat euch gefallen.

    @Yerho

    danke für deine Meinung.
    ich schreib sie in erster linie, um sachen auszuprobieren und um mich zu verbessern.
    das X-universum hab ich gewählt, weil es mir einen hintergrund gibt, aber nicht so strenge richtlinien wie star dreck oder ähnliches vorschreibt. charaktere und ein paar ortschaften sind frei erfunden, während ich die Schiffstechnik und andere sachen so zurechtbiege, dass sie in meine story passen.

    mfg
    cronos



    Last edited by cronos at 24.11.2002, 17:38
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  7. #7
    Warmgepostet Avatar von cronos
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    und zum auftakt im neuen Jahr kommt das 5. Kapitel online

    Kapitel 5: Der Anwalt

    Die Zelle war nur drei mal drei Meter groß und menschenverachtend eingerichtet. Vier Metallplatten, nur mit einem Leintuch überzogen dienten als Bett, die Wände und der Boden bestanden aus nacktem Beton. Anscheinend haben die Arschlöcher die Matratzen rausgenommen, als sie gehört haben, wer für die nächsten Tage hier zu Gast sein wird, dachte Eagle, der auf seinem &#39;Bett&#39; saß. Pläne für einen Ausbruch zu schmieden war sinnlos, das hatte er gleich gemerkt, als ihm der Wärter das Sicherheitssystem erklärte. "Ach ja, denkt nicht mal daran, hier abzuhauen, das wird euch sowieso nicht gelingen" hatte er ihnen am ersten Tag erklärt, nachdem die schwere Gittertür aus Teladianiumlegierung ins Schloss gefallen ist. "Bestimmt sind euch die Halbkugeln und die Kameras an der Decke des Korridors aufgefallen. Nun, das sind Impulsstrahlen-Selbstschussanlagen. Die Kameras registrieren jede Person, und sollte sich im Gang jemand unautorisiert bewegen, dann..." Die letzten Worte hatte er nicht mehr ausgesprochen und ist gegangen.
    "Warum hat Raider nicht gecheckt, dass das eine Falle war?" Magic&#39;s Frage holte Eagle aus seinen Gedanken.
    "Hör auf, Raider die Schuld in die Schuhe zu schieben. Keinem von uns ist irgend etwas verdächtig an der Sache vorgekommen", erwiderte Hicks ärgerlich.
    "Siebzig Alpha-Impulsstrahlen-Emmitter ohne Eskorte, Mann&#33; Warum zum Teufel ist niemandem aufgefallen, dass die Sache stinkt?"
    "Mann, jetzt hör endlich auf mit dem Scheiß&#33; Jeden Tag nervst du uns damit. Uns ist der Erfolg zu sehr zu Kopf gestiegen. Nachher weiß man&#39;s immer besser&#33;", mischte sich Eagle in die Unterhaltung ein.
    "Was glaubt ihr machen Raider und Stotty jetzt?" fragte Magic.
    "Pah, sicher haben die sich schon längst nach Priesters Gnade oder in die ehemaligen Xenonsektoren.", antwortete Eagle sofort und probierte verachtend zu klingen, da er vermutete, dass die Zelle überwacht wird.
    "Arschlöcher&#33; Die klappern die ganzen Puffs ab und ich darf auf diesen verfluchten Metallplatten schlafen."
    "Life sucks.", brummte Hicks, als plötzlich ein lautes Geräusch die Unterhaltung beendete. Ein Wärter fuhr mit seinem Schlagstock über die Gitterstäbe der Zellentür. "Euer Anwalt ist hier.", sagte er.

    Ein Hologramm leuchtete in der Mitte des Tisches runden Tisches und zeigte einen fensterlosen Raum, in dem nur ein kleiner Tisch und vier Sessel standen. Auf einer Seite saß ein Mann mit Anzug und schien zu warten.
    Die Tür öffnete sich surrend und ein junger Polizist betrat den Raum. "Morgen Janette.", begrüßte er die Frau, die am Tisch vor dem Hologramm saß und auf ihrem Minicomputer herumtippte.
    "Morgen Harry. Wie schaffen Sie es nur, so fröhlich zu sein, wenn ihnen ein Anwalt-Klientengespräch bevorsteht?", erkundigte sie sich, erstaunt über die Heiterkeit seiner Stimme.
    "Sind die echt so schlimm?", fragte er. "Auf der Polizeischule hat man uns lang und breit erklärt, was man aus denen raushören kann."
    "Vergessen sie das ganz schnell wieder. Die neunzig Prozent der Fälle sehen sich Anwalt und Klient das erste mal, also wird er wohl keine rechtswidrigen Wege anbieten und versuchen, das irgendwie in einem normalen Gespräch zu verstecken. Und in den anderen zehn Prozent, na ja, Sie werden es heute wahrscheinlich erleben.", entgegnete sie.
    "Warum müssen Sie es denn so spannend machen? Können Sie mir nicht einfach sagen, was die Anwälte machen?" Als Antwort erhielt er nur ein Lächeln. "Wann kommen denn die Vögel?"
    "Der Wärter ist vor circa einer Minute losgegangen.", sagte sie und Harry verschwand durch die Tür. Ein komischer Kauz, dachte sie. Vor zwei Wochen hatte der Boss ihn ihr zugeteilt. Wenn die Neuen von der Polizeischule kamen, wurden sie erfahrenen Leuten zugeteilt, um ihnen zu zeigen, wie es hier wirklich abläuft. In der Schule bringt man einfach zu viel theoretisches Zeug bei, das man nie im Leben braucht. Allerdings machte ihr der Fall Sorgen. Die Piraten waren keineswegs dämliche Kriminelle, von denen man jeden Tag ein paar duzend in die Zellen steckt. Um dort draußen als Pirat überleben zu können brauchte man vor allem Intelligenz, Rücksichtslosigkeit, gute Reaktionen und vor allem gute Beziehungen. Und das ausgerechnet John Manning als Anwalt auftaucht, zeugte von ihren guten Beziehungen.
    Die Tür ging wieder surrend auf, und eine Hand stellte eine Thermoskanne und zwei Heferl ab. Harry ließ sich schwer in den Stuhl fallen und musterte das Hologramm. "Irgendwo her kommt mir der Typ bekannt vor.", sagte er nachdenklich.
    "John Manning.", antwortete Janette nur.
    "Manning? Aber der arbeitet seit fünf Jahren nur mehr für Al Rampone&#33;"
    Jannette nickte nur.
    "Wie zum Teufel kriegt der den Anwalt vom Kopf der größten Mafiafamilie im argonischem Raum?"
    "Wenn ich das nur wüsste.", antwortete sie ruhig und nahm einen Schluck boronischen Kaffee, den Harry gebracht hatte.

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