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Thema: Markenzwang und Mitläuferkult

  1. #1
    Mittlerer SpacePub-Besucher
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    Wir hatten in dem Halloween-Thread schon kurz darüber gesprochen, dass die Kinder und Jugendlichen von heute alles haben wollen. Jeder Trend muss mitgemacht werden, weil man ja sonst nicht mitreden kann. Die Klamotten müssen natürlich von der teursten Marke sein und am besten muss schon in der 5. Klasse ein Handy her. Jeden Tag, wenn ich sowas in der Schule sehe, kann ich bloß noch den Kopf schütteln.
    Im Prinzip kann es den anderen ja egal sein, wenn manche Mitschüler mit ihren 150 € Winterjacken, ihren 130 € Schuhen oder ihren 75 € Pullis antanzen, aber leider Gottes reicht es den meisten nicht, solche Sachen zu besitzen. Sie pöblen alle anderen an, die diese Klamotten nicht haben und finden sich selber unheimlich cool und "besser". Tja, was soll man dazu sagen. Ich hab das selber oft genug mitgekriegt. Die Bezeichnung "Wühltisch-Einkäufer" werd ich wohl nie vergessen.
    Ich hatte damals auch einige Markenklamotten, aber grundsätzlich war ich selber intelligent genug, um zu wissen, dass das Zeug viel zu teuer ist und es in der nächsten Saison ohnehin "out" sein wird. Von daher war es mir egal, dass meine Eltern mir nicht alles gekauft haben.
    Es ist ganz besonders für die Kinder nicht einfach über solchen Dingen zu stehen, vorallem wenn die anderen auch noch so fies sind, aber langfristig lernen diese eher sich selbst als Person zu akzeptieren, individuell zu sein und andere nicht nach solchen oberflächlichen Status-Symbolen zu beurteilen.
    Ich kenne immernoch etliche Leute, die sich nur durch das Tragen von extrem teuren Marken wohl fühlen und echt jedem Trend hinterherlaufen. Dadurch geht meiner Meinung nach echt die Individualität der Person verloren, weil sie sich der Menge anpasst, um akzeptiert zu werden.
    Von eigenem Stil kann da ja schon gar nicht mehr die Rede sein. Eigene Vorstellungen werden durch vorgegebene Ideale ersetzt.
    Die Frage ist jetzt aber warum?
    Resultiert das aus einem zu geringen Selbstbewusstsein? Oder ist unsere Gesellschaft wirklich so dermaßen intolerant und markengeil?
    Und vorallem, glaubt ihr, dass sich die diese Entwicklung irgendwann abschwächt oder wird das ewig so weitergehen?
    <span style='font-family:Geneva'>&quot;I don&#39;t have a plan. I&#39;ll make it up as I go along.&quot; - JC</span>

  2. #2
    Warmgepostet
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    Die Entwicklung gibt es glücklicherweise nicht, nur die Kinderkrankheit ... Spätestens wenn nicht mehr die Eltern für die neuen Trendklamotten aufkommen, sondern die eigenen Monatslöhne dafür draufgehen, ändert sich die Einstellung bei den meisten Leute schon im Jugendalter recht schnell.

    Ich für meinen Teil gebe gerne zu, etwas mehr als nötig auf mein Äußeres zu achten; sprich, ein wenig eitel zu sein. Trotzdem habe ich weder heute noch hatte ich damals Markenklamotten, weil es in der Regel kostengünstigere Varianten gleicher Qualität gibt. Ich mußte mir nie anhören, unpassend angezogen zu sein, obwohl ich meine T-Shirts nach wie vor Supermarkt kaufe. Meine Rollis für die kälteren Tage des Jahres sind zeitlos nichtssagend, aber wenn man genug gleicher Farbe und gleichen Schnitts hat, um über Wochen eine Kontinuität aufzubauen, hat das einen größeren Verblüffungseffekt als der dickste "Boss"- oder "Calvin Klein"-Aufnäher.
    Ein bißchen Eitelkeit halte ich für okay, aber man muß sie nicht über Markennamen ausleben.
    <span style='font-family:Arial'><span style='font-size:8pt;line-height:100%'>Though my soul may set in darkness, it will rise in perfect light;
    I have loved the stars too fondly to be fearful of the night.
    (Sarah Williams: The Old Astronomer To His Pupil)</span></span>

  3. #3
    Dauerschreiber Avatar von mukenukem
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    Ich finde es toll wenn auf meiner Kleidung NICHT irgendwas draufsteht. Darauf achte ich sehr. Warum sollte ich Werbung für die ganzen Modefuzzis machen und auch noch dafür zahlen ? Ich lege Wert auf neutrale Bekleidung (ok, auf meinem Ledergewand steht Hein-Gericke drauf, dafür ist es günstiger als das Markenoutfit von Dainese und Co.). Was nutzt das teuerste Outfit wenn die dümmsten Leute drinnen stecken ? In einem H&M Rolli und H&M Sakko kann man wesentlich mehr Eindruck machen als als herumspazierene Liftassäule. Es kommt nicht darauf an, was man trägt, sondern ob man sich darin wohl fühlt. Zu meiner Schulzeit war es zum Glück noch nicht so wichtig, hip zu sein. Und mittlerweile trage ich das, was mir gefällt.
    "In this house we obey the laws of Thermodynamics !" - Homer Jay Simpson

  4. #4
    Mittlerer SpacePub-Besucher
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    Ich bin selber noch schülerin und muss mir meine kleidung trotzdem schon selber kaufen, wenn ich früher meine mutter gefragt hätte ob sie mir schuhe um 130€ kauft hätte sie mir den Vogel gezeigt.
    Mir war/ist es egal ob irgendetwas auf meinen sachen stand/steht, entweder es gefiel/gefällt mir oder nicht.
    Einen bestimmten Stil habe ich auch nicht, einmal bin ich sehr locker(d.h. in weiten hosen und einfachem t-shirt) angezogen, ein anderes mal zieh ich keidung an die mich doch ein wenig "steifer" erscheinen lässt, das kommt auf meine stimmung an.
    Ich wurde wegen meiner kleidung, oder irgend etwas anderem, nie geärgert, und auch wenn, hätte es mich nicht gestört, da hätte ich einfach angefangen süßlich zu grinsen und wäre weggegangen.
    Soetwas finde ich einfach oberflächlich, man kann leute nicht nach ihrer kleidung beurteilen und nur weil einer jetzt totaloberaffengeile kleidung, die grade zu dieser zeit IN is, trägt, is er kein besserer mensch.
    Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben,
    aber versuchen,
    den Tagen mehr leben zu geben.


    Unbekannt

  5. #5
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    Heute ist irgendwie mein Zitatetag. Also zitiere ich mich jetzt mal selber:

    Mein Kampf ... um einen Platz in der Gesellschaft.

    Na wer bist du? IMO gibt es keine Frage die schwerer zu beantworten ist.

    Ein Teil der Gesellschaft ist immer eine richtige Antwort. Aber wo ist euer Platz in der Gesellschaft? Denn den hat man nicht, sondern muss man sich erkämpfen. Es heißt immer wir wären zivilisiert. ROFL. Wir sind genau so schlimm wie früher. Das einzige was sich geändert hat ist die Art wie wir kämpfen. Der Dschungel aus dem wir hervorgekrochen ist den Städten gewichen. Unsere Waffen sind nicht mehr Pfeil und Bogen sondern Banknoten. Damit zeigen wir allen wie stark wir sind, und mit den neuesten Designerklamotten zeigen wir das wir dazugehören. Vielleicht heißt ja „zivilisiert“ das wir keinen mehr umbringen. Dafür grenzen wir alle aus die anders sind. Was ist nun schlimmer?

    Meine Mutter hat immer gesagt es kommt nur darauf an was du kannst, nicht was du hast. So ein Blödsinn. Ich musste schon früh feststellen wie falsch sie damit liegt.

    Anfangs hatten wir nicht viel Geld. Da ist man halt nur Mittelmaß in der Schule. Der King war immer der mit reichen Eltern. Die neuesten Spielsachen, so fängt es immer an. Natürlich ist man neidisch aber was solls? Man lernt halt mit der Situation umzugehen. Wart ihr schon mal ganz unten auf der Popularitätsleiter? Ein paar Jahre später sollte es eigentlich Berg auf gehen. Meine Mutter hatte nen Neuen, aber es wurde nur schlimmer. Plötzlich wären sie und ihr neuer Mann, selbstständig, fast Pleite gewesen. Nicht weiter schlimm für mich, ich ahnte ja nur etwas. Aber irgendjemand aus meiner Klasse hatte nen Notar als Vater. Dazu kam dann noch das wir natürlich sparen mussten und schon war ich ganz unten. Die alten Freunde blieben natürlich, von den anderen gab es jedoch des öfteren blöde Sprüche und ich wurde „geschnitten.“ (heißt doch so, oder?) Ein paar Jahre später war alles überstanden. Was geblieben ist, ist Verständnis für den einen in der Klasse. Irgendwie gibt es ihn überall, seine Eltern haben nicht viel Geld und man tuschelt hinter seinem Rücken über ihn.

    Ich glaube es war so mit 15 als ich mir gesagt habe diesen Scheiß nicht mehr mit zu machen. Von da an wurde nur noch schwarz getragen, Mamas Hollandrad benutzt und allen erzählt wie ätzend der Kommerz ist. Was das gebracht hat? Ich und ein paar Gleichgesinnte galten als „anders.“ Keine Aufregung, kein „wie könnt ihr nur?“ Das ist das Schlimmste was einem passieren kann. Die Gesellschaft ignoriert den Protest und macht einfach so weiter wie bisher ... und wenn ihr zuviel werdet erklärt sie euch für cool und trendy. Jeder will dann so werden wie ihr. Doch ihr verändert die Gesellschaft dann nicht, sondern sie euch.

    He&#39;s the one who likes all the pretty songs and he
    likes to sing along and he likes to shoot his gun, but he
    knows not what it means, knows not what it means and I say,
    "Aahh."

    Heute sind wir im 21. Jahrhundert und irgendwie ist alles nur noch schlimmer geworden. Die Kids verstecken ihre Armut hinter den neueste Markenklamotten. Sie hungern lieber anstatt es hinzunehmen „nicht mehr dazuzugehören.“ Irgendwie ist das doch pervers, oder?

    Seit meiner Kindheit geht es immer nur darum wer „den Längsten“ hat. Ob es nun um Autos geht, Bankkonto, Actionfiguren, Computer, Handys (sind ja auch ganz doll wichtig), oder was auch immer gerade trendy (d. h. laut der Gesellschaft wichtig) ist. Wen interessiert schon was du im Kopf hast? Solange du mit nem dicken Benz aufwarten kannst keine Sau. Der ein oder andere wendet sich vielleicht nach ein paar Sätzen ab, aber spätestens wenn du ne Runde Champus schmeißt kommt auch er wieder angekrochen.

    Und um mir mal wieder selbst den Wind aus den Segeln zu nehmen, ich habe mich auch angepasst. Gelegentlich kommt der Rebell, zum Leidwesen vieler meiner Mitmenschen, immer noch durch. Dann folgt eine Moralpredigt nach der anderen nur damit ich feststelle das ich eh nicht ändern kann. Das einzige was man tun kann ist aufpassen mit was für Leuten man sich umgibt, in der Hoffnung das einem diese Nische nicht genommen wird.

    ... wollte ich nur mal gesagt haben ...
    "Both destiny's kisses and its dope-slaps illustrate an individual person's basic personal powerlessness over the really meaningful events in his life: i.e. almost nothing important that ever happens to you happens because you engineer it. Destiny has no beeper; destiny always leans trenchcoated out of an alley with some sort of Psst that you usually can't even hear because you're in such a rush to or from something important you've tried to engineer."

  6. #6
    Tastaturruinierer Avatar von Ghettomaster
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    Erinnert mich irgendwie an das hier.

    Ich halte nichts von Markenklamotten und hab selber auch eher selten selber welche getragen was nicht auf mangelnde Finanzen sondern eher auf der Abneigung für nenn fetzen Stoff so viel Kohle auszugeben beruht.


    CU
    Ghettomaster
    Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger.

  7. #7

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    Originally posted by Ghettomaster@03.11.2002, 21:14
    Erinnert mich irgendwie an das hier.

    ......
    ...wusste garnicht das du "girlshirts" trägst.... (sorry, das musste ich jetzt einfach loswerden)

  8. #8
    Tastaturquäler Avatar von MinasTirith
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    Zu meiner Schulzeit (80er Jahre) war es durchaus wichtig hip zu sein und richtig angezogen zu sein. Das war fast schon pflicht. Bis heute hat sich daran relativ wenig geändert, wenn man mal von den Preisen absieht.

    Mir war das damals nicht so wichtig, denn so genau habe ich nie darauf geachtet und heute noch viel weniger. Ich trage was mir zusagt und worin ich mich wohlfühle und nicht was hip ist.

    Oft heisst es "wo hast du die Kalmotten gekauft, sehen ja echt gut aus" und wenn ich dann mit C&A oder Quelle ankommen, dann heisst es auf einmal "naja, sind nicht schlecht, aber so toll nun auch wieder nicht". Es fehlt der Markenname und deswegen ist es gleich nicht mehr so gut.

    Hingegen aller Marken habe ich zwei Gründe warum ich die nicht kaufe.

    1. Der Preis. Ich zahl doch nicht annähernd das doppelte oder dreifache für ein Kleidungsstück wenn ich es günstiger bekommen kann. Oder noch besser, da ich weiss wo z.B. Hugo Boss seine Anzüge fertigen lässst, gehe ich dorthin und kaufe ihn mir halt dort. Da ist kein Aufnäher drin, aber es ist der gleiche.

    2. Die Qualität. Schon oft musste ich feststellen, das gewisse Marken keinen grossen Wert auf Qualität legen und nur unterste Schublade haben. Vor allem bei Jeans ist mir das passiert. Meine Levis hat kaum 2 Jahre ausgehalten. Meine Jingels hingegen hält jetzt schon seit fast 5 Jahren und zeigt jetzt erst die erste Materialermüdung.

    Gute Klamotten gibt es auch für kleine Preise und wenn ich kleine sage, dann meine ich das auch so. Ein T-Shirt habe ich noch nie mehr als 5 DM pro Stück bezahlt und eine Jeans noch nie mehr als 50 DM. Trotzdem ist das gute Qualität die lange hält.
    Tu erst das Notwendige,
    dann das Mögliche
    und plötzlich schaffst du das Unmögliche.
    Franz von Assisi


  9. #9
    Furie Avatar von Simara
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    Tja, ich gehörte in meiner Schulzeit auch wohl eher zu den .... wie heißt es so schön .... Underdogs.

    Meine Eltern sind kleine Handwerke und konnten sich keine großen Sprünge leisten. Und schon gar keinen Scheiß wie Markenklamotten - seinerzeit Lacoste, Boss und Levis.
    Dann kam das Problem mit meiner Figur noch dazu.
    Hey, ich hab mir einmal versucht eine Levis-Jeans zu kaufen. Die gabs seinerzeit nur bis Größe 42 und kostete 180,00 DM.
    Da war für mich das Thema erledigt und gepasst hat sie mir auch nicht. <_<

    Tja, also musste ich lernen, mit den Sticheleien der Creme de la Creme fertig zu werden.
    Es war hart, aber ich habs geschafft.
    Allerdings zu dem Preis, dass mich die Menschen ankotzen.

    Wenn ich heute ..... diese wandelnden Reklamesäulen sehe, muss ich mir immer bissige Kommentare verkneifen. Mitunter gelingt es mir aber nicht.
    Eine ganz hippe Marke scheint zur Zeit Carhart oder so zu sein.
    Liefen doch letztens mindestens fünf Kerls mit so nem Pulli an mir vorbei. Beim sechsten sagte ich zu meiner Kollegen: "Hey, da kommt schon wieder so &#39;n Carhart, ob das ein Familienname ist, oder fällt den Eltern kein anderer Vorname ein.
    Bös. Ich weiß.

    Zur Marke Dickies konnte ich bis jetzt schweigen.
    Aber wenn ich Jungs mit nem Oberteil mit dieser Aufschrift sehe, dann fällt mir komischerweise immer das die englische Bezeichnung dick für .... *räusper* ihr wisst schon was ..... ein. Und dann noch die Verniedlichung .... Dickis.
    *rofl* Wenn die wüssten, was dann in meinem Kopf vorgeht.

    Was mir grad auffällt, ich seh eigentlich keine Mädels, die so plakativ Werbung betreiben. Hmm... :mellow: *grübel*

    Ich persönlich kaufe bei Quelle und. Da entfällt auch das lästige Anprobieren in Umkleidekabinen. *uff* Wie ich das gehasst habe. Meist mit dem Ergebnis, dass eh nix passte und dann die süffisanten Blicke der Verkäuferinnen. Hoffentlich hat der Teufel sie geholt. ..... Ich schweife ab, sorry.
    Und die Qualität der Katalog-Klamotten ist sehr gut. Wie MinasTirith schon erwähnte mitunter sogar besser.

    Ein T-Shirt allerdings für nur 5,00 DM habe ich in Verdacht, nach spätestens dreimal Waschen ein Putzlappen zu sein.

    Bei Schuhen sieht das anders aus. Ich brauche Lederschuhe. Mit diesem den fußpilz- und schweißfußfördernden Kunstzeugs braucht man mir nicht kommen.
    Und für einen gescheiten Lederschuh muss man leider ab 150,00 EUR berappen.
    Zum Glück hab ich noch Schuhe, denn die Schuhmode zur Zeit ist eh zum kotzen. Und in nem Jahr kannste die *Modelle* eh nicht mehr tragen.

    Zum Abschluss: Irgendwann war ich gern ein Underog. Und ich fühle mich nicht minderwertig , wenn ich kein Statussymbol habe *harharhar*

    Fazit: Markenzwang wird es immer geben - die Frage ist nur, wir bringe ich meinen Kindern bei, damit umzugehen und kein Mitläufer zu werden.



    Last edited by Simara at 04.11.2002, 14:40


    Staffel I (1) dienstags 0:55 Uhr (Doppelfolgen) auf Pro7MAXX

    Staffel VIII (8) montags 22:10 Uhr auf Pro7MAXX
    Staffel XI (11) donnerstags 22:05 Uhr (Doppelfolgen) auf Sky1

    Staffel XII (12) donnerstags auf CW

  10. #10
    Dauerschreiber Avatar von Mara
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    Scheint so als hätte ich ziemliches Glück in einer Clique zu sein, in der man keinen Wert auf Markenklamotten und ähnliche Statussymbole legt. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich nicht hin und wieder selber welche anzieh, aber nur, wenn sie mir gefallen. Auf keinen Fall lass ich mich von irgendwelchem Leuten oder Trends dazu zwingen.
    Natürlich gibts immer wieder Idioten die meinen sie müssten einen deswegen schief anmachen, aber was solls. Und wie gesagt, ich hab ne Menge Gleichgesinnte um mich rum, und der Rest sind bis auf wenige Ausnahmen auch alles tolerante Leute. Über die Gesamtsituation kann ich mich wirklich nicht beschweren

  11. #11
    Tastaturquäler Avatar von MinasTirith
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    Mittlerweile hat sich mein Umfeld auch eher von den Markenklamotten wegbewegt, denn die meisten haben einfach nicht mehr das Geld um sich sowas zu leisten. Viele wollen auch kein Geld mehr dafür ausgeben.

    Was ich allen empfehlen kann ist, im Urlaub mal nicht in die Tourismuszentren zu gehen, sondern mal einfach so Urlaub zu machen. Warum? Ganz einfach, wenn man nämlich in Italien oder auch Kroatien mal ausserhalb der Zentren Urlaub macht, dann findet man da auch Läden ohne die Touristenpreise. So ist es gekommen, dass ich Schuhe durchaus unten kaufe, da ich für einen modischen italienischen Lederschuh (genäht) nur ca. 40 bis 50 Euro bezahle. Wenn ich dann hier in den Laden komme und sehe das der absolut identische Schuh im Schuhladen ca. 130 Euro kostet, dann kann ich nur noch müde lächeln.

    @Simara:
    Die 5-DM-T-Shirts sind sehr gut, das sind Importe aus den USA und aus sehr festem Material. Selbst nach 20 Wäschen verziehen sie nicht und bleiben top in Form. Seither nur noch diese Ami-Teile.
    Tu erst das Notwendige,
    dann das Mögliche
    und plötzlich schaffst du das Unmögliche.
    Franz von Assisi


  12. #12
    Kleiner SpacePub-Besucher
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    In meiner Jugendzeit (die 80ger) kamen grade Markenklamotten hoch, wie Lacoste, Benetton, Boss und Burlington-Socken (1 Paar kostete schlappe 18 DM, für Socken&#33;&#33;&#33;&#33;&#33. Während meiner Realschulzeit hatte ich "Glück" in einem Stadtteil zu wohnen, in dem die Leutchen mit mittlerem Gehalt wohnten, ergo waren alle Klassenkameraden auf dem selben Level . Etwas "Stress" kam in der Berufsschule auf. Aber da wurden halten Gruppen gebildet, wobei die Gruppe der "Modefreaks" nur aus vier Leutchen bestand, muahaha. Doch nicht wir ignorierten sie, sie wollten nix mit uns zu tun haben. Sie waren die Elite .

    Heute kaufe ich, was mir gefällt, wobei mein zweiter Blick auf den Preis wandert. Für bestimmte Kleidungsstücke habe ich ein Limit, Pullis unter 15, Hosen unter 25, Shirts unter 3 Euro. Ich habe lieber mehrere verschiedene preiswerte Pullis (bei mir liegen an die 15 Pullis im Schrank) als nur wenige teure Markenklamotten. Zum einen muss ich nicht jeden Tag die halbgefüllte Waschmaschine in Gang setzen und es sieht abwechslungsreicher aus. Und wenn mir mal was kaputt geht (z.B. durch einen hervorstehenden Nagel an der Wand oder so) oder unauswaschbare Flecken bekommt (mit Ketschup und O-Saft schaffe ich das sehr oft) tut es mir in meinem Geldbeutel nicht so sehr weh.
    Und noch eins, Markenklamotten bzw. teure Klamotten bedeuten nicht unbedingt bessere Qualität, oder umgekehrt preiswerte nicht mindere oder schlechte Qualität. Ich habe seit mehreren Jahren Hosen von Takko, deren Farbe noch immer nicht ausgewaschen ist bzw. die auch noch keinen Verschleiß aufweisen. Ich trage sie weniger, muss sie auch weniger waschen, weil ich ja mehrere besitze . Im Angebot hatte ich vor nicht allzu langer Zeit ein Sweatshirt von Wrangler (ist ja auch irgendwie eine Marke behaupte ich mal) für 25 Euro für meinen Mann gekauft. Nach dem ersten Waschen ist das Teil so weit eingelaufen, dass er mir jetzt passt. Und das wo mein Kerl zwei Größen größer trägt . Von wegen teurer gleich bessere Qualität *grummel*.

    Ich schließe mich einem Spruch meiner Mutter an (ich hasse es, wenn sie recht hat), aber wahre Freunde mögen dich so wie du bist und nicht was du hast oder wie du aussiehst.

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