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Thema: DVD 1.1 - Episoden 1.1 bis 1.4

  1. #1
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    Im Rahmen unserer Einrichtung eines Folgenbesprechungsforums wurde dieser Thread geschlossen!
    Die Diskussion kann hier weitergeführt werden:
    B5 | 1.01 | Ragesh 3 (Midnight on the Firing Line)
    B5 | 1.02 | Der Seelenjäger (Soul Hunter)
    B5 | 1.03 | Die Purpurdaten (Born to the Purple)
    B5 | 1.04 | Ein unheimlicher Fund (Infection)
    wu-chi



    Jetzt ist es schon über eine Woche her, dass die DVDs und noch immer ist hier tote Hose. Das will ich hiermit mal ändern. Fangen wir mal an mit der ersten Disk:

    1.1. Midnight on the Fireline (aka Blood and Thunder, dt. Ragesh 3)

    Die Narn überfallen den Centauri Aussenposten auf Ragesh 3. Inzwischen wird der neue Erdallianzpräsident gewählt. Deswegen kann Sinclair in der Ragesh 3 Problematik nicht Partei ergreifen. Das ist nicht alles, die Raider überfallen einen Transporter - und weitere Überfälle drohen.

    Ein actionreicher Start für die Serie. Dennoch wird auf Charakterdarstelllung nicht verzichtet. Besonders Londo hat hier seine starken Momente (interessant ist vor allem, dass er mit seinem Traum gar nicht mal so falsch liegt). Allerdingst ist die Folge wegen dieser ganzen Geschehnisse ziemlich überfrachtet, manches hätte man auch später noch ausführlicher zeigen können. Insgesamt war es aber sehr gut. **** von *****

    1.2. Soul Hunter (Der Seelenjäger)

    Geradenoch so kann Sinclair den Aufprall eines beschädigten Schiffes auf die Station verhindern. An Bord befindet sich ein Mitglied einer den Menschen fremden Spezies - doch für Delenn ist es nichts unbekanntes. Es ist ein Seelenjäger, ein Volk dass die Seelen von wichtigen Persönlichkeiten einfängt. Irgendjemand auf der Station wird sterben - oder muss gar getötet werden...

    Hier spielt Babylon 5 seine Trümpfe aus: der Seelenjäger wird nicht direkt als böse dargestellt, nur weil er Delenn töten will. Er tut nur dass, was er für richtig hielt, besonders da er Dukhats Seele nicht einfangen konnte. Überhaupt gibt es hier schon viele Anspielungen auf Delenns Vergangenheit, wobei vielleicht etwas früh verraten wird, dass sie dem Grauen Rat angehört. Aber dennoch kann die Serie erstmal richtig ihre Qualitäten zeigen - sehr gut. ****

    1.3. Born to the Purple (aka. Amaranth, dt. Die Purpurdaten)

    Londo lernt die Tänzerin Adira kennen - was ihn von einigen Verhandlungen mit den Narn abhält. Doch Adira arbeitet für einen Informationshändler, der die Centaurirepublik zu Fall bringen will. Inzwischen hat es Garibaldi mit unerlaubter Benutzung des Goldkanal zu tin.

    Eine sehr tragische Folge, sowohl für Londo, als auch für Ivanova. Ein wenig übertrieben humorvoll fand ich die Darstellung von G'Kar Aushilfsassistentin und der Verhandlungen mit Vir. Insgesamt eine ganz gute Londofolge. ***

    1.4. Infection (Ein unheimlicher Fund)

    Ein Mentor von Stephen kommt mit fremden Artefakten auf die Station. Was Stephen nicht weiss - sein Assistent Drake hat einen Sicherheitsbeamten getötet, um diese an Bord schmuggeln zu können. Doch Drake "erforscht" die Artefakte auf seine Art und Weise - und beginnt sich daraufhin zu verhändern. Inzwischen versucht eine Reporterin Sinclair zu interviewen.

    In der Babylon 5 Zukunft sind viele Menschen noch am Profit und an Schlagzeilen orientert. IPX wird zum ersten mal erwähnt. Ansonsten ist es eine ganz passable Einzelgeschichte ohne eine herausragende Entwicklung oder Überraschungen. **
    Geändert von wu-chi (30.07.2007 um 16:32 Uhr)

  2. #2
    Kleiner SpacePub-Besucher
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    Du hast "Infection" nur 2 Sternchen gegeben. Ich finde den Hauptplot der Folge auch nicht so doll. Aber da waren doch Sachen drin, die mal wieder zeigen, dass JMS immer wieder Assoziationen, Verbindungen aufbaut wo man sie auf den ersten Blick gar nicht vermutet. (Zitate sind in Englisch. Ich habe mir ca. 2 Minuten synchronisierte Fassung der 1. Folge angekuckt. Nö, danke&#33

    Also, in "Infection sagt Garibaldi zu Sinclair, dass sich der Commander anscheinend unbewusst oft geradezu in Gefahren reinstürzt. Und weiter:

    "I think they're looking for something worth dying for because it's easier than finding something worth living for."

    Und ca. 3 Jahre später, in einem 5-Meilen-tiefen Loch auf Z'Ha'Dum, sagt Lorien zu Sheridan ("Whatever Happened to Mr. Garibaldi"): "It's easy to find something worth dying for. Do you have anything worth living for?"

    Garibaldi gibt First-One-mässige Weisheiten von sich. Fand ich interessant.

    Und dann wäre da noch das Interview von Sinclair mit der ISN Nervensäge. Sie zweifelt die Notwendigkeit von B5 an. Und Sinclair erwiedert:

    "Whether it happens, in a hundred years or a thousand years or a million years, eventually our sun will grow cold and go out. When that happens, it won't just take us. It will take Marilyn Monore, Lao-Tzu, Einstein, Morobuto, and Buddy Holly and Aristophanes. Then all of this, all of this was for nothing, unless we go to the stars."

    Wer mag da noch an Zufälle glauben. Die Zeitsprünge der Aufzeichnungen in "The Deconstruction of Falling Stars" sind 10 Jahre (fehlen in Sinclairs Aussage), 100 Jahre, 1000 Jahre, und 1 Million Jahre. Und genau nach dieser Million Jahre is die Sonne tatsächlich erloschen. Na, das war mal eine Prophezeihung von Valen die genau ins Schwarze trifft.

    Also, das erhebt sogar eine sonst eher mittelmässige Epiosde wie "Infection" über den Durchschnitt.

    Ich habe mir alle 6 DVDs mehr oder weniger am Stück angekuckt. Das musste sich erstmal setzen. Ich hatte zwar bis auf zwei Folgen auch die 1. Staffel auf Video, aber die Tapes habe ich am wenigsten gekuckt. Bin jetzt beim 2. Durchlauf und ich muss sagen, dass es mir immer besser gefällt. Ich mag trotzdem Sheridan/Boxleitner lieber als Sinclair/O'Hare. Aber da bin ich wohl nicht allein. Aufschlussreiches zu dem Thema findet sich auch in einem Interview mit Stephen Furst. Verlinkt von B5TV.COM.

    Starstuff
    <span style='font-size:9pt;line-height:100%'><span style='color:#C2C2C2'><span style='font-family:trebuchet MS'>We&#39;re all born as molecules in the hearts of a billion stars, molecules that do not understand politics, policies and differences. In a billion years we foolish molecules forget who we are and where we came from. Desperate acts of ego. We give ourselves names, fight over lines on maps, and pretend our light is better than everyone else&#39;s. The flame reminds us of the piece of those stars that live inside us. A spark that tells us: You should know better. The flame also reminds us that life is precious, as each flame is unique. When it goes out, it&#39;s gone forever. And there will never be another quite like it. So many candles will go out tonight. I wonder some days if we can see anything at all.</span></span></span>

  3. #3
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    Help, übersetzt bitte den englischen text...help...mein Englisch ist sehr mies...grins lach

    ----------------------

    Also was Sheridan und Sinclair betrifft gebe ich die bedingt recht. Sincalir ist der bessere, aber Sheridan spielt aber auch eine wichtige Rolle die ja nicht wegzudenken ist, denn wer wäre dann Valen? ( weiß nicht ob das richtig geschrieben ist)....insgesamt habe ich mir die erste Staffen mittlerweile 4 mal angeschaut ( voher auf Video aber schlechte quali und teilweise mit Werbung) aber sie fesselt mich immer wieder, ich freue mich auf die 2 , 3 ,4 und 5 Staffel, wenns nach mir geht hätten die alle auf einmal rausbringen können


    (Beiträge zusammengefügt - DRD_Pike)



    Last edited by DRD_Pike at 10.11.2002, 01:10

  4. #4
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    Du hast "Infection" nur 2 Sternchen gegeben. Ich finde den Hauptplot der Folge auch nicht so doll. Aber da waren doch Sachen drin, die mal wieder zeigen, dass JMS immer wieder Assoziationen, Verbindungen aufbaut wo man sie auf den ersten Blick gar nicht vermutet.
    Jo, du hast recht. Die von dir beschriebenen Szenen retten die Folge tatsächlich etwas. Sie sind definitiv die Stellen, die die Folge einzigartig machen. Aber dennoch ist der Rest der Folge zu schwerwiegend für eine bessere Bewertung. Obwohl ich in Zukunft vielleicht sogar auf direkte Bewertungen durch Sternchen/Punkte/Noten etc. verzichte, da es sich ja oft sehr schwer einordnen lässt. Vor allem wenn es viele bessere oder schlechtere Episoden gibt, müsste man alles praktisch neu bewerten - ausserdem lässt sich sowas doch durche Worte genauer und feiner ausdrücken.

    Ich muss sagen: mittlerweile gefällt mit Sinclair etwas mehr, aber Sheridan hatte ja auch mehr Zeit um sich zu entwickeln. Man konnte ihn in viel mehr Situationen und von mehr Seiten betrachten.

  5. #5
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    Ich finde, dass sich die ersten vier Folgen alle mehr oder weniger auf dem gleichen Niveau bewegen, was bedeutet, dass sie durchweg recht gelungen sind, wenn auch noch nicht herrausragend.

    Es ist schon herrlich zu sehen, wieviele Anspielungen es schon zu zukünftgen Ereignissen gibt. Auch wenn man sieht wo die Charaktere am Anfang stehen und bedenkt wie sie sich in der Zeit noch verändern werden. Das ist es, was Babylon 5 einfach so einmalig im Bereich der TV-Serien macht.

    CU Falcon

  6. #6
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    Vorweg:
    Leider bin ich nicht in der Lage auf eure Posts angemessen zu reagieren, da diese (aus meiner Perspektive heraus) natürlich Spoiler enthalten (Jetzt mal von Kaff&#39;s Anfang abgesehen, der wirklich nur das nötigste sagt).

    Midnight on the Fireline:
    Insgesamt ein recht interessanter Anfang. Wenn ich die die Serie im TV gesehen hätte, wäre der Pilot Grund genug gewesen Babylon 5 eine Chance zu geben.
    Es wird sehr schnell deutlich, dass trotz der häufigen Actionszenen Babylon 5 recht komplex und auch sehr ambitioniert ist.
    Leider habe ich das Gefühl, dass JMS keine komplette Welt entworfen hat. So wirkt die Tatsache, dass es beispielsweise Fernsehen noch in konventioneller Form gibt sehr archaisch. 10 Jahre dem Dreh sind unsere Sender voll von Laufbändern etc. und wirken daher moderner als Babcom (oder wie das auch heißen mag).
    Trotz allem ist Midnight on the Nightfire immer noch sehenswert und ein insgesamt gelungener Anfang, daher Du versuchst eine Nachricht mit mehr Emoticons zu versenden als das Board erlaubt. Bitte reduziere die Anzahl der eingetragenen Emoticon.


    Soul Hunter:
    Eine wirklich ausserordentlich schöne Folge. Die Seelenjäger geben der Serie ein wenig Fantasy-Touch was sie angenehm von der damaligen Konkurrenz abhebt.
    Das alleine würde schon für eine ordentliche Folge reichen, doch die Idee einen Seelenjäger nicht mehr auf das Ableben seiner &#39;Opfer&#39; warten zu lassen macht die Folge wirklich gut.
    Die fehlende moralische Positionierung komplettiert den guten Eindruck.
    Du versuchst eine Nachricht mit mehr Emoticons zu versenden als das Board erlaubt. Bitte reduziere die Anzahl der eingetragenen Emoticon.


    Born to the Purple:
    Born to the Purple gibt Londo und den Centauri etwas mehr Charakter und Glaubwürdigkeit.
    Bei Midnight on the Fireline kamen Londo und sein Gehilfe etwas komisch rüber und daher war diese Folge recht wichtig für die Centauri.
    Adiras Situation ist dem Zuschauer erstaunlich gut rüber gebracht worden.
    Trotz allem ist Born To The Purple oft sehr locker inszeniert, was nach dem durchweg ernsten Beginn mir gut gefallen hat, daher Du versuchst eine Nachricht mit mehr Emoticons zu versenden als das Board erlaubt. Bitte reduziere die Anzahl der eingetragenen Emoticon.


    Infection:
    Infection beginnt sehr überzeugend und spannend. Die Verschmelzung von Mensch und Maschine ist sicherlich ein Thema mit Potential, doch leider ist die Kampfmaschine, in die sich der Helfer von Stephen&#39;s Mentor verwandelt richtig trashig. Wenn Sinclair mit dem Viech kämpft ist die Folge nah dran ins lächerliche zu gehen.
    Erstaunlicherweise ist die vielleicht beste Szene der gesamten ersten Disc am Ende von Infection zu finden. Garibaldis Gespräch mit Sinclair kommt sehr überraschend, ist aber in keinster Weise unangebracht. Michael O&#39;Hare und besonders Jerry Doyle spielen wirklich überzeugend.
    Daher gibt es noch Du versuchst eine Nachricht mit mehr Emoticons zu versenden als das Board erlaubt. Bitte reduziere die Anzahl der eingetragenen Emoticon.


    Was ich sonst noch so sagen wollte...
    Ich war dabei, als das dritte Zeitaler der Menschheit begann... Der Vorspann ist nicht wirklich gelungen. Der Anfang geht noch, aber irgendwann hat man das Gefühl es wird zuviel geredet in zu kurzer Zeit.
    Die Kostüme wirken manchmal eher komisch (bsp: Frisur von Londo).
    Die Charaktere wirken manchmal wie am Reißbrett entworfen (bsp: Talia, Reporterin uas Infection).
    Ein Spruch wie "Vielleicht bin ich Pessismistin weil ich aus Russland komme." oder auch "Wir wurden immer aus dem Hinterhalt angegriffen. Pearl Habor..." muss nicht unbedingt sein. Aber irgendwo muss das Gerücht George, der aus Texas kam, sei ein Babylon 5-Fan ja seinen Ursprung haben...
    Ausserordentlich entzückt bin ich von der Tatsache, dass nach vier Folgen so manche der im Vorspann aufgeführten Hauptcharaktere dem Zuschauer immer noch ein Rätsel sind. Das gibt der ganzen Serie so etwas Natürliches. Weniges wird konstruiert um die Zuschauer bei Laune zu halten, die Kompromisse an das Format halten sich angenehm in Grenzen.
    I mean, after all; you have to consider we're only made out of dust. That's admittedly not much to go on and we shouldn't forget that. But even considering, I mean it's a sort of bad beginning, we're not doing too bad. So I personally have faith that even in this lousy situation we're faced with we can make it. You get me?

  7. #7
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    Sepia:
    Was ich sonst noch so sagen wollte...
    Ich war dabei, als das dritte Zeitaler der Menschheit begann... Der Vorspann ist nicht wirklich gelungen. Der Anfang geht noch, aber irgendwann hat man das Gefühl es wird zuviel geredet in zu kurzer Zeit.
    Allein die Vorspänne von B5 finde ich schon genial. Zugegebenermaßen ist der Vorspann der ersten Staffel wohl der schlechteste der Serie. Aber die Vorspänne sind allein schon aufgrund der Musik von Chris Franke eine wahre Freude und lassen einen hin und wieder einen angehnemen Schauer über den Rücken laufen. Geht zumindest mir so. Vielleicht geht&#39;s Dir ja später noch ähnlich, warte mal bis zur letzten Staffel. Vor allem die Vorspänne der Staffeln 4 & 5 mit den ganzen Zitaten sind genial.

    Sepia:
    Die Kostüme wirken manchmal eher komisch (bsp: Frisur von Londo).
    Das wird alles noch besser. JMS sagt in einem der Audiokommentare auch selbst, dass die Frisur schrecklich ist.


    Sepia:
    Die Charaktere wirken manchmal wie am Reißbrett entworfen (bsp: Talia, Reporterin aus Infection).
    Also ich kenne keine TV-Serie die dermaßen gut ausgearbeitete Charaktere hat wie B5. Da kann keine Serie mithalten. Gib der Serie Zeit sich zu entwickeln, dass waren ja erst die ersten 4 Folgen der ersten Staffel(keine Ahnung, ob Du schon weiter geguckt hast). Alle Charaktere machen in den 5 Jahren teilweise ziemlich krasse Entwicklungen durch.

    Sepia:
    Ein Spruch wie "Vielleicht bin ich Pessismistin weil ich aus Russland komme." oder auch "Wir wurden immer aus dem Hinterhalt angegriffen. Pearl Habor..." muss nicht unbedingt sein. Aber irgendwo muss das Gerücht George, der aus Texas kam, sei ein Babylon 5-Fan ja seinen Ursprung haben...
    Ich sehe bei den Sprüchen jetzt nicht wirklich ein Problem, aber na gut. Komme aber nicht auf die Idee JMS in die politische Nähe von Bush zu rücken, davon wäre der nicht so begeistert. (Sieht man unter anderem an seinen Beiträgen zum Thema Irak in diversen Newsgroups). JSM ist übrigens selbst russischer Abstammung und hat öfters gesagt, dass in Ivanova ein Teil von ihm selbst steckt.

    Sepia:
    Ausserordentlich entzückt bin ich von der Tatsache, dass nach vier Folgen so manche der im Vorspann aufgeführten Hauptcharaktere dem Zuschauer immer noch ein Rätsel sind. Das gibt der ganzen Serie so etwas Natürliches. Weniges wird konstruiert um die Zuschauer bei Laune zu halten, die Kompromisse an das Format halten sich angenehm in Grenzen.
    Die Rätsel werden nicht weniger...
    Warte mal ab, es wird noch viel passieren.

    CU Falcon

  8. #8
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    Falcon
    Allein die Vorspänne von B5 finde ich schon genial. Zugegebenermaßen ist der Vorspann der ersten Staffel wohl der schlechteste der Serie. Aber die Vorspänne sind allein schon aufgrund der Musik von Chris Franke eine wahre Freude und lassen einen hin und wieder einen angehnemen Schauer über den Rücken laufen. Geht zumindest mir so. Vielleicht geht&#39;s Dir ja später noch ähnlich, warte mal bis zur letzten Staffel. Vor allem die Vorspänne der Staffeln 4 & 5 mit den ganzen Zitaten sind genial.
    Die Musik gefällt mir, aber das Gerede ist zu viel. Der Herr komt nicht zum Punkt.



    Also ich kenne keine TV-Serie die dermaßen gut ausgearbeitete Charaktere hat wie B5. Da kann keine Serie mithalten. Gib der Serie Zeit sich zu entwickeln, dass waren ja erst die ersten 4 Folgen der ersten Staffel(keine Ahnung, ob Du schon weiter geguckt hast). Alle Charaktere machen in den 5 Jahren teilweise ziemlich krasse Entwicklungen durch.
    Talia ist jetzt (zweite Disc durch) schon besser. Die Reporterin ist scheinbar nicht so wichtig, daher ist wohl nicht schlimm, wenn die mir nicht gefällt.



    Ich sehe bei den Sprüchen jetzt nicht wirklich ein Problem, aber na gut. Komme aber nicht auf die Idee JMS in die politische Nähe von Bush zu rücken, davon wäre der nicht so begeistert. (Sieht man unter anderem an seinen Beiträgen zum Thema Irak in diversen Newsgroups).
    It wasn&#39;t me... Da gibt es ein Thema im Board, wo gesagt wird Bush sei Bab5-Fan.
    I mean, after all; you have to consider we're only made out of dust. That's admittedly not much to go on and we shouldn't forget that. But even considering, I mean it's a sort of bad beginning, we're not doing too bad. So I personally have faith that even in this lousy situation we're faced with we can make it. You get me?

  9. #9
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    Talia ist jetzt (zweite Disc durch) schon besser. Die Reporterin ist scheinbar nicht so wichtig, daher ist wohl nicht schlimm, wenn die mir nicht gefällt.
    Die Reporterin ist sogar ziemlich unwichtig.


    It wasn&#39;t me... Da gibt es ein Thema im Board, wo gesagt wird Bush sei Bab5-Fan.
    Ja, ich kenne die Äußerung auch. Es hörte sich für mich aber ein wenig so an, dass Du daraus den Umkehrschluss ziehen würdest, also: JMS ist ein Bush-Fan bzw. steht ihm politisch nahe. Das ist allerdings nicht der Fall. Wenn ich Dich da falsch verstanden habe, tut&#39;s mir leid.

    CU Falcon

  10. #10
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    So, nachdem ich vor kurzem damit begonnen habe, Babylon 5 noch einmal von vorn betrachte und dann zu den jeweiligen Folgen (möglichst ausführliche) Reviews verfasse, will ich die Episoden-Bewertungs-Threads mal aus ihrer Versenkung holen und euch meine Sicht der Dinge schildern. Aus Gründen der Übersichtlichkeit bekommt dabei von mir jede Folge einen eigenen Eintrag (hat auch praktische Gründe, da zwischen jedem Review für eine Folge wohl ein Zeitabstand von 1-2 Wochen liegen dürfte).

    Eine kleine Anmerkung, die von nun an für alle B5-Episoden-Reviews gilt: Wenn ihr auf den Episodentitel klickt, kommt ihr auf das Review auf meiner Homepage. Dieses ist mit dem hier geposteten Review im großen und ganzen identisch, hat aber zusätzlich noch eine recht ausführliche Inhaltsangabe, ein paar Screenshots (selbst gemacht ) sowie das beste Zitat und den schlimmsten Synchro-Fehler der Folge zu bieten.

    Also, los gehts mit
    Ragesh 3
    "Ragesh 3" ist in gewisser Weise ein weiterer Pilotfilm für die Serie - nicht nur, weil zwischen der Ausstrahlung von "The Gathering" und dem Start der 1. Staffel mehr als ein Jahr verging, sondern auch, weil sich insbesondere was die Besetzung betrifft einiges geändert hatte. Dementsprechend hatte JMS in "Ragesh 3" die Aufgabe, die neuen Figuren einzuführen, zugleich aber auch allen, die den Pilotfilm nicht gesehen haben, einen möglichst einfachen Einstieg in die Serie zu ermöglichen. Dazu sollte man natürlich auch noch möglichst den Fehler des Pilotfilms (zumindest in dessen Urfassung) vermeiden, zu viel Hintergrundinformationen zu liefern und dabei die eigentliche Handlung zu vernachlässigen. Für all das stand ihm außerdem nur die Hälfte der Zeit aus dem eigentlichen Pilotfilm zur Verfügung.

    Um so erstaunlicher ist das Ergebnis, ist JMS doch mit "Ragesh 3" in allen Punkten erfolgreich, die er sich vorgenommen hatte. Viele Stärken, welche die Serie so auszeichnen, sind hier bereits präsent: erstaunlich interessante und vielschichtige Charaktere, die großartige Mischung aus Humor und Dramatik, die beeindruckenden schauspielerischen Leistungen, sowohl interessant aussehende als auch originell wirkende Außerirdische, die für eine TV-Serie wegweisenden Effekte, die hohe Komplexität des von JMS erschaffenen Universum, und vor allem das epische "Feeling", das Babylon 5 dank immer wieder kurz eingestreuter Anekdoten, Informationen und Ideen selbst hier schon versprüht.

    Auch die Einführung der neuen Charaktere ist gut gelungen. Sowohl bei Ivanova als auch Talia wird kurz erwähnt, dass beide noch nicht so lange auf der Station sind, und dadurch, dass Talia versucht, Ivanova näher zu kommen, bietet sich dem Zuschauer die perfekte Gelegenheit, BEIDE näher kennen zu lernen. Auch Vir hat hier seinen ersten Auftritt und ist dem Zuschauer mit seiner nervös-zappeligen Art eigentlich gleich auf den ersten Blick sympathisch, bietet er doch mit seiner naiven Unschuld einen großartigen Kontrast zu Londo, der in Grundzügen bereits in dieser Folge zu erkennen ist. Ebenfalls beeindruckend, wie viel Hintergrundinformationen JMS neben all den anderen Aspekten und der interessanten Handlung hineinzupacken vermochte. So werden wir bereits in das tragische Schicksal von Ivanova&#39;s Mutter eingeweiht, erfahren mehr über die Funktionsweise des Psi-Corps, und Londo erzählt Sinclair von seinem Traum, in dem er sieht wie er und G&#39;Kar sich in ungefähr 20 Jahren gegenseitig erwürgen.

    Eben letzteres ist eine der großen Stärken von Babylon 5 bzw. JMS: Immer wieder werden dem Zuschauer kleine Ausblicke in die Zukunft geben - was natürlich nur funktioniert, weil es sich bei Babylon 5 nun mal nicht um eine Ansammlung von Einzelgeschichten mit gelegentlichem roten Faden handelt, sondern um eine epische, bis ins kleinste Detail durchdachte und vorausgeplante Saga, die sich nicht über eine, sondern über ganze 5 Staffeln erstreckt. Dadurch ist es JMS möglich, ungewöhnlich früh gewisse Köder, Hinweise und Informationen auszuwerfen (Londo&#39;s Traum) und eine kontinuierliche Handlung aufzubauen (Präsidentschaftswahlen) - und eben dies macht Babylon 5 so einzigartig.

    Was die Effekte betrifft, konnte sich "Babylon 5" im Vergleich zum Pilotfilm noch einmal deutlich steigern, und auch wenn man den Weltraumsequenzen ihre Computerherkunft natürlich ansieht, konnten mich die Effekte selbst hier schon wirklich begeistern - erhält doch Babylon 5 dadurch einen ganz eigenständigen Look, der die Serie doch deutlich von der Konkurrenz abgrenzt. Der Kampf zwischen den Starfuries und den Rangers sticht dabei natürlich besonders hervor - was insbesondere am originellen, einfallsreichen und gut durchdachten Design und Flugverhalten der Kampfflieger liegt. Hier ist Babylon 5 der Konkurrenz wirklich um Welten voraus. Auch die Figuren wissen, wie bereits erwähnt, absolut zu überzeugen - wobei in "Ragesh 3" natürlich insbesondere Londo und G&#39;Kar aus dem Ensemble hervorstechen, wird doch bereits in der ersten Folge die ganz eigene Dynamik dieser zwei Charaktere deutlich.

    Neben Drehbuchautor JMS, der die Figuren erschaffen hat, gebührt jedoch natürlich auch den Schauspielern großes Lob, gelingt es doch allen Hauptdarstellern, ihre jeweiligen Rollen wirklich perfekt darzustellen und die Figuren mit Leben zu füllen. Ebenfalls bereits erwähnt, dennoch möchte ich ihn noch einmal kurz hervorheben: den Humor, der das durchaus dramatische und ernsthafte Geschehen immer wieder auflockert. Hier sind natürlich insbesondere die Szene zwischen Garibaldi und Londo gleich zu Beginn der Folge sowie Garibaldi&#39;s 2.liebstes Ding im Universum (Duck Dodgers) zu nennen. Es sind solche originelle Ideen, welche den Figuren ihre ganz persönliche Note verleihen und sie unverwechselbar, vielschichtig und interessant machen...

    Angesichts dieses Reviews, dass "Ragesh 3" in höchsten Tönen lobt und keine negativen Aspekte aufführt, mag sich der eine oder andere über die zwar gute, aber eben nicht überragende Benotung meinerseits wundern. Nun, das ist leicht erklärt: Ja, Ragesh 3 ist ohne jeden Zweifel eine sehr gute Folge und ein gelungener Einstieg in die Serie, Tatsache ist aber: Es kommt noch viel besser... und zwar in ALLEN Belangen, sei es die Action, das Drehbuch, die Effekte, die Spannung, die Dramatik, die schauspielerischen Leistungen etc. Ragesh 3 ist ein Vorgeschmack, ein durchaus wohlschmeckender Aperitif, der Lust macht auf mehr - aber das Hauptgericht steht nun mal erst bevor. Und daher muss ich Abstriche machen - nicht, weil die Folge nicht gut wäre, sondern weil das, was folgt, noch viel besser ist...

    Fazit: "Ragesh 3" ist eine gute Folge und ein gelungener (Neu-)Einstieg in die Serie - doch es kommt noch so viel besser, dass ich aus Gründen der Vergleichbarkeit trotz des Fehlens von nennenswerten Schwächen "nur" 8/10 vergeben kann...
    Wertung: 8/10 bzw. 4/5
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    "I believe that when we leave a place, part of it goes with us, and part of us remains. Go anywhere in this station, when it is quiet, and just listen. After a while you will hear the echos of all our conversations, every thought and word we've exchanged. Long after we're gone, our voices will linger in these walls."
    Andreas Katsulas as G'Kar - Objects in Motion / The Lost Tales-Intro


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