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Thema: "Offene Ohren!" - Eure Musiktipps

  1. #21
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    Mir gefällt Air.
    Auf " Moon Safari " ist mein Lieblingssong " All I need " drauf(ist aus der Werbung sicher bekannt).
    Das neue Album " 10000 Htz Legends " ist auch gut.
    Ausserdem hat Air den Soundtrack zu " The Virgin Suicides " geschrieben.Ein echt aussergewöhnlicher Film!

  2. #22
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    seit ner weile ist die neue ween cd draussen
    die cd heisst quebec, ist wie alle ween cd's recht abwechslungsreich und nicht nur das cover lässt einen einfluss der pilzköpfe erkennen.
    seit ein paar wochen gibt es auch weenTV. das findet man bei den internet tv sendern von winamp ganz unten in der liste. dort laufen alle ween videos (da kann ich das muppet-viedeo zu 'hey there fancypants' empfehlen), ein paar live-sachen und interviews von und mit dean und gene

  3. #23
    Warmgepostet Avatar von cronos
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    Hi Leute.

    Ich habe zwar keiene Empfehlung, aber eine Anfrage:

    Kann mir jemand ein paar Klavierkonzerte empfehlen? Mozarts haben mir schon immer gut gefallen...

    mfg
    cronos
    The Blue Lotus, a legend, I thought a myth
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  4. #24
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    Ausgefallener Wunsch

    Mein Lieblingsstück ist eins von Edvard Grieg, in a-moll, Opus usw weiß ich nimmer.

    Auch sehr gut sind die Grande Polonaise von Frederic Chopin und das dritte KK von Sergei Rachmaninow.

    Ganz nett sind auch Klavierkonzerte von Franz Liszt, aber bei denen passiert mir fast zu viel.

    Gruß,

    Edit: zwei Rhapsodies fallen mir noch ein die wirklcih gut sind: Die R. on a Theme of Paganini von Rachmaninow und die Rhapsody in Blue von George Gershwin, die is echt witzig.

    Und sonst, fast jeder klassische/romantische Komponist hat Klavierkonzerte und ähnliches geschrieben, such halt a bissl..
    Irgendwann
    und irgendworin
    steckt wo was drin
    und sagt:
    Servas,
    i bin da Sinn
    irgendworin
    und irgendwann
    aber dann...

    (Josef Hader)

  5. #25
    Flinker Finger
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    Originally posted by cronos@01.12.2003, 13:21
    Kann mir jemand ein paar Klavierkonzerte empfehlen?
    Ich bin zwar nicht wirklich ein Experte auf dem Gebiet, aber das zweite Klavierkonzert von Rachmaninoff finde ich sehr schön. Afair gibt es das zusammen mit dem vierten Klavierkonzert von demselben Komponisten für nur 5€.

    Btw, das zweite klavierkonzert wurde auch zwei Mal von Muse (siehe Seite 1) als Vorlage verwendet.
    I mean, after all; you have to consider we're only made out of dust. That's admittedly not much to go on and we shouldn't forget that. But even considering, I mean it's a sort of bad beginning, we're not doing too bad. So I personally have faith that even in this lousy situation we're faced with we can make it. You get me?

  6. #26
    Moderator Avatar von wu-chi
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    Nun werde ich auch einmal einen Musiktip (eigentlich sind es gleich zwei) abgeben:

    OSI - Office Of Strategic Influence

    OSI ist ein Gemeinschaftsprojekt von Jim Matheos (Fates Warning), Kevin Moore (Chroma Key) und Mike Portnoy (Dream Theater). Deneben haben noch Sean Malone (Gordian Knot) und Steven Wilson (Porcupine Tree).

    Diese Scheibe wird gerne als Prog-Metal angekündigt, welchem ich aber nicht zustimmen kann. Ein Metal-Einfluß ist zwar vorhanden, aber nicht so stark wie man vermuten würde, für mich ist z.B. der psychedelische Sound nicht zu überhören. Zusätzlich werden einzelne Lieder mit einer Geräuschkulisse, wie z.B. Stimmen, mechanisch-klingende Soundelemente und orientalische Melodien, unterlegt. So kreiert das Projekt eher einen neuen Musikstil, als das es dem Prog-Metal zugeschrieben werden könnte. Dem Prog muß man es aber eindeutig zuordnen.

    Selten hat mich eine Scheibe von Anfang an in einen Bann gezogen wie diese. Es erfreut einem immer wieder, wie man beim mehrmaligen Anhören immer wieder neue Dinge entdeckt. Ich empfehle diese Scheibe denjenigen, die etwas mit Prog anfangen können und sich nicht gleich von etwas abschrecken lassen.

    Als Anspieltip empfehle ich unbedingt shutDOWN (gesungen von Steven wilson, der mit "Porcupine Tree - in absentia" für mich die Platte des Jahres abgeliefert hat). Ebenfalls sollte man sich "Set The Controls For The Heart Of The Sun" (Pink Floyd - Ummagumma) nicht entgehen lassen, der sich allerdings nur auf der Bonus-Disc befindet, weshalb man sich unbedingt die limitierte Doppel-CD besorgen sollte.


    The White Birch - Star Is Just A Sun

    Eine Scheibe von einem norwegischem Trio und stark von Melancholie geprägt ist. Sie erinnert von der Grundstimmung etwas an Sigur Rós, ist aber doch auch sehr eigen.

    Als ich sie zum ersten Mal hörte wurde mir richtig warm ums Herz. Wäre ich damals ein Schneemann in der Antarktis gewesen, so würde ich dahingeschmolzen sein. Eine Scheibe um sich zu verlieren und zum träumen (Grundstimmung vorausgesetzt).

    Und da ich jetzt schon als Poet und Freidenker bezeichnet werde, gibt&#39;s passend zum Musiktitel dazu, extra für den lieben @Dr.BrainFister, ein Gedicht dazu:

    Was die Sonne nie sagt

    Selbst
    Nach all dieser Zeit
    Sagt die Sonne nie zur Erde:

    "Du stehst in meiner
    Schuld."

    Schau, was eine solche Liebe bewirkt -
    Sie erleuchtet
    Den
    Ganzen
    Himmel.

    Hafis

    Viele Grüße
    wu-chi
    "Any given man sees only a tiny portion of the total truth, and very often, in fact almost perpetually, he deliberately deceives himself about that little precious fragment as well. A portion of him turns against him and acts like another person, defeating him from inside. A man inside a man. Which is no man at all."
    Philip K. Dick (A Scanner Darkly, 1977)

  7. #27
    Dauerschreiber Avatar von mukenukem
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    Dana Glover - Testimony

    Wieder mal ein frisches Talent, Singer/Songwriter Dana Glover. Vielleicht kennt wer den Soundtrack von Shrek, da hat sie "It Is You (I Have Loved)" beigesteuert.

    Sehr markante Stimme, ein bissl was von Anastacia, und wichtig: Kein Casting-Einheitspopp, sondern frische, Ohrwurm-taugliche Songs, welche sich nicht so schnell auslutschen, sondern auch nach öfterem Hören noch gefallen. Außerdem beherrscht sie das Bedienen des Klaviers ausgezeichnet.

    Absolut Hitverdächtig (zumindest wenn man gute Musik mag).

    Beth Hart - Leave The Light On

    Ja, darauf habe ich schon lange gewartet &#33; Endlich wieder Nachschub von meiner Lieblings-Interpretin. Rockig, rauchig, kultig.

    Jewel -0304

    Ist sehr wandlungsfähig, das Mädel. Von Country zum Pop. Gute Stimme ...


    Sarah McLachlan - Fallen

    Lang hat es gedauert, bis was neues von ihr erschienen ist. Angenehme Melodien, eine angenehme Stimme, gut zum relaxen (oder zum beruhigen nach Beth Hart ).

    Michelle Branch - Hotel Paper

    Das 2. Album der Frau Branch. Absolut hörenswert.



    Bin ich froh, daß man zumindest in Amiland noch gute CDs OHNE KOPIERSCHUTZ bekommt. Amazon.com sei dank. Leider wirds wohl dort auch nicht mehr lange so sein....
    "In this house we obey the laws of Thermodynamics !" - Homer Jay Simpson

  8. #28
    Wühlmaus Avatar von Nager
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    Wenn ich gerade hier mal vorbeistolpere: Der Thread verdient ein Reply, auch wenn ich den Threadersteller seit langem hier nicht mehr gesehen habe... *g*

    Weather Report machen in der Tat klasse relaxten Fusion, nicht ganz so verfrickelt wie Mahavisnu Orchestra oder Return To Forever (mit denen sie meist in einem Atemzug genannt werden), daher wahrscheinlich auch angenehmer zu hören und weniger "kopfig". Die Weltmusik-Einflüsse, die bei den anderen genannten Bands fehlen, finde ich hier auch stark. Ich habe Weather Report gerade vor ein paar Tagen entdeckt und bin ziemlich angetan.

    Ein Anspiel-Tip ist das 77er Album "Heavy Weather", das der Band damals den Durchbruch bescherte.

    Das Thema könnte eigentlich auch komplett in den Musik-Tips-Thread wandern..

  9. #29
    Dauerschreiber Avatar von mukenukem
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    Und wieder gibts was neues von Anastacia, ein neues Album das genauso benannt ist. Diese Frau hat eine Hammerstimme, das wußte ich seit ich zum 1. mal bei MTV "I´m outta love" gesehen hab (da dachte ich eigentlich an Stevie Wonder, irgendwie klingt Anastacia ähnlich). "Left outside alone" kennt jeder (ich konne es am Anfang gar nicht ihr zuordnen, denn der Anfang klingt mehr nach Evanescence oder so). Doch auch die anderen Nummern sind ausgezeichnet. "Seasons Change" ist schön rockig, den rest muß ich erst meditativ anhören, aber der 1. Eindruck ist ausgezeichnet.

    Einziger Wermutstropfen: Die CD ist leider mit einem Kopierschutz versehen, und obwoch ich sowas normalerweise boykottiere, mußte ich einfach zuschlagen (was kann die Dame dafür, daß bei Sony Music lauter Idioten sitzen). Natürlich war das rippen kein Problem, allerdings gehts mir ums Prinzip...
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  10. #30
    Administrator Avatar von Dr.BrainFister
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    The Bright Eyes
    "Fevers and Mirrors"


    auf grund der liedtextlichen empfehlung meines leidensgenossen und progressiv-humoristen sepia tat ich mir mal was von den "bright eyes" rein und muss sagen, es lohnt sich, für sie superlative zu gebrauchen, denn: die scheibe gehört zum besten, was ich in letzter zeit gehört habe.

    für leute, die gern vergleiche brauchen: die stimme ist für mich am ehesten als eine mischung aus tom yorke (radiohead) und robert smith (the cure) zu umschreiben. doch selbst das trifft es nicht wirklich. hier ist wohl selber hören gefragt. denn die stimme der bright eyes ist schlicht einzigartig -so eine der stimmen, die mir schon beim kurz hören sagen, um welche band es geht.

    von song zu song wechseln die instrumente. keine feste struktur, kein roter faden, der sich durchs album zieht. außer die rohheit, das pure, das urige, wie immer du es nennen willst. mal flackert eine flöte auf, gitarren in verschiedensten variationen, sowas wie triangeln, geräusche von der anderen seite, rauschen zwischen den passagen, extrem emotionales gitarrenseitenwechselquietschen... insgesamt wie aus einem guss. als hätten mit dem gesang die instrumente wie von geisterhand angefangen zu spielen, um dem geist des gesangs zu folgen.

    absolut pure, mitreißende musik, die sich weder an das pseudo-geschrammel überhypter "the"-bands (the strokes, the vines...) anbiedert noch versuchst, betont sperrig zu wirken, sondern durchweg das bleibt, was sie ist: aus dem bauch heraus.
    "Wissen sie woraus der Leberkäs gemacht wird? Aus den Resten der Knackwurst. Und die Knackwurst? Aus den Resten vom Leberkäs. So geht das ewig weiter: Leberkäs, Knackwurst, Leberkäs, Knackwurst..." - Simon Brenner (Josef Hader) in "Silentium"

  11. #31
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    Damit hast du dich auf der Sympathieskala wieder weit nach oben getrieben. Progressiv-Humorist schmeichelt mir natürlich ungemein, aber das du dir Fevers and Mirrors reingezogen hast ist viel wichtiger. Ist die Platte denn permanent lo-fi oder nur manchmal? Die Lifted ist nämlich manchmal extrem roh (z.B. Waste of Paint), dann aber auch wieder ziemlich konsumierbar produziert (z.B. Nothing Gets Crossed Out), und die Mischung gefiel mir eigentlich verdammt gut.
    Wie auch immer, Fevers and Mirrors, merke ich mir auf jeden Fall vor, für die Zeit nach Franz Ferdinand und (hoffentlich endlich bald) The Mars Volta. Danke.
    I mean, after all; you have to consider we're only made out of dust. That's admittedly not much to go on and we shouldn't forget that. But even considering, I mean it's a sort of bad beginning, we're not doing too bad. So I personally have faith that even in this lousy situation we're faced with we can make it. You get me?

  12. #32
    Tastaturquäler Avatar von Thandor
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    The Strokes - Room on Fire

    Brainfister ist zwar der Ansicht, das diese überhypte Band nur pseudo-geschrammel hinbekommt, aber wo kämen wir hin, wenn jeder den selben Geschmack hat?
    Ich kann die neueste Platte von "The Strokes" nur empfehlen. Die Melodie sticht und eigentlich jedes Lied ist gut genug, um es sich öfters zu Gemüte zu führen. Vom langsamsten Lied der Platte, "Under Control", über das smoove "12:51" bis hin zum &#39;bekanntesten&#39; Lied, "Reptilia", lassen die Lieder eigentlich keine Wünsche offen. Jedenfalls bei mir.

    Beatsteaks - Smack Smash

    Eine deutsche Band, die zu Beginn ihrer Karriere eigentlich "just punk&#39;d" waren. Mittlerweile sind sie bei dem Mischmasch aus Mainstreampop-Punk angekommen, der Bands wie NOFX ab und zu mal zu einem Charterfolg verhilft. Smack Smash ist meiner Meinung nach die beste Scheibe der Band, wobei nicht jedes Lied so unter die Haut geht wie etwa "Hand in Hand", "I don&#39;t care as long as you sing" oder etwa "Big Attack".
    Abschließend hierzu möchte ich noch einen Live-Eindruck von der Band loswerden: Woa&#33;
    So, das sollte genügen. *g*
    Nein, im Ernst. Live sind die Beatsteaks nochmals um längen besser als aus der Blechkiste - wer&#39;s mir nicht glaubt, soll sie sich selbst anschauen&#33;


    Hierzu sei nochmals gesagt, das mein rein persönlicher Geschmack zum Ausdruck gekommen ist und ich mich beileibe nicht als halbwegs guter Musikkritiker bezeichnen kann.
    "This threshold is mine. I claim it for my own.
    Bring on your thousands, one at a time or all in a rush.
    I don't give a damn.
    None shall pass!"

  13. #33
    Moderator Avatar von wu-chi
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    eben per e-mail wurde mir mitgeteilt, daß Sigur Rós eine neue ep veröffentlicht hat.

    Sigur Rós: "Ba Ba Ti Ki Di Do"

    Und hier kann man den Tönen lauschen: (hier klicken)

    Viele Grüße
    wu-chi
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  14. #34
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    Eine Empfehlung meinerseits gibts für die Band "System of a Down" (SOAD);
    Absolut geniale Metal Band deren Songs man sich locker 50x anhören kann ohne das diese nerven (So wars bei mir und auch vielen Freunden u. Bekannten);

    Anspieltips:

    -Suite Pee
    -Sugar
    -Spiders
    -Prison Song
    -Chop Suey
    -Forest
    -Toxicity
    -Boom
    -Roulette

    (Eigentlich gibts kaum einen schlechten Song von den 4 Armeniern)
    I can see what you see not. Vision milky then eyes rot.
    When you turn they will be gone, whispering their hidden song.
    Then you see what cannot be, shadows move where light should be.
    Out of darkness, out of mind, cast down into the Halls of the Blind.

    THE HANSINATOR STRIKES BACK

  15. #35
    Wühlmaus Avatar von Nager
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    Peter Gabriel - Up

    Peter Gabriel dürfte jedem hier ein Begriff sein. Der Ex-Sänger von Genesis hat seit 1977 eine eindrucksvolle Solo-Karriere hingelegt und es im Gegensatz zu seinem Genesis-Streitgenossen Phil Collins stets verstanden, Anspruch und Mainstream miteinander zu verbinden und sich selbst treu zu bleiben.

    Nach seinem letzten Soloalbum "Us" von 1992 mussten die Fans viel Geduld haben. Gabriel ist bekanntlich jemand, der sich mit seinen Alben sehr viel Zeit lässt. Nach der Ankündigung seines 7. Soloalbums "Up" im Jahr 1995 folgten lange Jahre des Wartens. Vom "Meister" sind aus der Zeit folgende aussagekräftige Zitate überliefert:

    "Deadlines are things that we pass through on the way to finishing."- Peter Gabriel
    "I always get pregnant when I make records."- Peter Gabriel
    "I&#39;m just bloody slow."- Peter Gabriel
    "Old men take a little longer to get &#39;up&#39;."- Peter Gabriel
    "Starting is always easy ... finishing is harder."- Peter Gabriel
    "Speed is not my strength, diversions are."- Peter Gabriel
    "We&#39;re intending to release in September - you see I never specify the year."- Peter Gabriel
    "If I get hit by a bus tomorrow, there will be an album to put out."- Peter Gabriel
    "The time seems to have evaporated."- Peter Gabriel


    Letztendlich hat sich das lange Warten gelohnt und Gabriel konnte es im Herbst 2002 all denen zeigen, die ihm keinen neuerlichen Geniestreich mehr zugetraut hatten. 10 Jahre nach seinem letzten Soloalbum (wenn man "Ovo - die Milleniumshow" nicht mitzählt) überrascht er mit einem erfrischend unkommerziellen und unverbrauchten Sound, der sofort als typisch Peter Gabriel erkennbar ist und doch neue "Tiefen auslotet".

    Die erste Überaschung erfolgt gleich nach Einlegen der CD. Man sollte nicht den Fehler machen, bei den ersten gedämpften Percussion-Klängen von "Darkness" die Lautstärke zu weit aufzudrehen, sonst erschrickt man sich bei dem folgenden Aufschrei zu Tode.
    Die Dynamik ist über die ganze CD wunderbar ausgeprägt. Dem völlig überaschend losbrechenden musikalischen Malstrom folgt wieder eine flüster-leise in sich gekehrte Passage, die sich langsam steigert.. so etwas hat man auf Mainstreamproduktionen lange nicht gehört.
    Gabriel setzt hier ein deutliches Zeichen gegen das komprimierte, aller Ecken und Kanten beraubte, gleichförmig-unaufdringliche Sound-Gewaber im Radio und auf aktuellen CD-Produktionen. Ein Wagnis, zu dem man ihm nur gratulieren kann&#33;

    Die Dynamik trägt viel bei zur dichten Atmosphäre von "Up", das wie aus einem Guss wirkt. Die Reihenfolge der Songs ist mit viel Bedacht ausgewählt - Peter Gabriel behauptet, er habe zum Schluss gut 150 Songs zur Auswahl gehabt, von denen er 10 auswählte.
    Es ergibt sich eine in sich geschlossene düstere Atmosphäre, die einen in den Bann zieht.
    Die Produktion ist, wie nicht anders von Gabriel gewohnt, allererste Sahne. Glasklarer unglaublich detailverliebter Sound. Man merkt in jeder Sekunde, wieviel Zeit der "Meister" in die Produktion hat fließen lassen. Es lässt sich auch beim X-ten Hördurchlauf stets etwas neues entdecken - und doch ist die Musik zugänglich und nicht überladen.

    Ein weiterer Pluspunkt ist die stilistische Vielfalt der Platte. Man merkt deutlich, dass Gabriel keine Angst vor modernen Einflüssen hat. Zur düsteren Horror-Oper von "Darkness" gesellen sich Worldmusic- / Ethno-Einflüsse und sogar moderne Dancefloor-Rhythmen lassen sich auf "Growing Up" ausmachen. Mein Anspieltip ist das getragene, wunderbar melancholische "Signal to Noise", was nach langsamen Aufbau in einem epischen Finale endet.

    "Up" ist insgesamt ein Album, was beim ersten Hören nicht leicht verdaulich ist. Wenn man einmal den Zugang gefunden hat, kann man es dafür wieder und wieder hören, ohne dass man übersättigt wird. Der "Meister" meldet sich auf eindrucksvolle Weise zurück und man hofft auf "mehr" - und das vor 2020.

  16. #36

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    Originally posted by wu-chi@14.07.2004, 20:09
    eben per e-mail wurde mir mitgeteilt, daß Sigur Rós eine neue ep veröffentlicht hat.

    Sigur Rós: "Ba Ba Ti Ki Di Do"

    Und hier kann man den Tönen lauschen: (hier klicken)

    Viele Grüße
    wu-chi
    Re: Sigur Rós: Den Namen hatte ich von Freunden schon öfters gehört, und vor kurzem habe ich jetzt endlich mal auch die zum Namen gehörige Musik gehört (im Film &#39;Immortel (ad vitam)&#39; von Enki Bilal) und festgestellt, daß die mir gefällt. Wieviele Alben hat der denn schon gemacht, und welches wäre am empfehlenswertesten?

    Ach ja, und da das hier ein Empfehlungsthread ist: Ich habe keine Ahnung, ob und wie &#39;mainstream&#39; das ist, aber durch eine englische Freundin habe ich die CD "O" von Damien Rice kennengelernt und finde die ziemlich klasse. Ich weiß nicht, ob man die Band auch hier in D-land kennt, da ich kein Radio höre und kein Fernsehen habe. Der Sound ist für mich nicht leicht zu beschreiben, da ich mich mit Musikstilen nicht so auskenne; ist jedenfalls teilweise eine seltsame Mischung mit verzerrtem Operngesang und so.

  17. #37
    Mittlerer SpacePub-Besucher
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    Ich bin vor kurzem wieder über Biospheres Album Substrata aus dem Jahre 1997 gestolpert. Das Resultat: Stundenlanges lauschen und konzentriertes Hineinhören in diese extrem cremige und enstpannte Art von Musik. Da passiert nie viel, aber immer genug, um die Sache spannend zu halten. Am ehesten könnte man Substrata im Ambient einordnen.

    Besonders gut kommt das Album spätabends bei Regen und offenem Fenster, *mjam* ...

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  18. #38
    Moderator Avatar von Amujan
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    Diesmal 2 Soundtracks voll mit Musik junger aufstrebender, nicht nur unbedingt deutscher Bands.

    Kleinruppin Forever

    Die Scheibe (wie der Film) lebt von ein paar Songs von Eskobar, die vor Kurzem ihre neue Scheibe A Thousand Last Chances veröffentlicht haben und dem wundervollen Score von Masha Qrella & N. - Winson, Die Sterne und und Sportfreunde Stiller geben auch ein paar Songs dazu - aus dem Fundus von V2 Records.

    Anspieltipps für akkustischen Querschnitt:

    Track 01 - Eskobar - Reality (geniale Version die im Film ne Rolle spielt)
    Track 12 - Die Sterne – Verstehen ist nicht dasselbe wie Überstehen (aber auch schön)
    Track 17 - Masha Qrella & N – Am See (Score)

    sommersturm

    Ein Themesong von Nada Surf, ein Titellied von Rosenstolz (von "HERZ") und ein genialer Score von Nikki Reiser, einem schweizer Filmkomponisten, der schon den Score von JENSEITS DER STILLE, NIRGENDWO IN AFRIKA oder DAS FLIEGENDE KLASSENZIMMER gestellt hat machen diesen Soundtrack zu einer Perle&#33; Sogar Kerosin - deren Drummer Hanno Koffler im Film den Malte gibt - haben einen Song (Catch Me) beigesteuert.

    Anspieltipps f.a.Q.:

    Track 01 - Nada Surf - Blonde On Blonde (dieser Song ist zusammen mit Flames von Vast der Spiegel des Films)
    Track 03 - Rosenstolz - Willkommen
    Track 08 - Vast - Flames
    Track 19 - Nikki Reiser - Sommersturm

    anhörbar & Links zu den Gruppen hier: link

    Amu

  19. #39
    Warmgepostet Avatar von cronos
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    Candlemass: Epicus Doomicus Metallicus



    Ein Meisterwerk, ein Klassiker aus dem Jahre 1986. Sechs zwischen 5 und 9 Minuten lange Songs schlagen dich wie ein Vorschlaghammer aus der Realität und ziehen dich immer tiefer in eine düstere Welt voller schwerer, schleppender Gitarrenarbeit, treibender Drums und cleanen, männlichen Vocals, die alles vergleichbare kilometerweit hinter sich lassen. 42 Minuten Doom Metal is seiner reinsten Form, aufgeteilt in sechs epischen Songs. Wer hier allerdings leichte, fröhliche Musik erwartet, sollte besser die Finger von diesem Meisterwerk lassen.


    mfg
    cronos
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  20. #40
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    Anett Louisan

    "Boheme"

    leicht ironische,deutsche Texte und dazu jazzige Musik

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