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Thema: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

  1. #21
    Forum-Aktivist Avatar von mort
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    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Oh, da habe ich etwas verpasst: Wann ist denn D'Anna aus BSG abgetreten?

  2. #22
    Moderator Avatar von Amujan
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    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Haste net mitbekommen?

    Ganz am Ende von 4x11 "Sometimes A Great Notion".

    D'Anna (zu Saul Tigh am Strand, nach dessen Aufforderung sie solle auf ihr Schiff zurückkehren, weil sie alles zusammenpacken und wegspringen, bevor der seine Erinnerung an Ellen hat):

    "No, I'm not going. You know, all of this is just gonna happen again and again and again. So I'm getting off this merry-go-'round. I'm gonna die here with the bones of my ancestors and it beats the hell out of being out there with Cavil. To die in the cold and the dark, when Cavil catches up with us."

  3. #23
    Dauerschreiber Avatar von Imzadi
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    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Gerade gesehen und ich habe keine Ahung was ich davon halten soll. Ich kann auch noch nicht ganz begreifen, dass einer der besten Serien nun vorbei ist.

    Das Finale war ... anders. Ich bin mir nicht sicher, ob es mir nun gefällt oder nicht. Ich muss mir dazu noch einige Gedanken machen, da mir jetzt so einiges durch den Kopf geht.

  4. #24
    Moderator Avatar von greenslob
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    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Ich bin noch etwas zwiegespalten. Der erste Teil (mit dem Big Bang) gefiel mir recht gut (bis auf einige der Centurion-CGI).
    Beim zweiten Teil auf der Erde gab es teils sehr schöne Abschlüsse, aber ein Teil war mir dann doch etwas zu übertrieben pathetisch...

    Am meisten Probleme habe ich aber auch (wie viele) mit der Lösung "Wir verzichten jetzt ganz auf Technologie"... Also ehrlich... als Konzept ja recht nett, aber wie blöd ist das, nur mit den Kleidern auf seinem Leib und einer Einkaufstasche durch die Savanne zu ziehen und sich von allen anderen zu trennen (die einem eventuell bei akuter Blinddarm entzündung helfen könnten) und alles Metall in die Sonne zu schicken (und sich noch nicht mal einen Speer zur Verteidigung gegen Raubtiere zu sichern?....

    Wer musste da außer mir noch an die Telefondesinfizierer aus dem Hitchhiker's Guide denken?
    **** Nach dem TBFC ist vor dem TBFC ****

    Neu: jetzt mit Alkohol UND Waffen!

  5. #25

    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    ^^ok hast recht.... hätte einfach mal ein anderes Video testen sollen.

    Danke für den Link

  6. #26
    Tastaturquäler Avatar von Octantis
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    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Zitat Zitat von Amujan Beitrag anzeigen

    Der Trailer für SG-U is für mich noch unschlüssig, sieht nach "Battlestar Voyager" aus. hoffentlich wird es kein Abklatsch, aber bei den selben Machern hinter der Kamera habe ich da noch keine Hoffnung.

    OT: also ich finde ja es sieht mehr nach nen Horrofilm aus (mit dem "unterbrochenen" Videostil ect.), das ausgerechnet der Kerl aus 28 Weeks Later mehrmals prominent im Bild ist, machts auch nicht besser

  7. #27
    Moderator Avatar von Amujan
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    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Jetzt bin ich aber schon neugierig, wer das Finale so abgrundtief scheisse fand und warum.

  8. #28
    Treuer SpacePub-Besucher Avatar von Kumpeljesus
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    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Zitat Zitat von Amujan Beitrag anzeigen
    Jetzt bin ich aber schon neugierig, wer das Finale so abgrundtief scheisse fand und warum.

    Wollte ich auch schon Fragen, also beim besten willen, ich glaube keine einzige Folge hat auch nur soooo ein Wertung verdient !

    MfG
    Kumpel j.

  9. #29
    Moderator Avatar von Amujan
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    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Naja, mit diesem Serienende ist es wie mit allen anderen. Entweder man mag es oder nicht. Nur Fans investieren Zeit in eine Serie und halten diese bis zum Ende durch, dadurch enstehen genau dann IMMER zwei extreme Lager, mit wenig dazwischen. Diejenigen die alles super fanden und diejenigen, die sich in irgendeiner Form betrogen fühlen.

    Letzteres entsteht vor allem durch die (scheinbare) Verwendung einer Deus ex machina der Autoren als Mittel um die gesamte Serie zu erklären: "Gott wars." Viele hielten BSG für durchweg harte Science Fiction, und haben über die übernatürlichen oder unerklärlichen Ereignisse gern hinweggesehen oder sich eine SciFi-Erklärung gebastelt, die die Autoren so aber nunmal nie im Sinn hatten. Auch wird Moore & Co. gern vorgeworfen, dass sowas dabei herauskommt, wenn man eine Serie "unterwegs" schreibt und nicht wie JMS sein Babylon 5 komplett durchplant, dennoch gab es auch hier Eckpfeiler die von Anfang an so in der Serienbibel feststanden, daher lasse ich diesen Vorwurf nicht gelten, denn nur der Weg zum Ziel war offen.

    Hätte man die Helden in "unsere" Welt/Zeit anders integrieren können als NUR über Hera als genetische Vorfahrin? Sicher. Wäre dabei was besseres als Galactica 1980 herausgekommen? Was weiss ich. Aber die Serie impliziert ja (in ihrem fiktionalen Rahmen), dass ihr Eintreffen bzw. ihr Beitrag zur menschlichen Entwicklung auch ein kollektives genetisches Gedächtnis war. Nicht umsonst tauchen in der Antike die Namen wieder auf, die 150000 Jahre zuvor schon einmal eine Rolle spielten und aus den Lords of Kobol wurde der Olymp der Götter. Es gibt für dieses genetische Gedächtnis eher konzeptionelle Beispiele, wie die Regierungsform oder militärische Vorgehensweise aber auch sehr spezifische Dinge wie Musik, Kleidung und Sprache, die in einzelnen Menschen aus dem Grundrauschen des kollektiven Gedächtnisses in deren Unterbewusstsein traten und Entwicklungen auslössten. Die Sprache der Kolonisten wurde offenbar zu unserem Englisch, bis auf ein kleines Schimpfwort, dass nicht ganz exakt wiederkam ;o)

  10. #30
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    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Kann es sein das die was übersehen haben?

    Ein paar Folge vorher machte ein Raptor dicht neben Galactica einen Überlichtsprung. Dabei hats Galactica die Aussenhülle ganz ordentlich zerrissen. Man darf nämlich nicht so nah an anderen Objekten diesen Antrieb nutzen.

    Im Finale sind gleiche mehrere dieser Schiffe direkt aus dem Galactica Hanger geFTLt. Den hätte es doch komplett zerreissen müssen, es wäre sogar in Ordnung gewesen, war eh der Museumshanger, Galactica wollten sie auch aufgeben und der andere hätte auch gereicht um die evtl. zurückkehrenden Schiffe aufzunehmen. Das gleiche als Galactica dann wegsprang, das hätte der Basis auch noch den Rest geben müssen. Hat wohl keiner mehr dran gedacht.

  11. #31
    Forum-Aktivist Avatar von mort
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    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Ja, die Basis hätte die Frontpartie verlieren müssen...
    Bei den Raptoren sieht man ja, wie die Außenwand des Flugdecks weggesprengt wird, als sie springen...

  12. #32

    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Ich empfehle Euch einmal dieses exzellente Essay zum Serienfinale zu lesen:
    Doomed to Repeat It: Battlestar Galactica, Thoughts at the End

    Die Autorin fasst einige Hauptkritikpunkte die ich mit ihr teile, noch einmal anschaulich zusammen.

    Der technologiefeindliche Schluss ist, hart ausgedrückt, völlig unglaubwürdiger Mummenschanz - und die berühmte suspension of disbelief hätte schon bei "echten" Science Fiction-Serien Schwierigkeiten, Serien die sich nicht ihrem Realismus und ihrer Gegenwartsbezogenheit rühmen wie es Galactica tut. Hier wird sie noch einmal auf einen neuen Höhepunkt getrieben.

    Galacticas grundlegendste Schwäche, die Entscheidungen der Elite (Galactica-Offiziere, Roslyn & verbündete Cylon-Anführer) in einen logischen und nachvollziehbaren Kontext zu den anderen 40-50.000 Mitgliedern der menschlichen Restzivilisation zu setzen, wurde hier einmal mehr offenkundig.

    Man lasse sich das auf der Zunge zergehen: Über fünf Jahre beschäftigten wir uns mit der Frage, wie die menschliche Zivilisation nach dem Holocaust weiterbestehen wird, welche Lehren die Überlebenden aus den Fehlern der Vergangenheit ziehen werden. Die dummdreiste Antwort in bester new age Rhetorik bekommen wir in der letzten halben Stunde der Serie in wenigen banalen Nebensätzen geliefert: Eine neue Siedlung zu gründen ist doof, fällt Herrn Adama ein, hat ja schon in New Caprica nicht funktioniert. Nein Leute, der Berg ruft! Wir müssen zurück zur Natur, Technologie ist böse und grün ist gut - so klappt's auch mit Love, peace and harmony. Also verzichten wir mal eben auf unsere Technologie, auf medizinische und kulturelle Errungenschaften, fliegen unsere gesamte Flotte in die Sonne und machen uns ein laues (!) Leben als Neanderthaler. Ja, so eine Lebenserwartung von 20-30 Jahren ist schon was Tolles. Und natürlich sind alle (!) 38.000 Leute, alle Besatzungen der dutzenden kolonialer Schiffe damit einverstanden in Zukunft ein Leben als Höhlenmensch in feindlicher Umwelt zu führen. Wer fände es nicht toll die Hälfte seines Nachwuchses vor dem Erwachsenenalter an Pocken, Grippe und andere tolle Wunder der Natur zu verlieren?

    Unglaubwürdiger geht es nicht mehr, denn natürlich würde niemals jeder - geschweige denn eine Mehrheit - eine derartige Auslöschung der eigenen Zivilisation und Verringerung der Überlebenschancen so einfach hinnehmen.

    Die Autoren haben sich aus akuter Ideenlosigkeit dazu entschieden, lieber ein paar verbrämte Öko-hippie-weisheiten aufzutischen statt uns, wie man es von guter Science Fiction erwarten kann, einen glaubwürdigen und interessanten Zukunftsentwurf für die Colonials zu präsentieren. Sie nehmen damit dieselbe billige Abkürzung, mittels der sie sich auch schon bei Karas Verklärung zum göttlichen Engel um echte Antworten gedrückt haben.

    Das ist schade, denn das Ende hätte die Möglichkeit gegeben, einige strukturelle Defizite der Serie gerade zu biegen und einen stimmigen Abschluss zu bieten. Zur Mitte der Episode war ich durchaus noch hoffnungsvoll, da der greifbare Frieden zwischen den Colonials, den Final Five und Cavil durchaus ein paar interessante Optionen geboten hätte. Selbst so ein happy go lucky Kriegsende à la Deep Space Nine wäre allemal akzeptabler gewesen als dieser Neanderthaler-Schmu.

    Ja, im Rückblick kann ich schließen, dass ein von vorne herein verfasster Handlungsbogen à la Babylon 5 nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig gewesen wäre. Ronald D. Moore bleibt zu viele Antworten schuldig, und hat sich an der Herkulesaufgabe ein Universum politisch und soziokulturell realistisch zu beschreiben, leider verhoben. Interessante Charaktere, streckenweise gute Dialoge und brilliante Actionszenen sind eben nicht alles - das Primat jeder guten Erzählung ist und bleibt, wie auch schon die von mir eingangs verlinkte Autorin feststellt, der Handlungsbogen.

    Ich bete darum, dass LOST nicht dasselbe Schicksal ereilt an seiner eigenen Komplexität zu ersticken.

  13. #33
    Treuer SpacePub-Besucher Avatar von Kumpeljesus
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    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Ehrlich ich weis nichtw arum sich hier manche so an der technologischen sache "Erhängen" ?

    Also für mich Privat würde das sogar in Frage kommen, habt ihr den noch nie den gedanken gehabt das es eigentlich wesentlich "Besser" wäre ohne diesen ganzen firlefanz den wir um uns haben.

    Vielleicht gehöre ich ja tatsechlich zu den Menschen die ein Rad ab haben

    Aber ich habe mir einfach desöfteren gedacht (in anbetracht unserer Politik, und und und) das es eigentlich ein wesentlich erfülteres (wen auch Härteres) Leben wäre wen man irgendwoe im Urwald aufwechst und das einzige ziel einfach Essen ist.
    Wen man sich einfahc nur noch auf das grundlegende Konzentriert, ich frage mic einfach ob das unterm strich nicht ein Erfülteres Leben wäre.

    Ohne diesen bescheuerten krieg, ohen von irgendwelchen Politikern an der Nase herumgeführt zu werden und ohne diese ganze technik, die im grunde zwar eine erleichterung ist doch wen man es wiederum genau betrachtet auch genau das ist was uns "Versklavt".

    Und in anbetracht dieses Denkens kann ich deren Entscheidung doch nachvolziehen.


    MfG
    Kumpel J.

  14. #34

    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Typisch romantisierendes New Age-Blabla.

    Erinnert mich an den Film "The Village", als eines der Kinder am krepieren war und Medizin brauchte, haben sie dann auch eingesehen dass technische Errungenschaften nicht das Schlechteste sind.

    Früher fehlte es in sehr vielen Fällen an den Möglichkeiten ein "gutes Leben" zu führen. Mangelernährung, Hungersnöte, tödlich kalte Winter, wilde Tiere und grassierende Seuchen setzten den meisten Menschen im Alltag zu und reduzierten ihre Lebensqualität in einer Weise die sich der westliche Wohlstandsmensch nicht vorstellen kann. Der Mensch musste täglich um sein Überleben kämpfen, wenn Du wissen willst was dies mit der menschlichen Psyche anrichtet, befrage einfach mal ein paar Weltkriegssoldaten oder KZ-Überlebende. Der Naturzustand ist nicht weniger grausam als diese menschengemachten Gräuel, da lenken auch die idyllischen grünen Wiesen im Galactica-Ende nicht von ab.

    Heute haben wir die Möglichkeiten, aber es fehlt oftmals der Willen, Technologie sinnvoll zu nutzen und allen Menschen zugänglich zu machen. Per se technologie- und wissenschaftsfeindliche Menschen gibt es Heute auch, sehr oft sind das religiöse Fundamentalisten, die ihre Konzepte aber so gut wie ne durchdenken, bzw. nur ein gering ausgebildetes Verständnis von den Wissenschaften haben. Nicht die Technik ist das Problem, sondern das, was der Mensch daraus macht. Vor 2.000 Jahren waren die Menschen ebenso brutal zueinander, man nutzte eben Schwert und Bogen statt Jets und Panzer - das Ergebnis war dasselbe. Vor 50.000 Jahren waren Keulen und bearbeitete Steine die Waffen der Wahl um den Konkurrenten den Schädel einzuschlagen.

    Eine echte Herausforderung ist es, eine utopische Gesellschaft realistisch zu beschreiben in der Menschen neue Lösungen für altbekannte menschliche Schwächen entwickeln. Galactica hat es vermieden hier überhaupt nur den Versuch zu wagen. Zu viele wichtige Fragen bleiben unbeantwortet.

  15. #35
    Treuer SpacePub-Besucher Avatar von Kumpeljesus
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    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Zitat Zitat von DerBademeister Beitrag anzeigen
    Typisch romantisierendes New Age-Blabla.

    Erinnert mich an den Film "The Village", als eines der Kinder am krepieren war und Medizin brauchte, haben sie dann auch eingesehen dass technische Errungenschaften nicht das Schlechteste sind.

    Früher fehlte es in sehr vielen Fällen an den Möglichkeiten ein "gutes Leben" zu führen. Mangelernährung, Hungersnöte, tödlich kalte Winter, wilde Tiere und grassierende Seuchen setzten den meisten Menschen im Alltag zu und reduzierten ihre Lebensqualität in einer Weise die sich der westliche Wohlstandsmensch nicht vorstellen kann. Der Mensch musste täglich um sein Überleben kämpfen, wenn Du wissen willst was dies mit der menschlichen Psyche anrichtet, befrage einfach mal ein paar Weltkriegssoldaten oder KZ-Überlebende. Der Naturzustand ist nicht weniger grausam als diese menschengemachten Gräuel, da lenken auch die idyllischen grünen Wiesen im Galactica-Ende nicht von ab.

    Heute haben wir die Möglichkeiten, aber es fehlt oftmals der Willen, Technologie sinnvoll zu nutzen und allen Menschen zugänglich zu machen. Per se technologie- und wissenschaftsfeindliche Menschen gibt es Heute auch, sehr oft sind das religiöse Fundamentalisten, die ihre Konzepte aber so gut wie ne durchdenken, bzw. nur ein gering ausgebildetes Verständnis von den Wissenschaften haben. Nicht die Technik ist das Problem, sondern das, was der Mensch daraus macht. Vor 2.000 Jahren waren die Menschen ebenso brutal zueinander, man nutzte eben Schwert und Bogen statt Jets und Panzer - das Ergebnis war dasselbe. Vor 50.000 Jahren waren Keulen und bearbeitete Steine die Waffen der Wahl um den Konkurrenten den Schädel einzuschlagen.

    Eine echte Herausforderung ist es, eine utopische Gesellschaft realistisch zu beschreiben in der Menschen neue Lösungen für altbekannte menschliche Schwächen entwickeln. Galactica hat es vermieden hier überhaupt nur den Versuch zu wagen. Zu viele wichtige Fragen bleiben unbeantwortet.
    Jetzt lass mich doch Träumen har har har

    Na du hast schon irgendwie recht, aber ich gebe mich manchmal gerne der Vorstellung hin das es einfach schönner wäre, das Hilft irgendwie der sache zu Entfliehen.

    Klar im Grunde können wir jetzt noch viel über das Ende Diskutieren, aber es ist nunmal wie es ist, und ich bin damit dan doch recht Zufrieden.

    Es mag nicht alles 100% Logisch sein, aber es ist nunmal auch eine Serie und so sehr wir (und vielleicht auch die macher) sich einreden möchten wie Realistisch das ist oder sein soll.
    Es ist einfach Unterhaltung und das hat für mich zumindest richtig Klasse Funktioniert.

    PS: bei Lost habe ich es lääängst aufgegeben das hier wirklich ein Gutes Ende zustande kommt, ich ahbe da zu sehr das gefühl da sman sich an allen ecken verant hatt.

  16. #36
    Administrator Avatar von Dr.BrainFister
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    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Zitat Zitat von DerBademeister Beitrag anzeigen
    ... dieses exzellente Essay zum Serienfinale ...
    ...das du hauptsächlich deshalb so exzellent findest, weil es sich mit deiner exzellenten meinung zum finale deckt.


    .
    Geändert von Dr.BrainFister (25.03.2009 um 00:24 Uhr)
    "Wissen sie woraus der Leberkäs gemacht wird? Aus den Resten der Knackwurst. Und die Knackwurst? Aus den Resten vom Leberkäs. So geht das ewig weiter: Leberkäs, Knackwurst, Leberkäs, Knackwurst..." - Simon Brenner (Josef Hader) in "Silentium"

  17. #37

    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Mich stört, wie ich schon ansprach, grundsätzlich, dass die Entscheidungen nahezu immer aus dem Blickwinkel der Elite geschildert werden, wir aber kaum etwas von den Auswirkungen auf die restliche Menschheit mitbekommen. In einer Serie die sich ihrer realistischen Politik preist, ist dies ungenügend. In früheren Staffeln wurden zumindest gelegentlich noch die Auswirkungen der großen Politik auf den kleinen Mann geschildert, wie z.B. beim Streik der Treibstoffraffineriearbeiter.

    In der 4. Staffel wurde dieser Mängel bereits eklatant am Beispiel der Kooperation Zylonen-Menschen. Man kann davon ausgehen dass eine derartige Zusammenarbeit, von der Elite aufgedrückt, niemals beim Rest durchsetzbar wäre - denn jeder einzelne der überlebenden Colonials hat praktisch seine gesamten Verwandten und Freunde durch den von den Cylons verübten Genozid verloren. Da dies letzenendes aber doch relativ widerstandslos durchsetzbar ist, fühle ich mich auf einmal in das gutmenschelnde Star Trek-Universum versetzt, wo man selbst Dominion-Massenmördern noch eine humane Behandlung zukommen ließ. Dies ist aber eben nicht Star Trek und passt somit überhaupt nicht zum dystopischen, misantropen Setting der Serie.

    Sehr frustriert hat mich auch die Behandlung der daraus resultierenden Meuterei, diese Darstellung von Tom Zarek als verrückten Massenmörder der mal eben das Quorum of 12 abmurksen lässt wirkte wieder einmal wie so ein typischer "Stunt" der unsere Helden Adama und Roslyn in ein positives Licht rücken sollte. Tatsächlich war meiner Meinung nach die Meuterei allerdings absolut nachvollziehbar - hier hätte es die Gelegenheit für wunderbare Rededuelle zwischen Zarek, Gaeta und Adama gegeben, in denen man Adama einmal den ganzen Mist hätte vorhalten können den er abgezogen hat in den letzten Staffeln. Oder Roslyn, die einfach wieder Präsidentin ist nach der New Caprica-Episode, ohne dass sie irgendwer gewählt hat. Aber auch hier gingen die Autoren leider wieder den bequemen Weg und Gaetas Vorwürfe an Adama klangen wie die eines Schuljungen an seinen Lehrmeister.

    Letztlich habe ich den Eindruck gewonnen dass die Herrschaft unserer Galactica-Elite in den späteren Staffeln immer willkürlicher und nach Gutsherrenart erfolgte. Dies gipfelte in einem Finale wo man der gesamten Menschheit in zwei oder drei Minuten mal eben die Rückkehr zur Steinzeit verordnete - widerspruchslos.

    Innerhalb des um Realismus und Gegenwartsbezogenheit bemühten Universums das Galactica selbst geschaffen hat, sind diese Entscheidungen einfach nicht stimmig. Deshalb bleibt Galactica für mich im Rückblick eine inkonsistente Serie, anders als beispielsweise Babylon 5 oder Deep Space Nine die innerhalb ihrer Universen einen stimmigen Abschluss bieten konnten. Das finde ich ärgerlich, da Galactica an anderer Stelle wirklich Maßstäbe setzen konnte.

    Heute gewinne ich bei vielen Serien den Eindruck dass es als besondere Autorenqualität gesehen wird, immer mehr Fragen aufzuwerfen und immer weniger zu beantworten. Man soll dem Zuschauer zwar nicht à la Stargate das Denken abnehmen, aber man darf ihn auch nicht für dumm verkaufen indem man ein an vielen Ecken und Enden unvollendetes Werk als besondere Innovation verpackt.

    Zitat Zitat von Dr.BrainFister Beitrag anzeigen
    ...dass du hauptsächlich deshalb so exzellent findest, weil es sich mit deiner exzellenten meinung zum finale deckt.
    Ich hoffe Dir fällt noch eine andere Erwiderung ein als "Du bist doof", diese brilliante Rhetorik hat etwas an Schlagkraft verloren seit wir die Vorschule verlassen haben.

  18. #38
    Administrator Avatar von Dr.BrainFister
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    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Zitat Zitat von DerBademeister Beitrag anzeigen
    ...
    Ich hoffe Dir fällt noch eine andere Erwiderung ein als "Du bist doof", diese brilliante Rhetorik hat etwas an Schlagkraft verloren seit wir die Vorschule verlassen haben.
    so hab ich das gar nicht gemeint. ich finde eher, dass es wie "ihr seid doof" auf die andersdenkenden wirkt, wenn man texte, die sich weitgehend mit der eigenen meinung decken als exzellent hervorhebt und den rest beispielsweise als "Typisch romantisierendes New Age-Blabla" bezeichnet. mit diesem pseudo-elitären meinungsgehabe konnte ich noch nie etwas anfangen. da ist mir plumpes vorschulniveau lieber als diese aufgeblasene penälerrhetorik.

    ich seh das ganze z.b. ganz anders und bin mit dem finale zufrieden. allerdings fehlt mir die zeit und muse, einen aufsatz dazu zu schreiben. aber was ist dann meine meinung, wenn deine exzellent ist? auch nur "blabla"?


    .
    "Wissen sie woraus der Leberkäs gemacht wird? Aus den Resten der Knackwurst. Und die Knackwurst? Aus den Resten vom Leberkäs. So geht das ewig weiter: Leberkäs, Knackwurst, Leberkäs, Knackwurst..." - Simon Brenner (Josef Hader) in "Silentium"

  19. #39

    Standard AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Die Meinung ist exzellent ausformuliert und begründet (wesentlich umfangreicher als ich mir die Zeit nehmen würde), etwas dass ich von "Du bist doof" nicht behaupten kann. Es wurde in letzter Zeit viel von den Stärken Galacticas geredet, da kann ich verstehen dass die Autorin auch die Schwächen einmal näher beleuchten wollte. Wie auch ich gehört sie nicht zu den fanboys (oder girls) die eine Serie bedingungslos lieben und jeden Widerspruch als Ketzerei verteufeln. Und derlei Fans gibts bei jedem Fandom zuhauf, egal ob es Gater, Fiver, Trekkies oder Scaper sind.

    Ich habe die Serie trotzdem gerne gesehen. Ich werte sie eben an dem hohen Anspruch den sie an sich selbst gestellt hat, und dies ist ein anderer Anspruch als Unterhaltungsserien wie Stargate ihn vertreten. Galactica hat sich als Hard Sci-Fi vermarktet, also messe ich die Serie daran.

    Es ist zugegebenermaßen schwer hier Vergleiche zu anderen Serien zu ziehen, da es einfach unglaublich wenig Hard Scifi in Serien- und selbst in Filmform gibt. Die letzte Scifi Serie mit ähnlichem Setting war Space: Above and beyond, und das ist fast 15 Jahre her. Da bleibt einem fast nichts Anderes übrig als eine Serie und ihre Drehbuchautoren mit Hard Scifi-Autoren wie Clarke, Lem, Asimov, Niven/Pournelle oder Haldeman zu messen.

  20. #40
    Treuer SpacePub-Besucher Avatar von Kumpeljesus
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    Reden AW: 4x20 - Daybreak: Part 2 - SPOILER - SERIENFINALE

    Zitat Zitat von DerBademeister Beitrag anzeigen
    Die Meinung ist exzellent ausformuliert und begründet (wesentlich umfangreicher als ich mir die Zeit nehmen würde), etwas dass ich von "Du bist doof" nicht behaupten kann. Es wurde in letzter Zeit viel von den Stärken Galacticas geredet, da kann ich verstehen dass die Autorin auch die Schwächen einmal näher beleuchten wollte. Wie auch ich gehört sie nicht zu den fanboys (oder girls) die eine Serie bedingungslos lieben und jeden Widerspruch als Ketzerei verteufeln. Und derlei Fans gibts bei jedem Fandom zuhauf, egal ob es Gater, Fiver, Trekkies oder Scaper sind.

    Ich habe die Serie trotzdem gerne gesehen. Ich werte sie eben an dem hohen Anspruch den sie an sich selbst gestellt hat, und dies ist ein anderer Anspruch als Unterhaltungsserien wie Stargate ihn vertreten. Galactica hat sich als Hard Sci-Fi vermarktet, also messe ich die Serie daran.

    Es ist zugegebenermaßen schwer hier Vergleiche zu anderen Serien zu ziehen, da es einfach unglaublich wenig Hard Scifi in Serien- und selbst in Filmform gibt. Die letzte Scifi Serie mit ähnlichem Setting war Space: Above and beyond, und das ist fast 15 Jahre her. Da bleibt einem fast nichts Anderes übrig als eine Serie und ihre Drehbuchautoren mit Hard Scifi-Autoren wie Clarke, Lem, Asimov, Niven/Pournelle oder Haldeman zu messen.
    Bren auf dem Scheiterhaufe du Ketzer - der Gross Inquesitor wird dich noch das Fürchten Lehren har har har

    Ich finde es grundsetzlich ja GUT das man auch mal die negativen Seiten anspricht und darüber in ruhe Diskutieren kan.
    Das wichtigste solte aber dabei sein das man auch die andere Seite mal ruhig Ihre meinung lest, bzw das gefühl in diesme fall was am ende für einenn Übrig bleibt.

    Ich für mich persönlich bin eben zufrieden mit dem Ende.
    Klar ist es nicht Perfekt und es mag auch nicht alles ins Detail Logisch sein, aber wie ich schon mal schrieb.
    Unterm strich ist es eben eine Unterhaltsame Serie gewesen, und die hatte nunmal ihre Stärken und Schwächen und für mich Überwiegen die Stärken hierbei einfach mal.

    Ich denke zudem das die Meslate doch eine Spur zu Hoch geputscht wurde, ist vielleicht Gut für das Marketing aber führt dan womöglich zu Enteuschungen bei manchen.

    Für mich ist eigentlich nur 1 Frage wichtig (und deren Antwort) "kann ich am ende sagen das ich die serie Gut fand ?"

    Das ABER... ist doch eigentlich Zweitrangig, findet Ihr nicht auch ?

    MfG
    Kumpel J.

    PS: Jeder Wiederspruch wird mit 4 teilung Bestraft!

    PPS:

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