Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das Kabinett des Dr. Parnassus (The Imaginarium of Doctor Parnassus)
Das Kabinett des Dr. Parnassus
(The Imaginarium of Doctor Parnassus)
Frankreich/Kanada 2009
Regie: Terry Gilliam
Mit: Heath Ledger, Johnny Depp, Jude Law, Colin Farrell, Andrew Garfield, Christopher Plummer, Richard Riddell, Lily Cole, Verne J. Troyer, Tom Waits, Mark Benton, Simon Day, Johnny Harris
Kinostart: 07.01.2010
http://i164.photobucket.com/albums/u32/SFCKino/Kabinett_Parnassus.jpg
Inhalt:
Doktor Parnassus reist mit seinem Kabinett durch die ganze Welt. Was keiner weiß: Parnassus ist bereits mehrere tausend Jahre alt, weil er mit dem Teufel einen Pakt geschlossen hat.
Als sich Parnassus verliebt, bittet er den Teufel, den Pakt zu ändern. Jetzt will er wieder jung sein. Dafür verspricht er dem Teufel sein erstgeborenes Kind, das an seinem 16. Geburtstag ihm übergeben werden soll.
Als es dann soweit ist und der Teufel Parnassus' Tochter Valentina holen will, bittet dieser den Teufel erneut um einen weiteren Pakt.
Links:
Offizielle Homepage (http://www.parnassus-derfilm.de/)
IMDB (http://www.imdb.de/title/tt1054606/)
greenslob
03.01.2010, 22:06
Definitiv ein Film auf den ich mich freue.... (Der Trailer war auch klasse, obwohl synchronisiert... :D)
DerBademeister
06.01.2010, 14:14
Die Süddeutsche hat ein positives Review zum Film:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/920/499201/text/
Woohoo, nächste Woche muss ich da wohl rein! :D
Dr.BrainFister
06.01.2010, 19:49
ich will mir den film auch unbedingt noch anschauen und hoffe, dass er hier irgendwo im originalton kommt. wenn ich mir heath ledger schon in seiner letzten rolle ansehe, dann will ich auch seine echte stimme hören und nicht irgendein drübergeschwatze. ;)
allerdings befürchte ich, dass der film zwischen den aktuellen blockbustern (avatar, sherlock holmes, surrogates...) untergehen und hierzulande im kino nicht sonderlich erfolgreich sein wird. es gab ja auch recht wenig werbung dafür. scheinbar wissen viele marketing-leute nicht, wie sie ihre oberflächlichen 0815-konzepte auf sowas skurilles die "dr. parnassus" übertragen sollen.
zumindest im bereich der öffentlich-rechtlichen kulturberichterstattung hab ich schon mehrfach hinweise zu dem film gesehen/gehört. z.b. bei meinem lieblingsradiosender WDR5:
http://www.wdr5.de/sendungen/scala/s/d/05.01.2010-12.05/b/die-methode-gilliam.html
diese woche bekommt man den beitrag dort auch noch als podcast zum nachhören:
http://www.wdr5.de/nachhoeren/scala.html
(sendung vom 05.01.2010 anklicken)
bin gespannt auf die ersten meinungen zu gilliams neuem baby! :D
.
So, was is denn nun mit euch, hm?
Der Film verdient irgendwie alles was Avatar nicht verdient hat und sogar bei den Visuellen Effekten steht er künstlerisch ähnlich angehauchten Filmen in nichts nach. Der Stil der Welt im Imaginarium ähnelt IMHO dem von "Charlie and the Chocolate Factory" oder dem noch kommenden "Alice in Wonderland" (lustig in allen drei Filmen spielt auch Johnny Depp mit ^^). Im Grunde natürlich nicht vergleichbar mit der Hyperrealität von Avatar, aber eben großartig "over the top". ABER der große Vorteil dieses Films ist, dass es eben nicht um die Effekte geht.
Worum gehts? Tja, um das Universum, das ultimative Spiel zwischen Gut und Böse, der Wahl an einer Weggabelung nach links oder rechts zu gehen und natürlich um die Liebe.
Trotzdem sie viel Aufmerksamkeit erregt geht es hier auch nicht allein um Heath Ledgers Rolle, irgendwie kam von der Truppe keiner zu kurz, was Spielzeit oder Motivation des Charakters angeht. Mein heimlicher Favorit ist Sidekick Anton, er leidet und erträgt wohl am Meisten, ist dabei der ehrlichste Charakter und ist das ständige Stehaufmännchen (ausserdem finde ich Andrew Garfield ziemlich sexy *fg*). Gleich nebenan kommt Tom Waits, dessen beschwingt unbekümmert düstere Performance, als der größte aller Verführer, einfach jede seiner Szenen zu einem Fest werden lässt.
Die vier Gesichter von Tony (Ledger, Depp, Law, Farrell) sind unglaublich gut umgesetzt und machen, trotz der durch den Umstand des Todes von Heath Ledger reinen Notwendigkeit, im Film sogar erstaunlich viel Sinn. Teilweise creepy fand ich es wie verdammt ähnlich sich alle vier sehen, im selben Kostüm, mit dem selben Make-Up. Besonders Ledger und Depp sind wie eineige Zwillinge.
Altmeister Christopher Plummer als Dr. Parnassus ist natürlich auch grandios, besoffen, depressiv und schrullig witzig: "She loves him? Who allowed her that?" bzgl. seiner Tochter, der lolitaesquen Lily Cole.
Ganz kleines großes Kino.
Hach. Einfach auch nur schön. Hoffentlich bis zur Grinsekatze :D
Hab ihn noch nicht gesehen, habe das aber in nächster Zeit vor. :-)
@ Brainy
allerdings befürchte ich, dass der film zwischen den aktuellen blockbustern (avatar, sherlock holmes, surrogates...) untergehen und hierzulande im kino nicht sonderlich erfolgreich sein wird. es gab ja auch recht wenig werbung dafür. scheinbar wissen viele marketing-leute nicht, wie sie ihre oberflächlichen 0815-konzepte auf sowas skurilles die "dr. parnassus" übertragen sollen.
Würde ich nicht sagen. Ich habe ein Making off im Fernsehen gesehen. Die kommen zwar immer zu den unmöglichsten Zeiten, aber immerhin.
Mehr Werbung habe ich da zu Avatar auch nicht gesehen, bevor der Hype begann.
Max und ich wollen ihn uns am Dienstag ansehen. Wir haben ihm den Vorzug vor Avatar gegeben.
So, ich (wir) waren heute auch drin.
Ein wunderbarer Film, der auch die Schattenseiten von Wohltätigkeitsvereinen zeigt. Für mich hatte er da noch fast mehr Realität wie Avatar.
Gefallen hat mir auch der Abspann, da man sich auch dabei sehr viel Mühe gegeben hat. Alle Darsteller - bis auf Heath Ledger (den man in Parnassus`Spiegel sah) - waren gezeichnet. Auch die kleine Info "Heat Ledger and his friends" (konnte ich nicht so schnell lesen) fand ich gut.
Wenn ich mich recht erinnere war auch am Anfang ein Hinweis auf die beiden Verstorbenen (es starb ja nicht nur der Hauptdarsteller während des Drehs).
Den Darsteller des Teufels fand ich sehr gut - sehr schräg, diabolisch, listig und düster - und doch kam für mich rüber, dass ihm eigentlich nur das Spiel bzw. die Wette mit Parnassus an sich den meisten Spaß machte. Der Sieg war für ihn da wohl eher nebensächlich.
Der beste der Vertreter von Heath war für mich auch Johnny Depp. In der Mimik und Gestik, da stimmte einfach alles, auch der Hauch Melancholie über die jung Verstorbenen, die in den Schiffen vorbei kamen.
Die Maske von Jude Law war sehr gut, anfangs dachte ich doch glatt für einen Moment auch das ist Johnny Depp.
Christopher Plummer zeigte für mich mal wieder, dass er in der alten Garde der Schauspieler mit zu den Besten gehört. (Für mich wäre er auch der bessere Dumbledore gewesen nach dem Tod von Harris.)
Sehr schade für diesen Film fand ich, dass das Kino fast nur zu einem Drittel besetzt war.
Allerdings gingen die meisten (als wir an der Kasse standen) nicht in Avatar sondern in den Meryl Streep Film "Wenn Liebe nur so einfach wär".
Wie Amujan sagte:
Ganz kleines großes Kino.
Und ich werde auf alle Fälle in die Grinsekatze gehen. Was mir am meisten an den Burtonfilmen gefällt ist, dass Burton seine Frau immer so schön häßlich macht, sie es mit Genuss spielt und das Johnny Depp immer so herrlich schräg sein kann.
Dr.BrainFister
26.01.2010, 23:44
@demona
schön, dass dir der film gefallen hat. :) ich kam leider bisher nicht dazu, ihn mir anzuschauen, aber hoffe mal, dass ich ihn noch im kino erwische.
...
Ein wunderbarer Film, der auch die Schattenseiten von Wohltätigkeitsvereinen zeigt. Für mich hatte er da noch fast mehr Realität wie Avatar. ...
wohltätigkeitsvereine? soweit ich weiß, geht es bei "parnassus" doch um einen mann, der einen pakt mit dem teufel eingeht und ihm dafür seine tochter verspricht. oder gründen die beiden am schluss des films etwa die caritas? :D und was hat die handlung von "avatar" mit wohltätigkeitsvereinen zu tun? hast du den film überhaupt schon gesehen?
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@ Brainy
Schau dir den Film an, dann weißt du es. Tony (gespielt von Ledger und den restlichen dreien) spielt einen Betrüger, welcher Art erfährt man am Schluss.
Auf jeden Fall zeigt der Film sehr deutlich, dass es Menschen gibt, die für Geld sehr viel mehr tun, als nur den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Und wie kann man das am Besten... Im Namen der Wohltätigkeit.
Ich habe mal auf Spoiler gesetzt, damit sich hier nicht welche auf den Schlips getreten fühlen. ;)
Edit:
Außerdem habe ich nie geschrieben, dass Avatar von Wohltätigkeitsvereinen erzählt. Und nein, ich habe Avatar noch nicht gesehen, da ich diesem Film den Vorrang gegeben habe.
Und es dreht sich nicht nur alles um den Doctor und seine Tochter...
Dr.BrainFister
27.01.2010, 00:32
...
Außerdem habe ich nie geschrieben, dass Avatar von Wohltätigkeitsvereinen erzählt. Und nein, ich habe Avatar noch nicht gesehen, da ich diesem Film den Vorrang gegeben habe.
naja, du hast folgendes geschrieben:
Ein wunderbarer Film, der auch die Schattenseiten von Wohltätigkeitsvereinen zeigt. Für mich hatte er da noch fast mehr Realität wie Avatar.
keine ahnung, wie du das meinst. ich lese daraus jedenfalls, dass "paranassus" für dich beim thema wohltätigkeitsvereine realistischer ist als "avatar". was hast du denn damit gemeint?
übrigens, beim vergleiche-ziehen zu filmen, die du noch nicht mal gesehen hast, kann ich dir nur deinen eigenen tipp ans herz legen: "Schau dir den Film an, dann weißt du es. " :frech:
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@ Brainy
keine ahnung, wie du das meinst. ich lese daraus jedenfalls, dass "paranassus" für dich beim thema wohltätigkeitsvereine realistischer ist als "avatar". was hast du denn damit gemeint?
Das zeigt mal wieder, wie Männer und Frauen sich missverstehen.
Für mich ist Parnassus realitätsnaher mit seiner Story. Ein Bsp. war die Wohltätigkeit. Wer erinnert sich nicht an die Sache mit UNICEF Deutschland...um nur ein Bsp. zu nennen.
Dr.BrainFister
27.01.2010, 01:11
@ Brainy
Das zeigt mal wieder, wie Männer und Frauen sich missverstehen.
Für mich ist Parnassus realitätsnaher mit seiner Story. Ein Bsp. war die Wohltätigkeit. Wer erinnert sich nicht an die Sache mit UNICEF Deutschland...um nur ein Bsp. zu nennen.
ich kann mir vorstellen, dass nicht nur ich das missverstanden habe und auch einige damen nicht wussten, was genau damit gemeint sein soll. ist in diesem fall wohl eher eine frage des klaren ausdrucks. ;)
woher du allerdings - ohne den film gesehen zu haben - weißt, dass "avatar" in seiner story nicht so "realistisch" sein soll wie "parnassus", bleibt mir ein rätsel. aber vielleicht liegt das ja ebenfalls daran, dass ich ein mann bin. :rofl:
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Der Song der in Tonys "großem Abend" (hier von Colin Farrell gespielt) von den Kids gesungen wird ("We Are The Children Of The World"), fasst nicht nur die Szene sondern auch das zusammen, was Demona meint.
Ausschnitt: http://heathheathens.net/audio/WeAreTheChildren.mp3
Dabei handelt es sich nicht um den Song von Diana Ross ;)
Starcadet
27.01.2010, 10:14
So, auch gesehen. :alien_grin:
Wenn es jetzt jemand schafft, mir den tieferen Sinn des Films zu erklären, geb ich dem- oder derjenigen virtuell einen aus. ;)
Ansonsten war das für mich stellenweise eher eine Aneinandereihung von skurrilen Monty Python-Klamaukszenen. Das einzige, worüber ich wirklich lachen konnte, war der Liliputaner Percy, der sich stellenweise wunderbar selbst auf die Schippe genommen hat.:alien_grin::alien_grin:
cornholio1980
06.02.2010, 17:58
Ganz kleines großes Kino., hat Amujan geschrieben. Ich würde diesen Satz gerne auf "Ganz großes kleines Kino" ändern.
Ein phantastischer und faszinierender Film, der viel Raum für eigene Interpretationen bietet. Optisch stellenweise wirklich eine Wucht und geprägt von Terry Gilliams origineller, visionärer und erzählerischer Kraft als Regisseur. Highlights waren für mich ganz klar die vier Abenteuer von Tony im Zauberspiegel, wobei mir vor allem jene von Johnny Depp - nicht zuletzt auch wegen jenen Szenen und Momenten auf die Demona schon hingewiesen hat - sehr gut gefallen hat. Auch Heath Ledger spielte gewohnt gut. Es war zwar keine so überragende, alles andere überschattende Performance wie in "The Dark Knight", aber für seine Filmkarriere ein stiller, überzeugender und damit durchaus passender Ausklang.
Fazit: "Das Kabinett des Dr. Parnassus" ist phantasievoll, optisch beeindruckend und höchst originell, aber auch sehr eigen, skurril und bestimmt nicht für jedermann. 8/10, nicht zuletzt dank Heath Ledger und seinen „Freunden”...
@ Amujan
Ausschnitt: http://heathheathens.net/audio/WeAreTheChildren.mp3
Da kommt übrigens nur eine leere Seite.
@ Corny
[QUOTE]Ich würde diesen Satz gerne auf "Ganz großes kleines Kino" ändern.[QUOTE]
Da kann ich dir nur unterstreichen.
Hier wäre etwas mehr "Hype" um den Film wirklich angebracht gewesen.
Letzte Woche hab ich ihn gesehen und naja, ich weiß immer noch nicht so genau, ob ich ihn jetzt wirklich gut finde. Die Charaktere selbst waren wundervoll gespielt, ob Tom Waits, Christopher Plumme, Andrew Garfield oder die 4 Tonys - alle kamen sehr glaubwürdig und vor allem unterhaltsam rüber. Die Story indes war doch ziemlich schräg, wobei man das bei Terry Gilliam wohl erwarten muss. :hmm:
Auch die optische Umsetzung war sehr schön anzuschauen.
Meine Lieblingsszene war auf jeden Fall das singende Polizeiensemble. Seltsamerweise war ich der einzige im Kino mit Lachanfall. Waren wohl alles Banausen. Ein Monty Python FAN weiß eben zu schätzen wenn solcherlei Absurditäten in Filmen auftauchen :hmm:
Zwar gefielen mir viele Aspekte des Films, aber am Ende blieb dennoch das Gefühl, dass ich nicht wirklich völlig eingenommen wurde wie ich es zuvor erwartete. Naja, vielleicht wenn ich ihn dann auf DVD schau.
Daher mal "nur" 7,5/10.
Thandor, Du nimmst mir mit Deinem Post die Worte aus dem Mund. Wie praktisch, dann muß ich ja selbst nichts mehr schreiben. *g*
Ähm, gern geschehen. :hmm:
Aeryn_Sun
12.02.2010, 19:27
Letzte Woche hab ich ihn gesehen und naja, ich weiß immer noch nicht so genau, ob ich ihn jetzt wirklich gut finde. Die Charaktere selbst waren wundervoll gespielt, ob Tom Waits, Christopher Plumme, Andrew Garfield oder die 4 Tonys - alle kamen sehr glaubwürdig und vor allem unterhaltsam rüber. Die Story indes war doch ziemlich schräg, wobei man das bei Terry Gilliam wohl erwarten muss. :hmm:
Auch die optische Umsetzung war sehr schön anzuschauen.
Meine Lieblingsszene war auf jeden Fall das singende Polizeiensemble. Seltsamerweise war ich der einzige im Kino mit Lachanfall. Waren wohl alles Banausen. Ein Monty Python FAN weiß eben zu schätzen wenn solcherlei Absurditäten in Filmen auftauchen :hmm:
stimme dir zu, bei uns waren ein paar mehr die einen lachanfall bekommen haben. hmmm komisch mich erinnert es auch ein bisschen an farscape*g* besonders an that old black magic und picture if you will. kann mich auch täuschen. aber auf jedenfall ist er empfehlenswert, wenn man die art filme mag.
lg
Gerade gesehen und mich recht gut unterhalten gefühlt.
Betreffens der Optik schlug er Alice im Wunderland um weiten, respektive war eigentlich so wie ich mir Alice hätte eher vorstellen können.
Von den Charakteren gefiel mir der Teufel, gefolgt von Anton am besten.
Etwas bedauerlich fand ich das ich wohl die Erklärung verpasste was dort mit dem Spiegel tatsächlich geschah, also zumindest so bis etwa dreiviertel des Films, und wie kann der Doktor da in seinem eignen Kopf herumlaufen?
Nun und die Entscheidungen verstand ich nicht ganz, also ganz besonders bei den Russen, zurück zu ihrer Mutter zu laufen ist doch eine bessere Wahl als sich eine Gewaltshow zu geben? :???:
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