Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das Dosenpfand
CaptProton
02.01.2003, 14:22
Wollte heute Getränke kaufen und da hats mir ja fast aus den Latschen gehauen.
Für meine 0,33l Flaschen mit Mineralwasser hab ich normalerweise pro Flasche 16 Cent bezahlt....und jetzt kommen dazu auch noch 25 Cent Pfand mit drauf
Das schlimme an daran ist, das man an der Kasse entweder eine Chip pro Dose/ Flasche bekommt oder die Quittung aufheben muß sonst nehmen einen die Shops die Dosen /Flaschen nicht mehr zurück....und das Geld ist futsch.
Dazu kommt noch das man die Dosen /Flaschen in den gleichen Laden abgeben muß wo man sie auch gekauft hat
Danke liebe Bundesregierung
Die Bundesregierung kann eigentlich nicht soviel dafür, außer daß sie letztendlich für die Einführung gestimmt hat. Doch sollte man auch bedenken, daß die Einführung des Dosenpfandes schon durch die damalige CDU/CSU/FDP-Regierung angedacht wurde.
Hierzu hat auch sehr viel unsere Industrie und unsere "Wegwerf-Einstellung" beigetragen. Die Industrie selber hätte sich freiwillig beschränken können, indem sie eben nur max. 25 % in Dosen oder Plastikflaschen (ohne Pfand) herausgebracht hätte. Doch der Verbraucher kaufte aber eben auch diese Produkte, welche eine Firma natürlich ausnutzt, denn man will ja Geld verdienen. Damit tragen die Käufer auch eine eine große Mitschuld.
Mir ist es im Grunde genommen egal. Die Umsetzung stört mich allerdings schon etwas. Bisher ist die Rückgabe nur in dem Geschäft möglich, wo man diese Dosen gekauft hat. Dieses soll sich aber bis Ende 2003 geklärt haben, indem man ein "globales" System in D einführen möchte. Dies hätte man aber auch schon jetzt haben können, wenn mal wieder nicht die Rechtsstreitigekeiten gewesen wären.
Ein Beitrag zur Verknappung des Mülls wird dies jedoch nicht sein. Was aber sicher sein wird ist, daß weniger Dosen und Plastikflaschen in der freien Natur und auf den Staßen zu finden sein werden. Nur allein deswegen bin ich für die Einführung des Dosenpfandes.
Viele Grüße
wu-chi
Ich denke, die Sache mit dem Dosen-Pfand ist keine sooo schlechte Idee. Wenn man bedenkt, dass bei vielen Dosen der Inhalt günstiger ist als die Dose, finde ich die Sache mit dem Pfand gerechtfertigt.
Ich kaufe schon seit Jahren kaum Dosen oder Einweg-Flaschen (außer in Ausnahmefällen, z.B. für die Fahrt in den Urlaub, da muss ich mich ja nicht unbedingt mit Pfandflaschen auf dem Reiseweg, die ich ja auch wieder zurückbringen sollte, belasten). Doch im täglichen Gebrauch verzichte ich darauf. Natürlich hat nicht jeder die Möglichkeit, Limo oder Getränke in Kisten nach Hause zu transportieren (ohne Auto ist das zugegeben eine Schwerstarbeit), da kann ich es durchaus verstehen, zwei Plastikflaschen mal eben mit in die Einkaufstüte zu packen anstatt von zwei Glasflaschen (z.B. Punica ). Andererseits stellen die großen Firmen wie Coca Cola die großen Flaschen eh nur noch aus PE (oder anderes Plastikmaterial, keine Ahnung wie es richtig heißt) her, so dass man da für den täglichen Hausgebrauch nicht unbedingt Dosen holen müsste.
Aber mir stellt sich eine Frage, was wird aus den Dosen und Einweg-Flaschen? Recycling oder kommen die letztendlich auch auf den Müll? (Vielleicht sollte ich erstmal das Internet nach Berichten durchforsten, wozu habe ich es denn?)
Als ich vor über 10 Jahren in der USA war, gab es dort auch Pfand auf Einweg-Flaschen und Dosen, jedoch nur 5ct, soweit ich mich erinnere. Trotzdem landeten viele immer noch (meine eigenen übrigens auch *SchandeübermeinHaupt*) in den Mülleimern am Straßenrand. Und ich habe mich früher immer gewundert, warum in US-Filmen die Obdachlosen in den Mülltonnen herumgesucht haben.
@wu-chi: Danke, dass du darauf hingewiesen hast, dass die CDU/CSU die Idee zum Dosen-Pfand hatte. Ansonsten könnte sicherlich der eine oder andere auf die Idee kommen, dies der SPD mal wieder in die Schuhe zu schieben. Nicht alles, was in den letzten vier Jahren geschehen ist, ist Schuld der SPD (vielleicht vieles, aber eben nicht alles).
CaptProton
02.01.2003, 18:21
Originally posted by Xinau@02.01.2003, 14:29
Und ich habe mich früher immer gewundert, warum in US-Filmen die Obdachlosen in den Mülltonnen herumgesucht haben.
Das kommt daher das sie das Alu verkauft haben.... hab ich auch gemacht um mein Taschengeld aufzubessern als ich in den USA war :)
Frage: das gilt doch nur in Deutschland oda sam ma Österreicher auch betroffen?
darksaber
03.01.2003, 16:34
Wir sind nicht davon betroffen.
Aber Litchi diese Frage solltest du dir doch gar nicht stellen oder willst du unsere Umwelt noch mehr belasten.
CaptProton
03.01.2003, 17:31
Das hat nichts mit Umwelt zu tun...sondern ist eindeutig nur Schikane.
darksaber
03.01.2003, 17:39
@CaptProton
Ich finde die Umsätzung bei euch auch einfach nur lächerlich. Habe ich das wirklich richtig verstanden, man muss den Rechnungsbeleg aufheben und darf die Dose nur in dem Geschäft in dem sie gekauft wurde zurückgeben.
@darksaber
Ja das ist leider so. Der Einzelhandel hat bis zum Schluß mit der Einführung eines Deutschlandweiten Systems (ähnlich dem der Mehrwegflaschen) gewartet. Die lag an den noch ausstehenden Gerichtsurteilen, die erst bis weit in dem Dezember ausgesprochen worden sind. Letztlich aber auch verständlich, daß sie gewartet haben, da ein solches System dem Einzelhandel auch viel Geld kostet.
Ich hoffe, daß sich das bald ändern wird.
Viele Grüße
wu-chi
PS: Da habt ihr es in Österreich immer noch einfacher.
Meiner bescheidenen Meinung nach ist der Dosenpfand sehr positiv zu bewerten. Sofern ich mit meinem äußerst mangelhaften Wissen, welches sich bei diesem Thema hauptsächlich aus vor langer Zeit gelesenen, recht knappen Zusammenfassungen von wissenschaftlichen Studien zusammensetzt, dies überhaupt bewerten kann, sind Einwegverpackungen tatsächlich aus umweltpolitischen Gesichtspunkten nicht sinnvoll und das sogenannte 'Dosenpfand' aus realpolitischen Überlegungen heraus die zur Zeit bestmöglichste Lösung des 'Einweg-Problems'.
Sicherlich könnte man zu eleganteren Lösungen als die des 'Dosenpfands' kommen, doch dafür müsste es noch andere Ideengeber als umweltpolitische Verbände geben. Manche konspirative, destruktive und ganz sicher nicht der uneingeschränkten Produktivität unserer eigentlich sehr homogenen, aber äußerlich um Heteroginität bemühten Gesellschaft positiv gesinnten Kräfte gehen sogar soweit, dass sie die Wirtschaft um mehr Hilfe bei dem 'Einweg-Problem' bitten und besonders die aggressive und radikal-oppsitionelle Einstellung größere Konzerne dafür verantwortlich machen, dass einerseits keine bessere Lösung als der sogenannte 'Dosenpfand' zustande gekommen und andererseits die Umsetzung des 'Dosenpfandes' mit Problemen belastet ist.
BLOODTHIRST
03.01.2003, 18:40
was ich am dosenpfand, wieso eigentlich doespfand es gilt doch auch für flaschen, sch...lecht finde ist, dass die vertreiber ihre flaschen nicht zurücknehmen (müssen). wir haben bei uns im geschäft noch 0,33l cola flaschen und wir können sie weder umtauschen noch hinterher zurückgeben, so werden wir sie wohl wie bisher im glas container entsorgen müssen. also wieder mal eine lösung die nicht alle betrifft. das nette dabei ist, bei der letzten bestellung wurde meinem vater zugesichert er könnte noch nicht angebrochene packete (24 flaschen) zurückgeben, doch dies ist jetzt nicht mehr der fall. mich nerft das echt das die kleinen leute die die flaschen an die verbraucher bringen sie zurücknehmen müssen und dann auf ihnen sitzenbleiben. während die abfüller und vertreiber sich nicht drum kümmern.
bei flaschen mag eine lagerung zwar schwer sein aber dennoch wenigstens nicht so eklig wie bei dosen, da man die flaschen solange ein deckel vorhanden ist verschliessen kann. bei den dosen wird das mit der zeit richtig eklig, entweder man hat den raum oder was auch immer voll mit bier gestank oder die zuckerüberreste der cola locken allerlei nettes kleines getier an. zum glück haben wir keine dosen
die hätten nicht so viel zeit damit verschwenden dürfen um zu klagen und ein gesetz zum sturz zu bringen, sonder diese zeit nutzten um ein system zuentwickeln.
was mich noch interessiert ist ob die flaschen und dosen jetzt billiger werden schlieslich muss man ja jetzt eigentlich nichts mehr für den grünen punkt bezahlen da sie ja von jemandanderem wiederverwertet werden.
Stellt sich die frage, ob man überhaupt Dosen braucht. Die ganzen Meldungen über Rattenurin an den Dosen, weil sie im Lager frei rumstehen, sind sowieso ekelerregend, und ein Normalsterblicher kann gut und gerne ohne Dosen auskommen.
Die Einführung des Dosenpfands halte ich persönlich für ne gute Sache, und zu hoch kann das Pfand eigentlich gar nicht sein, sonst landet ja doch nur alles wieder im Müll. Allerdings hätte man vielleicht mal vor der Einführung überlegen können, wie man das mit den Dosen anstellen will. In vielen Geschäften wussten die Verkäufer nicht, was sie das jetzt mit den Dosen machen sollten, weil sie ihre Anweisungen erst mittags bekommen haben. Das ganze hätte man besser organisieren können
@BLOODTHIRST:
wie, du kriegst dein Pfand nicht zurück??
wenn du ne Pfandflasche kaufst kannst du die doch normalerweise überall zurückgeben. Gerade von den 0,33l Flaschen gibts allerdings auch welche ganz ohne Pfand
BLOODTHIRST
03.01.2003, 19:27
die typen die uns die 0,33 nicht pfandflaschen liefern nehemen sie nicht zurück, da sie ja auch ohne pfand geliefert wurden, war ja noch alles im alten jahr. aber das sie die flaschen jetzt nicht einsammeln stört mich halt
Original von Bloodthirst:
bei den dosen wird das mit der zeit richtig eklig, entweder man hat den raum oder was auch immer voll mit bier gestank oder die zuckerüberreste der cola locken allerlei nettes kleines getier an.
Als ich das gelesen hatte (der Gedanke mit der Aufbewahrung war mir bis dato noch gar nicht gekommen), fiel mir prompt noch etwas ein, das nicht weniger ekelig ist. Wie bekommt man die Dinger zurück in den Laden? Die Tasche (z.B. Plastik, was genauso umweltfreundlich wie Dosen ist) kann ich hinterher wegschmeißen, denn sie wird hinterher ziemlich sicher verklebt sein. Und einen Leinenbeutel kann man vergessen, allein schon die Cola-, Limo- oder Bier-Spur, die man hinter sich herziehen würde, igitt (außerdem müsste der jedesmal gewaschen werden).
Entweder müsste man alle Dosen nach Gebrauch mit Wasser ausspülen (was ja auch wiederum sehr umweltfreundlich ist, wir haben ja noch sooo viel Süß-Wasser) oder sie in Kisten aus Plastik (was ausläuft kann man ja wieder wegwischen) per Auto zurückbringen. Dann kann ich allerdings auch gleich Pfandflaschen kaufen.
Ich habe leider immer noch nicht herausgefunden, was mit den zurückgegebenen Dosen passiert (vielleicht suche ich auch einfach immer nur auf den falschen Internet-Seiten). Wenn sie recycled werden, finde ich das System klasse. Wenn sie jedoch nur auf Umwegen im Müll landen sollten, dann muss ich den Kopf schütteln.
Ich habe mich gestern mal umgesehen, bei unserem Plus erhält man (laut Schild) eine Pfandmarke, eine Art Chip, den man wieder mit den Dosen zurückbringen soll. Wenn ich mich auf einen anderen Thread beziehen darf, dann haben die Verbraucher in Zukunft nicht nur mehr Euro-Scheine in ihren Taschen sondern auch noch zusätzlich ein paar Chips, Bons oder was auch immer. Einkaufen würde dann wahrlich ein Erlebnis werden.
... habe nur das Zitat sichtbar gemacht ... keine Diktatur ... - Loser
Das Dosenpfand ist doch erst der Anfang!.
Ende des Jahres werden noch viel größere Bomben platzen.
Mal ein paar Beispiele:
Zahnbehandlungen müssen in Zukunft aus der eigenen Tasche getragen werden: Mir wird schlecht wenn ich daran denke wie viel es alleine schon kostet die Zähne durchchecken zu lassen. Wenn jemand dann noch 2-3 Zähne hat, die richtig gemacht werden müssen....................... etwa 1500€ pro Zahn....................... das sind dann 4500€ für 3 Zähne!. Wenn jemand die komplette Fresse gemacht kriegt...................... 54.000€ inklusive Behandlung. Das kann man dann alle 7 Jahre machen.
Arztbehandlungen: Sollen in Zukunft zu 40% (bin mir nicht ganz sicher) aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Ich hoffe das ich nie Krank werde. Bei einem Gebrochenen Bein das behandelt werden muss wären das schon mal schnell an die 3000-4000€ und davon 40% ;) Bei einer richtigen Operation wird es erst richtig herrlich, denn die beginnen erst so ab 10.000€ und enden meistens im 25.000er bereich.
Ich könnte mir solche Dinger nicht leisten und ich denke von euch auch keiner (außer die Politiker natürlich). Für mich ist es wirklich billiger wenn ich nach Russland fliege und mich behandeln lasse. Dort kosten diese Behandlung meisten nur 1/10.
@John
Also der Dosenpfand hat nun wirklich nichts mit dem Dilemma im Gesundheitswesen zu tun. Sicherlich ist es bedenklich was dort für Überlegungen in diesem Bereich angedacht werden. Dafür könnte man aber auch einen neuen Thread eröffnen.
Bezügl. dem Dosenpfand: Das Dosenpfand schädigt vordergründig unseren Geldbeutel nicht. Wir haben nun etwas mehr Schlepperei und müssen halt etwas unsere Gewohnheiten umändern. Hintergründig aber wird der Einzelhandel die Mehrkosten wohl oder übel auf die Waren aufschlagen. Die Preise werden letztendlich so oder so erhöht. Nur haben sie eben einen Grund.
@Xinau
Die Dosen werden nicht wiederverwendet. Sie werden hübsch recycelt. Auch ein weiterer Grund, weswegen ich für die Einführung bin. Die Getränkedosen sind meistens aus Aluminium (neben Weißblech), dessen Herstellung einen immensen Energieaufwand bedeuted. Die Recyclung benötigt nur ein Bruchteil dessen, was eine Neufertigung kostet. Bitter wird es aber für die Sortieranlagen des sog. Wertstoffmülls, die diese Dosen nun viel weniger finden werden. Da werden wohl viele auf der Stecke bleiben.
Viele Grüße
wu-chi
Ich durfte grade an der Jet Tanke 0.25€ Pfand zahlen für nur eine Dose billiges Dimix.
zum glück konnten wir es sofort zurück bringen :rolleyes:
edit: das war eben so: wir haben auf den Kassenzettel einen Stempel bekommen den wir dann wieder beim abgeben vorzeigen mussten.
Lightshade
05.01.2003, 02:40
Ich denke Dosen waren doch genau dafür da dem Flaschenpfand zu entgehen.
Beispielsweise Ausflüge....wenn ich nach Trier fahre, vor Durst halb umkomme hab ich mir da ja wohl eher 1-2 Dosen gekauft anstatt diese sperrischen Flaschen und sie noch am selben Tag entsorgt.
Jetzt aber muss ich wieder nach Trier fahren und die Dose abgeben.
Tja, oder aber am selben Tag wieder abgeben....hmm...erstmal den kassenzettel nich verlieren.
Das ist auch so eine Sache.
Wenn ich früher am Kiosk eine Dose gekauft habe, hab ich auf den Kassenzettel verzichtet.
Überlegt allein nur die Papierverschwendung dadurch... :o
Ich finds einfach Müll :angry:
Original von wu-chi:
Die Dosen werden hübsch recycelt. Auch ein weiterer Grund, weswegen ich für die Einführung bin.
Das ist tatsächlich ein guter Grund für den Dosenpfand.
Wenn Leute wie Anakin und ich (und ich glaube ein Teil der anderen ebenfalls) sich Dosen meist nur aus dem Grund holen, weil sie unterwegs (z.B. Urlaub oder längere Autofahrt) Durst bekommen, werden diese Leute (und da schließe ich mich keinesweg aus) eher zu Tetra-Paks greifen. Obwohl mir persönlich ein kühles Mineralwasser oder eine sprudelnde Limo (die es bislang nur in Dosen gab) wesentlich besser schmeckt als so ein künstliches Saftgetränk oder Kakao aus dem Mini-Tetra-Pak. Wielange wird es wohl dauern, bis die blubbernde Getränke in Tetra-Paks auftauchen. Ist das überhaupt technisch möglich? Kohlensäurehaltige Getränke in Tetra-Paks? Oder frisst die Kohlensäure das Verpackungsmaterial?
@John: Über die Explosionen in der Gesundheitsmedizin will ich mir noch keine Gedanken machen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das System Fuß fassen kann. Denn wenn es doch so sein sollte (was ich nicht hoffe!!!), dann kann ich sofort meine Krankenkassenbeiträge sparen (ich zahle 148 Euro, mein Arbeitsgeber auch) und das Geld für irgendwelche Arztkosten fest anlegen.
Wenn ich bedenke vor 10 Jahren betraf mein Anteil an einer Brücke bei 40 % Eigenanteil knapp 930 DM, dann will ich gar nicht drüber nachdenken, was noch auf uns zukommen könnte. Wenn ich für Zahnarzt- und Arztbehandlungen 40 % selbst tragen soll, herrje, wofür kassieren dann die Kassen noch so hohe Beiträge???? (der gesamte Absatz gehört eigentlich in einen anderen Thread, gibt's den schon?)
BLOODTHIRST
05.01.2003, 16:10
selbst sollte die kohlensäure die verpackung der tetra-packs nicht fressen, kann ich mir nicht vorstellen das es gehen würde. kennt das wenn cola flaschen ganz lange geschüttelt wurden, dann kriegt man sie fast nicht mehr auf weil der druck auf den deckel so groß ist das man ihn fast nicht mehr drehen kann.
nun stellt euch mal die weichen tetra-packs vor... die kriegen beulen ohne ende (ich mein nach aussen) und stehen dann nicht mehr wenn der boden nach aussen gewölbt ist.
verhält sich dann in etwa so wie ne dose deren inhalt gefroren ist.
DerBademeister
05.01.2003, 17:41
Warum unser Recyclingsystem sinnlos ist?
Ganz einfach: Der Rest der Welt schmeißt seinen Müll immer noch konventionell weg.
Der globale Effekt unserer immer verrückter werdenden Deutschen Regulierungen ist gleich Null.
Als Bürger wundert es mich übrigens ausserordentlich, das das Pfand nicht mit einer Pfandsteuer belegt wird.
Das uns Eichel noch nicht auf diese Idee gekommen ist...
Gul Damar
17.01.2003, 13:14
Sagt das nicht so laut,wer weiss,wer da noch alles mitliest :lol:
also ich finde das Dosenpfand totalen Rotz.
Ich habe mir vor ein paar Tagen 2 Dosen Cola gekauft,an der Kasse bezahlt,und 2 chips bekommen.Dann sagt der doch glatt zu mir,die Dosen brauch ich gar nicht zurück bringen,nur die chips.Die Dosen würden die auch ganz normal wegschmeissen.Ist doch alles sinnlos.Dann auch die Unterscheidungen ob es nun Pfand kostet oder nicht.Es kommt darauf an,ob Mineralwasser Kohlensäure hat oder nicht,oder die Jim Beam+Cola Dosen kosten auch kein Pfand.
Wenigstens wehren sich die Supermarkt-Ketten dagegen.Eine hat komplett alle Dosen ausm Sortiment genommen,die anderen das Mineralwasser ect.
Gilgamesh
17.01.2003, 14:37
Also, ich würde mir wünschen, dass auch Österreich dieses Pfand einführt.
Denn die Produktion einer Aluminiumdose verschlingt Unmengen an Energie. Aluminium ist also eigentlich ein wertvoller Werkstoff und für eine so banale Sache wie ein Getränkbehältnis denkbar ungeeignet.
Für mich zählt auch die Aussagen, na ja die Anderen machen es auch nicht, nicht. Denn wenn alle anderen Staaten ihren Atommüll auf dem Hauptplatz aufstapeln, wird dies wohl Deutschland auch nicht machen. Es muss immer einen geben, welcher mit gutem Beispiel vorangeht. Und seinen Staatsbürgern einwenig Umweltbewusstsein beizubringen, ist eigentlich auch löblich.
Alles im allem finde ich es eigentlich sehr gut.
Da kommt mir prompt der Artikel in den Sinn, den ich gestern in unserer Tageszeitung (ansonsten hätte ich eine Verlinkung eingesetzt für den ganzen Artikel) gelesen habe. Hier ein Ausschnitt:
"Der Discounter Aldi überlegt nach dem Rauswurf der Dosen aus seinen Regalen, ob er künftig Bier in sogenannten PET-Flaschen anbietet..... Dies sei aber keine endgültige Entscheidung...Ein Massenverkauf von Bier in Plastikflaschen wäre ein Novum im deutschen und eorpäischen Einzelhandel."
Damit ist doch der Sinn des Dosenpfands (zum einen das Recycling und zum anderen, dass der Müll nicht arglos weggeschmissen wird) weg. Dann landen in Zukunft nicht Alu-Dosen in den Parks, auf den Spielplätzen und auf den Rastplätzen sondern Plastikflaschen.
Und außerdem zeigt der Artikel: Not macht erfinderisch.
Na, da fragt man sich doch zeitweise, ob der Dosenpfand so sinnvoll ist???
Im Großen und Ganzen macht Dosenpfand irgendwie Sinn, doch wenn Umwege eingeschlagen werden, um dem ganzen auszuweichen, ist es doch Blödsinn.
(ich persönlich kaufe so gut wie nie, außer in Ausnahmefällen, Dosen und Einweg-Flaschen)
Interessanterweise soll es bei der Novelleriung des Gesetzes, gegen die Union und FDP dieses mal scheinbar keine radikal (sinnlose) Opposition betreiben wollen, auf PET-Flaschen auch einen Pfand geben, da diese nicht sehr umweltverträglich sein sollen.
Mannmannmann, inzwischen ist der Januar fast rum und das neue System ist noch immer nicht bis zu allen durchgedrungen, als Aushilfskraft in einem Supermarkt könnte ich euch ganze Arien über diese blöde Regelung singen.
So muss man immer noch jedem Kunden mit Dosen auf das Gesetz hinweisen, am besten sind die, die anfangen mit mir zu diskutieren....
"Aber das ist doch stilles Wasser, da ist doch gar keine Kohlensäure drin, also kein Pfand!"
"Moment, das ist doch aber ein Tetra-Pak!"
"What do you mean with ´Pfand`? You can have it"
"Muss ich WIRKLICH den Kassenbon aufheben? Das ist ja doof!"
"Alta, was laberst du?"
*grummel*
Wenigstens haben es die Penner schon raus, die wissen wie das läuft. Die bekommen dann mal eben gegen die Vorlage des Kassenbons 2,50 oder mehr für ihre Dosen...und ratet mal, wer in die biergetränkten Plastiktaschen greifen muss um die Dosen zu zählen...
*grummel*
Das alles wäre ja gar nicht so schlimm, denn: "Die Dosen entsorgen? Das macht die Zentrale, Sie schmeissen die einfach nur in den Müllsack da vorn." (Antwort des Chefs, der dabei auf ein riesiges, durchsichtiges Etwas zeigte, dass ungefähr so hoch ist wie ich selbst) Das ist weniger Arbeit als mit normalen Flaschen.
Doch der Dosenpfand macht es mir nicht unbedingt leichter.
Die Leute haben nämlich inzwischen gemerkt, dass sie jetzt weit besser mit PET- und Glasflaschen fahren: Weniger Pfand und man kann sie überall abgeben. Also darf klein Dune nun ungefähr die dreifache Menge dieser Pfandträger entsorgen, manchmal bin ich regelrecht eingemauert mit Flaschen. Und wer hat da noch Lust die alle in Kästen zu sortieren? Unser Pfandraum besteht inzwischen nur noch aus Flaschenhaufen, es besteht Lawinengefahr.
*grummel*
Naja, ein gutes hat die Sache doch:
Neben Omma-Bingo ("Hey, da ist die Verrückte, wetten die kommt zu mir?!") und Ich-mach-mich-unsichtbar-dann-kommt-keiner-an-meine-Kasse-Spielchen haben die Kassierer nun eine neue olympische Sportart: Dosen - Basketball ;)
CaptProton
25.01.2003, 10:27
Seid letzte Woche haben einige der größten Brauerrein schon Kurzarbeit angemeldet, weil keiner mehr die Dosen kauft :(
Auf diese Weise kann man auch Arbeitsplätze vernichten :(
Ich verstehe das Ganze auch nicht. Seit über 2-3 Jahren redet die Regierung schon davon, dass sie das Dosenpfand einführen will und jetzt kommt es für den Handel so überraschend wie Weihnachten für den Normalbürger.
Als das Rabattgesetz fiel, hatte der Handel sofort entsprechende Aktionen parat, die Möbelgeschäfte sprudeln geradezu über vor Ideen. Aber beim Pfand heißt es nur, wir haben halt kein einheitliches System. Welch ein Armutszeugnis, die entpsrechenden Verbände und Firmen wussten schon so lange Bescheid, und jetzt tun sie so, als hätte ihnen keiner was gesagt.
Aber das ist ja auch alles nicht nötig. Wir tun einfach mal nischt, und wenn es soweit ist, lamentieren wir rum und suchen die Schuld bei anderen. Alle regen sich über Umweltverschmutzung und wachsende Müllberge auf, aber wehe es geht an die eigene Bequemlichkeit...
BLOODTHIRST
26.01.2003, 20:06
heute hab ich nen zugegener weise schon einige tage alten artikel gelesen, demnach gibt es riesen probleme bei dosenpfandautomaten. es gibt nämliche scheinbar ein haufen leute die in polen ihre dosen kaufen und dann hier in die automaten werfen -> pfand wird für dosen ausbezahlt auf denene kein pfand drauf ist. nun habe mehrere firmen ihr konzept vorgestellt mit dem man dies unterbinden könnte.
1) dose mit uv tinte vollkritzeln, automat löscht diese tinte indem er sie starker uv strahlung aussetzt. die konkurenz behauptet allerdings wenn man sich in der sonne bräunt und ne dose dabei hat so wird diese auch entwertet.
2) dose wird auf etliche arten durchleuchtet, gewicht geprüft, material geprüft ...
3) die dose erhält einen aufkleber von der bundesdruckerei, welcher einmalig ist und der automat ist mit einem rechner verunden der ihm sagt ob auf der dose pfand ist oder net
also für mich klingen alle diese idee viel zu abgedroschen, son aufwand für die ollen dosen. es muss doch auch irgendeine einfach lösung für dieses problem geben
Das ganze Problem und das ganze Gejammer wäre gar nicht entstanden, hätte sich die Industrie an die Auflage gehalten, nicht mehr als 25 % des Umsatzes in Einwegmaterial auszugeben. Aber die Industrie hat sich nicht daran gehalten.
Eine runde Mitleid für die Industrie! *pah*
Und solche Meldungen wie von Captain Proton angegeben, dass durch das Dosenpfand jetzt Kurzarbeit geleistet werden muss und Arbeitnehmer entlassen werden, sind nichts anderes als Aufhetzungen gegen das Dosenpfand. Argument siehe oben. Hätten die Hersteller nicht ihre Kapazitäten auf das Einwegszeugs verlegt, sondern auf Mehrweg, dann wäre das kein Problem
Schuld ist in aller erste Linie die Industrie! :angry:
Dann die Käufer, denn hätte die mehr Mehrwegbehälter benutzt, wäre der Umsatz der Einwegflaschen nicht so stark angestiegen.
Ich selbst kaufe keine Dosen - mich tangiert dieses Pfand nur am Rande.
Warum nur am Rande, werde ich (vielleicht) noch in einem ausführlicheren Post darlegen.
Originally posted by CaptProton@25.01.2003, 09:21
Seid letzte Woche haben einige der größten Brauerrein schon Kurzarbeit angemeldet, weil keiner mehr die Dosen kauft :(
Auf diese Weise kann man auch Arbeitsplätze vernichten :(
Die Betonung liegt auf groß. Ich erinnere mal daran das, während des Wahlkampfes im letzten Jahr, der oft beschworene Motor der Konjunktur, der Mittelstand, voll hinter dem Dosenpfand stand und steht. Das ging sogar soweit das man sich offen mit Herrn Stoiber angelegt hat, und das in Bayern von Bayern. Der wollte nämlich eine Absprache mit der Industrie treffen. Halt so das alles ruhig weiter gehen kann. Der Mittelstand hat aber auf Mehrweg gesetzt, und wenn der Trend so weiter gegangen wäre, dann würden jetzt unbemerkt viele kleine und mittelständische Unternehmen sterben. Und dank Herrn Andrack wissen wir ja wie viel Vielfalt auf dem deutschen Getränkemarkt herrscht. Die würde es dann schnell nicht mehr geben.
Ansonsten kann ich auch nur sagen das die Industrie halt selber schuld ist. Das ganze zeigt im übrigen mal wieder das Eigenkontrolle meist nicht funktioniert und das die Medien, je nach politischer Orientierung, gerne mal Teilinformationen veröffentlichen. Wir hätten jetzt übrigens tatsächlich ein wunderbares, bundesweites Recyclingsystem haben können. Das ganze Geld ging aber für die Anwälte drauf, die im Auftrag der Dosenindustrie die deutschen Gerichte belagert haben.
Ich würde es übrigens gar nicht schlecht finden wenn ich kein Pfand zurück bekommen würde. Denn leider muss sich Umweltschutz lohnen damit ich ihn praktiziere. Habe ich aber schon mal in diesem Thread (http://forum.spacepub.net/index.php?act=ST&f=22&t=661) geschrieben.
Eigentlich ist das Thema ja vom Tisch und ich habe mich ja auch schon dazu geäußert, aber die Industrie hat das System des Dosenpfandes ja nun umgestellt... von daher nehme ich das jetzt zum Anlass und senfe nochmal ausführlich meine Meinung zum Dosenpfand und Co.
(Sorry für Wiederholungen)
Das Dosenpfand wurde m.M.n. eingeführt, damit die Leute weg von diesen Einwegverpackungen kommen und die Mehrwegflaschen nehmen. Das hat nichts mit Schikane gegenüber dem Bürger zu tun.
Das Argument Gewicht zieht nicht. Wenn ich zwei Halbliter PET-Flaschen mitnehme, kann ich auch eine 1 Liter Flasche der leichten Mehrweg nehmen.
*Ironie/ein*
Leichte Mehrweg. Schon mal davon gehört? Is was ganz Tolles. Is ne Plastikflasche, die den gleichen 'Weg' hat wie Glasflaschen. Nur dass sie eben leichter ist. Und mitunter ist in der leichten Mehrweg sogar mehr drin!
*Ironie/aus*
Und ich schone die Umwelt.
Ein Kollege meinte mal, dass der Spritverbrauch ansteigen würde, weil die Kiste mit Glasflaschen mehr wiegen würde.
Lachhaft. Man geht ja nicht nur wegen der Kiste Trinken einkaufen. Dieser spezielle Kollege allerdings holt sich seine Zigaretten, der Automat ist 5 Min. Laufweg zu erreichen, mit dem Auto. :rolleyes:
Müll vermeiden statt verwerten ist das Motto - oder sollte es sein.
Dann fiele auch der Aspekt hoher Energieverbrauch beim Recycling weg. Aber besser verwerten (recyceln) als einfach so wegschmeißen.
Leider habe ich den Eindruck, dass die heutige Gesellschaft von diesem Motto nichts mehr weiß.
Das Pfand ist meiner Meinung nach noch nicht hoch genug. Es liegen immer noch zu viele Dosen in der Gegend rum oder bleiben bei uns im Kino liegen.
Es sei denn die Leutz haben doch mehr Geld, als man denkt.
Ich kann es auch nicht verstehen, wieso man eine Dose nicht richtig austrinken kann. Und wenn nur noch ein "Spuckschluck" in der Dose ist! Und wegen diesen paar Tröpfchen muss ich die Dose zum Ausguss tragen und die paar Tropfen ausschütten. Mach ich das nicht, haben wir irgendwann diese Zuckersoße im Gelben Sack!
Das muss doch nicht sein. Würde die Dose richtig ausgetrunken werden, dann könnte man sie getrost in einem Leinensack zurück zum Laden bringen. Und die Spuren, die dann doch an der Tasche sind, die kann man auswaschen.
Ich würde die Dosen auch nicht auswaschen, aber man könnte sie umgedreht in den Ausguss stellen und wenn man mal Geschirr wäscht, danach durchs Abwaschwasser ziehen.
Ich seh das Problem nicht.
Die Leute sind sogar zu faul, die "leichte Mehrwegflasche" für die es früher 70 Pfennig Pfand gab, wieder mitzunehmen. Na gut, das Pfand ist gesunken. Man bekommt nur noch 15 cent.
Was sind denn schon 15 ct. Pfand, dafür lohnt sich der Weg zum Verkäufer nicht.
Bei der Einstellung ärgere ich mich immer, vor allem, weil ich ja nie wieder in dem Laden, der diese Mehrwegflaschen anbietet einkaufen werde. :rolleyes:
Klar brauche ich wegen einer leichten Mehrweg nicht zum Händler fahren, aber man kann diesen Weg mit einem Einkauf verbinden. Man muss nur den Grips einschalten.
Wo ein Wille da ein Weg, aber die Leute jammern lieber, wie komplizierter und unkomfortabel alles wird, anstatt dass sie Lösungen suchen.
Der Einzelhandel ist da anders. Der sucht seine Notlösungen. Aber nicht etwa eine Problemlösung bei sich. Nein! Er wälzt alles auf den Verbraucher ab, schiebt die Schuld auf das Dosenpfand und ist aus dem Schneider.
Bestes Beispiel jetzt aktuell die Umstellung des Pfandsystems. Dieses Teil mit der "Drei-Insel-Lösung" oder so.
In ‚meinem' Supermarkt hab ich jetzt auch schon Bier in PET-Flaschen gesehen.
Kann man diese Wiederverwerten? Ich denke nicht?
Und tada, das Dosenpfand wird ins lächerliche gezogen.
Sicher, auf den PET-Flaschen ist auch Pfand drauf und der Einzelhandel nimmt sie auch zurück und man bekommt das Geld wieder. Es ist einfacher. Aber das ganze geht meiner Meinung nach meilenweit am Sinn vorbei.
MÜLLVERMEIDUNG!
Manche Dosen konnte man Wiederverwerten ich weiß jetzt nicht, ob es die Weißblech oder die Aluminium sind.
Vor knapp nem halben Jahr haben die Arbeiter in einer Dosenrecyclingfabrik gejammert, dass sie wegen des Dosenpfandes arbeitslos werden würden.
Wie sieht das jetzt mit dem PET-Zeug aus?
Wie schon mal von mir geschreiben ist in meinen Augen die Industrie Schuld.
Aber nicht nur.
Es ist auch das Verbraucherverhalten.
Und daran zu arbeiten - das ist vermutlich ein Ding der Unmöglichkeit.
Ich fand bzw. finde das Dosenpfand gut. Ich hab vorher schon keine Dosen gekauft und von daher trifft mich das überhaupt nicht.
Aber die jetzige Entwicklung hin zur Einweg-PET-Flasche .... ich könnte Schreien.....
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