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Amujan
24.03.2005, 14:38
Reine Chefsache
(In Good Company)

http://www.kino.de/pix/FLBILDER/pre05/mbiz/gal420/z0510531.jpg


Originally posted by kino.de
Ein Unglück kommt selten allein für Dan Foreman (Dennis Quaid): Erst setzen die neuen Verlagsbesitzer dem alteingesessenen Anzeigenaquisiteur beim Sports America Magazine den neuen, halb so alten und ziemlich nassforschen Juniorchef Carter Duryea (Topher Grace) vor die Nase, dann berichtet auch noch seine Frau dem ohnehin frisch verschuldeten Familienvater von der baldigen Ankunft eines dritten Kindes. Da tröstet es nur wenig, als sich der neue Chef gleich beim ersten Hausbesuch in Dans attraktive Erstgeborene Alex (Scarlett Johansson) verliebt.

Meinung:

Hach ja, Corporate America. Firmenpolitik und Familienglück, beides findet in diesem Film Platz. Das ganze mag als Drama angelegt sein, doch mündet diese in einer Art romantische Komödie. Quaids' Gesichtsausdrücke in diversen Situationen sind Gold wert. Ein paar Dinge dürften dem deutschen Zuschauer etwas befremdlich erscheinen, auch wenn vor allem in Großuternehmen die psychologische Einschwörung auf "Das Team" und "die Firma" auch praktiziert wird, sicher nicht in dem Maße wie dort. Ich habe die Beobachtung gemacht, dass Amerikaner leben um zu arbeiten, wohingegen wir arbeiten um zu leben, dass wir das eine als Notwendigkeit für das Andere sehen. Workaholics gibt es natürlich überall, aber ich glaube keiner macht sich freiwillig für die Firma zum Klops. Marktwirtschaftliches Gebrabbel und dieser Familie=Firma Schwachsinn wird Gott sei dank von Wichtigerem abgelöst, dem Familienleben von Quaids Charakter und dem Wunsch von Grace's Charakter nach Ebensolchem. Der Film zeigt einen Mann der trotz Hingabe zu seinem Beruf seine Familie nicht vergisst und auch seine Kollegen bzw. Untergebenen achtet und nebenan die kühle Welt des weltweit agierenden Konzerns, ausgerichtet auf Wachstum, Corporate Identiy, Cross Promotions, der Designervilla und dem Porsche mit elektrisch verstellbaren Ledersitzen.

So entdeckt der Überflieger ausgrechnet in der Familie seines doppelt so alten Wingmans die große Liebe Alex, gespielt von der wieder hinreissenden Scarlett Johansson. Diese Frau ist erst 19 und sieht immer und in jeder Gelegenheit fantastisch aus, dieser Augenaufschlag einfach himmlisch, die Make-Up Artists werden die Maskaras von Ellen-Betrix geschwungen haben, es hat seinen Effekt nicht verfehlt. Sie hat was von der Göttin schlechthin, so sieht sie nicht nur in ihrem Parfum-Werbespot der Monroe ähnlich.

Ein Film der vor allem Spass macht und zum Lachen verleitet, das Herz anrührt und machmal verärgert. Das Ende ist wie ein neuer Anfang und die Musik sehr gut gewählt, durchweg recht melancholisch aber auch verspielt und mit Solisbury Hill von Peter Gabriel schafft der Trailersong es tatsächlich in den Film.

Ich weiss nciht recht wie ich ihn bewerten soll, er war zwar nett und ok. Die Darsteller glaubwürdig, die Story aus de Alltag, aber irgendwie fehlte der Kick, er plätschert stellenweise etwas dahin und ist zu vorraussehbar. Ich werde mich an den Film erinnern und ihn sicher auch gucken wenn er dann im TV läuft. Das reicht dann aber auch.

:star: :star: :star: :star_half: von 5

Daten:

Drama - USA 2004
FSK: Ohne Altersbeschränkung
Länge: 110 Min.
Verleih: Tobis, Focus Features, Universal Pictures
seit heute - 24.03.2005 - im Kino

englischer Trailer (http://www.apple.com/trailers/universal/in_good_company/) @apple.com
deutscher Trailer (http://www.tobis.de/quicktime/reinechefsache/reinechefsache_480.mov) @off. Filmseite
off. Filmseite (engl.) (http://www.ingoodcompanymovie.com/)
off. Filmseite (dt.) (http://www.reinechefsache.de/)

Amu

Imzadi
26.03.2005, 20:54
Als Fan der Serie "Die wilden 70er" werde ich mir diesen Film schon alleine wegen Topher Grace ansehen. Aber auch sonst hört sich der Film interessant an und verspricht einen netten Kinoabend.