beide sichtweisen sind wichtig. was ihr hier momentan macht, ist lediglich die übliche einseitige stammtischnörgelei über die bösen bosse. aber wo bleibt die eigene verantwortung? sind wir als verbraucher völlig frei davon?
es ist eigentlich ziemlich bezeichnend, dass auf meine frage, ob hier beim einkaufen schon mal jemand die widrigen umstände bei produktion und arbeitsbedingungen berücksichtigt hat, noch keine antwort kam. statt sich mal an die eigene nase zu fassen, wird der finger gleich wieder in eine richtung gewiesen (auf "die da oben"), die eh soweit weg ist, dass man selbst nichts damit zu tun hat und sich somit über sein eigenes konsumverhalten keine gedanken machen muss.
ich finde, wir machen es uns da sehr einfach. wir haben genug geld, um uns regelmäßig neue hifi-geräte zu kaufen und um alle paar wochen ins kino zu gehen. oder um bei H&M und anderen ramschgeschäften klamotten in einem ausmaß zu shoppen, die wir eigentlich nicht wirklich bräuchten. aber wer hat schon mal dran gedacht, z.b. geschenkartikel oder lebensmittel wie reis im fair-trade-geschäft zu kaufen? dort gibt es viele tolle, hochwertige produkte, die gar nicht so teuer sind wie die meisten glauben. nur das weiß kaum jemand, weil der großzügig gewachsene wohlstandsspeck uns so müde und bequem macht, dass wir solche alternativen erst gar nicht ausprobieren.
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