Ach Microsoft war noch nie "böse" genausowenig wie es andere IT Firmen sind. Sie haben nur zur rechten Zeit eine Nische besetzt und diese aggressiv ausgebaut, logisch wir leben im Kapitalismus. Das war mit der Windows-Plattform auf Privat-PCs so (Firmen-Rechner gibt's zwar auch recht häufig mit Windows-OS, aber da gab es schon immer eine größere Streuung), wodurch der eigene Browser IE beim Aufkommen des Internet auch deswegen so große Verbreitung fand, weil es zunächst keine Alternativen auf der Plattform gab.

Der IE und damit Windows und damit Microsoft konnten dem Normalbenutzer eben ihr Produkt verkaufen, im Gegensatz zu Anderen.

Dann kamen die Browserwars und die Entbündelungsdebatte... Alles Unsinn im Nachhinein. Biete dem Endnutzer das überlegenere System (auch wenn er es nur dafür hält) und es wird sich durchsetzen, was wir sehr gut an den Mozilla- und WebKit-Plattformen für Browser (Firefox, Safari, Chrome...) sehen können, die in den letzten Jahren immer mehr Marktanteile sichern konnten.

Letztenendes stößt jede Firma, die Geld in closed source Projekte gesteckt hat in die selbe Nische rein. Egal ob das MS mit dem IE war, oder Apple mit iTunes/iPod oder Google mit ihrer SearchEngine. Natürlich hat Google ein doch etwas anderes Finanzierungssystem als die klassischen Software-Schmieden (Werbefinanzierung vs. Produktverkauf) und besteht ja schon lange nicht ehr nur aus freien Services wie der Suche, die für sich genommen sicherlich ein Verlustgeschäft ist (Serverfarmen auf denen die Suchalgorithmen laufen...)

Natürlich geht Google neuerdings (Wave..) einen halb-open source Weg, aber auch Microsoft hat Teile von Code veröffentlicht (frag mich jetz nich was, ich glaube .net Framework oder Silverlight?) und zu Open Source gemacht.

Die Zukunft gehört denen die sie gestalten und da wird sich Microsoft ausnehmen. Natürlich haben sie etliche Projekte in den Sand gesetzt (wie andere auch). Aber die Diversifizierung die sie anfangs verschlafen hatten, bzw. andere Scherpunkt hatten, holen sie jetzt auf. Sie produzieren eine der drei größten Spieleplattfomren der Welt (XBox360), sie haben ein komplettes Internetangebot für Einsteiger online sowie mit Clientsoftware (Windows Live) und sie KÖNNEN Betriebssysteme schreiben.

Das Problem von Windows ist nicht, die Fehleranfälligkeit sondern die weite Verbreitung, die auf soviel unterschiedlicher Hardware laufen muss und soll, wie es Sandkörner an der Ostsee gibt und dafür schlägt sich das OS ziemlich gut, wenn es wirklich SO schlimm wäre wie sich im allgemeinen Grundton im Internet oft wiederspiegelt, hätte "der Verbraucher" schon längst Alternativen wahrgenommen.

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Soll heissen, es gibt bei jedem großen Unternehmen durchaus auch fragwürdige Entscheidungen oder Handlungsweisen, aber ihre Produkte tragen schon zu unserer Welt bei, auch wenn man die immer kritisch betrachten sollte.