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Thema: Beamten- bzw. Ämterschikane

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  1. #1
    Die Super-Checkerin Avatar von Teylen
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    Standard AW: Beamten- bzw. Ämterschikane

    Ich wähle für gewöhnlich Links.
    Was, soweit ich es sehe, auch die einzige Partei ist die einen bedingungslosen Mindestlohn will.
    Dagegen ist wohl die FDP.
    Die CDU und SPD schwankt wohl und wollen es wohl nicht.
    Wenn es nicht darum geht Wähler zu fangen.
    Die Grünen kippen dahin es nur eingeschränkt zu bewilligen.

  2. #2

    Standard AW: Beamten- bzw. Ämterschikane

    Ok, kommen wir doch einfach mal wieder in Richtung Thema und weg von den persönlichen Animositäten, die sich hier aufgebaut haben, oder?


    Ich könnte mir gut vorstellen, dass der HartzIV-Satz aufgrund theoretischer Grundlagen berechnet wurde (also die grundsätzliche Idee und die entsprechenden Auslegungen). Diese Theorie bedenkt allerdings nicht, wie sollte sie auch, dass Menschen (und ich spreche hier NIEMANDEN persönlich an!!!) nun mal unterschiedlichen Background haben, was Lebenshaltung und Selbstversorgung, Versicherungen, Hobbies, Bildung etc. angeht.

    Und ich habe hier kein "Talkshow-Wissen", bevor das wieder unterstellt wird. Was ich jetzt schreibe, basiert hauptsächlich auf den Erzählungen eines Freundes, der Lehrer an einer Additiven Gesamtschule in einer Kleinstadt am Rande des Rhein-Main-Gebietes ist, liegt malerisch mitten im Taunus, sehr nett eigentlich. Alles andere als das, was man als sozialen Brennpunkt bezeichnen könnte. Eigentlich.
    Uneigentlich beschreibt er immer wieder, leicht entsetzt und auch inzwischen sehr ernüchtert, dass Kinder aus sozial schwachen Familien, und hier meint er HartzIV-Empfänger oder auch Alleinerziehende, die auf "Stütze" angewiesen sind, zum Geldsparen gar nciht in der Lage sind.

    Sie machen inzwischen Projekte in dieser Schule, die einfachste Dinge abdecken, um den Kids (meist aus der Hauptschule) zu zeigen, dass man allein über Lebensmittel viel Geld sparen kann im täglichen Leben. Z.B. wird den Kindern gezeigt, wie man Brote schmiert. Oder einfache Essen selbst kocht, keine Fertiggerichte nimmt, die ja teurer sind, als frisch zubereitetes.

    Viele dieser Kinder bekommen zu Hause keine Brote mit in die Schule, sie bekommen Geld, damit sie sich etwas kaufen. Einige dieser Kinder haben mit 12 Jahren noch kein Brot selbst geschmiert und sind bei den Projekten hin und weg, wie einfach das ist. Sie haben von diesen simplen Dingen des Lebens keine Vorstellung. Die Eltern haben offenbar keinerlei Interesse daran, such ums tägliche Leben zu kümmern, sie müssten sich ja morgens vor demNachwuchs aus dem Bett begeben, um diesem ein Frühstück zu machen oder gar Essen mitzugeben. Mittags selbst zu kochen, scheint in vielen dieser Familien auch ein Unding zu sein. Mikrowellenfutter und Dosen sind angesagt.
    Dass dann 350 € nicht ausreichend sind für 2 Personen, ist klar.

    Was ich damit sagen will, ist, vielleicht wäre es sinnvoll, gerade den einfach gestrickten Menschen in diesem Land, die auf soziale Hilfe in Form von Geld angewiesen sind, auch zu zeigen, wie man sich dieses einteilt, wo man sparen kann, an welchen Stellen es noch Einsparungsmöglichkeiten gibt. Und ich meine NICHT von oben herab über einen Schreibtisch hinweg, sondern über gezielte Aufklärung.

    Es gibt doch für alles Kurse,oder? Warum nicht dafür? Weil es voraus gesetzt wird. Aber irgendwie sieht es so aus, als wären diese einfachen Überlebensstrategien, die wohl einige von uns hier sich aneignen mussten während Studium/Ausbildung/kurzfristige Arbeitslosigkeit, wenn es halt wirklich mal knapp war, wie z.B. Angebote von Discounter abklappern, billig kochen, Kleinkram eben nicht kaufen, etc. um geld zu sparen, nicht wirklich noch präsent bei allen...


    Wie schon gesagt, das ist kein persönlicher Angriff, einfach eine ins Unreine gedachte Überlegung, wo man noch den Hebel ansetzten könnte, um dem System gerechter zu werden.

    Ich bin übers WE unterwegs! Nicht wundern, wenn ich nciht gleich antworte.
    ~-o~o~o-~
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  3. #3
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    Standard AW: Beamten- bzw. Ämterschikane

    Eigentlich wollte ich ja ab jetzt nix mehr schreiben...

    Das Schüler kaum Butterbrote mithaben liegt m.E. nicht unbedingt an dem Umfeld, indem sie aufwachsen (auch ich spreche hier niemanden an), sondern es liegt an unserer Gesellschaft.
    Fakt ist, dass ungesunde Ernährung (wie z.T. beim großen M oder bei BK) meistens doch preiswerter ist.
    Ich war noch nie ein Verfechter davon und Max hat als Kind auch nicht viele M´s von innen gesehen.
    Man braucht sich nur mal die Menschen in den USA anzusehen, die meisten Dicken gibt es sicher in der armen Bevölkerung, da frisches Obst und Gemüse teuer sind.

    Ich bin mit Butterbroten aufgewachsen und mein Sohn auch. Liegt sicher auch an meiner Erziehung und dem Land, wo ich aufgewachsen bin - DDR.
    Des weiteren bin ich auch kein Fan von Cola, Fanta, Sprite und Limo, so etwas gab und gibt es bei uns nicht. Max darf eh keine Cola trinken, von da erübrigt es sich. Max hätte sich gerne mal wie die anderen Mitschüler an dem Essenswagen etwas gekauft, aber knapp 2 Euro für ein Schnitzelbrötchen, was sich sich seine Mitschüler kauften, empfinde ich als heraus geschmissenes Geld, auch wenn die Betreiber dieses Wagens sicher auch ihre Existenz sichern müssen. Wenn ich das auf die Schultage aufrechne, dann komme ich auf eine Summe, die ich für die Woche an Lebensmittel ausgebe.

    Max hatte mit 13 seinen ersten Nierenstein. 2 Jahre später musste er zur Stoffwechseluntersuchung und es stellte sich heraus, er hat Calzium-Oxalat-Steine. Bedeutet für ihn in der Ernährung, nicht mehr wie 400-500 ml an Milch (dies schließt auch Milchprodukte ein, hat er eine Schüssel Cornflakes gegessen, dann war sein Milchbedarf für den Tag schon fast gedeckt), keine Nüsse, keine Brombeeren, wenig Himbeeren, Pfirsiche, Aprikosen, wenig Weizen, kein schwarzer Tee, Pfefferminz und verschiedene Früchtetees (bevorzugt waren Fenchel, Anis-Kümmel etc.), wenig Süssigkeiten (gut für ihn, dass er davon eh nie viel gegessen hatte), möglichst weißes Fleisch, Körnerbrot und Brötchen.
    An Trinken ist das Beste Wasser, allerdings nicht mit zuviel Calzium.

    Ich koche auch jeden Tag, da es eh preiswerter ist. Dies tue ich aber auch, wenn ich arbeiten gehe. Egal, ob ich gut verdiente oder wie jetzt Hartz IV beziehe, mein Laden, wo ich die meisten Dinge kaufe ist und bleibt ALDI. Wir haben hier noch einen Lidl und den REWE. Lidl mag ich nicht, da habe ich immer das Gefühl, ich falle gleich in den Einkaufswagen, wenn ich da etwas reinlege oder an der kasse rausholen muss.
    REWE hole ich nur Dinge, die ich im ALDI nicht bekomme. Das Brot backe ich inzwischen auch selber.
    Heutzutage hat doch keiner mehr etwas zu verlieren und immer mehr von den Betuchten sehe ich jetzt auch bei ALDI und das hat bestimmt nicht nur mit den Preisen, sondern auch mit der Qualität zu tun.
    "Möge Gott sein zwischen Dir und dem Leid, an allen verlassenen Orten, die Du erreichen wirst." (ägyptischer Segensspruch "Babylon 5")

    "Wichtig ist nur, was du mit der Zeit anfängst, die dir in deinem Leben gegeben ist." (Gandalf zu Frodo in Moria, HdR- Die Gefährten)

    http://anderswelten.plusboard.de

  4. #4

    Standard AW: Beamten- bzw. Ämterschikane

    Sehenswert: Ein Beitrag von Report Mainz über Hartz IV-Empfänger, die als Praktikanten unentgeltlich z.T. zu Hundertschaften in Unternehmen placken müssen, und oft nicht übernommen werden. So zerstören sie reguläre Arbeitsplätze, da die Unternehmen ihre Arbeitskraft umsonst bekommen:
    http://www.youtube.com/watch?v=gIfm3qci0gw

    Dies findet unter der Ägide des SPD-Vorsitzenden Müntefering statt, im Nebenberuf unser Arbeitsminister. Natürlich will er sich dazu nicht äußern.

    Von den 1 Euro Jobbern die Schröder/Müntefering eingeführt haben um die Arbeitslosenstatistik zu schönen, arbeiten laut Studien übrigens etwa die Hälfte in regulären Beschäftigungsverhältnissen, die früher von regulären, bezahlten Arbeitnehmern ausgeübt wurden.

    Zwei weitere Glanzleistungen "sozialdemokratischer" Politik.

  5. #5

    Standard AW: Beamten- bzw. Ämterschikane

    Der Multimillionär welcher nur 2000 Euro Steuern zahlt (hier bereits von mir erwähnt, kommt übrigens auch in diesem Videobeitrag der Sendung MONITOR noch mal zu Wort. Sehenswert:
    http://www.wdr.de/tv/monitor/sendung...1/steuern.php5

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