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Thema: Beamten- bzw. Ämterschikane

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  1. #1
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    Standard AW: Beamten- bzw. Ämterschikane

    Zitat Zitat von Simara Beitrag anzeigen
    Den Eindruck hatte ich aber. Ich habe mich nämlich bei der zuständigen Sachbearbeiterin erkundigt. Wohngeld bekommt man nur wenn man hier ein monatliches Nettoeinkommen von 800,00 EUR hat. Also Netto in dem Sinne, dass die Sozialversicherungen abgezogen sind. Miete und der ganze andere Kram muss davon noch bezahlt werden.
    Ach, du meinst Wohngeld-Anspruch! Ich dachte, du meinst Anspruch an die Arbeitsleistung, die erwartet wird. Nun, da habe ich dich missverstanden, tut mir leid.
    Es gibt im www genügend kostenlose Wohngeldrechner, mit denen man ausrechnen kann, wieviel Wohngeld einem in etwa zusteht. Letztlich ist die Sachlage recht einfach: Wenn sie mit Nettoeinkommen plus Wohngeld weniger als Hartz IV hat, hat sie Anspruch auf Aufstockung durch Hartz IV.

    Stimmt, du hast geschrieben "kann".
    Allerdings hatte ich den Eindruck, die Verkäuferin kann ruhig nen Nebenjob haben, ihr wird ja nix abgezogen, aber für einen H4-Empfänger lohnt es sich nicht. Und ich verstehe die Empöhrung darüber nicht. Der H4-Empfänger lebt von nicht selbst erarbeitetem Geld. Ich weiß nicht wie ich es noch deutlicher schreiben soll. H4 ist eine Hilfe, die dann zurückgeschraubt wird, wenn der Hilfeempfänger eigenes Einkommen hat. Was ist daran falsch?
    Was daran falsch ist, ist ein allgemeiner Kritikpunkt, der von Wirtschaftswissenschaftlern jeder Coleur an Hartz IV geäußert wird (die Zuverdienstmöglichkeit ist ja erst auf Druck von Gutachten überhaupt geschaffen worden): Es wird zuviel angerechnet, d.h. die sog. Transferentzugsrate, wie das im Fachjargon heißt, ist zu hoch. Hierdurch mindert man die Anreize, sich einen Nebenjob zu suchen. Ein Nebenjob ist für die Chancen auf dem Arbeitsmarkt aber immer noch besser, als gar kein Job. Selbst neoliberale Wissenschaftler sehen das so.

    Keine Ahnung, warum du das dermaßen in den falschen Hals bekommen hast, denn - wie auch ich weiter vorne schrieb - habe ich auch seit Jahren einen Nebenjob. Da brauch ich mir auch von niemandem was sagen zu lassen.
    Dann erklär mir bitte mal, wieso du es als "Frechheit" betrachtest, zu erwähnen, dass man sich einen Nebenjob suchen kann.

    Also geht es in dem Thread hier nicht um allgemeine Beamtenschikanierung, sondern einzig und allein um Demonas Fall?
    Wenn die Threadöffnerin schreibt, sie wurde schikaniert, und dann kommt die Antwort, "manche" fühlen sich eben schnell schikaniert, liegt es recht nahe, dass man das auf die Threadöffnerin bezieht.

    Darauf bin ich gar nicht eingegangen. Und werde ich auch nicht.
    Ich hab geschrieben, dass es auf den Ämtern Blinzen gibt und habe auch einen Fall aus dem eigenen Umfeld geschildert. Trotzdem greifst du mich an. Was soll der Scheiß!
    Nur weil ich nicht in die Hetze gegen die ARGE einstimme?
    Ja, nicht drauf eingehen auf einen Fall, der offensichtlich Schikane ist, ist dann auch das einfachste. Ich greife dich nicht an, weil du nicht in die "ARGE-Hetze" einstimmst, sondern weil du auf die Frage von mir, was du tun würdest, wenn man dir jeden Bescheid falsch berechnet und dich ansonsten dauernd herumschikaniert (was klar erkennbar auf Demona bezogen war), geantwortet hast: Ach, weißt du, manche fühlen sich schnell schikaniert. Auf wenn soll ich denn das beziehen, wenn nicht auf Demona?

    Ähm... aber genau das passiert doch gerade. Der Thread wurde eröffnet um gegen Beamtenschikane zu wettern. Aber nicht alle Beamten schikanieren. Und genau das beweisen die ein oder anderen Berichte.
    Nein, es wurden konkrete Fälle erwähnt, und es wurde nach eigenen Erfahrungen gefragt. Demona schrieb sogar ausdrücklich, dass ihre jetzige Bertreuerin hilfreich ist. An keiner Stelle wurde geschrieben, dass "die Beamten" ja nur schikanieren, oder dass man ja als Beamter so bequem lebt und so beneidenswert ist, wie das hier über Hartz VI-Empfänger geschieht. Aber man merkt ja, wie du dich bereits durch diese Diskussion von ganz konkreten Fällen angegriffen fühlst.

    Kann und will ich nicht. Weil ich auch die andere Seite kenne von Hilfeempfängern die Lügen, wenn sie den Mund aufmachen. Die falsche Atteste bringen und die Sozialhilfebetrug begehen.
    Auch das kann man sehr leicht so interpretieren, dass Demonas Aussagen ja vielleicht gar nicht stimmen.

    Nein. Aus ihrem Ausgangspost ging das alles nicht hervor. Kannst du ja nachlesen. Die zeitliche Diskrepanz kam später raus.
    Und nicht nur ich habe Demonas OP wohl nicht richtig verstanden. Denn Teyl z. B. hat das mit dem Geld missverstanden.
    Es ging ihrem zweiten Beitrag hervor, der vor deinem ersten kam. Das kannst du zeitlich nachlesen. Dass Teylen das mit dem Geld offenbar missverstanden hat, zeigt nur, dass sie überhaupt keinen Begriff hatte, wieviel Geld einem Hartz IV-Empfänger eigentlich zur Verfügung steht. Sonst wäre nicht erst von "unter 1000 Euro" und dann von etwa fünfhundert Euro nach Abzug der Miete die Rede gewesen. Wie man auf solche Beträge kommen kann ist mir ein Rätsel, aber es ist auch ein gutes Indiz, was für irrwitzige Vorstellungen über die Hartz IV-Regelungen herrschen.

    Also deiner Meinung nach werden die Leistungen für H4-Empfänger in unzumutbarer Weise gestrichen? Du meinst, mit 350,00 EUR kann man nicht leben?
    Habe ich nicht weiter oben geschrieben, dass ich meine, mit 350 Euro kann man zeitweilig über die Runden kommen, dass es aber langfristig schwierig wird?

    Und alles was ich sagte war, dass eine ... nehmen wir wieder die Verkäuferin auch nicht mehr hat. Und die muss auch davon leben und kann sich nicht beschweren. Und wenn sie 900,00 EUR bekommt kann sie kein Wohngeld mehr beantragen. Zumindest nicht hier bei mir.
    Ein alleinstehender Hartz IV-ler hat bei weitem keine 900,- Euro, sondern vielleicht 700.-. Demona und Max sind zu zweit. Eine Verkäuferin, die nicht alleinstehend ist, bekommt in der Regel Kindergeld und hat damit letztendlich über 1000,- Euro. Wenn sie ein Kind hat, dürfte ihr bei dem Einkommen auch Wohngeld zustehen. Müsste man mal ausrechnen lassen. Wenn sie immer noch drunter ist, kann sie wie gesagt Hartz IV-Aufstockung beantragen. Sie liegt in keinem Fall unter Hartz IV.


    Was das allgemeine Thema Ämter-Schikane ist: Eine meiner engsten Freundinnen hat ein Steuerberatungsbüro. Da kann man eigentlich Ämter-Schikane fast an der Tagesordnung mitbekommen. In einem Fall, wieder Hartz IV, weigert sich die ARGE, Schuldzinsen fürs Haus bei der Einkommensberechnung zu berücksichtigen (bevor es jetzt wieder losgeht, "was, die können sich einen Steuerberater leisten", es handelt sich um ein befreundtes Kleinunternehmerpaar, die schon lange von ihr betreut sind und jetzt pleite gegangen sind und vor der Zwangsversteigerung ihres Hauses stehen). In einem anderen Fall hat ebenfalls ein KMU das "Verbrechen" begangen, im europäischen Ausland ein Zweitunternehmen zu eröffnen, um den dortigen Aufenthaltsvorschriften für Arbeitnehmer gerecht zu werden. Dem haben sie jetzt die Steuerfahndung auf den Hals gehetzt, mit Argumenten, von denen jeder Steuerfachmann, der den Fall kennt, sagt, dass sie keinerlei Aussicht auf Erfolg beim Finanzgericht haben. Ein grundehrlicher Mann, der dem Finanzamt noch nie einen Euro schuldig geblieben ist. Der war letztes Jahr mit Verdacht auf Herzinfarkt im Krankenhaus wegen der Sache und hat inzwischen in Deutschland alle Mitarbeiter entlassen und das deutsche Unternehmen liquidiert. Herzlichen Glückwunsch, noch ein paar Arbeitsplätze weg.
    Geändert von nevermore (11.06.2009 um 10:55 Uhr)
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  2. #2
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    Standard AW: Beamten- bzw. Ämterschikane

    In einem anderen Fall hat ebenfalls ein KMU das "Verbrechen" begangen, im europäischen Ausland ein Zweitunternehmen zu eröffnen, um den dortigen Aufenthaltsvorschriften für Arbeitnehmer gerecht zu werden. Dem haben sie jetzt die Steuerfahndung auf den Hals gehetzt, mit Argumenten, von denen jeder Steuerfachmann, der den Fall kennt, sagt, dass sie keinerlei Aussicht auf Erfolg beim Finanzgericht haben. Ein grundehrlicher Mann, der dem Finanzamt noch nie einen Euro schuldig geblieben ist. Der war letztes Jahr mit Verdacht auf Herzinfarkt im Krankenhaus wegen der Sache und hat inzwischen in Deutschland alle Mitarbeiter entlassen und das deutsche Unternehmen liquidiert. Herzlichen Glückwunsch, noch ein paar Arbeitsplätze weg.
    Da kannst du wirklich herzlichen Glückwunsch sagen. Da hätten die ehemaligen Arbeitnehmer meine volle Zustimmung, wenn sie das Finanzamt verklagen würden.
    Es trifft immer wieder die Kleinen in solchen Dingen. Große Unternehmen kassieren da Subventionen von Deutschland und verlegen dann den Firmenhauptsitz ins Ausland, um in Deutschland keine Steuern mehr zu zahlen und dürfen auch noch die Subventionen behalten.
    Das ist Gerechtigkeit in Deutschland.
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  3. #3
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    Standard AW: Beamten- bzw. Ämterschikane

    Zitat Zitat von nevermore Beitrag anzeigen
    Dass Teylen das mit dem Geld offenbar missverstanden hat, zeigt nur, dass sie überhaupt keinen Begriff hatte, wieviel Geld einem Hartz IV-Empfänger eigentlich zur Verfügung steht.
    Wie wäre es wenn du meine Beiträge sorgfältig ließt anstelle mir irgendwelche absurden Aussagen unter zu schieben?

    Ich habe geschrieben das ich, nach Abzug der Miete, unter 1000 Euro zur Verfügung hatte. Wohl gemerkt nicht nach Hartz IV sondern mit einer Anstellung in Vollzeit. Das ich davon nach Abzug der Lebenshaltungskosten, für ein teils durchaus nicht schlechtes Leben, rund um 500 Euro zur freien Verfügung habe.

    Wenn mir nun jemand schreibt das es fast ~1200 Euro gibt und ich davon das was mir als Mietpreise bekannt ist abziehe, komme ich zu dem Schluss das zumindest ich davon noch leben könnte wenn ich die eigenen (Luxus) Ansprüche runterschraube.
    Auch wenn nach Miete und Haushaltsrechnung nur etwa 350 Euro bleiben. Wobei eine Wohnung von knapp 700 Euro Unterhalt mir schon recht teuer erscheint.

    Eine Verkäuferin, die nicht alleinstehend ist, bekommt in der Regel Kindergeld und hat damit letztendlich über 1000,- Euro.
    Zumindest die Friseusen in Deutschland mit denen ich so beim frisieren ins Gespräch kam, würden sich nach 1000 Euro Netto alle zehn Finger lecken.
    Denen zu unterstellen die hätten mehr, nach Abzug der Miete, als vielleicht 500 Euro ist als würde ich behaupten das Hartz'ler alle 2 Wohnungen haben, 1 Auto und dauernd neue Sache.

    Kann man machen, geht aber an der Realität vorbei.
    Zumal die Friseuse dafür dann auch noch den ganzen Tag stehen und arbeiten muß.

    In einem anderen Fall hat ebenfalls ein KMU das "Verbrechen" begangen, im europäischen Ausland ein Zweitunternehmen zu eröffnen, um den dortigen Aufenthaltsvorschriften für Arbeitnehmer gerecht zu werden.
    Das ist doch die nette Formulierung von:
    "Tschüß Deutschland, ich mag im Ausland die Arbeiter zu den Bedingungen dort anstellen." Nach der Beschreibung glaube ich kaum das der Interesse hatte das deutsche Unternehmen zu halten.


    Nun zu der Frage was wäre wenn man selbst so schickaniert worden wäre. Natürlich hätte man sich auch beschwert und sich das eigene Recht erkämpft. Naja und in den beschriebenen Fällen wäre ich nicht nur gegen das Amt gegangen sondern auch gegen die entsprechenden Väter.

    Ich bin allerdings kein Mensch der sich vorstellen kann das ich mich irgendwann auf den Punkt stelle das ich mit dem gemeinen Fußvolk nicht mehr reden will kann. Das ist eine Einstellung die sich mir, für mich, nicht wirklich erschließt.
    Nun oder wie man es schafft nur an die fiesen Angestellten einer Behörde, Firma oder Versicherung zu geraten.
    Das der ein oder andere mal fies ist, obwohl man total freundlich, lieb und nett auf den zugeht, passiert. Aber das dann alle so sind? Irgendwo fehlt es mir da etwas an der Vorstellungskraft wie man nur an Leute gerät die einem erstmal was wollen.

    Ich bin aktuell mit meiner Versicherung noch arg uneins, weil die mir für den Unfall im Oktober letzten Jahres immer noch nicht wirklich Geld zahlen wollen (weil sie die Polizei Akte nicht rangeschafft kriegen). Aber deswegen würde ich nicht alle Versicherungen verteufeln oder nur noch mit den Vorgesetzten reden.
    Nun bald darf ich wohl auch rumrennen um mein Auto mal umzumelden.
    Was beim belgischen Staat vermutlich wieder ein munteres tauschen unterschiedlich farbiger Dokumente mit diversen Stempel Sammlungen wird. Das mag zwar schikanös wirken, vielleicht auch sein, aber ich würde deswegen nicht die Leute die dafür nix können und nur ihren Job machen verteufeln.


    Die Anschaffung eines Haustier ist, meiner Meinung nach, ein Luxus.
    [Bevor es kommt, Blinden Hunde sind natürlich kein Luxus.
    Aber ich kann z.B. aktuell keine Katze halten, obwohl ich gerne eine hätte, weil sie doch nicht gerade preiswert sind und eine größere / andere Wohnung bräuchten]
    Was nicht heißt das man einmal angeschaffte Tiere einfach so abschaffen könnte.

  4. #4
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    Standard AW: Beamten- bzw. Ämterschikane

    @ Teylen

    Das ist doch die nette Formulierung von:
    "Tschüß Deutschland, ich mag im Ausland die Arbeiter zu den Bedingungen dort anstellen." Nach der Beschreibung glaube ich kaum das der Interesse hatte das deutsche Unternehmen zu halten.
    Und da behauptest du, niemanden etwas zu unterstellen? Herzlichen Glückwunsch!

    Was nicht heißt das man einmal angeschaffte Tiere einfach so abschaffen könnte.
    Danke, dass du mir gestattest meine 12 Jahre alte katze zu behalten und sie nicht ins Tierheim abzuschieden. *sarkasmusaus*
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  5. #5
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    Standard AW: Beamten- bzw. Ämterschikane

    @Nevermore:
    Den Beitrag habe ich editiert, nachdem mir der Gedanke kam das ich mit einer Formulierung über die Stränge geschlagen hab. Deine Beleidigungen in Richtung "irrwitzigen Vorstellungen" hast du offensichtlich nicht nötig zurück zu nehmen. Aber jeder nach seiner Facon.

    Natürlich ist da von *unter* 1000 Euro nach Abzug der Miete, von einem *Gehalt*, die Rede. Wie du darauf kommst das es ein Vergleich zu Hartz IV Empfänger ist, verstehe ich nicht. Es sollte lediglich meine Situation beschreiben während ich arbeite(te).

    Um noch mal das Lesen zu erleichtern die Passagen entsprechend markiert:
    "Wenn ich meine Miete bezahlt habe hatte ich von meinem, eigentlich guten Gehalt, keine 1000€ übrig und konnte dennoch was beiseite legen."

    Zu dem Netto.
    Ich weiß was Netto ist, aber du scheinst es gerne mal zu vergessen um Verkäuferinnen oder Friseusen Traum-Gehälter unterstellen zu wollen die sie von Hartz IV Empfängern weit abhängen.
    So behauptest du das eine Verkäuferin, mit Kind, und Zuschüssen über 1000 Euro verdient. Das geht, nach meinen Erfahrungen, also mir bekannten Verkäuferinnen oder auch Friseusen (die wie ich vermute eher weniger verdienen), an der Realität vorbei.

    Unter dem Strich bleibt da, nach Miete, für eine Verkäuferin / Friseuse vielleicht 500 Euro übrig. Womit auch noch Versicherungen, Hygiene Artikel, etwaige Haustiere, Essen und so weiter bezahlt werden wollen.
    Das sie damit unter Hartz IV liegt hat keiner gesagt, aber das sie weit drüber liegt ist auch keine richtige Vermutung.
    Nun und neben der Arbeit schaffen es die Verkäufer und Frisöre damit auch über die Runden zu kommen.

    @DerBademeister
    Ich sage nicht das Haustiere nicht nützlich oder toll sind. Lediglich das sie ziemlich teuer sind. So teuer das ich mir leider keins leisten kann. Da ich entweder in eine größere und teurere Wohnung umziehen müsste oder aber den Boden rausreissen / ersetzten lassen. Von Kosten wie teure Operationen ganz zu schweigen. Berichten von Bekannten nach kosten deren Katzen und Hunde was Krankheiten betrifft fast noch eine ganze Ecke mehr als mein Auto an Inspektionen/Reparaturen.
    Woraus für mich folgt das es Luxus ist.

    Menschen die wenig Sozialkontakte haben, vielleicht gar SP, die Anschaffung eines Haustiers nahe zu legen finde ich hingegen sozial kalt. Man sollte doch eher fördern das sie Kontakt zu anderen Menschen bekommen. Vielleicht solchen aus ähnlichen Gruppen. Schließlich ist das Tier letztlich kein vollwertiger Ersatz und kann dazu führen das man sich noch weiter isoliert / entfernt. (Wird auch in SP Foren und dergleichen nicht empfohlen)

    Sachen wie die elektronischen Haustiere in Japan sind imho eine Bankrott Erklärung der Gesellschaft.

    Ansonsten bin ich ebenfalls für ein bedingungsloses Grundeinkommen.
    Die Behauptung das man, nach Abzug der Miete, von den etwa 350 Hilfe leben kann, ist imho auch nicht sozial kalt sondern eine nüchterne Festellung.

  6. #6
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    Standard AW: Beamten- bzw. Ämterschikane

    @Teylen. Offenbar war das doch nicht mein letzter Beitrag an dich. Aber das kann ich doch wohl kaum unwidersprochen stehen lassen.

    Den Beitrag habe ich editiert, nachdem mir der Gedanke kam das ich mit einer Formulierung über die Stränge geschlagen hab. Deine Beleidigungen in Richtung "irrwitzigen Vorstellungen" hast du offensichtlich nicht nötig zurück zu nehmen. Aber jeder nach seiner Facon.
    Du bist in mehr als einer Formulierung "über die Stränge geschlagen". Und Nein, ich habe es nicht für nötig befunden, zurückzunehmen, dass irrwitzige Vorstellungen über Hartz IV Regelungen bestehen, weil ich aus deinen Beiträgen nur schließen kann, dass deine Vorstellungen im Hinblick auf Hartz IV irrwitzig sind. Bisher sehe ich keinen Anlass, da irgendwas zurückzunehmen. Übrigens empfehle ich dir, mal nachzulesen, was eigentlich unter "Beleidigung" fällt. Die Aussage, es herrschen irrwitzige Vorstellungen, fällt da gewiss nicht darunter. Die Aussage, man sei des Lesens nicht mächtig, schon eher.

    Natürlich ist da von *unter* 1000 Euro nach Abzug der Miete, von einem *Gehalt*, die Rede. Wie du darauf kommst das es ein Vergleich zu Hartz IV Empfänger ist, verstehe ich nicht. Es sollte lediglich meine Situation beschreiben während ich arbeite(te).
    Wie ich darauf komme, habe ich schon geschrieben. Dein Beitrag kam als Antwort auf einen von Bademeister, in dem von "staatlich verordneter Armut" die Rede war, und auf den du antwortetest, das sei "Bullshit". Bitte was hatte dieser Beitrag von dir, der deine Situation beschrieb, in dem Zusammenhang zu bedeuten? Entweder es war ein Vergleich mit Hartz IV-Empfängern, die mehr als diese 1000 Euro haben, oder es war zusammenhangloser Nonsens. Denn wenn es nicht im Zusammenhang mit Hartz IV war, ist es in der Frage, wie gut oder schlecht es HartzIV Empfängern geht, nicht von Interesse.

    Um noch mal das Lesen zu erleichtern die Passagen entsprechend markiert:
    "Wenn ich meine Miete bezahlt habe hatte ich von meinem, eigentlich guten Gehalt, keine 1000€ übrig und konnte dennoch was beiseite legen."
    Und welche Relevanz hat dies in der Hartz IV-Diskussion, es sei denn, du gehst davon aus, dass ein Hartz IV-Empfänger in einer ähnlichen Situation ist?

    Ich weiß was Netto ist, aber du scheinst es gerne mal zu vergessen um Verkäuferinnen oder Friseusen Traum-Gehälter unterstellen zu wollen die sie von Hartz IV Empfängern weit abhängen.
    So behauptest du das eine Verkäuferin, mit Kind, und Zuschüssen über 1000 Euro verdient. Das geht, nach meinen Erfahrungen, also mir bekannten Verkäuferinnen oder auch Friseusen (die wie ich vermute eher weniger verdienen), an der Realität vorbei.
    Deine Vermutungen und dein "Empfinden" sind für die Faktenlage, entschuldige das bitte, irrelevant. Fakt ist, nach der deutschen Rechtslage hat jeder, der unter der Hartz IV-Grenze liegt, Anspruch auf eine Aufstockung seines Einkommens nach Hartz IV. Wenn sie darunter liegen und dennoch nicht diese Aufstockung beantragen ist es ihre Entscheidung.
    Geändert von nevermore (11.06.2009 um 19:44 Uhr)
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  7. #7
    Die Super-Checkerin Avatar von Teylen
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    Zitat Zitat von nevermore Beitrag anzeigen
    Bisher sehe ich keinen Anlass, da irgendwas zurückzunehmen.
    Wenn für dich gilt,... "Höflichkeit ist eine Zier besser lebt sich's ohne ihr lebt"
    Wie gesagt, dein Anstand / Höflichkeit, deine Entscheidung.

    Bitte was hatte dieser Beitrag von dir, der deine Situation beschrieb, in dem Zusammenhang zu bedeuten?
    Es wurde in den Raum gestellt das Hartz IV Empfänger vor der Miete 1178 Euro haben. Danach logischerweise weniger. Insofern ist imho die Behauptung gestattet das auch arbeitende Menschen nach der Miete auch keine 1000 Euro haben. Was die Aussage hinsichtlich der Armut relativiert.

    Entweder es war ein Vergleich mit Hartz IV-Empfängern, die mehr als diese 1000 Euro haben, oder es war zusammenhangloser Nonsens.
    Natürlich ist es sicherlich auch keine Beleidigung und vollkommene Höflichkeit anderen zusammenhangsloser Nonsens vorzuwerfen, hm? Zumal ich nach wie vor keinen Vergleich mit H4 Empfängern getan haben die mehr als 1000 Euro nach Miete haben.

    Aber sei es drum. Zitier doch mal wo ich geschrieben habe das Hartz IV Empfänger mehr als 1000 Euro haben? Bisher sehe ich da nur das in dem Beitrags von Demona von etwas von 1178 Netto schrieb. Das heißt vor der Miete.

    Und welche Relevanz hat dies in der Hartz IV-Diskussion, es sei denn, du gehst davon aus, dass ein Hartz IV-Empfänger in einer ähnlichen Situation ist?
    Es beschreibt zunächst eine Grundlegende Situation die für mich besteht.
    Nun und die Relevanz ist dabei das ich von dem nicht nur Lebe sondern sehr gut lebe. Weshalb ich denke das, wenn man es mir auf Hartz IV runterkürzen würde, immer noch gut leben könnte.

    Völlig unabhängig was du dir daraus für Unterstellungen gegenüber H4 Empfängern von meinerseits aus einbildest.

    Ein weiterer Aspekt ist das Armut imho bezeichnet wenn man kein Internet / TV hat, kein Obdach hat, elendig vor sich herfriert, kaum genug Essen zusammen bekommt usw.

    Fakt ist, nach der deutschen Rechtslage hat jeder, der unter der Hartz IV-Grenze liegt, Anspruch auf eine Aufstockung seines Einkommens nach Hartz IV. Wenn sie darunter liegen und dennoch nicht diese Aufstockung beantragen ist es ihre Entscheidung.
    Wer 360-500 Euro nach der Miete raus hat liegt aber nun mal noch über Hartz IV.

    Hinzukommt das manche sich nicht trauen / die Würde haben nicht zu Behörden zu gehen, wenn sie 38 Stunden die Woche arbeiten gehen, ist ebenso menschlich wie man sich eher mit der eigenen Situation plus Behörden auseinandersetzt als mit Partnern.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Teylen Beitrag anzeigen
    Wenn für dich gilt,... "Höflichkeit ist eine Zier besser lebt sich's ohne ihr lebt"
    Wie gesagt, dein Anstand / Höflichkeit, deine Entscheidung.

    Es wurde in den Raum gestellt das Hartz IV Empfänger vor der Miete 1178 Euro haben. Danach logischerweise weniger. Insofern ist imho die Behauptung gestattet das auch arbeitende Menschen nach der Miete auch keine 1000 Euro haben. Was die Aussage hinsichtlich der Armut relativiert.

    Natürlich ist es sicherlich auch keine Beleidigung und vollkommene Höflichkeit anderen zusammenhangsloser Nonsens vorzuwerfen, hm? Zumal ich nach wie vor keinen Vergleich mit H4 Empfängern getan haben die mehr als 1000 Euro nach Miete haben.
    Wie oft muss ich eigentlich noch erklären, bis es in deinen Schädel reingeht, dass arbeitende Menschen einen Anspruch auf Aufstockung ihres Einkommen haben, wenn es unterhalb der Hartz IV-Grenze bleibt?
    Wie oft soll ich noch fragen, was deine Beschreibungen deiner Lebenssituation sollen, wenn sie für das Thema nicht relevant sind? Mal ganz offen und ehrlich, deine Lebenssituation interessiert mich soviel wie dich meine interessiert, nämlich überhaupt nicht.

    Aber seis drum. Zitier doch mal wo ich geschrieben habe das Hartz IV Empfänger mehr als 1000 Euro haben? Bisher sehe ich da nur das in dem Beitrags von Demona von etwas von 1178 Netto schrieb. Das heißt vor der Miete.
    Habe ich das irgendwo geschrieben, dass du das behauptet hast? Zitiere mir das doch bitte. Ich komme ja gar nicht dazu, dir irgendwas zu unterstellen, denn ich bin vollauf damit beschäftigt, deine Unterstellungen aus dem Weg zu räumen.
    Und zum 101ten Mal: ich frage dich nochmals, was sollen diese Beschreibungen deiner Lebenssituation, wenn sie in keinem Zusammenhang mit dem Thema stehen und keinerlei Beitrag zur Diskussion leisten? Willst du dich damit nur produzieren, oder was soll das?

    Gehen dir die Argumente aus, vorausgesetzt, du hattest überhaupt je welche, oder wieso greifst du jetzt auf Anstand und Höflichkeit zurück, die in deinen Beiträgen bisher nun wirklich keine herausragende Rolle spielten?

    Es beschreibt zunächst eine Grundlegende Situation die für mich besteht.
    Nun und die Relevanz ist dabei das ich von dem nicht nur Lebe sondern sehr gut lebe. Weshalb ich denke das, wenn man es mir auf Hartz IV runterkürzen würde, immer noch gut leben könnte.

    Völlig unabhängig was du dir daraus für Unterstellungen gegenüber H4 Empfängern von meinerseits aus einbildest.
    Vielleicht bin ich ja zu ungebildet um es zu kapieren, aber ich verstehe beim besten Willen nicht, inwiefern deine Lebenssituation, in der du "unter 1000" oder um die 500 Euro nach Abzug aller Kosten zur Verfügung hattest, irgendeine Relevanz hat für die Frage, wie es einem Hartz IV-Empfänger, der bestenfalls 350 Euro hat, geht.

    Ein weiterer Aspekt ist das Armut imho bezeichnet wenn man kein Internet / TV[ hat, kein Obdach hat, elendig vor sich herfriert, kaum genug Essen zusammen bekommt usw.
    Ich dachte eigentlich, auch das weiter oben beantwortet zu haben. Aber ich wiederhole es gerne nochmal für dich. Es gibt in den Industrieländern einen Konsens, dass Armut als "relative Benachteiligung" verstanden wird. Du kannst das beispielsweise in den einschlägigen Dokumenten der OECD nachlesen. Solltest du dich tatsächlich für die Frage interessieren, und nicht nur herumpolemisieren wollen, kann ich dir auch genügend Quellen zuschicken, in denen die Frage diskutiert wird. Jedenfalls entspricht die Armutsdefinition der OECD deiner o.g. Beschreibung nicht.

    Wer 360-500 Euro nach der Miete raus hat liegt aber nun mal noch über Hartz IV.
    Ja, wie wir hier schon wiederholt geschrieben haben, hat man als Hartz IV-Empfänger nicht "360-500 Euro nach der Miete raus". Man hat im besten Fall 350 Euro, wenn die Mietkosten vollständig übernommen werden.

    Hinzukommt das manche sich nicht trauen / die Würde haben nicht zu Behörden zu gehen, wenn sie 38 Stunden die Woche arbeiten gehen, ist ebenso menschlich wie man sich eher mit der eigenen Situation plus Behörden auseinandersetzt als mit Partnern.
    Und wofür oder wogegen soll das nun ein Argument sein?
    Geändert von nevermore (11.06.2009 um 21:53 Uhr) Grund: M
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  9. #9
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    Teylen, was die "absurde Aussage" betrifft, die ich dir angeblich untergeschoben habe:
    Das ist doch, pardon, Bullshit.
    Wenn ich meine Miete bezahlt habe hatte ich von meinem, eigentlich guten Gehalt, keine 1000€ übrig und konnte dennoch was beiseite legen. Neben meinem normalen Leben
    So. Hier ist klar von 1000 EURO NACH Abzug der Miete die Rede, und dieser Beitrag kam als Antwort auf einen von Bademeister, in dem von "staatlich verordneter Armut" die Rede war. Wenn das nicht ein Vergleich mit einem Hartz IV-Empfänger war, dann habe nicht ich ein Problem mit dem Lesen, sondern du hast eins damit, dich klar auszudrücken.

    In deinem zweiten Beitrag hieß es dann:
    Du schriebst doch davor das du, so wie ich das verstanden habe, netto 1100 Euro hast. Wenn ich davon meine Miete abziehe, und versuche auf den Monat um zu rechnen was so an Versicherungen anfällt, komme ich durchaus noch auf etwa ~500 Euro zur Verfügung. Also für Essen, Kleidung, Hobbies und den Rest.
    Immerhin ist dir hier zumindest klar geworden, dass das mit den 1000 Euro nach Abzug der Miete wohl nicht sein kann. Dennoch ist es wieder ein Beweis, dass du nicht die geringste Ahnung hast, wie Hartz IV berechnet wird. Die 1100 Euro kommen zustande, indem man den Grundbedarf für zwei Leute addiert und dann den Mietzuschuss hinzuzählt. Das mit einer alleinstehenden Person zu vergleichen, die 1100 Euro bekommt, ist Äpfel mit Birnen verglichen, denn eine alleinstehende Person bekommt keine 1100 Euro. Sie bekommt nur den Grundbedarf für eine Person und auch weniger Mietzuschuss als ein zwei-Personen-Haushalt. Sie bekäme etwa 700 oder 750 Euro, inklusive aller Zuschüsse.

    Zumindest die Friseusen in Deutschland mit denen ich so beim frisieren ins Gespräch kam, würden sich nach 1000 Euro Netto alle zehn Finger lecken.
    Denen zu unterstellen die hätten mehr, nach Abzug der Miete, als vielleicht 500 Euro ist als würde ich behaupten das Hartz'ler alle 2 Wohnungen haben, 1 Auto und dauernd neue Sache
    Vielleicht nimmst du endlich mal zur Kenntnis, dass "netto" bedeutet: "Vor Abzug der Miete", und dass zum Nettogehalt bei Leuten mit Kindern noch das Kindergeld hinzuzurechnen ist. Ich habe nirgendwo behauptet, eine Friseurin hätte mehr als 1000 Euro vor Kindergeld, oder mehr als 500 nach Abzug der Miete.

    Auf deine Unterstellungen diesem Unternehmer gegenüber einzugehen spare ich mir. Bodenlos, solche Urteile zu fällen nach den Informationen, die du hier bekommen hast.


    EDIT: Ich habe diesen Beitrag geschrieben, bevor deiner von dir selbst oder jemandem aus dem Mod-Team von den übelsten Beleidigungen und Unterstellungen bereinigt wurde. Ich habe meinen entsprechend angepasst. Da ich den ursprünglichen Beitrag gelesen habe, ist dies dennoch mein letzter Beitrag an dich.
    Geändert von nevermore (11.06.2009 um 17:33 Uhr)
    "Our thoughts form the universe. They always matter." (Citizen G'Kar)

    http://anderswelten.plusboard.de/

  10. #10

    Standard AW: Beamten- bzw. Ämterschikane

    Zitat Zitat von Teylen Beitrag anzeigen
    Die Anschaffung eines Haustier ist, meiner Meinung nach, ein Luxus.
    Gerade für Menschen die ohnehin sehr wenig "raus kommen" und wenig Sozialkontakte haben (und das trifft auf viele Arme zu, wie Hartz IV-Empfänger, Rentner mit Minimalrente etc., eben Menschen die kaum am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können) ist ein Haustier als Ansprechpartner besonders wichtig. Aus Deinen Beiträgen atmet eine soziale Kälte, finde ich durchaus bemerkenswert wie man auf den kleinen Freuden von armen Menschen rumhacken kann, während wir andererseits eines der Länder mit der höchsten Konzentration an Reichen und Superreichen sind. Deutschland war eben schon immer ein Radfahrer-land wo man in Zeiten der Krise nach unten tritt und nach oben buckelt.
    Wozu brauchen die beiden Greise Karl und Theo Albrecht eigentlich ein Privatvermögen von 40 Milliarden Euro?

    Mal eine Grundüberlegung zum Gerechtigkeitsproblem:
    Dass einige Arbeitnehmer wenig mehr haben als ein Hartz IV-Empfänger lässt sich nicht dadurch lösen, indem deren Leistungen endgültig auf amerikanisches Zeltstädteniveau sinken, sondern indem einfach jeder ein bedingungsloses Grundeinkommen auf Hartz IV Niveau bekommt. Wer dann arbeitet, hat keinerlei Nachteile gegenüber dem bloßen Leistungsempfänger, da sein Lohn obendrauf kommt. Mit einem anderen Steuersystem wäre das auch finanzierbar, natürlich ist es politisch nicht gewollt und auch nicht durchsetzbar in näherer Zukunft. Wir werden es allerdings noch in diesem Jahrhundert mit einer Gesellschaft zu tun bekommen, in der 20 % der Bevölkerung ausreichend sind um genug Produktivität für Alle zu erwirtschaften, und in der folglich der alte Slogan "Du musst arbeiten um zu leben" nicht mehr funktionieren wird. Eine Gesellschaft wie Heute, die nur durch ständigen Arbeitsdruck am Leben erhalten wird, kann dann nicht mehr funktionieren.

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