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Thema: Warum profitiert die Linkspartei nicht von der Finanzkrise?

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  1. #1

    Standard AW: Warum profitiert die Linkspartei nicht von der Finanzkrise?

    Ein guter Artikel auf den Nachdenkseiten über das mediale Ungleichgewicht mittels dessen marktliberale Parteien wie die FDP nach vorne gepusht werden, obwohl ihre Ideologie gerade völlig versagt und die größte Wirtschaftskrise aller Zeiten verursacht hat:
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=4121

    Diese Propaganda für Neoliberalität wird sich in den nächsten Jahren noch weiter verschärfen, da der Konsolidierungsprozess der Massenmedien (also die Kontrolle vieler Medien durch wenige Konzerne, wie z.B. in den USA oder Italien) weiter voranschreitet.

    Leider haben Blogs wie die Nachdenkseiten, Spiegelfechter, lobbycontrol oder ad sinistram als Gegenöffentlichkeit nur eine verschwindend geringe Breitenwirkung, verglichen mit der neoliberalen Meinungsmacht einer Liz Mohn (Bertelsmann -> RTL, div. Zeitungen und Magazine) oder Friede Springer (BILD, Welt und Co.). Der Normalbürger, also mehr als 95 % unserer Mitbürger, liest eben nicht solche Gegenöffentlichkeit im Internet, sondern die linientreuen Blätter, Sender und Internetportale von Frau Mohn, Frau Springer und Konsorten.

    Auch die Öffentlich-Rechtlichen fallen als Korrektiv weitgehend aus.

    Als weiteren Vergleich dazu empfehle ich die Hofberichterstattung Peter Freys (Leiter des ZDF Hauptstadtstudios) über Angela Merkel...
    http://dokumentation.zdf.de/ZDFde/in...613921,00.html

    ...und seine bereits in diesem Thread verlinkte Hetze gegen Oskar Lafontaine:
    http://berlindirekt.zdf.de/ZDFde/inh...603772,00.html
    http://berlindirekt.zdf.de/ZDFde/inh...5,00.html?dr=1

  2. #2
    Forenjunkie
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    Standard AW: Warum profitiert die Linkspartei nicht von der Finanzkrise?

    Zitat Zitat von DerBademeister Beitrag anzeigen

    Als weiteren Vergleich dazu empfehle ich die Hofberichterstattung Peter Freys (Leiter des ZDF Hauptstadtstudios) über Angela Merkel...
    http://dokumentation.zdf.de/ZDFde/in...613921,00.html
    Ich finde es übertrieben, ein Portrait über die Kanzlerin jetzt gleich wieder als einseitige Berichterstattung zu geißeln. Die Woche davor gab's auch ein Portrait über Steinmeier.

    Und schon mal im Voraus, weil's sonst wahrscheinlich gleich heißt, dass sowas auch über Lafontaine, Westerwelle oder sonst wen kommen muss:
    Steinmeier und Merkel sind nun mal die einzigen beiden die (mehr oder weniger) realistische Chancen haben aus der Wahl als Kanzler hervorzugehen. Sie daher besonders zu beleuchten, halte ich für legitim.

  3. #3

    Standard AW: Warum profitiert die Linkspartei nicht von der Finanzkrise?

    Zitat Zitat von Falcon Beitrag anzeigen
    Ich finde es übertrieben, ein Portrait über die Kanzlerin jetzt gleich wieder als einseitige Berichterstattung zu geißeln. Die Woche davor gab's auch ein Portrait über Steinmeier.

    Und schon mal im Voraus, weil's sonst wahrscheinlich gleich heißt, dass sowas auch über Lafontaine, Westerwelle oder sonst wen kommen muss:
    Steinmeier und Merkel sind nun mal die einzigen beiden die (mehr oder weniger) realistische Chancen haben aus der Wahl als Kanzler hervorzugehen. Sie daher besonders zu beleuchten, halte ich für legitim.
    Es geht nicht darum jemanden "besonders" zu beleuchten, sondern darum wie Derjenige beleuchtet wird. Ich habe nichts dagegen wenn Lafontaine kritisch beleuchtet wird (so wie das beispielsweise Teylen getan hat), ich habe etwas dagegen dass unsere ÖR massiv unterschiedliche Maßstäbe an einen "Linken" ansetzen im Vergleich zu den "Bürgerlichen".

    Überraschend ist das nicht, da die ÖR kein von der Politik unabhängiges Medium wie die BBC sind, sondern liniengetreu im Wesentlichen von Union und SPD besetzt werden. Da die ÖR kein Privatunternehmen sind, sondern von uns Gebührenzahlern finanziert und der Objektivität verpflichtet sind, sehe ich dennoch solche eindeutige Vorteilsnahme kritischer als bei privaten Medien wie Springer und Bertelsmann - denn diese sind nur ihren Eigentümern verpflichtet, wohingegen die ÖR dem Deutschen Volk in seiner Gesamtheit verpflichtet sind - und nicht den Partikularinteressen einer kleinen, wohlhabenden Elite.

    Das Wesen der Demokratie steht und fällt mit dem Zustand der vierten Gewalt, eine echte Demokratie setzt einen fair organisierten Wettbewerb der Ideen und Programme voraus. Beleuchten die Medien nahezu einseitig nur eine Denkschule wie den Neoliberalismus, wird der Bürger seines Rechtes entmündigt, eine Wahl unter verschiedenen Politikangeboten zu treffen - lange bevor er zur Urne schreitet.

  4. #4
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    Standard AW: Warum profitiert die Linkspartei nicht von der Finanzkrise?

    Zitat Zitat von DerBademeister Beitrag anzeigen
    Ich habe nichts dagegen wenn Lafontaine kritisch beleuchtet wird (so wie das beispielsweise Teylen getan hat), ich habe etwas dagegen dass unsere ÖR massiv unterschiedliche Maßstäbe an einen "Linken" ansetzen im Vergleich zu den "Bürgerlichen".
    Ich sehe die massiv unterschiedlichen Maßstäbe nicht.
    Das Interview das ich zuletzt beschrieben habe gab es zu jeder Partei, und das Die Linke da so abgesackt ist lag meiner Meinung nach nicht das sie gemeiner gewesen wären, sondern das es gerade Lafontaine massiv reingeritten hat.

    Das es vielleicht den ein oder anderen gibt der die Linke nicht mag, gut.
    Aber mich würde vielmehr interessieren wie sie in gleichen Formaten weg kommt. Also z.B. in der Sommer-Interview-Runde - da müßten die doch auch noch dran kommen? -, und ob es dann an den Fragen oder dem Gast liegt.

  5. #5
    Forenjunkie
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    Standard AW: Warum profitiert die Linkspartei nicht von der Finanzkrise?

    Zitat Zitat von Teylen Beitrag anzeigen
    Ich sehe die massiv unterschiedlichen Maßstäbe nicht.
    Das Interview das ich zuletzt beschrieben habe gab es zu jeder Partei, und das Die Linke da so abgesackt ist lag meiner Meinung nach nicht das sie gemeiner gewesen wären, sondern das es gerade Lafontaine massiv reingeritten hat.

    Das es vielleicht den ein oder anderen gibt der die Linke nicht mag, gut.
    Aber mich würde vielmehr interessieren wie sie in gleichen Formaten weg kommt. Also z.B. in der Sommer-Interview-Runde - da müßten die doch auch noch dran kommen? -, und ob es dann an den Fragen oder dem Gast liegt.
    Lafontaine war schon bei den Sommerinterviews dran. Sowohl bei der ARD, als auch beim ZDF. Bademeister ging es ja u.a. auch um das Sommerinterview beim ZDF.

    http://www.tagesschau.de/multimedia/...deo542380.html
    http://www.tagesschau.de/multimedia/...dung13098.html
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/conte...terview/795080
    Geändert von Falcon (13.08.2009 um 00:00 Uhr)

  6. #6
    Administrator Avatar von Dr.BrainFister
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    Standard AW: Warum profitiert die Linkspartei nicht von der Finanzkrise?

    für alle, denen es derzeit zu viel merkelt und zu wenig steinmeiert:
    http://www.wdr5.de/sendungen/platz-d...ash=7952a0e8d4


    .
    "Wissen sie woraus der Leberkäs gemacht wird? Aus den Resten der Knackwurst. Und die Knackwurst? Aus den Resten vom Leberkäs. So geht das ewig weiter: Leberkäs, Knackwurst, Leberkäs, Knackwurst..." - Simon Brenner (Josef Hader) in "Silentium"

  7. #7
    Administrator Avatar von Dr.BrainFister
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    Standard AW: Warum profitiert die Linkspartei nicht von der Finanzkrise?

    Zitat Zitat von Dr.BrainFister Beitrag anzeigen
    für alle, denen es derzeit zu viel merkelt und zu wenig steinmeiert:
    http://www.wdr5.de/sendungen/platz-d...ash=7952a0e8d4
    hier der 1. teil des steinmeier-interviews zum nachlesen:
    http://www.wdr5.de/sendungen/platz-d...er-teil-i.html


    .
    "Wissen sie woraus der Leberkäs gemacht wird? Aus den Resten der Knackwurst. Und die Knackwurst? Aus den Resten vom Leberkäs. So geht das ewig weiter: Leberkäs, Knackwurst, Leberkäs, Knackwurst..." - Simon Brenner (Josef Hader) in "Silentium"

  8. #8

    Standard AW: Warum profitiert die Linkspartei nicht von der Finanzkrise?

    Zitat Zitat von DerBademeister Beitrag anzeigen
    Leider haben Blogs wie die Nachdenkseiten, Spiegelfechter, lobbycontrol oder ad sinistram als Gegenöffentlichkeit nur eine verschwindend geringe Breitenwirkung, verglichen mit der neoliberalen Meinungsmacht einer Liz Mohn (Bertelsmann -> RTL, div. Zeitungen und Magazine) oder Friede Springer (BILD, Welt und Co.). Der Normalbürger, also mehr als 95 % unserer Mitbürger, liest eben nicht solche Gegenöffentlichkeit im Internet, sondern die linientreuen Blätter, Sender und Internetportale von Frau Mohn, Frau Springer und Konsorten.
    Was setzen wir also dagegen?

    Es muß *irgendwas* geben, was man tun kann. Ich glaube nicht an absolut unbesiegbare Gegner und absolut unveränderliche Verhältnisse.

    Irgendwie lande ich (meistens beseelt von grünen Gedanken, da ich das rapide Überschreiten aller möglichen natürlichen Kapazitätsgrenzen im Moment für das dringendste Problem auf diesem Planeten halte, und dieses Problem direkt mit der herrschenden Ideologie zusammenhängt) immer wieder bei der Idee, daß man sichtbar und kollektiv (also: in größeren Gruppen, nicht nur als Einzelperson, denn Einzelpersonen sind nicht sichtbar genug) 'anders' leben müßte - allerdings jetzt weniger im Sinne von 'schräge Aussteigertypen mit Rastalocken in besetzten Häusern', sondern auf eine Weise, die zumindest *manche* 'Normalbürger' irgendwie reizvoll statt abschreckend finden würden, so daß das Modell eine Chance hätte, sich auszubreiten.

    Ideen durch Taten in die Öffentlichkeit tragen, quasi, anstatt darauf warten, daß die wenigen wirklich politisch Interessierten selbige Ideen irgendwo im Internet entdecken.

  9. #9

    Standard AW: Warum profitiert die Linkspartei nicht von der Finanzkrise?

    Zitat Zitat von Hmpf Beitrag anzeigen
    Was setzen wir also dagegen?

    Es muß *irgendwas* geben, was man tun kann. Ich glaube nicht an absolut unbesiegbare Gegner und absolut unveränderliche Verhältnisse.

    Irgendwie lande ich (meistens beseelt von grünen Gedanken, da ich das rapide Überschreiten aller möglichen natürlichen Kapazitätsgrenzen im Moment für das dringendste Problem auf diesem Planeten halte, und dieses Problem direkt mit der herrschenden Ideologie zusammenhängt) immer wieder bei der Idee, daß man sichtbar und kollektiv (also: in größeren Gruppen, nicht nur als Einzelperson, denn Einzelpersonen sind nicht sichtbar genug) 'anders' leben müßte - allerdings jetzt weniger im Sinne von 'schräge Aussteigertypen mit Rastalocken in besetzten Häusern', sondern auf eine Weise, die zumindest *manche* 'Normalbürger' irgendwie reizvoll statt abschreckend finden würden, so daß das Modell eine Chance hätte, sich auszubreiten.

    Ideen durch Taten in die Öffentlichkeit tragen, quasi, anstatt darauf warten, daß die wenigen wirklich politisch Interessierten selbige Ideen irgendwo im Internet entdecken.
    Eine sehr einfache Möglichkeit für Jedermann ist, Seiten wie Nachdenkseiten mehr Menschen bekannt zu machen, wozu es vielfältige Möglichkeiten gibt - Signaturen in E-Mails etc., einer der Leser klebte die Adresse auf seinen PKW. Eine Gegenöffentlichkeit professionell zu organisieren wie das berufliche Lobbyisten machen, ist natürlich eine ganz andere Dimension.

    Das Grundproblem an einem Blog wie Nds verglichen mit z.B. BILD.de bleibt, dass den meisten Mitbürgern schlichtweg die Aufmerksamkeitsspanne oder Zeit (bzw. Bildung/Intelligenz) fehlt, um solche komplexen Sachverhältnisse zu durchschauen. Es wäre allerdings durchaus möglich größere Teile der "gebildeten" Schichten zu erreichen die sich bisher durch Tageszeitungen wie SZ und TAZ oder die Öffentlich-Rechtlichen informieren. Diese Menschen halten sich für gut und vielseitig informiert, und merken oft gar nicht wie auch sie subtil durch agenda setting ihrer Nachrichtenquellen manipuliert werden.

    Der Vorteil im medialen agenda setting den unsere Mächtigen derzeit genießen sehe ich auch im Parkinsonschen Gesetz begründet. Dieses Gesetz postuliert: "In Diskussionen werden die Themen am ausführlichsten diskutiert, von denen die meisten Teilnehmer Ahnung haben – und nicht die Themen, die am wichtigsten sind."

    Dies ist auch ein Grund wieso wir wesentlich mehr Berichte über Ulla Schmidts Dienstwagen sehen und lesen, als über komplexe Wirtschaftsverbrechen und -Verbrecher. Unter Dienstwagen und "Abzocker"-Politikern kann sich selbst der dümmste Biedermann noch etwas vorstellen, bei Makroökonomie oder der Aktionärsstruktur der Hypo Real Estate sieht es da schon ganz anders aus - solche Themen erfordern Einarbeitung in die Materie, und dazu ist kaum jemand bereit der Abends um 7 nach Hause kommt und sich vor den Fernseher knallt.

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