Zitat Zitat von Thandor Beitrag anzeigen
Sarrazin ist bekannt für Aussagen, die frei von Beschönigungen sind. Er ist direkt. Ob er mit den Aussagen richtig liegt, ist ein anderes Thema.
Ich halte es für absolut lächerlich, dass der Mann für seine Aussage in seiner Kompetenz bei der Bundesbank beschnitten wurde. Nur weil er das gesagt hat ist er nicht weniger kompetent für diese Aufgabe. Aber in Deutschland ist political correctness, und wenn man sie auch nur als notwendig vermutet, ein absolutes Muss.
Besser kann man es nicht sagen

Zitat Zitat von Thandor Beitrag anzeigen
Der Zentrad der Juden hat Sarrazin sogar mit Hitler verglichen - selten habe ich erlebt, wie eine Institution sich derart lächerlich gemacht hat. Aber gut, der ist Rat ist sowieso ein ganz anderes Thema.
Das kann man laut sagen...

Zitat Zitat von Hmpf Beitrag anzeigen
Hmm, meinen Link hat hier keiner gelesen, oder?

Das Problem mit Sarrazin ist nicht, daß er mal ein bißchen längst fällige Kritik an einer Minderheit' gebracht hat, die sich sonst niemand zu äußern traut, sondern daß er es auf eine Weise getan hat, die eine große Verachtung zum Ausdruck bringt. Eine Bevölkerungsgruppe zu verachten hat aber noch nie die evtl. vorhandenen Probleme in/mit dieser Bevölkerungsgruppe gelöst und trägt nichts, aber auch gar nichts, zu einer besseren Debattenkultur bei. Es sorgt lediglich dafür daß alle, die schon immer so ein vages Gefühl hatten, daß doch diese Bevölkerungsgruppe irgendwie suspekt ist (weil anders, d.h. - sagt der menschliche Herdeninstikt - potentiell gefährlich), sich in *ihrer* Gruppenzugehörigkeit bestätigt fühlen und daher ein warmes, wohliges Zusammengehörigkeitsgefühl spüren, daß auf dem "Wir gegen Die"-Prinzip beruht. Ein besseres Zusammenleben erzeugt das nicht. Die verachtete Bevölkerungsgruppe reagiert nämlich im Normalfall nicht mit besserer 'Anpassung', was auch immer das sein mag, sondern mit Rückzug und oft ebenfalls mit Verachtung. Also: ganz tolle Kommunikationsstrategie.
Danke für Deine Worte