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Thema: Integration in Deutschland - Top oder Flop?

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  1. #1

    Standard AW: Sarrazins Äußerungen..., Top oder Flop?

    Ich kaufe Sarrazin den ehrlichen Makler für Deutschlands Interessen einfach nicht ab. Wer mehr als 20.000 Euro im Monat Gehalt vom Steuerzahler bezieht ohne dafür eine Gegenleistung zu erbringen - denn Sarrazins Verantwortungsbereiche haben seine Chefs schon voriges Jahr nach dem letzten Eklat an Andere verteilt, so dass der Mann eigentlich nur ein Frühstücksdirektor mit Luxusgehalt ist - und dann permanent auf Menschen rumhackt die von einem Hundertstel dieser Transferleistung leben müssen, so ein Mensch interessiert sich nicht für das Wohlergehen seiner Mitmenschen.

    Sarrazin bedient letztlich die Sehnsucht der Menschen nach Sündenböcken und einfachen Lösungen. Der Muslim ist halt dumm und faul weil's in seinen Genen steckt, also am Besten alle diese Schmarotzer rausschmeißen bevor sie sich noch weiter vermehren wie die Ratten. Sowas kommt an im Jahr Drei der Bankenkrise. Hunderte Milliarden Euro wurden von einer kleinen Clique Politiker und Banker verbraten, und nicht eine einzige Person ist dafür bisher zur Verantwortung gezogen worden, noch wird irgendwer deshalb gesiebte Luft einatmen. Wie verführerisch sind da allzeit beliebte Sündenböcke wie Ausländer und die Arbeitslosen.

    Derlei Teilen und Herrschen, derlei Umleiten des Volkszorns von den Verursachern der Krise auf die Randgruppen hat schon vor 80 Jahren nach der letzten Weltwirtschaftskrise unter dem zukünftigen Führer wunderbar funktioniert. Es ist auch keine speziell deutsche Krankheit - blicken wir nur auf Frankreich und Italien. Zwei Länder, deren Regierungschefs gerade von Skandalen gebeutelt werden - der Eine lädt 18 Jährige Prostituierte in seine Sex-Villen ein, der Andere lässt sich von einer Kosmetikmilliardärin schmieren. Da kommen die guten alten Zigeuner als seit Jahrhunderten beliebte Hassobjekte wieder mal gerade Recht um von den größten Schmarotzern und korrupten Eliten abzulenken.

    Sarrazin geht es nicht um Integration von Migranten, denn dann hätte er sich engagiert so wie die von Brain schon erwähnte Richterin Heisig, oder wie viele Sozialarbeiter, Ehrenamtliche und die Lehrer in den Schulen die unter schwierigen Bedingungen versuchen die Kinder aus ihren verkrusteten und abgeschotteten Milieus herauszuholen.

    Aus meiner Sicht ist die größte Stellschraube der Integrationspolitik das Bildungswesen (Horte, Kindergärten, Schulen und Universitäten). Unser Bildungswesen ist leider weitgehend immer noch so gestaltet, dass sozial Schwache - egal ob Migrant oder Deutscher - frühzeitig ausselektiert und aufs Abstellgleis geschoben werden. Es gibt in Deutschland kaum Schichtdurchlässigkeit, also die Möglichkeit des sozialen Aufstiegs. Wenn wir Menschen besser in unser Land integrieren wollen, kostet das vor Allem Geld - Geld für Sozialarbeiter, für Lehrer, Polizisten und Richter, für Integrationsprojekte. Ein Sarrazin ist aber ein Vertreter des schlanken Staats und des Sozialabbaus, er will also die Werkzeuge der Integrationspolitik eher reduzieren statt ausbauen. Als Finanzsenator hat er die Polizei massiv zusammengekürzt, also jenes Staatsorgan, das z.B. gegen die enorm mächtigen libanesischen Mafiaclans vorgehen könnten welche die organisierte Kriminalität in seiner Stadt dominieren. Sarrazin ist ein Sprücheklopfer, seine Taten sprechen nicht die Sprache des besorgten Mitbürgers.

    Menschen wie Sarrazin sind gefährlich, weil er anders als Apfel von der NPD und Frey von der DVU undifferenzierte Ressentiments bis tief ins Herz des Bürgertums pflanzen kann - eine vermeintlich einfache Wahrheit "die man ja wohl noch wird sagen dürfen!" wird umso glaubhafter, wenn sie aus mehreren Ecken kommt. Das Parteibuch der Sozialdemokraten (also jener Menschen, die unter dem Führer ins KZ wanderten) ist sein Feigenblatt - ebenso wie der gediegene Job bei der Bundesbank. Diese Feigenblätter gehören ihm schleunigst entzogen. Dass dem Mann eine nicht unwesentliche Minderheit unserer Mitbürger zustimt, kann nur eine Mahnung sein - aus meiner Sicht ist es ein Signal dafür, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich auch in Deutschland eine nationalkonservative Partei bildet um dieses erhebliche Wählerpotenzial abzuschöpfen - ebenso wie in vielen unserer Nachbarländern.
    Geändert von DerBademeister (03.09.2010 um 12:11 Uhr)

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