... nett gesagt. Aber berufsbedingt habe ich längst mit den Folgen der "Integrationspolitik" zu tun, also z.B. mit Jugendlichen deren Perspektive Alkohol, Drogen und Hartz IV ist (gibts auch in der "Provinz" und nicht nur Berlin).
Mit eigenen Augen erleben - genau so hab ich das längst. Vielfach ist zudem Gewaltbereitschaft gewachsen, besonders bei den Jugendlichen. Anpacken: Ja, ... doch bis zum Jugendarrest ist es oft weit, denn nur wegen ein paar mal erwischen mit Drogen, Sachbeschädigung etc. kommt man ja nicht gleich auf die Idee der konsequenten Bestrafung. Unser Jugendrecht will ja "Erziehen" ... etwas was die Eltern oft vergessen. Statt dessen erlebten wir diesen Sommer einen aus unserer Stadt - 17 Jahre - der via Kabel 1 und "Die härtesten Eltern der Welt" (so die Sendung) nun "Urlaub" in Neuseeland und ein Besuch des great barrier reef erleben darf. Nebenbei verdient man da noch 1500,- ... nicht schlecht für einen gewaltbereiten Jugendlichen aus der Provinz. In einigen Wochen haben wir den wieder auf der Straße ... und die Leier mit Drogen, Alkohol und Gewalt geht von vorne los.
PS: Obiges Beispiel ist übrigens keiner mit Migrationshintergrund (die sind auch in der Gruppe dabei, vor allem Russlanddeutsche) ... somit wird klar: Es liegt oft ein Versagen der Eltern vor. Letzteres passiert im Thema Migranten leider jedoch noch häufiger, weil dort hinzukommt, dass manchmal der Wille zur Integration und der Anerkennung unserer Werte von vorne herein fehlt.
Somit: Ich hab genug mit den Folgen zu tun ... danke das genügt.
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FAZ - Kommentar (Stichwort Sarrazin und Handeln):
http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B...~Sspezial.html
" ... Die Zustimmung, die Sarrazin aus dem Publikum entgegenschlägt, im Gegensatz zu dem fast einstimmigen offiziellen Scherbengericht, gilt nicht seinen schrägen oder falschen Thesen. Sie gilt einer Zustandsbeschreibung von Sozialstaatsmissbrauch und Integrationsverweigerung, für die fast jeder Beispiele kennt. ...
Das Argument, dies sei alles bekannt und müsse nicht noch einmal auf provozierende Art wiederholt werden, ist lächerlich. Sind jene, die Ähnliches gesagt haben, wie der Neu-Köllner Bezirksbürgermeister Buschkowsky oder die Jugendrichterin Heisig, von der Berliner SPD gehört und gewürdigt worden? Wenn Sarrazins Beschreibungen altbekannt sind, warum wurde dann so wenig gegen die Missstände getan? ...
... Sarrazin hat Streit gesucht und bekommen. Wenn seine Verbannung dazu führt, dass über die von ihm benannten Probleme nicht nur gesprochen, sondern dass auch gehandelt wird, hätte der Streit einen Sinn gehabt."





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