Das Buch hab ich (noch) nicht gelesen - Zeitmangel. Deshalb kann ich auch nicht beurteilen, wie der Film gegenüber dem Buch abschneidet.

Zum Film an sich. Ich fand ihn gut bis sehr gut.
Aufgrund der schon bestehenden Diskussion, ob deutsche Produktionen generell scheiße sind, hab ich jetzt mal speziell bei dem Film aufgepasst.
Also die Darstellung des Steffen empfand ich als natürlich und nicht im geringsten als übertrieben oder aufgesetzt.
Dann kam der Auftritt Kown (oder wie der sich schreibt) *Patsch* Klischeekeule. Allein schon die Slow Motion in der Szene war übertrieben und dann noch die Darstellung des Leibwächters..... <_<
Und dann noch die Szene mit dem Kirchenklerus am runden Tisch .... uääh&#33; Wie theatralisch. Okay, ich halte den Kirchenklerus auch für einen mafiaartigen Verein, aber die Darstellung war einfach zu .... tja, klischeehaft.
Aber da der Anfang gut war, blieb ich hängen. Okay, ich war auch neugierig. Und abgesehen von diesen Ausrutschern - ach ja, ich hab die Schnarchnase Dan vergessen, der auch nicht so natürlich rüberkam - waren die anderen Darstellung doch recht gelungen.

von Pumpkin
... die tricktechnik ein wenig "schäbig" aber soviel geld haben die auch nicht zur verfügung.
Ich finde der Film kam ziemlich ohne große Tricktechnik aus. Oder meintest du die Explosion des Hubschraubers am Schluss? Da hast du recht, das war wirklich schlecht. Schade.


von bitfrass
... Besonders der hirnrissige Schluß hat mich geärgert: erst schenkt ein Mönch einem Wildfremden den wertvollsten Besitz, dann die idiotische Flucht mit einem Jeep vor 2 Hubschraubern und zuletzt die opernreife Sterbeszene. Ich dachte schon, er fängt an zu singen.
Das war deutsches Kino der schlimmsten Sorte.
Also erstens mal: das war kein *deutsches Kino*. Das war ne Fernsehproduktion und kann mit Kino-Filmen nicht verglichen werden. Nicht mal mit deutschen. Und wenn ich einige TV-Produktionen aus Amiland mit der hier vergleich, schneidet das Jesus-Video noch richtig gut ab.
Aber das mit der Verfolgungsszene Jeep gegen 2 Hubis, hat mich auch etwas geärgert. Aber es war nicht unlogisch. Oder wie hättest du das gemacht?
Und opernhaft fand ich die Sterbeszene auch nicht. Sondern ziemlich realistisch.

@ Claymate, was war denn so *billig* an der Produktion?

@ Gul Damar, die Geschichte war vorhersehbar? Naja, da dem Film ein Buch zugrunde liegt, müsste das dann ja auch vorhersehbar gewesen sein. Was sagt ein Leser des Buches dazu?
Aber wenn ich ehrlich bin, kam mir der Gedanke auch schon im 1. Teil.


von Sepia
Was mich etwas enttäuscht hat, war, dass der Trash-Faktor, den die Grundidee versprach, nicht immer hoch war.
Okay, wie&#39;s aussieht, bin ich ein Doofie, denn das kapier ich jetzt nicht....


von Dune
..... kommt natürlich an keinen Hollywood-Streifen ran, aber ganz nett... Ausserdem sorgten die Logikfehler zu viel Grinsen und Fragen:
Es war ja auch kein Hollywood-Streifen und die USA-TV-Produktionen können mit Hollywood-Streifen ja auch in den seltensten Fällen mithalten. Wir wollen hier ja nicht Äpfel mit Melonen vergleichen, oder?
Zu deinen Logikfehlern:

- Warum ist es in einem alten Abwasserkanal Jerusalems so hell?
- Warum ist das Wasser rein wie in einem Pool?
Öhm keine Ahnung. Da hast du recht

- Und liegen in dieser so heiligen Stadt wirklich so viele Tierkadaver rum?
Habe einen Bekannten gefragt. Anscheinend stellenweise schon.

- Warum ist der gute Steffen den ganzen Film hindurch in der selben Unterhose zu sehen?
Und warum sooft? Quote bei Titte? Ich dachte das geht nur bei Frauen?
Naja, den ganzen Film über ja nicht. Und ist das so schlimm? Der Körper war ja nicht gerade unattraktiv Außerdem fand ich dass jetzt auch nicht unrealistisch, wenn man mal die Situation bedenkt. Einmal musste er überstürzt aus dem Bad fliehen, da kam er ja nicht mehr an seinem Kleiderschrank vorbei.
Die Gelegenheiten zum Kleiderwechsel waren ja nicht gerade oft. Der gute Junge, war ja ständig auf der Flucht. Ich glaub nicht, dass das extra für die weiblichen Zuschauer gedacht war. Seit wann wird darauf geachtet? Außerdem wäre er dann noch öfters halbnackt zu sehen gewesen, z. B. bei der Szene, als sie ihm den Kopf unter Wasser gehalten haben. Oder am Anfang von Teil 2 (nach der Folter) Und ich dementiere nicht, das mir der Anblick schon gefallen hat. Warum auch?

- Kann man nach einer Stichwunde noch durch Abwassersysteme kraxeln?
Ähm .... normalerweise nicht nach so kurzer Zeit.

- Starben in Jerusalem um 30 n.Chr. nicht haufenweise bärtige Leute durch Kreuzigung?
Nach heutigem Wissen angeblich schon, aber es wird ja nie behauptet, dass der Tote tatsächlich Jesus ist. Wir gehen nur davon aus.

- Brauch man zur Wiederbelebung nicht eigentlich einen Elektroschocker?
Nach einer gewissen Weile hilft da nicht mal der Elektroschocker, aber im Hubschrauber hatten die bestimmt sowas.

- Kann mein Herz nach ner Schusswunde nach 10 Minuten Explosionen auch einfach mal wieder anfangen zu schlagen?
Wie kommst du auf 10 Minuten? Bloodthirst spricht sogar von 20 Min.
Wenn das Herz einmal still steht, glaub ich auch nicht, dass es dann einfach so wieder anfängt zu schlagen.
Aber das EKG hat doch Kammerflimmern angezeigt. Ich bin jetzt keine Medizinerin und weiß also nicht, wie lange man in diesem Zustand überleben kann. Aber sie war nicht tot. Und Kammerflimmern kann man ohne Geräte nicht *erspüren*. Oder?

Bei der Sache mit dem Ausstieg in der Autowerkstatt schließ ich mich Katsis Meinung an, dass der Weg vielleicht zu lang war. Vielleicht war ja auch was an der Taucherflasche, das Steffen dann bemerkt hat. Und ich denke auch, dass er den Kanal zur Autowäscherei nur zufällig gefunden hat. Es hat ja immer geheißen, er darf nicht vom Weg abkommen, sonst verirrt er sich. Und vermutlich hat niemand von dem Ausstieg in der Autowäscherei gewusst.


Zum Thema: Möglichkeit der Zeitreisen.

Darüber haben sich schon viel schlauere Menschen als ich den Kopf zerbrochen. Wobei mir die Theorie der linearen Zeitlinie am sympathischsten ist. Das mit den Parallelwelten ist mir zu konfus.
Von der linearen Zeitlinie her wären Zeitreisen dann auch zu gefährlich. Denn sobald man eingreift ändert man den Lauf der Dinge. Sicher Hitler aufzuhalten wäre schon sehr lobenswert. Aber hätte es Hitler nicht gegeben, wer weiß, wo Europa und wir Deutsche heute stehen würden? Mal abgesehen von dem moralischen Dilemma, das Gilgamesh ja schon angesprochen hat.
Ich glaube nicht, dass ich eine Zeitreise machen würde - wenn ich es könnte.

von captainjellico
Wäre es ethisch vertretbar, dass man versucht, die Existenz Jesu zu beweisen?
Cavedog hat recht. Die Existenz eines Zimmermanns mit Namen Jesu ist bestätigt. Ob er Gottes Sohn ist, sei dahingestellt.
Aber wozu brauchen wir einen Beweis, ob er gelebt hat? Oder ob er wirklich Gottes Sohn war?
Ändert das was an unserem Verhalten bzw. an dem wie wir uns verhalten sollten?

Meine Freundin - sie ist aus der Kirche ausgetreten - sagte mal, dass die 10 Gebote eigentlich die Grundlage einer zivilisierten Gesellschaft sind.
Nehmen wir das Gebot "Du sollst nicht töten". Was hätten wir für eine Gesellschaft, wenn ich jeden, der mir nicht passt, um die Ecke bringen würde? Anarchie? Diesen Grundsatz brauchen wir für unsere Gesellschaft, ob er jetzt von Gott kommt oder nicht. Und so *ungeschickt* sind die 10 Gebote nicht. Denn im großen und ganzen halten wir uns doch schon daran.


Jesus und Gott sind zwei paar Stiefel. Die Leute beten zu Gott. Also selbst wenn Jesus nicht Gottes Sohn war, muss man deswegen den Glauben an einen Gott doch nicht verlieren.
Und wichtiger als die Frage, war Jesus nun Gottes Sohn oder nicht, sind doch wohl die Werte, für die er steht.