Ich denke Ihr habt da schon ein paar richtige Beobachtungen angestellt. Die Episode war nur mäßig spannend, als midseason Finale erwartet man doch irgendeinen Knüller - dass Rush temporär auf dem Planeten gestrandet ist (bis er das Schiff repariert hat oder jemand vorbeikommt um nach dem Schiff zu suchen), das ist kein solcher Knüller. Es ist eine Episode wie jede Andere der Staffel auch, sie plätschert dahin, und endet.
Mehr als 6 von 10 Sternen kann ich der Episode deshalb nicht geben.
Im Grunde muss ich Rush bei der Einschätzung von Young zustimmen. Er ist kein Jeck wie Colonel O'Neill, aber in einer sich um Realismus bemühenden Serie finde ich ihn als Kommandanten in einer derartigen Extremsituation nicht realistisch. Rush hat völlig Recht, dass Youngs play it safe Ansatz niemanden vom Rand des Universums nach Hause bringen wird. So unsympathisch er dem Zuschauer auch verkauft werden soll, ist er der Einzige der ein einigermaßen realistisches Bild der Lage hat, und danach handelt - auch wenn es Colonel Gutmensch nicht stoppt.
Dessen Entscheidung Rush auf dem Planeten zurückzulassen ist daher auch völlig verantwortungslos, da er derjenige ist der über die Antiker-Technologie mit Abstand am Meisten weiß, und deshalb auch die beste Chance ist Kontrolle über das Schiff zu erlangen. Nein, den fetten Computerspieler der zufällig ein Rätsel gelöst hat, kann man mir nicht als Instant-Experten für außerirdische Hochtechnologie verkaufen.
Insgesamt lässt sich folgendes Fazit der ersten Staffel ziehen: Die Autoren bemühen sich, einen ernsteren Anstrich und mehr Anspruch ins Stargate-Universum zu bringen. Diese Bemühungen sind aber auch nicht völlig erfolgreich, da dem Stargate-Team einfach die Fähigkeiten fehlen wirklich interessante Charaktere zu erschaffen und komplexe Geschichten zu erzählen. Es ist eben ein Unterschied ob man Dieter Bohlen Popmusik machen lässt, oder ihn beauftragt eine Oper zu schreiben.
Bisher bleibt diese Serie aber Scifi-Durchschnittskost, ebenso wie ihre Vorgänger.





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