Ich hatte jedenfalls in meinem Leben noch nicht mit einem derart planlosen Support zu tun wie bei 1 und 1. Dagegen ist selbst die Telekom ein Segen, und dort weiß bei zwei Restrukturierungen pro Jahr in der Regel auch die linke Hand nicht, was die Rechte tut. Meine insgesamt ca. 20 Anrufe bei diversen Abteilungen der Firma und über einem Dutzend Supportern, waren da schon ausreichend um ein gewisses Bild zu zeichnen: Die Abteilungen sind schlecht vernetzt, jeder wurstelt vor sich hin, es ist selbst den Mitarbeitern nicht klar wer für was zuständig ist, im Supportgespräch besprochene Probleme werden nicht in die elektronische Kundenakte übernommen, oder das Intranet ist so planlos organisiert dass niemand Zugriff darauf hat. Ruft man 3x an, bekommt man von 3 Supportern 3 völlig verschiedene Aussagen, wobei diese die Leistungen der eigenen Produkte nicht kennen und darüber vom Kunden aufgeklärt werden müssen. Mehrere Anrufe bestanden nur darin von anderen Supportern begangene Fehler zu korrigieren, wie z.B. falsch aufgegebene Modellbestellungen. Wohlgemerkt, hier handelte es sich nicht um einen Umzug oder um Neukundenfreischaltung, sondern bloß um einen Wechsel in einen höheren DSL-Tarif verbunden mit der Zusendung der dafür ausgerichteten Fritzbox.

Tendenziell bestehen diese Desorganisationsprobleme wohl bei nahezu allen DSL-Anbietern. Ich würde dennoch dazu raten einen möglichst kleinen Anbieter bzw. Lokalanbieter zu nehmen, da die Desorganisation in einem kleinen Unternehmen zumindest überschaubarer ist, als bei einem Konzern wie 1 und 1.