@nevermore:
Ich unterstellte nicht, sondern ich fragte nach wie es empfunden und gelungen (oder nicht) ist und was wo schief gegangen sein kann.
(Gut, aus langjähriger Erfahrung weiss ich noch, dass es eben auch Viele gibt die dann wirklich nur einfach mal "ja" zu einer Auswahl sagen, nur damit sie weiterkamen, oder behaupteten das Menue sei verwirrend etc. Aber das steht auf einem anderen Blatt.)
Wenn man von einem Anbieter mit besseren Service zu einem billigeren Anbieter wechseln konnte, warum dann nicht auch umgekehrt? (gut, Ausfallzeit ist sicher oft zu erwarten, egal von wem zu wem gewechselt wird - das Riskio bleibt. Somit sollte man die Maßnahme in eine Zeit legen, wo man damit leben kann.) Wie schon gesagt: Wenn ein Produkt (hier Aufpreismodell) von einem Anbieter nicht angeboten wird und Dir das Bisherige nicht mehr zusagt, bleibt halt wohl nur ein Wechsel. (Das ist doch der Sinn der freien Marktwirtschaft, oder nicht!?!)
@Braini:
Der Vergleich mit Aldi-PC hatte auch den Sinn, den Service des ALDI - vor Ort und im Geschäft - am Produkt für den Kunden darzustellen. Der ist gleich null! Eine Werbeseite bunt und preisend darzustellen, plus (Computer-)BILD als PR Medium (man beachte die Parallele mit Anzeigen in der gesamten Springer-Presse dabei) zu verwenden - ist keine gute Beratung für mich. Mich würde auch mal interessieren wieviele Medion-PC Kunden alle Features - wie z.B. oft TV-Karte - auch wirklich brauchten. Preislich ist dieses Produkt heute nicht wirklich mehr besser wie anderswo, doch man kann sparen, wenn man weiss was man wirklich braucht. Hinzu kommt: Medion-PCs bei möglichem Defekt dann auch selbst zu verpacken und zur Post zu bringen ... ist nicht der Service den ich mag.
Eine qualifizierte, Kundenwünschen entsprechende Beratung zu ermöglichen und zu leisten - können wirklich nur noch wenige (kleine) Händler. Wer halt sich nur auf Prospekte und subjektive Tests verlässt, oder nach dem äußeren Schein kauft ... gut, kann jeder machen wie er mag. Ich finde nur, man kauft zielführender und preislich richtiger, wenn man neben einem einzelnen Angebot auch (bessere/passendere) Alternativen anschauen und wählen kann.
@all:
Wie schon dargestellt beklage ich selbst den Rückgang der Qualität von Service allgemein und Hotlines im Besonderen. (Darum auch froh nicht mehr dabei sein zu müssen, denn diese Entwicklung ist nicht neu und sie wird nicht wirklich besser.) Ich habe den Service-Abstieg im Einzelhandel erlebt und ich hab ihn im Support erlebt. Anspruch und Wirklichkeit - Werbung und Wahrheit - klaffen nahezu überall auseinander - und es ist schlimmer statt besser geworden. Gleichzeitig noch werden dann Kundenerwartung von Lobbys falsch geschürt, wenn man so tut als wären längere Ladenöffnungzeiten und 24 Std. Hotlines besserer Service - da verlangt man die "Quadratur des Kreises", welche nicht möglich ist. Andererseits beklage ich die Naivität des ach so mündigen Bürgers, der manchmal nicht wahrhaben will, dass die Ausweitung von Öffnungzeiten die Streckung von bisheriger Personalstärke darstellt. Der lieber noch mehr offene Läden rund um die Uhr will, aber nicht an das Personal denkt. Der meint um 22 Uhr wären immer noch alle Mitarbeiter des Hauses für ihn da. Der meint eine Hotline auch um 1 Uhr Nachts an Heilig Abend oder Silvester erreichen zu müssen, weil es nix Dringenderes gibt als genau an den Tagen am PC zu werkeln. (Gut das wenigstens das Bundesverfassungsgericht endlich mal dem Dauerkonsum gerade in der Adventszeit ein Riegel vorgeschoben hat - es war bitter nötig!) Ich finde das wirklich als "egoistisch kranke Erwartungshaltung und Einstellung". (Zudem kommt sie eben oft auch noch von denjenigen die regelmäßig um 16:30 Feierabend machen dürfen und noch nie ein Wochenende arbeiten mussten.) Aber er wählt ja manchmal auch Parteien die ein Programm "pro nächster Finanzkrise" fahren, als habe er das Gestern und Morgen schon wieder vergessen. Mündig ist für mich was anderes.
Weniger guter Service, der Grund ist einfach: Preiskampf und Verdrängungswettbewerb! Beispielsweise ist nun der DSL-Kuchen größtenteils verteilt, jetzt geht es nur noch um Marktanteile abnehmen. Das gleiche Spiel ging viele Jahre zuvor im Handel los. Solange genug Wachstum und Verdienst gegeben ist, wird geklotzt und nicht gespart. Service kostet nur Geld und bringt keins. Sobald es also enger wird, gehts ans Sparen. Sparen bei den Personalkosten als erstes, usw. ff.
Die Folgen sind klar ... ich hab sie längst ausführlich geschildert. Es ist nicht so das mir das gefällt (im Gegenteil) oder ich es verteidigen müsste, doch ich kanns nicht ändern. Ich konnte nur beobachten was wirklich geschied hinter all der Werbe-Rhetorik. Wenn man über 15 Jahre die Dinge so erlebt, dann bleibt nur: Sich (als Beteiligter) damit abzufinden, ... oder (als Konsument) mit der Macht des Käufers abstimmen. Doch Letzteres geschieht eben leider viel zu häufig in die falsche Richtung, a la „Geiz ist geil und Gier ist ein plaisier!“![]()







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