gerade das wird in den kritiken oft als eines der positiven merkmale des films hervorgehoben: "the hurt locker" ergreift nicht einseitig partei und sprüht auch nicht vor pathos. man wird direkt in das geschehen hineingestoßen und erlebt die gefahrenszenarios hautnah aus der perspektive des bomben-kommandos. allein dieses setting fand ich sehr interessant und unverbraucht. der film lässt sich mehr zeit für die darstellung der intensität bestimmter szenen anstatt eine der typisch gestrickten 'anfang-mittelteil-höhepunkt-ende'-stories zu erzählen. die scharfschützenszene mit der söldnergruppe ist dafür ein gutes beispiel. die dauert eben so lange wie sie dauert. und besteht teilweise einfach nur aus warten. trotzdem geht die spannung nicht verloren. mir hat das sehr gut gefallen.
kriegsfilme mit einer großen politischen verschwörung im hintergrund oder einer fortlaufenden heldengeschichte, die sich dann in eine große rettungsaktion oder dergleichen auflöst, gibt es bereits genug. am ehesten ist "the hurt locker" in seiner machart vielleicht noch mit "generation kill" zu vergleichen: http://www.imdb.com/title/tt0995832/
diese miniserie von "the wire"-schöpfer david simon ist ebenfalls im zweiten irak-krieg angesiedelt und auf sehr gelungene weise größtenteils non-linear aufgebaut.
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