Ich habe den Eindruck dass es der internationalen Raumfahrt mittlerweile ganz erheblich an Visionen mangelt. Die neue US-Regierung konnte da auch keine neuen Impulse geben, für sie steht die NASA ebenso unter dem Spardiktat wie für Bush und Co. - während man andererseits eintausend Milliarden in das konventionelle Militär steckt - selbst das Weltraumprogramm der Air Force hat anscheinend mehr Geld zur Verfügung als die NASA. Welche aber noch vergleichsweise üppig ausgestattet ist, verglichen mit unserer ESA in Europa. Die NASA bekommt derzeit 18 Mrd Dollar, die ESA muss mit einem Viertel auskommen.
Eine neue Generation von Shuttles oder wesentlich umfangreichere und visionärere Projekte wie die Mondbasis und eine Marsmission rücken damit in weite Ferne. Da frage ich mich langsam, ob ich das zu meinen Lebzeiten noch erleben werde.
Um es mal ins Verhältnis zu setzen: Die Ausgaben für die NASA während des Apollo-Projektes in den 60ern entsprachen damals einem Anteil am Staatshaushalt der Heute 150 Milliarden Dollar entsprechen würde - also fast dem Zehnfachen des aktuellen NASA-Budgets. Nur so konnte binnen weniger als 10 Jahren die Mondlandung angepeilt werden. Beim heutigen Mitteleinsatz werden vermutlich noch viele Jahrzehnte vergehen bis ein Mensch dauerhaft auf dem Mond lebt, oder seinen Fuß auf den Mars setzt.
Der Weltraum ist out für unsere Entscheider in Politik und Wirtschaft, von ein paar Nerds wie Richard Branson mal abgesehen.





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