Habe den Film mittlerweile auch auf DVD gesehen. Die Konstanz mit der Leo gute bis sehr gute Filme abliefert ist wirklich beeindruckend - "Blood Diamond", "The Departed", "Body of Lies", "Shutter Island" und zuletzt "Inception" - es gibt nicht viele Schauspieler Mitte 30, die solch ein Portfolio vorzuweisen haben. Nach drei Oscarnominierungen wäre es da meiner Ansicht nach langsam einmal Zeit für eine Trophäe - die hätte er sicher nicht weniger verdient als seine Kollegin aus Titanic-Tagen.
Auch Ben Kingsley macht seine Sache gut, zuletzt habe ich ihn in "Prince of Persia" und "Bloodrayne" gesehen - der Mann hat wirklich einen seltsamen Geschmack, was seine Rollenauswahl angeht. Gefreut habe ich mich auf ein Wiedersehen mit Max von Sydow, den ich schon ewig nicht mehr im Kino gesehen habe.
Der größte Pluspunkt von "Shutter Island" ist die dichte Atmosphäre, die Martin Scorsese gewohnt gekonnt webt. Die isolierte Insel, das unwirtliche Wetter, die verschrobenen Insassen und Mitarbeiter der Irrenanstalt - das ist die ideale Mischung für einen guten Psychothriller. Die Frage, was Realität ist und was Einbildung, ist zwar ein beliebtes Leitmotif solcher Thriller - man denke an jüngere Versuche wie "Flightplan" oder "The Lazarus Project" - erfährt hier jedoch eine einigermaßen originelle Wendung und einen schönen Abschluss. Nicht jeder Film muss ein Happy End haben.
"Shutter island" ist ein Film, bei dem mir keine Minute langweilig war.
Ich vergebe 8 von 10 Marshall-Sternen.





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