Nachdem die Doppelfolge nun im öffentlichen RTL2 lief kann man ja sagen,
worum es ging.
Ich fand da ging leider wenig ab.
Wo waren die Effekte, die Action, das Staffelendespektakel?
Habt ihr es gesehen?
Eli und Chloe, die Story ist nicht mal Worte wert, so langweilig. Fand ich!
Col. Young? Was geht ab Mann? Lieber riskiert er das Leben der eigenen Leute, als einen Militär (Telford) zu opfern.
Dieses, später dann Waffenstillstand, alles Freunde, geht in Richtung Marquis auf der Voyager, nur noch viel unglaubwürdiger.
Das war es also mit Staffel eins.
Was Crusade für Bab5 war, ist SGU zu SG überhaupt!
Am besten ist ja immer noch das Jung irgendwelche "Atmosphäre" aus dem Weltraum irgendwo hin einleiten will... Tja, man lernt halt nie aus. Ich dachte immer im Weltraum gibt es ein (relativ gesehen) ein Vakuum. Aber so wie es aussieht gibt es da genug um es Atmosphäre zu nennen.![]()
Hier liegt auch noch genügend im Argen, aber wenigstens hat man sich solch grobe Fehler, wie zu Beginn vom ersten Teil erspart. Intelligente Handlungen von beiden Seiten gibts zwar immer noch nicht, aber es war schon leidlich unterhaltsam und der Musikeinsatz war ziemlich gut, auch wenn Elis angestrengtes herumgerenne in Zeitlupe eher lächerlich wirkt.
Wie wirds weitergehen? Telford stirbt, TJ verliert ihr Kind (braucht man keine Geschichten um ein nervendes Balg zu schreiben, sondern lässt TJ 5 Folgen lang trauern (was genauso nervig ist) bevor alles vergessen ist), bei Young gehts Licht aus und er schnappt sich ne Waffe, das Geballere geht los, die Führung der LA wird getötet und die, die wenigstens ein bisschen Verstand haben (haben den welche?) ergeben sich oder schlagen ne Zusammenarbeit vor, wärenddessen sind Greer und Scott magischerweise wieder ins Schiff gelangt oder waren so clever, sich an der Unterseite des Schiffes zu verstecken, Eli wird wieder dicker und Chloe nervt auch in der 2. Staffel mit ihrer Überflüssigkeit herum. Wray betrinkt sich.
Tolle Aussichten.
Fazit zu Staffel 1: Erste Hälfte war ok, wenn auch nicht besonders spannend, mit dämlichen Ideen beim Steine-Einsatz, 2. Hälfte war leider größtenteils fürn Arsch, da die Drehbuchqualität oftmals ins Unermessliche abgeglitten ist. Wenn man schon ein BSG-Ripoff machen wollte, dann aber bitte richtig. Where's my goddamn undifferentiated religious bullshit?
Tja, dann muss ich auch leider enttäuschen: Sonderlich überragend war auch der 2. Teil des Staffelfinales nicht - würde ihn sogar schwächer einstufen als den ersten Teil. Am meisten hat mich dieser Cliffhanger-Overkill am Ende gestört: Für wie dumm halten uns die eigentlich? Ist doch völlig klar, dass keiner draufgeht (bis auf Johannson's ungeborenes Baby). Wenn sie dann versuchen Spannung zu erzeugen in dem sie wirklich jeden in größte Lebensgefahr bringen, wirkt das einfach nur mehr verzweifelt und peinlich.
Generell sind mir diesmal doch einige Längen aufgefallen (im Gegensatz zur letzten Woche, wo alles zwar nicht überragend aber doch noch unterhaltsam war). Und dass Young mit seiner völlig bescheuerten Entscheidung in der letzten Folge den ganzen Mist und all die Opfer erst zu verantworten hat, wirdw ohl auch nie wieder thematisiert werden. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
Wo ich mich doch wohl noch von den meisten hier unterscheide sind die Szenen zwischen Eli und Chloe. Ihr kurzes Gespräch wo sie sich ihre unterschiedlichen Gefühle zueinander gestehen fand ich sehr gelungen. Auch der Soundtrack ist mir vor allem am Ende, dass generell recht gut inszeniert war (wenn es auch teilweise schon fast zur Parodie verkam) positiv aufgefallen. Trotzdem, ich hätte mir mehr erwartet.
Alles in allem sehe ich es ähnlich wie tobacco. Im Gegensatz zu den meisten alteingesessenen SG-Fans, die für die 2. Hälfte der Staffel mehr Lob übrig hatten als für die erste, konnte mich in erster Linie der vielversprechende Einstieg überzeugen. Der Pilot-Dreiteiler, "Light" und "Time" waren klasse, der rest zumindest noch ok bis leicht unterdurchschnittlich. Die erste Gurke war Episode 9, uva. in der zweiten Hälfte wurden uns davon noch einige serviert, allen voran "Faith", die für mich mit Abstand bisher schwächste episode der Serie. Und das Finale der Meuterei-Handlung war auch sehr enttäuschend.
Generell nahm man im weiteren Verlauf wieder stärker die "guten" alten Schwächen wie Deus Ex Machina's, Zufälle ohne Ende etc. war, wo die Drehbuchautoren wieder mal ihre Einfalls- und Hilfslosigkeit unter Beweis gestellt haben. Auch die originellen ideen sind zunehmend ausgegangen. Und den vergleichsweisen Mangel an Humor und Action finde ich zwar grundsätzlich ok - es muss nicht jede Serie genau gleich sein bloß weil sie den Namen Stargate trägt - aber dann muss man das eben auch durch andere, gelungene Elemente (wie Dramatik) ersetzen.
Und trotzdem, alles in allem fand ich die 1. SGU-Staffel definitiv besser als SGA 1&2 sowie SG1 9&10. Wobei der Abstand mit zunehmendem Staffelverlauf zugegebenermaßen mehr und mehr geschrumpft ist...
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"I believe that when we leave a place, part of it goes with us, and part of us remains. Go anywhere in this station, when it is quiet, and just listen. After a while you will hear the echos of all our conversations, every thought and word we've exchanged. Long after we're gone, our voices will linger in these walls."
Andreas Katsulas as G'Kar - Objects in Motion / The Lost Tales-Intro
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