Es ist mir heuer zu mühselig, den Thread bzw. die Debatte in Gänze zu studieren. Daher füge ich einige Gedanken hinzu, die mir beim Überfliegen der bisherigen Beiträge gekommen sind.
1. Die Ausgangsliste von FancyDestroyer wird dem Titel dieses Threads nicht gerecht. Star Wars 4-6 sind schon mal 3 Filme, Indiana Jones 1-3 ebenso. Eine solche Angabe würde ich lediglich in einer Liste à la "Top 5 Kinoreihen oder Serials" gelten lassen. Reden wir bei Star Wars 4-6 überhaupt über die Originaltrilogie - Episode 4 bis 6 - oder über die Produktionsreihenfolge? Nun, ich möchte hervorheben, dass weder die Original- noch die Prequeltrilogie jeweils gleichwertig sind/waren. Da gab es schon einige bemerkenswerte qualitative Unterschiede. Und so verhält es sich ebenso bei Indiana Jones und sämtlichen anderen (auch nicht genannten) Filmreihen.
2. Ist der Maßstab also für diese Kategorie, wie populär ein Film geworden ist? Sicher kennt jeder Darth Vader, Indiana Jones, Superman, Batman, die Titanic und all die langlebigen (Re-) Inkarnationen derselben. Bloß spricht dieser Umstand kaum für herausragende Hollywood-Erzeugnisse. Jeweils in ihrem Genre mögen diese Filme durchaus wegweisend gewesen sein, doch daraus lässt sich bei weitem nicht ableiten, dass man diese Filme gesehen haben muss, bevor man stirbt. (P.S.: Ich habe lediglich den ersten Indiana Jones Film gesehen, und ich habe nicht das Gefühl, dass ich etwas verpasst habe.)
3. Ich komme zum Ausgangspunkt dieses Threads: Meilensteine der Filmgeschichte. Definiere "Meilensteine der Filmgeschichte"! Da kann man nicht mit Indiana Jones und Konsorten ankommen, nur weil diese Filme gerade den Nerv der Gegenwart trafen. Es hat hier ergo um Filme zu gehen, die das Kino als solches revolutionierten. Und das können nur Filme wie 2001, Citizen Kane, Vom Winde verweht oder Frankenstein sein. Und da es einigen hier zu belieben scheint, Aktualität als Maßstab für dieses Prädikat zu benennen, füge ich noch Avarat hinzu. Durchaus muss ich Avatar bgescheinigen, dass er das Kino revolutioniert. D.h. explizit, dass sich alle kommenden 3D-Produktionen daran messen lassen werden müssen.
4.Mit Verlaub, FancyDestroyer, aber hast Du diesen Film jemals gesehen? Es gab abgesehen von Tod Brownings keine, absolut keine Dracula-Verfilmung, die sich dem Stoff derart intensiv annähert und auch filmhistorisch weiterhin von Bedeutung bleibt. Es ist zutreffend, dass Murnaus Stummfilmvariante das Vorbild für Herzogs Variante darstellt, jedoch lassen wir den expressionistischen Stummfilm in diesem Zusammenhang mal außen vor.Werner Herzog:
Nosferatu ist so ziemlich das einzig sonderlich Bekannte.
Und die Figur wurde lange vor seinem Film geschaffen.
Das kann mal garnix!






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