Das Finale von FlashForward gefiel auch mir wesentlich besser als das von "V", einer Serie die allerdings ebenfalls kaum eine dritte Staffel erleben dürfte. Es ist schade dass die Querelen hinter den Kulissen FF letztlich die schon angedachte Verlängerung versaut haben, denn die zweite Staffelhälfte nach der langen Zwangspause war wesentlich besser und konstanter als die in Qualität stark schwankenden Episoden der ersten Hälfte - nur leider waren bis dahin schon zu viele Zuschauer abgesprungen um für eine Serie mit derart großem Ensemble noch die Produktionskosten zu rechtfertigen.
Was bleibt ist, wie bei Invasion und Co., ein weiterer unterhaltsamer und in einer Staffel gescheiterter Versuch, den LOST-Boom fortzuführen. Ich glaube dass das Scheitern dieser Serien im Vergleich zu LOST neben vielen anderen Faktoren auch ganz wesentlich etwas mit dem Ansprechen der weiblichen Zuschauer zu tun hat, denn die stellen mehr als die Hälfte der Fernsehzuschauer. Frauen wurden bei LOST, wie bei kaum einer anderen Mysteryserie zuvor durch die Beziehungen zwischen den Hauptdarstellern angesteckt. Diese waren bei LOST schon beinahe unüberschaubar, da war für jeden etwas dabei - das Dreieck zwischen bad boy Sawyer, good guy Jack und der süßen Kate, Jin und Sun, Charlie und Claire, Sayyid mit Shannon und mit der Irakerin, selbst Nebencharaktere wie Desmond und seine Penny oder das alte gemischte Ehepaar. Ein vergleichbares Beziehungsgeflecht gab es bei den ganzen LOST-Clones nicht, womit auch ein ganz erheblicher Anteil weiblicher Zuschauer ausblieben, die bei solch teuren arc-lastigen Serien eben den Quotenunterschied ausmachen.
Um auf FF zurückzukommen, den besten Moment hatte sicherlich Benford als er in Captain Archer-Manier in Zeitlupe vor der Explosion flüchtet und zum rettenden Sprung ins Ungewisse ansetzt. Köstlich! Fast könnte man meinen, er wäre John McLane.





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