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Thema: Die WM der trööötenden Tröten

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  1. #1
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    Standard AW: Die WM der trööötenden Tröten

    Immerhin ist im Nachhinein gut, dass Merkel zum Argentinien-Spiel nach Südafrika geflogen ist. Sonst wäre sie ja nun gar nicht präsent gewesen.

    Und wenn auch hierzulande von einigen ihre offen zur Schau gestellte Begeisterung verlacht wurde, entnehme ich Pressestimmen und Forenbeiträgen aus dem Ausland, dass das dort in der Regel anders aufgenommen wurde. Auch sie hat da - sicherlich völlig unbeabsichtigt - internationale Sympathien für Deutschland erworben. Die wir immer noch bitter nötig haben.
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  2. #2
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    Standard AW: Die WM der trööötenden Tröten

    Nun, waren auch immerhin ebenso andere Staatsoberhäupter / Repräsentanten da. ^.^ Insofern fand ich es okay das Merkel in Ermangelung ordentlicher dt. Königsgeschlechter hinfuhr.

  3. #3

    Standard AW: Die WM der trööötenden Tröten

    Zitat Zitat von nevermore Beitrag anzeigen
    Immerhin ist im Nachhinein gut, dass Merkel zum Argentinien-Spiel nach Südafrika geflogen ist. Sonst wäre sie ja nun gar nicht präsent gewesen.

    Und wenn auch hierzulande von einigen ihre offen zur Schau gestellte Begeisterung verlacht wurde, entnehme ich Pressestimmen und Forenbeiträgen aus dem Ausland, dass das dort in der Regel anders aufgenommen wurde. Auch sie hat da - sicherlich völlig unbeabsichtigt - internationale Sympathien für Deutschland erworben. Die wir immer noch bitter nötig haben.
    Die deutsche Obsession mit dem was das Ausland über uns denkt finde ich immer wieder amüsant. Die paar Sympathien die sie mit ihrem Anbiedern an "unsere Jungs" wieder eingeheimst hat, hatte sie vor ein paar Wochen bei ihrem peinlichen Umgang mit der Griechenlandkrise erst kaputt gemacht.

    Das Anschmiegen an junge Sympathieträger (man erinnere sich jüngst an Wulff und Lena) ist natürlich keine Spezialität von Angela Merkel, das war bei Schröder und Kohl nicht anders. Auch der Dicke stürmte schon mal die Kabine um unsere Jungs nach dem verlorenen WM-Finale zu trösten.

    Generell finde ich diese penetrante Vermischung von Sport und Politik eher störend.

  4. #4
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    Standard AW: Die WM der trööötenden Tröten

    Zitat Zitat von DerBademeister Beitrag anzeigen
    Die deutsche Obsession mit dem was das Ausland über uns denkt finde ich immer wieder amüsant.
    Dachte mir schon, dass so ein Kommentar von dir kommt. Vielleicht wirst du auch noch irgendwann begreifen, dass das Image einer Nation in der internationalen Politik eine Rolle spielt. Und auch in der internationalen Wirtschaft. Leider tragen wir hier immer noch die Altlasten des Hitlerdeutschlands ab.

    Das Anschmiegen an junge Sympathieträger (man erinnere sich jüngst an Wulff und Lena) ist natürlich keine Spezialität von Angela Merkel, das war bei Schröder und Kohl nicht anders. Auch der Dicke stürmte schon mal die Kabine um unsere Jungs nach dem verlorenen WM-Finale zu trösten.
    Du vergisst, dass Merkel eine Frau ist. Das macht in diesem Fall den Unterschied.

    Generell finde ich diese penetrante Vermischung von Sport und Politik eher störend.
    Es ist nunmal eine Tatsache, die man auch nicht ändert, indem man sie als "störend" empfindet. Fussballvereine sind vom Staat subventioniert. Die Nationalmannschaft sind inoffizielle Botschafter. Ebenso wie Lena. Wie sie Deutschland vertreten, hat enorme Wirkung auf die internationale Wahrnehmung, sicher mehr als irgendwelche politischen Entscheidungen in der EU, die vom Normalbürger im Ausland eh nur am Rande zur Kenntnis genommen werden. Das kann dir gefallen oder nicht, ist aber nunmal so.

    Zitat Zitat von dr.brainfister
    wer sich über merkels "zur schau gestellte" begeisterung lustig macht, scheint untersetzte, nicht perfekt gebaute menschen generell als witzfiguren zu betrachten. ihre gestik kommt nicht davon, dass sie kanzlerin oder cdu-mitglied ist, sondern von ihrer körperstatur. aber dass es in unserer ach so modernen gesellschaft viele oberflächliche, vom jugendwahn geplagte menschleins gibt, ist ja nix neues.
    Das "zur Schau stellen" war von mir nicht negativ gemeint. Ich bin sicher, ihre Begeisterung war ehrlich.

    Merkel als Person ist mir nicht unsympathisch. Ich teile nur ihre politischen Einstellungen in weiten Teilen nicht.
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  5. #5
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    Standard AW: Die WM der trööötenden Tröten

    Zitat Zitat von nevermore Beitrag anzeigen
    Dachte mir schon, dass so ein Kommentar von dir kommt. Vielleicht wirst du auch noch irgendwann begreifen, dass das Image einer Nation in der internationalen Politik eine Rolle spielt. Und auch in der internationalen Wirtschaft. Leider tragen wir hier immer noch die Altlasten des Hitlerdeutschlands ab.
    politikwissenschaft und politikpraxis sind eben zwei unterschiedliche paar (fußball)schuhe. ich tendiere eher zu letzterem und finde es deswegen auch nachvollziehbar, dass merkel an einem solchen event teilnimmt.

    Das "zur Schau stellen" war von mir nicht negativ gemeint. Ich bin sicher, ihre Begeisterung war ehrlich.
    so hab ich deinen kommentar auch nicht aufgefasst. ich dachte, du spielst hier auf die vorwürfe ("zurschaustellung"...) derjenigen an, die sich über merkels "performance" lustig machen.

    Merkel als Person ist mir nicht unsympathisch. Ich teile nur ihre politischen Einstellungen in weiten Teilen nicht.
    geht mir genauso.


    .
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  6. #6
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    Standard AW: Die WM der trööötenden Tröten

    Von Politikwissenschaft habe ich nur rudimentäre Ahnung, da ich nur drei oder vier Vorlesungen gehört habe. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass man dort die Bedeutung der internationalen Wahrnehmung unterschätzt. Aber ich kann gerne mal einen Kollegen fragen, der an einem Politiklehrstuhl an der LMU beschäftigt ist.

    Von Politikpraxis dagegen habe ich relativ viel Ahnung, denn ich arbeite seit über 10 Jahren in der (wissenschaftlichen) Politikberatung, Fachbereich Wirtschaftspolitik. Und ich kann versichern, dass die Frage, "wie kommt das an", im Inland wie im Ausland, da eine große Rolle spielt.
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  7. #7
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    Standard AW: Die WM der trööötenden Tröten

    Zitat Zitat von nevermore Beitrag anzeigen
    Von Politikwissenschaft habe ich nur rudimentäre Ahnung, da ich nur drei oder vier Vorlesungen gehört habe. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass man dort die Bedeutung der internationalen Wahrnehmung unterschätzt. Aber ich kann gerne mal einen Kollegen fragen, der an einem Politiklehrstuhl an der LMU beschäftigt ist.
    mit herrn bademeister haben wir ja einen angehenden politikwissenschaftler in unserer reihen. allerdings vermisse ich in diesen diskussionen sowas wie praxiserfahrungen. nachplappern, was man aus büchern und vorlesungen gelernt hat, kann schließlich (fast) jeder.


    .
    Geändert von Dr.BrainFister (09.07.2010 um 01:22 Uhr)
    "Wissen sie woraus der Leberkäs gemacht wird? Aus den Resten der Knackwurst. Und die Knackwurst? Aus den Resten vom Leberkäs. So geht das ewig weiter: Leberkäs, Knackwurst, Leberkäs, Knackwurst..." - Simon Brenner (Josef Hader) in "Silentium"

  8. #8
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    Standard AW: Die WM der trööötenden Tröten

    Zitat Zitat von Dr.BrainFister Beitrag anzeigen
    mit herrn bademeister haben wir ja einen angehenden politikwissenschaftler in unserer reihen. allerdings vermisse ich in diesen diskussionen sowas wie praxiserfahrungen. nachplappern, was man aus büchern und vorlesungen gelernt hat, kann schließlich jeder.
    Solides theoretisches Wissen ist unerlässlich. Was Politökonomie betrifft, habe ich dieses solide Wissen. Wann immer ich an einen Punkt komme, dass ich Themen behandeln muss, die einen politischen Bezug außerhalb der Politökonomie haben, kostet mich das Wochen unbezahlter Arbeitszeit, mich kundig zu machen. Aber das muss nunmal sein. Das ist der Preis interdisziplinärer Arbeit.

    Durch nichts zu ersetzen ist der Austausch mit im anderen Fachgebiet spezialisierten Kollegen. Erlebe das im aktuellen Projekt grade wieder.

    Wie das Sprichwort sagt: "Theorie ist, wenn man alles weiß, aber nichts funktioniert. Praxis ist, wenn alles funktioniert, aber keiner weiß, warum". Man muss dahin kommen, dass man versteht, was warum funktioniert oder nicht. Das lernt man (leider) nicht im Studium.
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  9. #9
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    Standard AW: Die WM der trööötenden Tröten

    Zitat Zitat von Dr.BrainFister Beitrag anzeigen
    mit herrn bademeister haben wir ja einen angehenden politikwissenschaftler in unserer reihen. allerdings vermisse ich in diesen diskussionen sowas wie praxiserfahrungen. nachplappern, was man aus büchern und vorlesungen gelernt hat, kann schließlich (fast) jeder.
    ich weiss gar nicht was du hast, ich mag den mann vom beckenrand. mit dem kann man seitenweise diskutieren, ohne das es langweilig wird. hach, wies hier früher böse hin und her ging. allein der ganze möllemannkram. wieso gibts hier eigentlich keine israelschiffsblockadeweristderböse diskussion?

    da ists mir eigentlich egal woher er seine meinung hat. ob nun durch viel bücher lesen, oder durch den besuch von fdp kundgebungen, oder jahrelange arbeit in der kommunalpolitik. so lange er sie einigermassen humorvoll vertritt, übersehe ich sogar das er aus bayern kommt!
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  10. #10

    Standard AW: Die WM der trööötenden Tröten

    Zitat Zitat von nevermore Beitrag anzeigen
    Dachte mir schon, dass so ein Kommentar von dir kommt. Vielleicht wirst du auch noch irgendwann begreifen, dass das Image einer Nation in der internationalen Politik eine Rolle spielt. Und auch in der internationalen Wirtschaft. Leider tragen wir hier immer noch die Altlasten des Hitlerdeutschlands ab.
    Ebenso wie ich mir dachte, dass so ein Kommentar von Dir kommt. Es war natürlich absehbar welchen Teil meines Beitrags Du nicht zitierst - nämlich den Bereich unseres außenpolitischen Auftretens, der für unseren Ruf bei der internationalen Wirtschafts- und Politikelite wesentlich wichtiger ist als ein paar Fussballspiele.

    Dass der Fussball beim Normalbürger im Ausland ein positives Bild eines Landes transportieren kann, habe ich auch nirgendwo bestritten, das war bereits bei der WM 2006 klar zu erkennen. Die heutige Mannschaft ist noch mal ein Stück bunter in Punkto Multikulti (weshalb sie von unseren braunen Mitbürgern auch verabscheut wird). Das macht natürlich einen guten Eindruck, ebenso wie die Jugendlichkeit und die Torfreude unserer jungen Mannschaft.

    Du vergisst, dass Merkel eine Frau ist. Das macht in diesem Fall den Unterschied.
    Merkel war - anders als Schröder - nie ein Fussballfan. Sie hat es dennoch geschafft sich dem Thema unverfänglich zu nähern und wird nun auch von den meisten Stammtischproleten als "Mit-Fan" akzeptiert. Dass sie vom Sympathiebonus der Nationalmannschaft wirklich nachhaltig profitieren kann glaube ich allerdings nicht. Solche Auftritte geben sicherlich ein paar Tage lang nette Bilder und Presse die von der Regierungstristesse erst mal ablenken, aber werden nicht dauerhaft die Eckpunkte des medialen Agenda Settings verändern. Auch dies sehe ich unabhängig von Merkel. Meines Erachtens überschätzen unsere Volksvertreter den Wert solcher Auftritte für den eigenen Sympathiebonus.

    Es ist nunmal eine Tatsache, die man auch nicht ändert, indem man sie als "störend" empfindet. Fussballvereine sind vom Staat subventioniert. Die Nationalmannschaft sind inoffizielle Botschafter. Ebenso wie Lena. Wie sie Deutschland vertreten, hat enorme Wirkung auf die internationale Wahrnehmung, sicher mehr als irgendwelche politischen Entscheidungen in der EU, die vom Normalbürger im Ausland eh nur am Rande zur Kenntnis genommen werden. Das kann dir gefallen oder nicht, ist aber nunmal so.
    Die Wahrnehmung von Joe Sixpack und jener von Vorstandsvorsitzenden, Präsidenten und Premierministern differiert zum Teil erheblich. Du mischt hier einige Ebenen der Außenwahrnehmung durcheinander, ebenso unterschätzt Du wie der "Normalbürger im Ausland" "irgendwelche politischen Entscheidungen" "zur Kenntnis" nimmt - das Beispiel Griechenland habe ich nicht umsonst genannt. Unsere Beziehungen zu unseren Partnerländern waren selten so schlecht wie unter Merkel, insbesondere was unsere Nachbarn in der EU angeht. In der Wirtschaftspolitik ist unsere Regierung völlig überkreuz mit den meisten Partnern. Das Deutsch-französische Tandem liegt mit kaputten Reifen am Wegesrand. Die Amerikaner sind konsterniert über unsere saudämliche Binnenmarktpolitik. Die Griechen, und in geringerem Maße auch die anderen PIIGS Staaten bekamen eine Dosis des "hässlichen Deutschen" verabreicht. Eine Europäerin ist Merkel nicht, anders als ein Helmut Kohl, dem man sonst Vieles vorwerfen kann, der aber immer ein überzeugter Europäer war und die europäische Einigung vorantrieb.

    Das "zur Schau stellen" war von mir nicht negativ gemeint. Ich bin sicher, ihre Begeisterung war ehrlich.
    Das wird wohl so sein, sie ist ja kein Menschenfresser.

    Merkel als Person ist mir nicht unsympathisch. Ich teile nur ihre politischen Einstellungen in weiten Teilen nicht.
    Mit solchen Einordnungen bin ich eher vorsichtig, denn ich kenne sie nicht persönlich um beurteilen zu können ob sie ein sympathischer oder unsympathischer Mensch ist - ich kenne nur ihre eigene Außendarstellung, und wie diese durch unsere Medien transportiert wird.

    George Bush zum Beispiel wird von vielen Menschen die mit ihm zusammengearbeitet haben als ausgesprochen witziger Kumpeltyp beschrieben der sich selbst nie zu ernst nimmt, was auch der wesentliche Grund für seine Popularität beim Jedermann war. Dessen ungeachtet kann man nicht ausblenden, wie viel Leid seine politischen Entscheidungen über Millionen Menschen gebracht haben. Eine Führungspersönlichkeit die ausschließlich gute oder böse Charaktereigenschaften hat, gibt es nicht. Selbst Extrembeispiele wie Hitler sind eben keine Knoppschen Monstren oder Dämonen, sondern reale Menschen mit einer komplexen Psyche so wie jeder Normalbürger auch. Letztlich müssen wir sie an ihrer Funktion messen und wie sie diese ausfüllen, das was Du unter "nur" abhakst ist eben der weit relevantere Teil bei der Einordnung einer Person wie Merkel. Ob sie ein sympathischer Mensch ist, ist nachrangig.

    Zitat Zitat von Dr.BrainFister Beitrag anzeigen
    politikwissenschaft und politikpraxis sind eben zwei unterschiedliche paar (fußball)schuhe. ich tendiere eher zu letzterem und finde es deswegen auch nachvollziehbar, dass merkel an einem solchen event teilnimmt.
    Werden diese immer gleichen, gönnerhaft aufgeführten ad personam Argumente eigentlich nicht selbst Dir irgendwann zu doof? Dieses Ritual, dass Du so gerne im Doppelspiel mit anderen Usern ausführst, diskreditiert dabei jedes Mal nur Deine eigene Argumentation. Ad personam Attacken sind eine typische Troll-Taktik, wie Dir auch selbst Bestens bekannt ist. Letztlich hast Du keine Ahnung welchen theoretischen oder praktischen Background ich habe, ebenso wie Du nicht mehr als ein rudimentäres Verständnis meines Studienfaches hast. Du mischt einen Haufen Mutmaßungen über meine Person zusammen, statt Dich mit der Sache auseinanderzusetzen.

    Angesichts Deiner Lernresistenz bei diesem Thema erwarte ich allerdings auch in Zukunft nicht, dass Du Dir eine ernstzunehmendere Diskussionskultur zulegst. Diese billige Provomasche war eben schon immer Dein Ding. Diese Penetranz ist auch durchaus drollig, aber in der Sache bringt sie uns nicht weiter.

    Bei Deinem Beißreflex gegen die Politikwissenschaft in leibhaftiger Gestalt meiner Person hast Du allerdings übersehen, dass ich gar nicht der Kanzlerin Reisegewohnheiten per se kritisiert habe, sondern deren Zeitpunkt. Bisher war es eben Usus, dass so eine (teure) Reise vom Regierungschef nur zum Finale angetreten wird, und nicht zu einem Viertelfinale. 2002 beispielsweise reisten neben Schröder und Fischer auch eine ganze Reihe anderer Spitzenpolitiker zum Finale nach Japan, darunter sein Kanzlerkandidatengegner Stoiber und einige Leute von der FDP. Es war ein Auslandsbesuch im überparteilichen Rahmen der folglich auch von den politischen Gegnern mitgetragen wurde. Bei Merkel liegt der Fall anders. Merkel hat ihre Anreise spezifisch und völlig unüblich zum Viertelfinale terminiert um in einem kritischen Moment endlich wieder positive Schlagzeilen für sich und die Regierung zu produzieren. Das war eine Reise für die Bundesregierung, keine für Deutschland, weshalb sich die Opposition auch weigerte bei dieser Merkel-Show mitzumachen. Dass die Opposition in dieser Situation Kritik äußert mag Parteitaktik sein, ändert aber nichts daran dass Merkel hier übliche Konventionen gebrochen hat. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied. Dass den Außenstehende nicht sehen und diese causa eher als Korinthenkackerei abhaken ("was sind schon 200.000 Euro?" - siehe nevermore) kann ich nachvollziehen, nur ändert das Nichts an den Tatsachen.

    Letztlich ist dies dennoch nur ein Randthema in Bezug auf unsere Regierung, an dem ich mich auch nicht weiter abarbeiten will - da gibt es weit wichtigere Kritikpunkte als einen Fußballfreiflug der Kanzlerin. Von meiner Seite ist damit zu dem Thema Alles gesagt.

  11. #11
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    Standard AW: Die WM der trööötenden Tröten

    Zitat Zitat von DerBademeister Beitrag anzeigen
    Ebenso wie ich mir dachte, dass so ein Kommentar von Dir kommt. Es war natürlich absehbar welchen Teil meines Beitrags Du nicht zitierst - nämlich den Bereich unseres außenpolitischen Auftretens, der für unseren Ruf bei der internationalen Wirtschafts- und Politikelite wesentlich wichtiger ist als ein paar Fussballspiele.
    Den habe ich erwähnt - wenn auch nicht als Zitat - einen Beitrag später. Und auch kommentiert. Falls du das für so erforderlich hältst, zitiere ich ihn gerne auch wörtlich:

    Die paar Sympathien die sie mit ihrem Anbiedern an "unsere Jungs" wieder eingeheimst hat, hatte sie vor ein paar Wochen bei ihrem peinlichen Umgang mit der Griechenlandkrise erst kaputt gemacht.

    Zufrieden?

    Dass der Fussball beim Normalbürger im Ausland ein positives Bild eines Landes transportieren kann, habe ich auch nirgendwo bestritten, das war bereits bei der WM 2006 klar zu erkennen. Die heutige Mannschaft ist noch mal ein Stück bunter in Punkto Multikulti (weshalb sie von unseren braunen Mitbürgern auch verabscheut wird). Das macht natürlich einen guten Eindruck, ebenso wie die Jugendlichkeit und die Torfreude unserer jungen Mannschaft.
    Und welches Problem hast du jetzt damit?

    Merkel war - anders als Schröder - nie ein Fussballfan.
    Achja. Hast du mit ihr darüber gesprochen?

    Sie hat es dennoch geschafft sich dem Thema unverfänglich zu nähern und wird nun auch von den meisten Stammtischproleten als "Mit-Fan" akzeptiert. Dass sie vom Sympathiebonus der Nationalmannschaft wirklich nachhaltig profitieren kann glaube ich allerdings nicht. Solche Auftritte geben sicherlich ein paar Tage lang nette Bilder und Presse die von der Regierungstristesse erst mal ablenken, aber werden nicht dauerhaft die Eckpunkte des medialen Agenda Settings verändern. Auch dies sehe ich unabhängig von Merkel. Meines Erachtens überschätzen unsere Volksvertreter den Wert solcher Auftritte für den eigenen Sympathiebonus.
    Ja. Meines Erachtens überschätzen sie ihn nicht.

    Das wird wohl so sein, sie ist ja kein Menschenfresser.
    Wie überaus nett, dass du ihr wenigstens das zugestehst.


    Mit solchen Einordnungen bin ich eher vorsichtig, denn ich kenne sie nicht persönlich um beurteilen zu können ob sie ein sympathischer oder unsympathischer Mensch ist - ich kenne nur ihre eigene Außendarstellung, und wie diese durch unsere Medien transportiert wird.
    Gemessen daran bringst du aber in deinen Beiträgen einen ansehlichen Hass herüber.

    Werden diese immer gleichen, gönnerhaft aufgeführten ad personam Argumente eigentlich nicht selbst Dir irgendwann zu doof? Dieses Ritual, dass Du so gerne im Doppelspiel mit anderen Usern ausführst, diskreditiert dabei jedes Mal nur Deine eigene Argumentation. Ad personam Attacken sind eine typische Troll-Taktik, wie Dir auch selbst Bestens bekannt ist. Letztlich hast Du keine Ahnung welchen theoretischen oder praktischen Background ich habe, ebenso wie Du nicht mehr als ein rudimentäres Verständnis meines Studienfaches hast. Du mischt einen Haufen Mutmaßungen über meine Person zusammen, statt Dich mit der Sache auseinanderzusetzen.
    Was faselst du eigentlich hier zusammen? Wo habe ich ich dich als Person attackiert?

    Dir passt meine Meinung nicht, und damit kannst du nicht umgehen. Argumente dagegen hast du ja nicht.

    Angesichts Deiner Lernresistenz bei diesem Thema erwarte ich allerdings auch in Zukunft nicht, dass Du Dir eine ernstzunehmendere Diskussionskultur zulegst. Diese billige Provomasche war eben schon immer Dein Ding. Diese Penetranz ist auch durchaus drollig, aber in der Sache bringt sie uns nicht weiter.
    Ich habe dir schon mehrmals geraten, du sollst in die Forenregeln aufnehmen, dass der Forenleitung nicht widersprochen werden darf. Danke für die erneute Bestätigung. Warum machst du das nicht endlich, dass die Leute wenigstens wissen, wo sie dran sind, wenn sie sich hier anmelden?

    Bei Deinem Beißreflex gegen die Politikwissenschaft ...
    An dem Punkt habe ich aufgehört zu lesen. Es ist einfach zu lächerlich. Warum sperrst du mich nicht einfach, wenn dir meine Meinungen so sehr zuwider gehen.

    Überleg dir mal, ob deine Diskussionskultur vielleicht was damit zu tun hat, dass das Forum nicht so läuft, wie es laufen könnte.

    Ich jedenfalls habe die Schnauze jetzt voll von dir. Kannst dich freuen, ich bin weg.
    Geändert von nevermore (09.07.2010 um 02:40 Uhr)
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  12. #12
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    Zitat Zitat von DerBademeister Beitrag anzeigen
    ...
    Merkel war - anders als Schröder - nie ein Fussballfan. Sie hat es dennoch geschafft sich dem Thema unverfänglich zu nähern und wird nun auch von den meisten Stammtischproleten als "Mit-Fan" akzeptiert.
    ich hab, wie gesagt, auch kein problem, sie als mit-fan zu akzeptieren. bin ja auch selber erst später zur fan-gemeinschaft hinzugekommen. es gibt sicherlich viele, die erst mit der wm 2006 interesse an fußball verspürten. inzwischen ist es bei mir nicht mehr nur dieses "dabei sein wollen"-gefühl, sondern ein echtes mitfiebern. schon interessant, denn vor ca. 5 jahren hatte ich noch null interesse an dem sport, von ein paar spielen in der dorfjugend mal abgesehen. irgendwann fiel mir aber auf, dass fußballgenuss mehr sein kann als nur besoffen gröhlen. diese spiele sind, wenn man sich drauf einlässt, richtig spannend.

    wie merkel das empfindet, weiß ich nicht. aber ihr wird es im stadion so gehen wie fast jedem anderen menschen: die atmosphäre dort reißt einfach mit.

    Werden diese immer gleichen, gönnerhaft aufgeführten ad personam Argumente eigentlich nicht selbst Dir irgendwann zu doof?
    ...
    Bei Deinem Beißreflex gegen die Politikwissenschaft in leibhaftiger Gestalt meiner Person ...
    stimmt, das wirkt sicherlich albern auf dauer. aber gerade beim thema "aktives ausüben von politik" ist da bei mir so ein wunder punkt. ich hab im laufe meiner bescheidenen politischen "karriere" bisher einfach zu viele menschen (vor allen studenten) kennen gelernt, die zwar rhetorisch perfekt über politik theoretisieren und ihre idealvorstellungen diskutieren könnnen - aber nicht den kleinsten versuch machen, all dieses angehäufte wissen auch mal in die praxis umzusetzen. es gibt so viele möglichkeiten, sich aktiv zu beteiligen. es muss ja nicht unbedingt eine partei sein. auch organisationen wie attac, greenpeace, amnesy international, die fairtrade-verbände, transparancy international und viiiiele andere bieten zahlreiche möglichkeiten, sich als bürgerIn am politischen/gesellschaftlichen geschehen zu beteiligen. ich halte es eben eher mit jfk, der sagte "Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!" ganz so einseitig sehe ich es zwar nicht, denn man muss unbedingt auch fragen, was der staat/das land tun kann. dennoch ist man teil des ganzen und man ändert rein gar nix, wenn man nur am stammtisch oder in politikwissenschaftlicher diskussionsrunde nörgelt. gerade aufgrund der von dir beschriebenen krisensituation ist es mir nicht nachvollziehbar, wieviele leute trotzdem nicht den hintern hoch kriegen und passiv bleiben - obwohl sie ja scheinbar eine politische meinung haben.

    das, was man im gemeinsamen zellebrieren von fußball erlebt, lässt sich auch gut auf politische aktionen übertragen: dabei kann nämlich ebenfalls ein sehr starkes, mitreißendes wir-gefühl entstehen. je nach dem wie sehr einem das jeweilige politische ziel am herzen liegt, kann es sich wie der sieg bei einer wm anfühlen, wenn man es dann gemeinsam erreicht hat. natürlich gibt es auch die andere seite, nämlich dann wenn man eine niederlage erlebt. aber mit diesen niederlagen müssen wir ja auch beim fußball leben. es wird wahrscheinlich kaum jemand sagen "ich bin fußballverdrossen, weil unsere mannschaft nicht ins wm-finale eingezogen ist." - in bezug auf politische aktivität wird diese argumentation jedoch vergleichsweise oft angewandt.


    .
    Geändert von Dr.BrainFister (09.07.2010 um 10:40 Uhr)
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  13. #13
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    Standard AW: Die WM der trööötenden Tröten

    Auch der Dicke stürmte schon mal die Kabine um unsere Jungs nach dem verlorenen WM-Finale zu trösten.
    Der stürmte auch die Kabine als die Jungs dann 90 Weltmeister wurden. Nur mal so zur Info...

    Frau Merkel hat auch öffentlich bekannt, dass sie nicht so ein Fan ist (damit meine ich die, die sich auch mit den Regeln, Statistiken, Aufstellungen etc. auskennen), sondern dass sie dazu gestoßen ist.

    Ich bin auch kein Fan von ihrer Politik und davon, dass sie sich anscheinend nicht bei ihren Jungs durchsetzen kann. Hinzu kommt, dass ich mir bei ihrer Kleiderwahl (die Frisur hat sich ja schon mal verbessert) manchmal doch die Haare zu Berge stehen. Da kommt aber wahrscheinlich der Schneider in mir durch. Ich kann absolut nicht vestehen, wie man sich so unvorteilhaft anziehen kann. Das sie es kann, hat sie schon vereinzelt aufblitzen lassen, was dann zu einem Aufschrei in der deutschen Boulevardpresse führte, was ich widerum nicht nachvollziehen kann.

    George Bush zum Beispiel wird von vielen Menschen die mit ihm zusammengearbeitet haben als ausgesprochen witziger Kumpeltyp beschrieben der sich selbst nie zu ernst nimmt, was auch der wesentliche Grund für seine Popularität beim Jedermann war.
    Dessen ungeachtet kann man nicht ausblenden, wie viel Leid seine politischen Entscheidungen über Millionen Menschen gebracht haben.
    Für mich kam dieses kumpelhafte immer sehr gestellt an ihm rüber. Auch bin ich der Meinung, dass nicht er sondern die Männer hinter ihm die Politik machten. Auch bekannt ist, dass es George auf Biegen und Brechen vor allem seinen Eltern zeigen wollte, da (bekanntlich) die ihm dieses Amt nicht zugetraut haben. Und einige der Fehler des Vaters zu wiederholen macht es dann auch nicht wirklich besser.
    Auch ist bekannt, dass er schon vorher nicht sehr viel zustande brachte.
    Ich würde ihm auch nicht die Intelligenz einer Angela Merkel bescheinigen.


    Das Erscheinensbild oder Image, wie man ja in den letzten Jahren gerne sagt, welches Politiker im Ausland vertreten, sagt sehr viel über ein Land aus. Gutes Auftreten und Fehltritte werden in der Presse, ob im eigenen Land oder im Ausland gerne lang und breit getreten und ausgeschlachtet.
    Fakt ist, dass unsere Angela bei den meisten Politikern hoch angesehen ist, was vllt. auch daran liegt, dass sie mehrere Sprachen spricht.

    Aber solche Diskusssionen sollten wir vllt. in einem anderen Thread fortführen.


    @ Thandor

    mmm. wir haben es ja mit der vier, oder? Ich tippe mal 4:1 auf unsere Jungs, wobei das zu 1 ein Handspiel der Urus ist.


    Schade finde ich nur, dass unsere deutsche Boys nicht auf der Fanmeile in Berlin auflaufen wollen. Gegenüber den vielen (multikulti) Fans keine sehr gute Entscheidung ihrerseits.
    Vor der WM hätte doch keiner vermutet, dass wir es unter die besten Vier der Welt schaffen.
    Geändert von Demona (09.07.2010 um 13:06 Uhr)
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  14. #14
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    Zitat Zitat von nevermore Beitrag anzeigen
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    Und wenn auch hierzulande von einigen ihre offen zur Schau gestellte Begeisterung verlacht wurde, entnehme ich Pressestimmen und Forenbeiträgen aus dem Ausland, dass das dort in der Regel anders aufgenommen wurde. ...
    wer sich über merkels "zur schau gestellte" begeisterung lustig macht, scheint untersetzte, nicht perfekt gebaute menschen generell als witzfiguren zu betrachten. ihre gestik kommt nicht davon, dass sie kanzlerin oder cdu-mitglied ist, sondern von ihrer körperstatur. aber dass es in unserer ach so modernen gesellschaft viele oberflächliche, vom jugendwahn geplagte menschleins gibt, ist nix neues. die können sich stattdessen ja die edelkörper der fußballer anschauen und in "kraft durch freude"-fantasien schwelgen.


    .
    "Wissen sie woraus der Leberkäs gemacht wird? Aus den Resten der Knackwurst. Und die Knackwurst? Aus den Resten vom Leberkäs. So geht das ewig weiter: Leberkäs, Knackwurst, Leberkäs, Knackwurst..." - Simon Brenner (Josef Hader) in "Silentium"

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