Sucker Punch
USA 2011
Regie: Zack Snyder ("300", "Watchmen")
Mit: Emily Browning, Vanessa Hudgens, Jamie Chung, Jena Malone, Abbie Cornish, Carla Gugino, Scott Glenn u.a.
Kinostart USA: 25.03.2011
Mit "Sucker Punch" wirft das (für mich) erste große Highlight 2011 seinen stylischen Schatten voraus. Seit "Watchmen" hat Zack Snyder bei mir nicht einfach nur einen Stein, sondern den Mount Everest bei mir im Brett, und auch wenn ich von diesem Film - bei dem er das erste Mal kein fremdes Material verfilmt, sondern eine eigene Geschichte, die er gemeinsam mit Neuling Steve Shibuya in ein Drehbuch gepackt hat - keinen ähnlichen Tiefgang erwarte, optisch wird das wieder einmal ein absoluter Leckerbissen. Und der Trailer sieht einfach nur ungemein schräg aus. Viel zu oft hat man heutzutage bei Blockbustern das Gefühl, immer nur das gleiche nach Schema F aufgetischt zu bekommen - "Sucker Punch" sieht jedoch sehr originell aus, und dürfte sich schon allein aufgrund der visionären Phantasiewelt von allen anderen Filmen 2011 unterscheiden. Ich freu mich jedenfalls jetzt schon riesig.
Für alle, die sich einen ersten Eindruck verschaffen wollen -> hier der Comic Con-Trailer: Klick





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bei zack snyder gilt zwar teilweise das motto "style over substance", aber wenn er eine gute vorlage hat, macht er eigentlich meistens was brauchbares daraus. ich bin also optimistisch.

Leider reichen die bisherigen Kritiken von verhalten bis vernichtend. Andererseits... das er inhaltlich nicht viel hergeben wird, hatte ich eigentlich schon erwartet. Hoffe, die Optik wirds für mich wenigsetns halbwegs rausreißen. Dass er meinen hohen Ansprüchen als meisterwarteter Blockbuster 2011 entsprechen können wird, erwarte ich mittlerweile aber nicht mehr...

]). Das Intro von "Sucker Punch" schien, sich hier in bester Tradition zu bewegen. Die dort verwendete Cover-Version von "Sweet Dreams" war nicht nur die perfekte Einleitung für die Traumwelten danach und passte daher wie die Faust aufs Auge, ich fand auch diese neue Interpretation genial. Leider war es das einzige Stück, dass mich überzeugt hat (und welches ich mir vom Soundtrack zulegen werde). Auch der ganze Rest waren Cover-Versionen, die jedoch bei weitem nicht so zu überzeugen konnten. Statt atmosphärisch waren sie in erster Linie laut. Hier habe ich sein Gespür für die perfekte musikalische Untermalung, dass er in "Watchmen" zur Schau gestellt hat, schmerzlich vermisst.
Ein bisschen drängt sich mir der Eindruck auf, dass du diesen Film unbedingt mögen lernen willst, weil er von Zack Snyder ist, der dir deine heißgeliebte "Watchmen"-Verfilmung geschenkt hat. Ich glaube, wenn du andere Filme, die in deinen Reviews ziemlich schlecht abgeschnitten haben, mit der selben Leidenschaft betrachten würdest, könntest du dort vielleicht auch noch im Nachhinein den einen oder anderen positiven Punkt auftun. Kurz gesagt: ich hoffe, in deiner Wertung schlägt sich kein Snyder-Bonus nieder.
Nur passt der Vergleich in diesem Fall nicht. Anders als Teylen hab ich dir das mit der "Fanbrille" nicht gleich als Totschlagargument über die Rübe geschmettert, sondern nur die Frage nach einem möglichen "Snyder-Bonus" in den Raum gestellt. 
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