Mir ging's ähnlich. "Scandal in Belgravia" bot größtenteils überdurchschnittliche Unterhaltung und profitierte zudem von der Wiedersehensfreude mit den liebgewonnenen "Sherlock"-Charakteren. Nur Irene Adler konnte mich nicht überzeugen. Nix gegen femme fatales, aber die Darstellerin wirkte auf mich weder besonders attraktiv noch talentiert. Eher bemüht und unnötig überzeichnet. Insofern bin ich froh, dass diesem Handlungsstrang nicht noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Die Endszene war zwar etwas dick aufgetragen, passte aber zur "over the top"-Stimmung der restlichen Episode. War irgendwie ganz witzig und hat mich nicht gestört.

Ich vergebe 7 von 10 verdeckten Brustwarzen.

Von "Hound of Baskerville" war ich ziemlich enttäuscht. Eine der populärsten und unterhaltsamsten Holmes-Geschichten... da wäre so viel möglich gewesen. Und was macht Moffat (bzw. Mark Gatiss) draus? Einen überladenen, pseudo-komplizierten Militärverschwörungsquark, den man nach diesem Muster schon tausendmal gesehen hat. Von vorne bis hinten durchschaubar, kaum Überraschungen, dafür umso mehr Logiklöcher und konstruierte Zufälle. Außerdem hundsbeschissene CGI! Nur durch die charmanten Darsteller und dem trotz zerfahrener Handlung meistens funktionierenden Humor war die Episode kein kompletter Reinfall. Trotzdem ist sie der bisherige Tiefpunkt der Serie. Hoffen wir, dass es nächstes Mal wieder aufwärts geht.

Dafür gibt's 4 von 10 leuchtenden Kaninchen.