Autisten können zwar extreme Inselbegabungen aufweisen, sind aber auch nicht in der Lage aus einer Myriade verschiedener Variablen stets die richtige Kausalkette zu basteln. Ab einem gewissen Punkt ist es nur noch Raterei und wenn diese immer ins Schwarze trifft wie bei Holmes, somit schlicht und ergreifend Fantasy. Diese ständige Hellseherei ist natürlich auch in procedurals wie CSI Gang und Gebe, was diese Serien aber nicht besser macht.
In "Luther" hat man das Ganze zumindest etwas geringer dosiert. Holmes ist over the top - was als Fantasyserie völlig in Ordnung ist. In Superman fragt ja auch keiner, wieso niemand Clark Kent als den Mann aus Stahl erkennt sobald er die Brille abnimmt. Das gehört eben zu den Parametern dieser Universen die man einfach akzeptieren muss, ansonsten wird man nicht unterhalten.
Wie Polizeiarbeit in der Realität aussieht zeigen Serien wie "The Wire".
Er hat den Charakter getötet um sich "ernsthafteren" Aufgaben als Literaturschriftsteller zu widmen. Vermutlich war es das liebe Geld welches ihn schließlich doch noch zu einer Fortsetzung bewegte.Ist eigentlich bekannt, ob Conan Doyle den Tod von Sherlock Holmes damals wirklich als Cliffhanger geplant hatte? Vielleicht war er ja zunächst tatsächlich mutig genug, um seine Hauptfigur sterben zu lassen und hat sich dann aufgrund der starken Nachfrage nach seinen Büchern doch anders entschieden?
Erinnert sich noch jemand an den Moriaty aus TNG? Der war eher der Typ Gentleman-Gangster, ein völlig anderer Moriaty als der verrückte Psychopath in "Sherlock" beispielsweise.Moriarty war noch nie etwas anderes als der geniale Gegenspieler, der im dunklen Raum eine Katze auf dem Schoß hat und böse lacht - so viel wie bei Moffat/Gatiss hat man im Original NIE von ihm gesehen. Die beiden haben sich wenigstens die Mühe gemacht, eine Charakerisierung zu versuchen, was zugegebenermaßen bei Erzfeinen immer recht platt rüberkommt. Moriarty war immer Sherlock's dunkles Spiegelbild und wenn man das dem Zuschauer durch Meta sagen muss, ja, dann ist das traurig, da stimme ich dir zu, aber trotzdem sehenswert. Wie ein gutes Schachspiel zweier ebenbürtiger Gegner. Und nicht alles an Meta fand ich jetzt so platt und vollgestopft, wie du das bei Moriarty siehst; gerade der Charakter Holmes erlebt hier durch seine Dekonstruktion ironischerweise so einiges an Entwicklung, die ich sehr gelungen fand.






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