@Minas: Hmm, läuft wohl auf die Frage hinaus, wann wird aus einer Lebenseinstellung eine Religion... Das festzustellen ist tatsächlich schwierig, da mache ich Zugeständnisse. Es ist ein fließender Übergang.

Aber nach Eurer Definition qualifiziert sich doch erst eine tatsächlich gelebte Lebenseinstellung dafür, Religion genannt zu werden. Aber wer lebt schon Star Trek!?
Wie ich schon sagte, ist die berühmte Toleranz a) überstrapaziert,
b) seit DS9 und Voyager irgendwie kein wirklich großer Teil von Star Trek mehr
und c) im Gegensatz zum Buddhismus keine teleologische Glaubensverfolgung (s. Nirvana) sondern ein Charakterzug, den jeder haben sollte. Wenn man sich diesen Charakterzug bei Star Trek holt, schön und gut, aber das hat nichts mit Religion zu tun!

Buddhismus wurde als Religion "designt", Star Trek als Fernsehunterhaltung!
Sieht irgendjemand außer mir den Unterschied?

Aus meinem Charakter resultiert beispielsweise meine Einstellung, daß es da draußen eine und genau eine Dame gibt (die ich bisher nicht kenne!), die für mich bestimmt ist und umgekehrt.
Bin ich deswegen ein Glaubensmitglied der Ally-McBeal-Religion?

Was ich sagen will: Ich mag viele Filme, ich mag viele Serien. Die besten sind immer die, die etwas über die "human condition" aussagen. Wenn einen ein Film oder eine Serie auf einer persönlichen Ebene berührt, so daß man etwas davon für sich mitnimmt, ist das hervorragend, bessere Unterhaltung gibt es nicht.
Das macht aber noch lange keine Religion aus, geschweige denn die Notwendigkeit, eine auszurufen. Wenn dem so wäre, hätten wir religiöse Anarchie!