Firestorm vergibt eine 4+?

Wenn man den Schnitt unserer bisherigen Voyager-benotungen vergleicht, müsste ich jetzt mit einer 7- nachziehen. Leider Gottes hat uns die dt. Kultusministerkonferenz nur Notenstufen von 1-6 zugebilligt. Wir könnten natürlich aufgrund der langsam immer schlechter werdenden Voyager"folgen" (nicht ohne Grund in Anführungszeichen) auf das Dezimalsystem umsteigen - dann könnte ich auch mal 1 von 10 Punkten vergeben - so ähnlich wie bei einer Misswahl. Da sich die versammelte Mannschaft aber an das Notensystem gewöhnt hat, bleibe ich als Admin machtlos.

Meine Benotung der freitäglichen Folge: Note 5

Ich habe von dem feinfühligen, hintergründigem und ironischen Highlight auf Shakespeare's Theaterkunst zwar (zum Glück?) nur die Hälfte mitbekommen (die andere Hälfte verteilte sich auf 30% Surfen und 20% WWM), diese reicht aber, wie jüngst bei den meisten Voyager-folgen, ohne weiteres aus, um eine nahezu vollständige Rezension abzuliefern (wie Ihr es von mir erwartet - oder auch nicht).

Mittlerweile bin ich an den Punkt angelangt, an dem es mir völlig egal ist, ob ich eine Voyager-folge nun sehe, oder nicht. Die Serie war noch nie gut (wie es DS9 in den Staffeln 3-6 und TNG in 3-7 gewesen ist), sie war durchschnittlich. Die Sechste Staffel, besonders die zweite Hälfte ist aber simpel gesagt: Absoluter Müll! Scheisse! Schrott! Schwachsinn! Trash! - um nur ein paar Begriffe aus meinem reichhaltigen, eloquenten Kritikerrepetoir zu verwenden. Seit 10 Folgen habe ich nichts mehr gutes gesehen. Seit...."Im Lichte des Augenblicks", eigentlich.

Was sollte ich da schon vom Freitag erwarten. Lustlose Darsteller spielen vor lustlosen Pappkulissen (wofür die alten TOS-Sets noch alles gut sein können), und schleppen sich durch 45 minuten harte Arbeit. Der wohlverdiente Abschlussbeamer (wen juckt die erste Direktive) beendet B'ellanas Caféfahrt und damit den 2941 Shuttleabsturz in Voyager.

Wie originell!

Wie originell, dass die Autoren in ihrer latenten Ideenarmut ein Thema wieder aufwärmen, was in Star Trek vermutlich schon ein dutzend mal behandelt wurde.
Mir fallen da spontan Folgen wie
Das Jahr des roten Vogels (TOS, 1968)
Der Gott der Mintakaner (TNG, 1989)
Die Legende von Dal'rok (DS9, 1993)

ein.
In Anbetracht dessen, dass an Serie 5 dieselben Leute wie an Voyager mitarbeiten, schätze ich den Tod des TNG-Star Trek, wie es "früher" mal war, als sehr wahrscheinlich ein. Das Star Trek, was ich kannte und geliebt habe, scheint endgültig passé zu sein. Heute muss man anscheinend abwechselnd auf teure, hirnlose Actionfolgen und billige, abgedroschene Laberfolgen in Trashkulissen setzen, um mit einer Serie auf dem harten Scifimarkt Erfolg zu haben.

Schöne neue Welt!