Nun, ich habe dass doch schon ausgeführt! Für mich muss ein Ende auch letztendlich im vergleich zum Film einen Sinn ergeben, was hier nicht der Fall ist. Hier hat Burton versucht, auf Teufel Komm Raus ein Fortsetzungs-konformes Ende zu drehen, was einfach nicht gelungen ist. Ich WAR nicht überrascht. Und wenn ich mir die Kritiken im Internet so anschaue, so bin ich da nicht der einzige.
Übrigens muss ich auch Dir, Rocketman, widersprechen. Du schreibst bei Unbreakable und Sixth Sense schon sehr richtig, dass das Ende für den aufmerksamen Zuschauer eigentlich die ganze Zeit sichtbar ist. Bei "Usual Suspects" ist es das nicht, weil man einfach nie auf die Idee kommen würde, dass es Kevin Spacey ist. Nicht umsonst wurde dieses Ende ja mittlerweile schon in mehreren Filmen (z.B. Scary Movie) schamlos abkopiert. Die Szene, in der der Inspector auf seinen Kaffeeuntersatz blickt, und die Wahrheit realisiert, ist einfach nur noch genial. Auch erscheint mir der Film im Nachhinein nicht unnötig, nur weil das Ende die vorherigen Verwicklungen neutralisiert. Im Gegenteil wird man dadurch ja bei der Stange gehalten, und weiss den ganzen Film über einfach nicht, wie er ausgehen wird.
Da ist der Plot von Unbreakable (da du diesen gerade auch anführst), im Prinzip viel schwachsinniger. Ich bitte Dich! Ein Geisteskranker bringt in drei Attentaten ein paar Hundert Menschen um, um den Unverletzlichen zu finden. Das hört sich mehr nach einer schlechten Episode aus der Bibel an. Wie logisch auch, dass es bei 5 milliarden Menschen gerade einer von ein paar hundert ist, der sein kosmischer Gegenpart auf der Welt sein soll.
Ich für meinen Teil fühlte mich bei Usual Suspects gut unterhalten, auch wenn der Film sicherlich wie ein gewöhnlicher "Gangsterfilm" hätte enden können (selbiges trifft übrigens auch auf die Shymalayan-filme zu). Ein Ende, wo man sich wie Du verarscht vorkommt, liegt vielleicht bei den beliebten Scream-filmen und ihren Ablegern vor, weil dort die Auflösung im Prinzip überhaupt nichts mit dem Film zu tun hat, kein Motiv des Täters vorliegt, und man im Prinzip jede beliebige Person für dieses Ende einsetzen könnte.





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