Na, was habe ich gesagt?
Ein Streifen dieser epischen Bandbreite, und auch noch in 3 Teilen, ist mit einem lächerlichen Budget von 20 mio $ nicht zu erreichen. Schaut euch mal Wing Commander an - der ist ein Drittel so lang und hat 30 mio gekostet - und schaut trotzdem billig aus.
Die Standartcomputereffekte, die etwa auf dem Babylon 5-Niveau liegen, sind ja noch einigermaßen akzeptabel. Manche Elemente wie die Maus hätten sie allerdings besser weggelassen.
Was viel gravierende auffällt, sind die billigen Kulissen und die Ausstattung. Mal ehrlich: Nach einem Kaiserpalast sah das auf Caidan nicht aus - und die Charaktere trugen immer dieselben einfallslosen Klamotten (ich denke da an die lustigen Hüte), die wie eine Lumpensammlung vom letzten Star Wars-Film aussehen.
Am schlimmsten aber waren wohl die bemalten Hintergründe. Das fiel besonders unangenehm bei den besonders im zweiten Film sehr zahlreichen Wüstenszenen, und den Szenen in diesem Fremen-siege (wird das so geschrieben?) auf. Sowas ist einfach nur maßlos billig, und erinnert mich an SF-Filme aus den 60'er Jahren. Da ist den Produzenten wohl wirklich das Geld ausgegangen (ich vermute mal, William Hurt war auch nicht gerade billig). Sowas ist natürlich indiskutabel. Hätten die das einfach in der kalifornischen Wüste abgedreht, wäre der ganze Film um einiges besser geworden.
Negativ zu bemerken wären noch die Schauspieler. Es ist zwar selten, aber hier muss ich meiner TV-Zeitschrift TV-Spielfilm mal zustimmen: Paul hatte kein Charisma. Ich habe dem Burschen nicht eine Sekunde abgenommen, der Zukunftige Herrscher der Galaxis zu sein - ebenso übrigens dem Imperator. Da war der Paul in Dune von 1984 doch sehr viel glaubwürdiger.
Schlußendlich kommen wir zur Handlung: Ab der Mitte von Teil 2 habe ich über weite Strecken überhaupt nicht mehr verstanden, worum es eigentlich ging. Und ich muss sagen, dass ich immerhin die Computerspiele habe, und den Film von 1984 gesehen habe. Man kapiert wohl nur, was vor sich geht, wenn man das Buch gelesen hat.
Sowas ist natürlich indiskutabel. Ich kann ja kleine Unstimmigkeiten wie Paul's von der realen Handlung nicht unterscheidbare Traumsequenzen noch verzeihen - aber wenn die ganz neue Charaktere wie z.B. die Tochter der Bene-Gesserit (welche Rolle hatte die z.B. am Ende im Imperialen Palast?) oder Paul's Kind ohne auch nur einen Kommentar eingeführt werden, dann stinkt das schon sehr. V.a. frage ich mich doch, was in den 5 Jahren die ein kind nunmal braucht, um so groß zu werden, eigentlich passiert ist. In der Handlung haben diese 5 Jahre nämlich nie stattgefunden, allerhöchstens im Verstreichen von *ein paar Wochen.
Schon sehr seltsam.
Aufgrund dieser und weiterer Unstimmigkeiten erhält Dune von mir nicht mehr als die <b>Note: 4</b>.





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