Ich fand den Film eigentlich sehr gut. Jedoch ist er einer der Filme, die einen weder unterhalten, noch bewegen. Einfach ein Film, der beim Schauen nicht den geringsten Spass macht - in etwa vergleichbar mit Bringing out the dead (wobei letzterer noch Gefühle zeigt, wenn auch sehr negative).

Daher kann ich mir vorstellen, dass das Buch natürlich noch weniger Spass macht, da man dort wahrscheinlich nicht nur 2 Stunden passiv, sondern 10 Stunden aktiv "dabei" ist.

Die meiste Zeit geht es ja wirklich nur um die Körperpflege des Protagonisten, die Auswahl der Restaurants und der Kampf um die beste Visitenkarte. Hier hält der Autor dem durchgestylten, hippen Vorzeige-juppie-amerika den Spiegel vor.

Denn hinter der perfekten Maske verbirgt sich ein toter Mensch. Vordergründig hat er alles (Geld, guten Job, hübsche Freundin), doch in wirklichkeit ist er eine absolut gefühlskalte Maschine, zu Freude und Leid nicht fähig - und dadurch besitzt er weniger als wir. Weniger als nichts.

Ich glaube, er mordet auch nur deshalb, um sich selbst auf die Probe zu stellen, ob er überhaupt noch zu irgendwelchen Gefühlen fähig ist, was aber scheitert. Danach versucht er ja, sich selbst ans Messer zu liefern, was aber scheitert, da seine Kollegen ebenso gleichgültig sind wie er.