Ich glaube, daß sehr viele Jugendliche und/oder junge Erwachsene (mich eingeschlossen) schon einmal einen Joint probiert haben oder zumindest dann und wann einen konsumieren.

Die von dir angesprochene Hemmschwelle halte ich daher für Kasper. Da erwachsene Menschen, also deine "gesetzestreuen" Mitbürger, eh' nicht gerade die Klientel für weiche Drogen sind, interessiert dieses Argument nicht: du wirst mir doch wohl nicht erzählen wollen, daß Staat und Gesetz einen Hindernissgrund für neugierige Jugendliche darstellen, die sich mal  eben zum Testen ein Grämmchen in die Kippe hauen.

Außerdem würde bei einer Legalisierung doch gerade das Aufregende eher wegfallen - es wirkt für alle doch cooler, wenn etwas verboten ist. Da schneidest du dir aber mit deiner Argumentation aber ins eigene Fleisch.

Mein zweiter Punkt ist: THC macht körperlich <b>nicht</b> abhängig. Man kann sich höchstens in eine psychische Abhängigkeit hineinmanövrieren, aber das kann man bei Alkohol, Fernsehen und Computerspielen auch. Da ist es doch absolut hirnrissig, es weiterhin zu verbieten, obwohl sich dadurch vielleicht ein paar mehr Leute ins gesellschaftliche Aus manövrieren könnten.

Dann lass uns doch auch das Fernsehen, den Computer, die Spielhallen, die Zigaretten, den Alkohol und das Brotmesser verbieten, damit könnte man ja mal zustechen.

Eine strenge Alterskontrolle bei der Abgabe würde ich allerdings als sinnvoll erachten.

Ich sehe es jedoch nicht ein, daß mir als mündiger Bürger das Benutzen von weichen Drogen, die eigentlich ungefährlich sind, untersagt wird, mir aber der Genuß von Alkohol (schon ab 16!) erlaubt wird. Das ist hanebüchen!