Die Napster-Problematik resultiert einfach aus der Tatsache, daß Napster mit die erste Company war, die Internet-File-Sharing quasi salonfähig gemacht hat. Die Userzahl wuchs mit den schnelleren Internet-Anbindungen halt ins Gigantische. Dann sind Medien auf das Phänomen "Napster" aufmerksam geworden, und brachten gewaltige Napster-Features mit detaillierten Anleitungen, wie man denn als unbedarfter Otto-Normaluser mit der Software umgehen kann.

Dann kamen gewisse Bands und natürlich die Plattenfirmen auf den Trichter, daß das alles doch ein Verlustgeschäft für sie sei. Ein gewaltiges "Fuck You" hier an dieser Stelle an die Band Metallica, die zu den ersten gehörten, die das File-Sharing als Bedrohung empfanden. Die Verlustzahlen, natürlich aufgebauscht durch die Plattenfirmen, überzeugten nun die Richter in einer Art Beispielprozeß, Napster mit einstweiligen Verfügungen zu bombadieren.

Mittlerweile gehört Napster aber zu einem großen Teil den ach so armen Plattenfirmen wie Bertelsmann, die sich in die ehemalige Independent-Company eingekauft haben und nun ein Modell zurechtschneiden, wobei sie natürlich wieder Kohle scheffeln können.

Andere pfiffige User haben natürlich darauf reagiert und die Konkurrenzplattformen schießen jetzt wie Pilze aus dem Boden - eine generelle Kontrolle ist utopisch.

Daher wandern die meisten User ab - ist ja auch verständlich, wenn man nun fürs auch noch eingeschränkte Sharing 10 Tacken im Monat latzen darf.

Alles klar?

(Geändert von Glottisfly um 11:02 pm am Aug. 16, 2001)