Oh, oh.
Kann sein, dass ich mich jetzt hier ziemlich aus dem Fenster lehne.
Als parteipolitisch völlig uninteressierter Mensch finde ich es immer
wieder sehr aufschlussreich, wie sich die Anhänger verschiedener
Parteien immer wieder beharken und beklagen. Ob man das noch
unter politischer "Kultur" verstehen kann lass ich jetzt einfach mal
offen.
Was mich in diesem Thread aber besonders berührt sind die Angst
und der Zorn, die sich scheinbar wieder gegen den/die Falschen zu
richten beginnen. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg haben viele
Deutsche den Alliierten die Frage gestellt, warum sie nichts unter-
nomen haben, bevor es zum Krieg kam. Gute Frage. Kann man das
nicht auch im Bezug auf den Irak fragen?
Dann muss man sie vielleicht anders stellen. Vielleicht, wie lange darf
man warten, bis man sich in Dinge einmischt, die einen selbst nicht
direkt betreffen? Oder sollte man fragen, wie weit man denn nun für
sicheres Öl gehen darf während man geflissentlich über das Chaos in
einigen afrikanischen Staaten hinwegsieht?
"Hilfreich" sind bei der ganzen Sache wie immer die zwei Thesen, über die
wir uns im Politikunterricht wochenlang die Köpfe heiss geredet haben :
1. JEDE Gewaltanwendung ist falsch.
2. Es gibt keinen Frieden um jeden Preis.
Mit nachdenklichen besten Wünschen fürs neue Jahr
Thomas








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