Darkon und Seleen zogen auf getrennten Wegen durch den Grau-Wald. Sie hielten die Distanz aber immer so klein, das sie im Notfall einander helfen konnten. Es waren schwere Zeiten und die M?nner von Crais waren ?berall.

Seit nunmehr drei Tagen gingen sie durch den Wald ohne auch nur einen Menschen oder Elfen zu treffen. Darkon war so in Gedanken versunken, das er die Stimmen zuerst gar nicht h?rte. Doch pl?tzlich sah er den Lichtschein eines Lagerfeuers zwischen den B?umen und h?rte die Stimmen der M?nner. Er duckte sich hinter einen grossen Stamm und holte tief Luft.

"Das darf mir nicht wieder passieren!" dachte Darkon leise. "Wenn ich weiter so unvorsichtig bin, werde ich noch in ernsthafte Schwierigkeiten kommen. Aber schauen wir erst einmal wer da lagert."

Leiste pirschte sich Darkon an das Lagerfeuer heran. Seine Augen brauchten einen Augenblick, bis sie sich an das helle Licht des Feuers gew?hnten und er die Gestalten erkennen konnte. Es waren acht M?nner in schweren R?stungen. Den Wappen nach waren es Ritter von Crais. Darkon konzentrierte sich auf sein Geh?r, um das Gespr?ch besser verfolgen zu k?nnen.

"Verdammter Wald! Wie sollen wir hier jemanden finden? Kann mir das einer von euch sagen?" fragte einer der M?nner mit grimmiger Stimme. "Wir haben den Auftrag diesen K?mpfer den Zauberer zu finden und zu t?ten. Bis wir das nicht gemacht haben, brauchen wir uns erst gar nicht mehr in Arzua blicken zu lassen. Ihr wisst doch ganz genau was passiert falls wir ohne den Kopf dieses K?mpfers auftauchen." "Ja, es ist besser wenn wir hier durch den Wald stapfen, als von Crais gefoltert zu werden."

Darkon zog sich etwas zur?ck, er hatte genug geh?rt um zu wissen was er zu tun hatte. In Gedanken rief er Seleen zu sich und warnte sie. Seleen war sofort zur Stelle, da auch sie das Feuer entdeckt hatte. Stumm sah sie ihren Bruder an. Dann nickte sie nur, auch sie wusste, das es keine Wahl gab. Sie mussten diese M?nner t?ten um zur Stadt zu gelangen. Denn jeder Mann weniger w?rde es ihnen leichter machen.

Seleen verschwand zwischen den B?umen und bereitete sich auf das Unausweichliche vor. Darkon zog sein Schwert und legte sich in Gedanken die Zauberspr?che zurecht, die er nun brauchen w?rde. Ausserdem holte er sich das Bild der M?nner ins Ged?chtnis wie sie um das Feuer sassen.

Pl?tzlich gab es im Feuer einen gewaltigen Blitz. Die M?nner waren so geschockt, dass sie nicht in der Lage waren sofort zu reagieren und das war ihr Todesurteil. Darkon schoss wie ein Blitz in die Runder der M?nner und t?tete sofort drei von ihnen. Jetzt endlich reagierten die Ritter von Crais und zogen ihre Schwerter. Doch Darkons gewaltiges Schwert sausste durch die Luft und zwei weitere M?nner fielen Tod zu Boden. Die restlichen drei Ritter zogen sich zur?ck und bildeten einen Kreis. Sie waren sich sicher es hier mit einer ganzen Bande von Angreifern zu tun zu haben. Doch pl?tzlich baute sich vor ihnen die m?chtige Gestalt Darkons auf. Das Schwert reflektierte die roten Flammen des Feuers, es sah so aus, als w?rde es selber aus Feuer bestehen. Die M?nner erschauerten den Darkon wirkte wie ein Feuerd?mon, der direkt aus der H?lle zu kommen schien. Sie kamen nicht sehr viel weiter, denn wieder zischte Darkons Schwert durch die Luft und die letzten drei M?nner fielen tod zu Boden.

Darkon sog die Luft tief ein. Er hatte schnell und sauber gesiegt, doch gl?cklich oder zufrieden war er nicht.

Seleen kam aus dem Schatten der B?ume hervor. Darkon flog herum und wollte schon mit dem Schwert zuschlagen, als er seine Schwester erkannte. Seleen riss die Augen auf und sprang hoch in die Luft. "Tu das nie wieder Seleen!" rief Darkon w?tend.

Seleen sah ihren Bruder mit einem besorgten Blick an. Er war in diesem Zustand des Blutrausches, den sie schon zu oft an ihm gesehen hatte. Mit ruhiger Stimme sprach sie nun auf ihn ein, damit er wieder zu Sinnen kam. Langsam verschwand der glitzernde Blick aus seinen Augen und er beruhigte sich wieder. "Wir m?ssen die M?nner untersuchen." sagte Seleen. "Vielleicht finden wir einige n?tzliche Hinweise f?r unsere Suche."

(MinasTirith)

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So, dass ist alles, was ich noch hatte. Jetzt kann jeder wieder frei weiterdichten. Hoffentlich geht es auch bald wieder weiter mit der Geschichte.
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