Tats?chlich habe ich noch eine Rekonstruktion.

W?hrend Coulter in seiner Zelle sa? und Darkon im Grauwald umherstreifte, wurde Arminius zum Flusshafen am Blauwasser gebracht. Dort musste er mit anderen Mitgefangenen B?cher in Kisten abpacken und diese auf zwei Schiffe verladen. Wie er feststellen musste, handelte es bei den B?chern um die Bibliothek des Konvents, aber es waren noch viele Werke dabei, die Arminius nicht kannte und die laut seinen Mitgefangenen aus anderen, teilweise privaten Bibliotheken stammte. Beaufsichtigt wurde die Aktion von einigen Sebaceanern, M?nnern von Crais, und Soldaten der Stadtwache, die sich teilweise bem?hten, in alle Richtungen zu schauen, nur nicht in die Augen der Gefangenen. Andere unterhielten sich leise mit Bekannten unter den B?cherschleppern und steckten ihnen Lebensmittel zu, wobei sie von Crais' Soldaten misstrauisch be?ugt wurden. Der anwesende Offizier, Leutnant Brage, betrachtete das Treiben mit finsteren Blicken. Arminius kannte ihn vom Sehen und aus zahlreichen Erz?hlungen. Fr?her (Arminius begann, von der Zeit vor seiner Gefangennahme schon als "fr?her" zu denken) war Brage ein stets geschniegelter Offizier gewesen, der f?r seine Aufschneiderei ber?chtigt war und dessen Weibergeschichten f?r Gespr?chsstoff in der Stadt gesorgt hatten. Sein geplegtes ?u?eres hatte er nun verloren - er war unrasiert und seine Uniform speckig.
Abends wurde Arminius zu einer zum Gefangenenlager umfunktionieten Lagerhalle gebracht.

Angelika erwischte die schlechteste Unterbringung der drei Jugendlichen. In der feuchten Zisterne, in der sie mit 12 ?berwiegend weiblichen Mith?ftlingen einsa?, war n?mlich offenbar eine Seuche ausgebrochen, was aber entweder nicht bemerkt oder ignoriert wurde. Am n?chsten Morgen waren sie und die meisten anderen in der Zisterne erkrankt. Gl?cklicherweise wurde da das Loch ger?umt, aber Angelika fieberte stark und war zu schwach, um noch zu laufen. Sie sah alles nur noch wie durch eine Art Schleier. Einige W?chter versuchten, sie zum Laufen zu bringen, aber Angelika schwanden schon nach kurzer Zeit die Sinne. Als sie das Bewusstsein wiedererlangte, fand sie sich in einer H?ngematte an auf dem Deck eines Flussschiffes wieder.

Coulter verbrachte eine unbequeme Nacht auf dem Steinboden unter Melas Pritsche. Nach dem Fr?hst?ck holten sebaceanische Soldaten Mela und ihn aus ihrer Zelle. "Ihr werdet verlegt, ganz woanders hin," sagte einer. Sie wurden in den Hof der Zitadelle gebracht, wo gerade eine Karawane zusammengestellt wurde. Sie und viele weitere Gefangene wurden mit Seilen an den H?nden aneinander gefesselt. Schlie?lich war der Gefangentransport abmarschbereit und verlie? den Hof. Am Marktplatz gesellte sich ein anderer Zug, der vom Hafenviertel kam, zu ihnen. In ihm erkannte Coulter seinen Freund Arminius. Angelika hingegen konnte er jedoch nirgends entdecken. Er sah mehrere Offiziere miteinander diskutieren. Irgenetwas schien ihnen Sorge zu bereiten. Schlie?lich brach die Karawane auf. Die Wachmannschaft bestand aus einem Trupp Arzuaner unter Leutnant Brage (Coulter erschrak etwas wegen seines Aussehens, er hatte ihn erst nicht erkannt) und Sebaceanern, die von einem wei?haarigen Ritter kommandiert wurden. Unter den Gefangenen erkannte Coulter Gelehrte und Gebildete aus der Stadt, Magier und andere Novizen des Konvents wie er. Der gr??te Teil der Gefangenen waren Zhulier, ?berwiegend junge M?nner und Frauen und sogar Kinder. Mela hinter ihm fl?sterte: "Was ist das nur f?r ein Krieg, dass es solche Gefangenen gibt?"
Nachdem die Karawane durch das Waldtor die Stadt verlassen hatte, marschierte sie auf den Grauwald zu, den sie durchqueren musste, um ins Gro?herzogtum Sebacea zu gelangen
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Derjenige Sch?ler ist ?rmlich, der seinen Meister nicht ?bertrifft. - Da Vinci