Und für all jene, die nicht mehr geglaubt haben, daß hier was gepostet wird:

Neue Serie: Total Science (RTL2)

ab 28.12.2003 um 16:55


Total Science



Roboter Bereits in den 70er Jahren haben Roboter Einzug in die industrielle Serienproduktion gehalten. Vor allem im Automobilbau sind die automatischen Monteure nicht mehr wegzudenken. Heute sind weit mehr als eine Million Industrieroboter im Einsatz. Um dem Menschen zu ähneln, müssen Roboter allerdings noch vieles erlernen: laufen, reagieren - und natürlich lernen und fühlen. Der Roboter mit dem schmucklosen Namen P 3 macht's vor: Fachleute bewundern das Vorzeigeprojekt eines japanischen Technologiekonzerns aufgrund seines ausgeklügelten Bewegungsablauf. Das Geheimnis: Sensoren in den Fußsohlen und Gelenken sammeln Daten über den Untergrund. So kann der Roboter laufen, ohne sein Gleichgewicht zu verlieren. Parallel zum Körper arbeiten die Wissenschaftler auch am "Gehirn" der Blech-Gefährten. Der so genannte Kopf-Auge-Roboter reagiert schon recht menschlich auf äußere Reflexe. Und auch lernfähige Roboter existieren bereits. Bleibt abzuwarten, wann wir eines Tages im Alltag mit Robotern zusammen leben werden, die uns die Hemden bügeln und die Wohnung auf Vordermann bringen. Fleisch fressende Pflanzen Diese Pflanzen töten, um zu überleben: Im Laufe ihrer Evolution haben Fleisch fressende Pflanzen raffinierte Tricks entwickelt, um auf nährstoffarmen Böden wachsen zu können. Aus ihren Fallen gibt es kein Entrinnen. Die bekannteste aller Fleisch fressenden Pflanzen, von denen Biologen Ende des 19. Jahrhunderts glaubten, sie hätten es mit seltsamen Tieren zu tun, ist die Venusfliegenfalle: Ihre fleischigen Blätter schnappen blitzschnell zu, wenn sich etwa ein Insekt auf ihnen niederlässt. Auslöser dieses Mechanismus sind dünne, hochempfindliche Fühlborsten. Bei Berührung senden diese Borsten Signale an die Außenseiten der Blätter. Dann geschieht das Unglaubliche: Die Außenseiten der Blätter wachsen so schnell, dass sich die Falle innerhalb einer halben Sekunde schließt. Rasantes Wachstum ersetzt die fehlende Muskelkraft! Um die Beute zu verdauen, werden schließlich Enzyme eingesetzt. Nach rund zwei Wochen ist von dem Opfer nichts mehr übrig. Tieftauchen Unabhängig und eins mit der Natur: Tieftaucher genießen ihre ebenso atemberaubende wie gefährliche Freiheit unter Wasser. Der Italiener Umberto Pelizzari zählt zu den weltweit besten Apnoisten, Tauchern, die mit nur einem Atemzug auf Tiefgang gehen. Im Rausch der Tiefe. Umbertos Lieblingsdisziplin ist das "Constant Weight" - die reinste Form der Apnoe: Aus eigener Kraft taucht er 75 Meter in die Tiefe - Weltrekord! Das Geheimnis: Durch beständiges Training hat der Italiener sein Lungenvolumen im Laufe der Jahre auf knapp acht Liter gesteigert - ein Viertel mehr als bei herkömmlichen Menschen. Diese Kapazität ermöglich es ihm, länger als sieben Minuten unter Wasser zu bleiben. Doch Tieftaucher wie Umberto schweben in ständiger Lebensgefahr: Die physischen Risiken sind immens. Sauerstoffmangel, erhöhter Druck - In der härtesten der drei Apnoe-Disziplinen gehen die Sportler mit einem gewichteten Schlitten in rasanter Geschwindigkeit auf Tauchfahrt - bis zu 131 Meter tief. Auf dem menschlichen Körper lastet jetzt der zehnfache Druck, das Herz schlägt nur noch zehnmal in der Minute und in der Lunge sammelt sich Blut aus Armen und Beinen. Free-Diver bewegen sich auf einem schmalen Grad zwischen Leben und Tod. Evolution: Bakterien Sie sind die Pioniere des Lebens: Bereits vor rund 3,5 Milliarden Jahren bevölkerten Bakterien den Erdball. Meist nur ein tausendstel Millimeter groß, sind sie äußerst widerstandsfähig. Die winzigen Lebewesen als primitiv zu bezeichnen, wäre falsch. Ihr Aufbau steckt voller Wunder. Zur Fortbewegung verwenden Bakterien dünne propellerartige Anhänge, die Flagellen. Dort wo ein Flagellenhärchen am Bakterium befestigt ist, findet sich der kleinste Rotationsmotor unseres Planeten. Er hat den Durchmesser von einem 30 Milliardstel Meter und ähnelt einem Elektromotor. Die Vielfalt der Bakterien scheint grenzenlos: Sie vergären Zucker zu Essig und produzieren Alkohol. Sie zersetzen tote Tiere und reinigen unser Trinkwasser. Aber sie sind auch die Ursache tödlicher Krankheiten wie Pest und Cholera. Als Meister der Anpassung eroberten sie nahezu jeden erdenklichen Lebensraum. Sie finden sich in heißen Quellen auf dem Meeresboden ebenso wie im ewigen Eis der Arktis. Allein in unserem Mund leben mehr Bakterien, als jemals Menschen den Erdball bevölkerten.